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  1. Alexander, William / Karin Schuler Die 64-Dollar-Tomate 265 S. Blanvalet 2007
    William Alexander, seit 25 Jahren leidenschaftlicher Gärtner in Hudson Valley, NY, hatte einen ganz einfachen Traum: hinterm Haus einen kleinen Gemüsegarten und vielleicht ein paar Obstbäume – ein naturnahes Paradies wollte er sich und seiner Frau und Kindern schaffen. Doch schnell kommt er zu der Erkenntnis: das Paradies ist nicht im Garten zu finden, es muß irgendwo verlorengegangen sein... Sein Traum führte ihn nämlich in einen Kampf um Leben oder Tod – in eine völlig unparadiesische Schlacht gegen Wühlmäuse, Raupen, Unkräuter und Wetterschäden, zu "lebensbedrohlichen" Expeditionen um Mitternacht bei Minustemperaturen, um den Thymian zu retten und vielen unvorhergesehenen Ereignissen mehr. Der Traum beinhaltet einen Bandscheibenvorfall und ein Kaufrausch im Gartencenter, der zum Ensetzen der Ehefrau das Portemonaie leert. Der verständnislose, meistens aber sogar mitleidsvolle Blick von Ehefrau und Kindern geht ihm sowieso auf die Nerven. Aus Jux beschließt er, sich auszurechnen, was denn seine heißgeliebten, selbst gezogenen Tomaten letztendlich kosten - und kommt zur schockierenden Erkenntnis, daß sie ihn 64 Dollar kosteten - wenn er von der Raupenfalle bis zum Tomatenbinder alles zusammenrechnet. Und doch - er wird sie weiterhin selbst ziehen, denn nichts schmeckt ihm so gut wie diese Tomaten - das gestehen ihm sogar seine Familienmitglieder zu. Die Geständnisse dieses leidenschaftlichen Gärtners sind einfach herrlich zu lesen - und erinnern an eigene, ähnliche Erlebnisse. Das Vergnügen, einen Gärtner zu entdecken, der noch verrückter ist als man selbst, ist der - ohnehin niedrige - Preis dieses Buches unbedingt wert!


  2. Almqvist, Paula Mitteilungen aus meinem Garten 160 S. Schöffling 2011
    "In meiner Familie hatten alle den Gartenbazillus, aber ich schwor mir, der Vererbungslehre und der Ansteckung zu trotzen. Nur arme Irre verbrachten ihre Freizeit damit, in feuchter Erde zu pusseln, Regenwürmer zu duzen, vom Tau auf den Frauenmantelblättern zu schwärmen und vom Duft der Dichternarzissen." Man soll nie "nie" sagen... die Reporterin und freie Autorin gärtnert heute mit Begeisterung (im Winter in Hamburg und im Sommer in der Normandie) und schreibt regelmäßig eine Gartenkolumne in der Zeitschrift "Brigitte Woman", die viele Anhänger hat. Jetzt liegen diese Kolumnen, in denen man sich amüsiert oft wiedererkennt, als Buch vor. Sie macht sich über Männer mit Kettensägen lustig, erzählt, warum ihre Lieblingsbücher hauptsächlich von "verblichenen oder hochbetagten Gartenschriftstellern" stammen (kann ihr nur zustimmen!) und daß sie Mordgedanken bekommt, weil Schnecken ihren jungen Salat lieben. Da geht es in ihrem Garten zu wie auf der Wall Street: "jede Menge Abstürze zu vermelden" oder sie warnt "Vorsicht, Mann im Beet" (nein, eben nicht im Bett). Einfallsreich ist ihre Wortschöpfung "Oralgärtner" - hier sei verraten, daß sie despektierlich Gartengestalter, "die lieber in Bildbänden blättern, als den Rücken krumm zu machen" so bezeichnet, die sie ausführlich und zum Lachenbringend charakterisiert. Die köstlichen Texte werden alle GartenliebhaberInnen begeistern - ich deklariere es als "Must-Have-Book", das mit seinem farbig bedruckten Feinleinen mit einem Einbandmotiv von Marion Nickig auch als wunderschönes Geschenkbändchen für "NichtgärtnerInnen" geeignet ist, damit auch sie endlich infiziert werden!


  3. Altmann, Peter Der Inselgärtner. Die Lebensgeschichte von Peter Altmann. 200 S. Schibri Milow 2005
    Dies ist die vergnüglich zu lesende Lebensgeschichte des Karl Foerster Mitarbeiters, Peter Altmann, gelernter Gärtner, der nach seinem Kriegsdienst und Gefangenschaft 1948 eine Stellung bei Karl Foerster fand. In diesem Buch berichtet er über seine über 20 jährige gärtnerische Betreuung der Freundschaftsinsel in Potsdam und natürlich auch die Geschichte seines sehenswerten Gartens in Caputh, der heute besucht werden kann. 1966 wird Altmann vom VEB Grünanlagen Potsdam als Gärtnermeister übernommen. Von da an er ist er offiziell bis zu seinem Ruhestandsantritt 1980 der "Inselgärtner". "Potsdam im Spiegel" , ein Veranstaltungskalender, brachte von 1966-1971 jeden Monat seinen Bericht von der Insel. Diese gänzlich unpolitischen Berichte waren für die Bürger in dieser Zeit politischer Gängelei sehr wohltuend, wurden aber 1972 "wegen Platzmangel" eingestellt. Auszüge daraus in diesem Buch machen sie wieder zugänglich.
    Auszüge daraus
  4. w. o.Begegnungen im Garten. Gedanken, Erinnerungen und Überzeugungen 172 S. Schibri Milow 2003


  5. Amman, Ruth Der Zauber des Gartens und was er unserer Seele schenkt Kösel München 1999
  6. w. o. Von Gärten und Zwischenwelten: Zur Psychologie des Gartens 157 S. Synergia 2006
    Neuauflage des Titels "Der Zauber des Gartens und was er unserer Seele schenkt" wobei das Titelbild der alten Auflage den "Zauberhaften" Inhalt besser darstellt). Garten und Seele bilden für die Autorin eine geheimnisvolle Zwischenwelt, eine Welt zwischen drinnen (im Haus) und draußen (noch nicht auf der Straße), zwischen Himmel und Erde, den Garten eben. Es ist ein Raum zwischen dem Hellen und dem Dunklen, zwischen Kultur und Natur, zwischen dem Bewussten und Unbewussten, zwischen Geist und Körper - einen Raum, der unwiderstehliche Anziehungskraft auf uns ausübt. Es sind die kleinen Gärten zwischen Haus und Straße, die versteckten Gärten zwischen hohen Mauern, die bunten Gärten zwischen Bauernhäusern und Feldern, die prächtigen Gärten zwischen Schlössern und Wäldern und die abenteuerlichen Gärten unserer Kindheit. Es sind die Liebesgärten, die zwei Menschen verbinden, und die stillen Gärten, wo der Mensch das Göttliche und damit auch sich selber findet. Dieses außergewöhnliche Gartenbuch mit seinen acht Kapitel wie "Was macht ein Stück Land zum Garten" oder "Die Erfahrung des Göttlichen im Garten" lädt dazu ein, die Fülle und Vielfalt des Gartens auf neue Weise zu sehen und zu erleben. Für alle, die sich selbst und andere beschenken möchten.


  7. Bamforth, Vicky Gärtnern Lieblicher Lavendel, schnittige Schwertlilien und stolze Strelitzien (Conditio Judaica) 176 S. Hoffmann & Campe 2007
    Das Buch kam mir bekannt vor - bis ich darauf kam: aus England hatte ich mir letztes Jahr das englische Original mitgebracht (The Garden Companion). Doch auf deutsch ist es natürlich angenehmer zu lesen. Hier sind Kuriositäten listenmäßig oder anekdotenhaft zusammengestellt, die nicht nur Gärtnerherzen erfreuen. Es ist ein Sammelsurium von Tatsachen, die man nicht unbedingt wissen muß, die aber kurzweilig zu lesen sind und aus denen man letztendlich doch neue Erkenntnisse mitnimmt. Es geht u. a. um die Blumenuhr, den Erfinder der Schubkarre, allerlei Schutzheilige, den Safran, und vieles vieles mehr. So enthüllen sich ca. 500 Geheimnisse, Mysteriöses, Sensationen, Rekorde.... Da man also das Buch auch immer wieder weglegen kann, ist ideal für die Pausen während der Gartenarbeit - in der Hängematte, auf der Baumbank oder wo auch immer. Ein ideales Geschenkbuch auch für Gartenfreunde, die schon "alles" haben! (ähnlich angelegt das Kosmos Natur-Sammelsurium)


  8. Baraton, Alain Le jardinier de Versailles 330 S. Grasset & Fasquelle 2006
    Alain Baraton ist seit über 30 Jahren Chefgärtner von Versailles Linktipp: Interview


  9. Beck, Ursula Garten-Glück: Aus dem Leben einer Hobby-Gärtnerin 50 S. m. 5 SW-Abb. Isensee 2009
    Die sich als "Gartenfreak" bezeichnende Autorin schildert hier - humorvoll - ihre Erlebnisse rund ums Gärtnern, ihre Leiden und Freuden auf dem Weg vom "Greenhorn" zur durch Erfahrung klug gewordenen Hobbygärtnerin. Unterhaltsames Bändchen mit einigen praktischen Tipps, die sich preislich gut auch als kleines Mitbringsel z. B. zur Einzugsfeier im neuen Heim mit Garten eignet.


  10. Bender, Klaus / Manfred Lucenz / Jürgen Becker Ein Garten fürs Leben. Mit Klaus Bender und Manfred Lucenz durch das Gartenjahr 168 S. m. 160 Farbabb. Becker-Joest-Volk 2007
    Über zwei Jahrzehnte haben die Lebensgefährten Manfred Lucenz ( Lehrer) und Klaus Bender ( Pfarrer) daran gearbeitet, aus einem verwilderten 4.000 Quadratmeter großen Gelände rund um ein altes Bauernhaus bei Kleve ein zauberhaftes Gartengelände werden zu lassen. Reisen in die Niederlande, Frankreich und Italien, aber auch Literatur, Gemälde und sogar Filme lieferten Anregungen. Das Garten-Projekt begann damit, daß Manfred Lucenz sich an die Bilder aus dem Film "Dr. Schiwago" erinnerte, die er 30 Jahre zuvor im Kino gesehen hatte. Die Narzissen-Wiesen Sibiriens waren der Anstoß für die erste große Pflanzaktion: 10.000 Blumenzwiebeln wurden eingesetzt und sorgen nun jeden Frühling für ein gelbes Blumenmeer am Teich. Das Buch ist der gemeinsam verfaßte Erlebnisbericht vom Werden eines inzwischen in den Medien immer wieder vorgestellten und weit über die Grenzen des Rheinlandes berühmtgewordenen Gartens. Immer wieder neue Blumen wurden gepflanzt, Form- und Farbkompositionen oft weiter perfektioniert, Mißerfolge spornten nur noch mehr an; Geduld und Ausdauer lernten sie dabei als wichtigste Grundfeste des Gärtnerns. Der Garten sollte vor allem auch für das leibliche Wohl sorgen; ein Gemüsegarten sowie eine Obstwiese durften also nicht fehlen. Heute bietet der Garten außerdem Themenbereiche wie Cottagebeet, Blaues Beet, Hochbeete und Rosenböschung, Obstbaumwiese, Rhododendrenpflanzung, Weisser Garten, Gelber Hügel, Beet in Sonnenfarben, Kräutergarten und Purpurgarten. Die Fotos des bekannten Gartenfotografen Jürgen Becker künden vom Erfolg der Beiden. "Verschwenderische Blütenfülle“, „Sanfte Melancholie“ oder „Juwelen von kurzer Dauer“, "Den Rhythmus des Jahres im Garten erleben", "Ein Garten in Harmonie: individuell, stilvoll, durchdacht" heißen die Kapitel dieses opulenten Bildbandes, auf den diejenigen, welche den Garten schon besucht haben, schon lange gewartet haben. Gartenbesitzer, die ihn noch nicht kennen, werden bestimmt Lust bekommen, an den Besuchstagen einmal hinzufahren. Und für alle, die neue Anregungen für ihren Garten suchen, ist er eine Inspiration für liebevolle Details. Der Serviceteil am Ende des Buches liefert dann noch praktische Gartentipps z. B. zum Wühlmausschutz.


  11. Bichsel, Dita Champagner in lebendiges Glück gebettet: Bijou - Garden, Gartengestaltung für alle Sinne amüsant geschrieben 116 S. Books on Demand 2008
    Pflanzen- oder Gestaltungsprinzipien-Listen, aufgeteilt nach den fünf Sinnen (Wohltuendes für unser Auge, Ohr, unsere Nase, unseren Gaumen und unsere Haut) aufgelockert durch etliche gärtnerische Zitate, deren Schrift für mich allerdings zu groß ist, "erschlagend" wirkt. Quellen waren nach eigener Aussage"Pflanzenbücher und das Internet". Die eingestreuten drolligen Hundegeschichten sind amüsant zu lesen. Leider ohne Register.


  12. Bindlechner, Michael Edelprinzer Gärtnerjahr. Tagebuch einer Auszeit 160 S. Brandstätter Wien 2003
    Von April bis September - also ein "Gartenjahr" lang hat Michael Bindlechner, seit Jahren international erfolgreicher Regisseur und Kameramann, in Edelprinz zugebracht. "Ob ich klüger davon werde, wird sich zeigen" heißt es am Anfang. Es ist für den Streß- und Termingeplagten eine Rückbesinnung auf die einfachen Dinge des Lebens, Rückkehr zur im rauhen Klima des nördlichen Waldviertels spürbaren Natur, ein Genießen der - wenn auch manchmal anstrengenden- Gartenarbeit als Kontrast zur Berufswelt - eben eine "Auszeit", die er in schönen Momentaufnahmen und mit seinen Tagebuchaufzeichnungen dokumentiert. Schöne Feierabendlektüre und Augenschmaus.


  13. Bleier, Bianka / Annette Timmermann Wo Himmel und Erde sich berühren 80 S. Scm Collection 2011
    Wie viel Freude es machen kann, ein eigenes Stück Erde zu gestalten,vermitteln die stimmungsvollen Fotos von Annette Timmermann, die Texte und ausgesuchten Bibelzitate der Autorin / Gartenbesitzerin. Es ist eine Reise durch ein Gartenjahr in einem liebevoll gestalteten Garten einer leidenschaftlichen Gärtnerin, die sich ein Stück vom Paradies "zurückgeholt" hat. Man findet jeweils auf einer Doppelseite jeweils das Foto, den Text auf der anderen Seite. Zitat daraus: "Was wäre das kraftvolle Aufbrechen des Frühlings, ohne die Härte des vorangegangenen Winters? Was wir immer um uns haben, wissen wir kaum zu schätzen, der Abstand zum vergangenen Frühling ist lang genut, um immer wieder dieses Erlebnis von etwas ganz Neuem zu haben" und: "Mein Garten hat die Bedeutung, die ich ihm zumesse. Spiegel meiner Seele, Oase der Geborgenheit, Insel der Erholung"... Ein meditatives Gartenlesebuch.


  14. Bloom, Alan Come you here, Boy! 160 S. Aidan Ellis Publishing 1995
    Autobiographie von Alan Bloom (1906 – 2005) Gründer der Fa. Bressingham Gardens


  15. Blunt, William / James J. White / Richard Shirley Smith Of Flowers & a Village: An Entertainment for Flower Lovers 296 S. Timber Press 2006
    "Written in the form of chatty letters from a doting godfather to his goddaughter, this work provides horticultural education".


  16. Borchardt, Rudolf Der leidenschaftliche Gärtner (Gesammelte Werke, 14 Bde.) 432 S. Klett-Cotta 2003
    "In Zeiten stabilen Naturgefühls haben wir starre (also formale) Gärten; geht unser Naturempfinden durch Krisen, so suchen wir in den Gärten die verlorene Natur". Acht Kapitel beleuchten die Gartenwelt philosophisch-mystisch: Der Mensch und die Blume/ Der Mensch und der Garten/ Der Garten und die neue Blume/ Kulturpflanze und Wildpflanze/ Die Blume als Teil der Landschaft / Die Blume und der neue Garten/ Graben, Säen, Nähren, Schützen / Katalog des Seltenen, Vergessenen, Verkannten, Unbekannten mit kurzer Nomenklatur, Habitusbeschreibung, Standortansprüchen (letzterer war Anlaß für das Buch von Anita Albus: Das botanische Schauspiel).
    Gedichte und Zitate von Borchardt


  17. Bowles, Edward Augustus (E.A.). My Garden in Spring 308 S. Timber Press 1997
    Eines der ersten Publikationen, in denen es um Schneeglöckchen geht.
  18. w. o. My Garden in Summer (My Garden Series) 393 S. Timber Press 1998
    Vorwort von Charles Elliott
  19. w.o. My Garden in Autumn and Winter 282 S. Timber Press 1998
    Reprints von 1914/ 1915; Bowles wurde vor allem bekannt durch seine Bücher "Handbook of Crocus and Colchicum" (1924) und "Handbook of Narcissus" (1934); etliche Pflanzen wurden nach ihm benannt z. B. Galanthus plicatus ’E.A. Bowles’
  20. - Allan, Mea E.A.Bowles and His Garden at Myddelton House Faber and Faber Ltd 1973
  21. - Hewitt, Bryan The Crocus King: E.A.Bowles of Myddelton House 104 S. Rockingham Press 1997


  22. Braun, Ute Alpsommer: Mein neues Leben als Hirtin 255 S. m. 64 Farbf. im Tafelteil Bastei Lübbe 2010
  23. w. o. Mein Kräutersommer: Neue Geschichten, Erlebnisse und Rezepte von der Alphirtin 189 S. mit 16 seitigem Tafelteil mit Farbf. Franckh-Kosmos 2011
    Ute Braun führt ein Leben in zwei Welten. Sie wohnt und arbeitet im Winter als Heilpraktikerin im Hunsrück und bietet dort auch Kräuterspaziergänge an. Im Sommer zieht sie auf eine 250 Jahre alte Hütte in den Schweizer Bergen, um dort als Rinderhirtin ein authentisches und selbstbestimmtes Leben zu führen, eingebunden in den Rhythmus und die Kräfte der Natur. Diesen Traum verwirklicht sich die Autorin jetzt schon seit etlichen Jahren immer wieder aufs Neue. Zäune reparieren, Ziegen melken, Käse herstellen, Stall ausmisten, Heu sowie Holz machen und Garten bestellen gehören zu ihren Aufgaben auf der Alp. Fernab von Auto, Handy, Fernseher, Warmwasser usw. beschränkt sich das Leben auf das Wesentlichste. (Ganz abgeschieden von der Welt ist sie aber auch dort nicht - einmal in der Woche besucht sie von der Alp aus einen PC.) Unterhaltsam geschrieben läßt sie uns im nun schon zweiten Buch mit 15 neuen Geschichten an ihrem ungewöhnlichen Alltag hoch oben auf der Alp teilhaben. Vor allem Kräuter (nach ihnen benennt sie die einzelnen Kapitel) spielen eine große Rolle und so gibt es viel Wissenswertes über Kräuter zu lesen und sogar einige Rezepte zum Nachkochen.


  24. Brinkmann, Hartmut Besprechung hier: Der mit den Rosen spricht
  25. w. o. Besprechung hier: Wühlmaus, Giersch und Laubenpieper: 111 wahre Geschichten aus dem Kleingarten


  26. Buchan, Ursula Gut im Beet. Über die Lust am Gärtnern 176 S. Residenz 2003
    Ursula Buchan schreibt Garten-Kolumnen für den Spectator, den Independent und diverse Gartenmagazine. Sie besuchte die Universität in Cambridge und wurde in Wisley und im Botanischen Garten Kew, London, zur Gärtnerin ausgebildet und veröffentlichte schon zahlreiche Gartenbücher. Dieses Buch mit Kolumnen aus verschiedenen Zeitschriften der Jahre 1984-2002 ist wohl das erste ins Deutsche übersetzte. "Es ist schon bemerkenswert, wie viele vernünftige Leute mit dem Gärtnern beginnen und dann wider alle Vernunft sich weigern, damit wieder aufzuhören", schreibt sie. Und sie weiß über "eigentümlichen" Gärtner(innen) und ihre Leidenschaften so manches zu berichten, aus dem eigenen Garten und den öffentlichen, in denen sie gearbeitet hat: Wissenswertes und Nützliches ebenso wie Heiteres und Kurioses. Wen die "Hortomanie", die "Lust am Gärtnern“erwischt hat, wird sich und sein Hobby in ihren sympathischen, sehr persönlichen Texten wiedererkennen und kann dabei zusätzlich in den herrlichen Fotos von verschiedenen Gartenfotografen schwelgen.


  27. Bussche, Freifrau Viktoria von Meine Gartenrezepte - Inspirationen einer leidenschaftlichen Gärtnerin 160 S. m. ca. 158 Farbf. u. 10 Tab. Callwey 2007
    Die Autorin hat passend zum zehnjährigen Jubiläum des von ihr veranstalteten Gartenfestivals „Gartenlust und Landvergnügen“ in Ippenburg ein Buch geschrieben ", das in edles Samtrot gebunden und auf kostbarem Papier gedruckt ist, versehen mit einer Banderole (die Buchhändler und Käufer allerdings zu Verzweiflung bringen dürften, denn nach mehrmaligen Einsortieren und Herausnehmen dürfte sie wohl zerrissen sein). Die Fotos von Marion Nickig, die über ein umfangreiches botanisches Wissen verfügt, sind wieder traumhaft schön. Sie fängt die Farbenpracht und Sinnlichkeit der Pflanzen fotografisch einfühlsam ein, so dass man für Augenblicke glaubt, sogar ihren Duft erschnuppern zu können. Und die abgebildeten Pflanzen sind mit ihren vollständigen lateinischen Namen bezeichnet - leider keine Selbstverständlichkeit, deshalb erwähnenswert; denn das hilft bei der Besorgung der Pflanzen für den eigenen Garten. Man erfährt einiges aus dem Leben und der Kindheit der Autorin und (meiner Meinung nach aber zu wenig) über die Entstehungsgeschichte und Entwicklung des Gartenfestivals,. Sie widmet sich mehr ihren Erinnerungen und Erfahrungen, Abneigungen ("ich finde es nicht nur exzentrisch BLüten zu essen, sondern sogar "kannabalisch"") und Vorlieben (der Jungfer im Grünen gebührt ein eigenes Kapitel) und stellt ihre teilweise unkonventionellen "Rezepte" für Beete, Gärten und einige wenige auch für Kochtopf vor. Zahlreiche Pflanzenkombinationen in ihrem Schlossgarten entstanden durch die Zusammenarbeit mit berühmten Gartendesignern aus Deutschland, Frankreich, England, Dänemark und den Niederlanden und durch die Umsetzung der innovativen und außergewöhnlichen Garten- und Pflanzpläne, die ihr seit 2000 (seitdem gibt es die Schaugartenanlagen), alljährlich unter wechselndem Motto, angeboten wurden. Einige interessante Kapitelüberschriften: Lush Pflanzen, die tanzen / Style - alles, was wuchert, wandert und windet / Grün vor Neid - die Zinnie "Envy" und ihre grünen Begleiter / Pflanzen, die ich nicht mag - oder besser: wie ich sie mögen würde / Die Blumen des Bösen" - schwarze Schönheiten / Weinraute - Gruß aus Pommern / Wenn du schwach bist, schneid ich dich -wenn du stark bist, lass ich dich! / Verdrehte Welt - Blumen zum Essen und Gemüse im Beet / "Summerpudding" - Schwarze Johannisbeeren, nicht nur der Farbe wegen. Der Anhang bietet informative Pflanzenempfehlungen zu den einzelnen Kapiteln, Bezugsquellen, einige Literaturhinweise und ein kumiliertes Pflanzen- Sachwortregister. Das Preis-Leistungsverhältnis ist bei der schönen Ausstattung angemessen...
  28. w. o. Aus meinem Garten. Gartenlust und Leidenschaft 176 S. Callwey 2008
    „Aus meinem Garten“ besteht aus dem Buch „Gartenlust und Leidenschaft“ und drei Extrabroschüren, eingelegt in eine edle Schmuckbox. Viktoria von dem Bussche lässt uns darin an ihrer Passion für ungewöhnliche Kombinationen und das Gärtnern mit besonderen Pflanzen teilhaben. Sie erzählt von ihrer Begeisterung für Duft und Farbe, für üppige, leuchtende Beete und ihrem Vergnügen an immer neuen, manchmal gewagten Zusammenstellungen und stellt ihre persönlichen Favoriten unter den Staudengewächsen, Rosen und Sommerblumen vor. Die passenden Gerichte finden sich in der Extrabroschüre „Rezepte aus meinem Garten“. In „Gartenskizzen“ vermitteln Fotos und Notizen Einblick in ihre Pläne und Ideen, die die Gartenliebhaberin auf Reisen gesammelte hat. Im Kalender „Durch das Gartenjahr“ erklärt sie die wichtigsten Arbeiten im Verlauf eines Jahres. Zudem bietet die Broschüre Platz für eigene Aufzeichnungen.
  29. w. o. Gartenlust und Leidenschaft 144 S. Callwey 2010
    Preiswerte Sonderausgabe des obigen Titels in einem Band (Paperback)
  30. w. o. von dem Besprechung hier: Wir müssen noch Unkraut pflanzen: Schloß Ippenburg - Geschichte einer Leidenschaft


  31. Capek, Karel Besprechung hier: Das Jahr des Gärtners


  32. Chudley, Carol Graham /Dorothy Field Gartengespräche unter Frauen Frederking & Thaler München 2000
    Zwei Freundinnen, Töpferin und Lehrerin die eine, berühmte Papierkünstlerin die andere, schreiben sich, obwohl sie Nachbarn sind, jahrelang Briefe, in denen sie sich über ihre Gärten austauschen. Dabei gehen die mitgeteilten Gedanken weit hinaus über das Anpflanzen und Ernten oder die täglichen Gartenarbeiten. Sie haben vor allem mit dem seelischen Zustand der Gärtnerinnen zu tun, mit ihrem Verhältnis zur Natur und ihrer Suche nach dem verlorenen Paradies. Sie schildern sich Kindheitserinnerungen und trösten sich in Lebenskrisen. Während dieser Korrespondenz wird eine der beiden Frauen schwer krank - und nach ihrem Tod gibt die andere diese Briefe heraus, versehen mit Fotos, liebevollen Zeichnungen und Papierkunstwerken. Eine gelungene Mischung aus Beobachtungen, Gedanken und Austausch ist dieses "Gartenbuch" einmal etwas ganz anders. Es macht nachdenklich, bringt eine neue Sichtweite in das "Gärtnern" und gehört in die Gartenbibliothek jeder Gärtnerin! (Und für Männer ist es sicherlich ebenfalls eine lohnende Lektüre!)
    Gartengespräche unter Frauen. Vom Pflanzen, Wachsen und Vergehen. 3 CDs [Audiobook]


  33. Claudine Mein grünes Herz. Von glücklichen Stunden mit Pflanzen und Blumen 351 S. ADMOS Media GmbH 1998
    Ein Gang durch das Gartenjahr voller Ideen und Anleitungen einer Gärtnerin aus Liebe.
    Zitat daraus


  34. Clayton, Virginia Tuttle The Once & Future Gardener: Garden Writing from the Golden Age of Magazines: 1900-1940 312 S. Godine Publisher 1999


  35. Cresswell, William / Audley End Diary of a Victorian Gardener: William Cresswell and Audley End 92 S. English Heritage 2006


  36. Dackow, Doris Das grüne Herz Oase 2008
    "Wer in meinen Garten schaut, schaut in mein Herz." Das berühmte Zitat des "Gartenfürsten" Hermann von Pückler-Muskau steht am Anfang dieses - passend in Grün gekleideten - Büchleins. Die in Bad Krozingen lebende Autorin Autorin schildert essaymäßig ihre persönlichen Eindrücke bei Besuchen in 12 Gärten, etliche davon im Dreiländereck. Dazu gehören Bauern-, Rosen-, Familien-, Künstler-, Kloster-, Schul-, Schreber- und Märchengarten. "Auf meiner Suche nach dem grünen Herz begegneten mir ganz unterschiedliche Geschichten. Ein Garten ist eben nicht nur ein eingezäuntes Stück Erde, ein Garten ist vielmehr ein persönlicher Teil des Lebens. Im Garten stecken viele Kindheitserlebnisse, Traditionen und viel Arbeit. Gärten überleben Generationen, Naturgewalten und sogar Kriege. Hier findet man Ruhe, Geborgenheit" schreibt sie im Vorwort. Die Geschichte über das Cafe Märchengarten Simonswald ist hier online zu lesen.


  37. Daniels, Marc Der Himmelsgarten: Das Handbuch des spirituellen Gärtners 192 S. m. CD Allegria 2011
    Der Himmelsgarten ist keines der üblichen Gartenbücher, wie schon der Titel andeutet, sondern "Gartenerfahrung" einmal anders, als ein jüdischer Beitrag zur Gartenkultur. Zu Beginn berichtet der amerikanische Autor über die Geschichte seiner Familie und seines Gartens ("Quelle meiner Inspiration"). Der Autor ist der Enkel des Erfinder des sogenannten Ross Root Feeder, eines Spezialgerätes für die Baumsanierung, das tief verwurzelt Bäumen Nährstoffe und Wasser zuführt und der Familie Wohlstand brachte. In Deutschland nennt man es Wurzelbewässerer, Düngelanze oder Düngesonde. Der Großvater knüpfte Geschäftsbeziehungen zur deutschen Firma Horstmann & Co. an. Es entwickelte sich eine Freundschaft und der Autor absolvierte schließlich dort ein Sommerpraktikum, lernte perfekt Deutsch sprechen. In seinem Buch erwähnt er immer wieder dieses Gartengerät. Er möchte aber vor allem mit diesem Buch die Einsichten der Kabbala, die er in Israel lernte, einer breiten Leserschicht, hier speziell den Gartenbesitzern, zugänglich machen. Zwischendrin gibt es auch praktische Tipps (Schnitt, Unkrautbekämpfung, Dachbegrünung usw.). Auf der CD befindet sich eine Meditation: "Kabbala Park - eine futuristische Vision".


  38. Demski, Eva / Michael Sowa Gartengeschichten 239 S. m. farb. Ill. Insel 2011
    Die freie in Bayern gebürtige Schriftstellerin ist in Frankfurt Besitzerin eines sehr kleinen Stadtgartens und outet sich erstmals als Gartenliebhaberin mit 20 Geschichten, Reiseberichten und Meditationen. Man liest, wie der Garten trösten, einem zum Heulen oder zum Lachen bringen kann, wie er Menschen verbinden, aber auch trennen kann. Eva Demski philosophiert über Fragen wie: Wie benimmt sich bildende Kunst im Garten, was pflanzen Menschenfeinde am liebsten an und wie könnte Epikurs Garten ausgesehen haben? Hat der Garten uns oder haben wir ihn? (Manchmal kommt sie zu einem überraschenden "Ergebnis"). Auffallend sind die immer wieder auftauchenden kleinen Seitenhiebe auf die Männer... Aufgelockert durch Bilder von Michael Sowa eine lohnende, sprachlich anspruchsvolle Lektüre für Gartenfreunde. Webseite der Autorin


  39. Dessau, Manuela Besprechung hier: Gestatten: Duck, Tagebuch einer Garten-WG


  40. Diekmann-Müller, Annette Besprechung hier: Blicke ins Grüne: Schreibende Frauen und ihre Gärten von Bettina von Arnim bis Virginia Woolf


  41. Dillon, Helen Down to Earth 208 S. Timber Press 2007


  42. Dodson, James Beautiful Madness: One Man's Journey Through Other People's Gardens 291 S. Dutton Books 2006


  43. Dreher, Anke Gartenglück Selbstverlag 2007
    Mit SW-Fotos illustrierte Geschichten von einem irgendwo ganz normalen Reihenhausgarten und kleine Episoden aus dem Leben einer irgendwie aber doch nicht ganz normalen Gärtnerin, denn sie ist infiziert mit dem Pflanzen- und Gartenvirus. Anke Dreher verbringt mit ihrem Mann jede freie Minute im Garten und findet Erholung darin. Beide haben Spaß daran, zu sehen, wie sich der Garten und die Pflanzen darin entwickeln, finden Freude am Besuch von Gärtnereien und Gartenveranstaltungen, am Kauf netter Accessoires und sammeln Pflanzenraritäten. Jedes Kapitel schließt mit einer gewonnen Einsicht ("Gute Ideen können erst entstehen, wenn man die bekannten Denkmuster verläßt").


  44. Dudek, Micha Mein wilder Garten: Wege zu Ökologie und Nachhaltigkeit 112 S. m. zahlr. Fotos Thorbecke 2011
    Ökologie und Nachhaltigkeit sind in aller Munde und können doch eigentlich unkompliziert im eigenen Garten gelebt werden. Der studierte Landschaftsarchitekt und Umweltplaner, bekannt durch seine Wolfs- und Hundebücher, kehrt zu seinen Wurzeln zurück und weckt in einem unterhaltsam plaudernden Stil - mit vielen ganzseitigen romantischen Fotos seines hier vorgestellten Gartens - den Blick für das ökologische Detail im Garten. Er zeigt, daß man auch in einem ökologischen Garten nicht auf gepflegten Rssen und schöne Rabatten verzichten muß, nicht tatenlos einfach alles wachsen lassen muß, sondern daß es vorrangig daraum geht, im eigenen Garten seine Ansprüche in Einklang mit der Natur umzusetzen und daß man schon mit einigen erwilderten Ecken ökologisches Gleichgewicht schaffen kann. Er erklärt, wie mit einfachen Handgriffen die biologische Vielfalt um ein Vielfaches gesteigert werden kann und wie jeder Quadratmeter eines ökologisch bewirtschafteten Gartenflecks zur Steigerung der Lebensqualität für uns Menschen betragen kann. In den Kapiteln: Wege, Wiesen, Hecken, Trockenräume, Feuchträume, Nutzgartenbereich und Lebensräume geht es um die einzelnen Gartenelemente, wo sich Natur ausbreiten kann, wenn man sie denn lässt. Zum ökologischen und nachhaltigen Gärtnern gehört auch, daß man mit Nistkästen Vögel anlockt, den Bienen entsprechende Pflanzen anbietet, den Kreislauf der Natur mit einem Komposthaufen unterstützt. Bis auf die Tabelle "Sträucher und Kleinbäume" erfährt man aber wenig Konkretes über Pflanzen. In die Erläuterungen hat er Zitate aus der Literatur eingestreut und im Anhang finden sich nützliche Links und Literaturangaben. Daß es mal wieder kein Register gibt, muß ich einfach wieder einmal erwähnen, weil ein Sachbuch ohne Register für mich an Wert verliert.


  45. Eger, Ilga Ein Jahr im Garten 216 S. m. zahlr. Fotos Becker-Joest-Volk 2007
    "Die Hände in der Erde und das Herz im Himmel" - das Titelbild deutet die Philosphie der Autorin schon an. Ilga Eger erzählt in ihrem Buch, wie sie die traditionelle Lebensweise ihrer Großmutter (deren Hausrezepte sie hier weitergibt) mit den Ansprüchen des modernen Lebens in Einklang bringt und warum sie sich als berufstätige Frau mit Familie noch einen Garten zumutet. "Ein Garten macht glücklich ", findet die Yogalehrerin, Grafikerin, Mutter und Autorin und präsentiert, gegliedert nach dem Jahresablauf, ein gleichermaßen emotionales ("den Garten erleben und genießen") wie praxisnahes (von der Bodenaufbereitung über die Aussaat, Pflege bis zur Ernte) Buch mit wunderbaren Bildern und bemerkenswerten Texten.
  46. w. o. / Gary Rogers Besprechung hier: Mein Traum vom Landgarten


  47. Fish, Margery mehrere Bücher hier


  48. Foerster, Marianne / Gary Rogers Besprechung hier: Der Garten meines Vaters Karl Foerster


  49. Frischmuth, Barbara Fingerkraut und Feenhandschuh Ein literarisches Gartentagebuch. Mit Fotos v. Herbert Pirker Aufbau Berlin 1999
    Herrliche Lektüre! Die bekannte Schriftstellerin aus Österreich in Altaussee, am 5.7.1941 geboren, auch Lektorin und Übersetzerin, die sich selbst "Lustgärtnerin" nennt, führt in einer Art Tagebuch durch das Jahr in 15 Kapiteln mit eingeflochtenen praktischen Tips und Erfahrungen und vielen Hinweisen auf sowohl literarische als auch praktische Bücher. Besser als mit ihren Zeilen kann man den Wert des Lesens von Gartenbüchern nicht ausdrücken: "Ich las, was greifbar war, von der philosophischen Abhandlung bis zum Auspflanzbuch, von Anleitungen zur Rosenwartung bis zu Tips für die Bodenverbesserung. Und war so unerfahren wie jemand, der Reiten vom Hörensagen lernen will anstatt mit seinem Pferd... Ich will nicht sagen, dass die Lektüre von Gartenbüchern mit nicht genützt hätte. Sie hat mir sehr genützt, indem sie Richtlinien setzte, an denen ich mich orientieren konnte und die meinen Ehrgeiz weckten. Aber wirklich zu gärtnern fing ich erst an, als ich den Garten sich äussern hörte, in den Sätzen seiner Bedürfnisse."
  50. w. o. Löwenmaul und Irisschwert Gartengeschichten 180 S. m. 76 Fotografien v. Herbert Pirker Aufbau Berlin 2011
    "Löwenmaul und Irisschwert" versammelt im ersten Teil "Was die Literatur im Garten verloren hat" neue Geschichten ("Topfträume", "Iris-Wonnen" , "en gros und en détail", "die Kürbisfee", "Schattengedanken") zu einem Gang durch das Gartenjahr in Barbara Frischmuths Garten; 73 Photographien von Herbert Pirker zeigen die Schönheit von ihres Altausseer Privatgartens in der Steiermark. Ein literarisches Gartentagebuch wie "Fingerkraut und Feenhandschuh", kurzweilig zu lesen, aber der zweite Teil: "Was der Garten in der Literatur verloren hat" erscheint mir "aufgesetzt"...
  51. w. o. Marder, Rose, Fink und Laus. Meine Garten-WG 160 S. m. Fotos v. Herbert Pirker Aufbau 2007
    Diesmal geht es, wie auch aus dem Titel ersichtlich, um die Erfahrungen der "Hauptmieterin einer lebendigen und eigenwilligen Gartengemeinschaft", kurz: einer "Garten-WG". Frischmuths schildert ihre Erfahrungen mit geliebten und ungeliebten Tieren im Garten und in der Natur, vom ritterlichen Kater Max über mörderische Lilienhähnchen bis zur Erdkröte mit dem Zauberblick und vieles mehr.
    Webseite der Autorin


  52. Gerritsen, Henk Essay on Gardening 96 S. Architectura & Natura Press 2010


  53. Goodwin, Nancy / Ippy Patterson / Maureen Quilligan Montrose: Life in a Garden 292 S. - Duke University Press 2005


  54. Graffam, William Ach du liebes Grün: Wie der Mann meiner Frau zum Gärtner wurde 107 S. Franckh-Kosmos 2011
    Wer ein Leben lang glücklich sein möchte, der werde Gärtner ... Der gebürtige Amerikaner, Pastor, Autor theologischer Bücher, ein passionierter Stadtmensch, markiert das chinesische Sprichwort ebenso wie das Zitat von Beverley Nichols, das der Garten die einzige Liebe sei, die niemals versagt, gleich zu Anfang als "Falsch". Und berichtigt: "Willst du ein ganzes Leben lang glücklich sein, heirate eine gute Frau, die dir den Garten macht". Sein Buch widmet er ihr, "der einzigen Geliebten, die niemals versagt und niemals verblüht". Versetzt in eine Dorfpfarre, sah er sich konfrontiert mit einem riesigen Stück Land - und dem seit Jahren gehegten Wunsch seiner Frau nach einem Garten. Zwar konnte Graffam einen Rasenmäher nicht von einem Vertikulierer unterscheiden (Kapitelüberschrift: "Rasen(d) mähen"), aber angetrieben vom sehnlichen Verlangen seiner geliebten Frau und unter den argwöhnischen Augen seiner Gemeinde gab er sich die größte Mühe, ein Gartenparadies mit einem Teich ("Ein Teich muß sein") rund ums Haus zu schaffen und erzählt hier von den vielen Hindernissen auf dem Weg dahin. Er bekam genug Ratschläge - doch funktionieren die wohl nur bei den Ratgebenden? So hat er z. B. trotz guter Beobachtung nie herausbekommen, wann die Maulwürfe auftauchen, damit man sie dann fangen kann. Wahrscheinlich haben die Maulwürfe aber herausgebekommen, wann er auftaucht, um dann "abzutauchen"! Ein herrliches Lesevergnügen, diesmal besonders zu empfehlen für die Männer von Gartenliebhaberinnen, damit Graffams Leidensgenossen "endlich das Mitleid bekommen, das ihnen gebührt"; denn aus diesem Grund schrieb er nach eigener Aussage dieses Buch!


  55. Greer, Germaine / Rose Blight Heckengeflüster 160 S. Schöffling 2010
    Germaine Greer, geb. 1939 in Melbourne, kennt man als Autorin des weltweit berühmten Bestsellers "Der weibliche Eunuch", doch neben ihrem Beruf als Professorin für englische Literatur lebte sie ein zweites Leben unter dem Pseudonym Rose Blight als Gärtnerin und Autorin witziger, hingetupfter Bösartigkeiten über die Kunst und die Mühen, einen Stadtgarten zu gestalten. Ihre "Heceknschüsse erschienen 1993 in der Zeitschrift "Architektur und Wohnen", damals übersetzt von Hans J. Becker. Hier in Buchform liegen sie übersetzt von Brigitte Walizek vor und begeistern auch heute noch in diesem mit Lesebändchen ausgestatteten, gut auch als Geschenk geeigneten Buch. . Da ist die Rede von der Farbe Grün als die Farbe der Revolution, dem Makabren im Garten, dem Lindengraus... Garant für vergnügliche Lesestunden auch mit Kapitel wie "Der tödliche Garten", "Voyeure", "Auto-Garten" !


  56. Greisenegger, Ingrid Wieviel Garten braucht ein Mensch 176 S. m. zahlr. farb. Abb. Np 2003
    "Erlebte man das Kurzhalten von Gras mit dem Handmäher noch als leidige Pflicht, so fühlt man sich hoch oben auf dem Aufsitzmäher oder Rasentraktor wie beim sportlichen Ausritt über das Gelände. Marlboro-Land ist nicht mehr irgendwo, sondern auch zwischen Apfelbaum und Plastikpool. Den "Mähcedes" fahren Damen und Herren aller Altersstufen und blättern dafür ein paar Tausend Euro hin. Denn beim grünen Hobby geizt man nicht......Nie zuvor hat eine Generation so viel Geld fürs Grün ausgegeben" stellt die vielfach ausgezeichnete ORF-Journalistin fest, die das Geschäft mit dem Gärtnern seit langem (unter anderem für das ORF-Wirtschaftsmagazin ECO, zuvor Euro Austria) verfolgt und mit diesem Buch der Frage nach dem Stellenwert des Grüns in der Gesellschaft und für den Einzelnen nachgeht. Sie berichtet von Gartentouristen, Gartenzwergproduzenten, vom Rosenseminar im gfräflichen Schloss, von Sepp Holzers Permakultur, der Arche Noah, den Lebens-Mitteln des Karl Ludwig Schweisfurth, dem Programm Lederleitners, stellt ein "Weichtier-Psychogramm der Gartenfreunde" (wie man Schnecken zur Schnecke macht) auf u. v.m. Dabei stellt sie fest: "Grün, wie Glück - Tendenz steigend. Die Pflanze hat als bester Freund des Menschen den Hund abgedrängt... Die Wiederbesinnung auf die Natur haben auch manche Unternehmensberater entdeckt. Sie schicken gestresste Manager hinaus in den Garten, damit sie einen großen Baum umarmen. Urgroßvaters Gartenweisheit läßt sich heute teuer verkaufen. Für sie war es selbstverständlich gewesen, quengelnde Kinder und aufgewühlte Seelen dadurch ruhig zu stellen, daß sie diesen empfehlen, den Stamm einer Weide zu umschlingen". Nicht nur Gartenliebhaber, auch Unternehmer profitieren von dieser Lektüre...


  57. Haiden, Christine / Petra Rainer Gartenmenschen Sammler, Gestalter und Enthusiasten 158 S. m. zahlr. farb. Fototafeln Residenz 2005
    Der Blick in den Garten eines Menschen ist ein Blick in seine Seele - und diesen Blick in ihr privates Gartenleben (mit Anregungen für den eigenen Garten) gewähren 33 "Gartenmenschen", unter anderem der Fernsehmoderator und Biogärtner Karl Ploberger, die Schriftstellerin Barbara Frischmuth und die "Kräuterhexe" Miriam Wiegele, Franz Erbler, der Bäcker, der im Ruhestand seinen Sammelleidenschaften nachgehen kann (u. a. Taglilien), Ursula Haller, die maßgeblich den Hofgarten Seitenstetten entworfen hat und das dortige Gartenfestival mit ins Leben rief, Frau Vogl-Lukasser, die Mitautorin des Heftes " Bauerngärten in NÖ". Die Kapitelüberschriften zeigen das vielseitige Spektrum ihrer Gartenleidenschaft: Von Naturgärtnern und stillen Enthusiasten / Von Schaugärtnern und offenen Gartentoren / Von Jägern und Sammlern / Von Hausgärten und verborgenen Wünschen / Von Gestaltern und Themengärtnern. Die spannend geschriebenen Texte stammen von Christine Haiden, die Fotos von Petra Rainer. Letztere sind zwar hervorragende Porträtfotos, stellen aber meiner Meinung nach die Persönlichkeit nicht ausreichend "passend" dar (jedenfalls nicht die, die ich persönlich kenne). Sehr gute Listen mit Bezugsquellen, Gartenschauen, der Büchern der Porträtierten, Organsiationen für Gärtner ergänzen den schönen Bildband.
    Webseite der Fotografin


  58. Hamann, Cordula Gärtnerinnen: Von der Leidenschaft mit Pflanzen zu gestalten 144 S. m. 150 Farbfotos Dva 2008
    Englische Gärtnerinnen stellte Frau Hamann schon vor; diesmal hat sie deutsche, österreichische und schweizerische besucht. Ob professionell oder als Hobby, allen Frauen ist der Garten ein zentraler Platz in ihrem Leben. Es stehen aber nicht wie im Buch von Frau Kohlrusch die berühmten Persönlichkeiten aus Literatur, Film usw. im Vordergrund. Außerdem steht hier teilweise mehr Platz für die Vorstellung zur Verfügung, denn es sind insgesamt hier "nur" 19 Gärtnerinnen. Marianne Foerster, Aglaia von Rumohr und Anja Maubach sind auch hier vertreten (die Porträts ähneln sich sehr, wie kann es auch anders sein). Außerdem die - nicht immer privaten, oft aber erstmals veröffentlichten - Porträts u. a. von Frau Hella Brumme, der ehemaligen Leiterin des Rosariums Sangerhausen, der Landschaftsarchitektin Christine Orel, der Gräfin Matuschka (die in ihrem Garten jedes Jahr ein in Österreich bekanntes Gartenevent veranstaltet), von Elfriede Lungenschmied (Hostafan, vielen von der Aktion "Offener Garten" und aus dem Internet bekannt) zu finden. Die Spannweite reicht vom Reihenhausgarten, Berggarten mit Aussicht, Seegrundstück bis zu Gärten mit langer Tradition / Familiengeschichte, modern, künstlerisch (Barbara Jamin-Sassmannshausen) oder temporär (Insa Winkler). Frau Haman schildert, nach einem kurzen Einführungstext, ausführlich und spannend geschrieben die Lebensgeschichten, Gärten und Pflanzen ((der Untertitel weist darauf hin, daß hier die Pflanzen eine wichtige Rolle spielen). Jede Beschreibung ist in Abschnitte unterteilt und teilweise mit Plänen der Gärten versehen. Notizzettelartig "angepinnt" sind zum Abschluß die Gedanken der Gartenbesitzer: "Was ist der Garten für mich"? Layoutmäßig und kalligraphisch interessant und ansprechend gestaltet. Die Fotos - verschiedener Fotografen- sind allerdings von sehr unterschiedlicher Qualität. Kein Register, aber Bibliografie und Adressen der öffentlich zugänglichen Gärten (ohne Termine). Webseite der Autorin


  59. Handelsman, Judith Besprechung hier: In meinem Garten wachse ich


  60. Hanisch, Karl Heinz Knaurs großes Gartenbuch. Leben mit einem Garten 406 S. m. 270 meist farb. Fotos u. Zeichn Droemer Knaur München 1981
    In diesem Buch erzählt Hanisch von seinem eigenen Garten im Lauf der Jahrzehnte, von Fehlern in der Gestaltung, aber auch von Erfolgserlebnissen und verknüpft damit viele praktische Ratschläge. Obwohl so alt, immer noch lesenswert!


  61. Hartig, Nana Mensch im Garten. Gartenerfahrungen als Spiegel mythischen Denkens 340 S. Books on Demand 2005
    Wie erleben Menschen ihren Garten? Dieser Frage geht die Autorin anhand vieler Berichte von HobbygärtnerInnen nach. Sie knüpft dabei ein Netz kulturanthropologischer, leibphilosophischer und psychologischer Bezüge und stellt dadurch das individuelle Gartenerleben in einen ganzheitlichen Zusammenhang. Innerhalb der Kategorien Raum, Zeit, individuelle Wahrnehmung und Kontakt entfalten sich die lebendigen Dimensionen des Gartens auf vielfältige Weise: Der Garten als Lebens-Raum im eigentlichen Sinne, in dem ein Mensch sich geborgen, genährt und beheimatet fühlt. Der Garten als Ort, wo Zeit rhythmisch und zyklisch erlebbar wird. Der Garten, der dem Einzelnen Erholung, Freude und spirituelle Erfahrungen schenken kann. Und schließlich der Garten als Ort der Begegnung mit der Erde, mit sich selbst und mit anderen Menschen.


  62. Hasselhorst, Christa Besprechung hier: Eden auf Erden: Die Liebe zwischen Mensch und Garten


  63. Heistinger, Andrea / Markus Zuber Besprechung hier: Das Arche Noah Gartenjahr: 365 Fragen an meinen Garten


  64. Henneberg, Hellmuth /Britta Wulf Schöne grüne Grüße. Ein Gartenzeit-Buch 127 S. m. 79 Farbf. Hinstorff 2009
    Hier berichtet mal nicht ein Gartenbesitzer von seinen Gartenerfahrungen, sondern der Moderator der Fernsehsendung "Gartenzeit" von seinen Erlebnissen bei den Dreharbeiten. "Es gibt zwei Gruppen von Menschen. Die eine hat einen eigenen Garten und die andere wünscht sich einen eigenen Garten. Der einzige Mensch, der keiner dieser Gruppen angehört, bin ich. Ich habe die Gartenzeit." Seit 1999 ist der Fernsehjournalist Hellmuth Henneberg als Redaktionsleiter im rbb-Regionalstudio Cottbus tätig; besonders populär wurde er als "Fernsehgärtner. Mit einem gesunden Schuss Selbstironie führt Henneberg seine Leser hinter die Kulissen eines Fernsehgärtners, erzählt, wie man auf Zuschauerreaktionen reagiert und beantwortet die wohl oft gestellte Frage, ob ein Moderator eigentlich alles beherrscht, was er vor der Kamera erklärt. Man erfährt auch, wie es zu seinem Standardoutfit (Hemd und Weste) kam, wie das Wetter immer wieder einen Streich spielt und oft - "nochmal und nochmal und nochmal..." neu gedreht werden muß. Er berichtet von den Dreharbeiten in einigen besonders sehenswerten Gärten Berlins und Brandenburgs - z. B. vom Rüdingsdorfer Staudengarten, dem Saxdorfer Pfarrgarten, dem Garten des Ehepaares Näser, dem Besuch beim Galanthophilen und Taglilienliebhaber Hagen Engelmann. Britta Wulf, die die Gärten und die Dreharbeiten auch mit etlichen Fotos festgehalten hat, kombiniert seine Erzählungen mit praktischen Hinweisen z. B. zum Thema Schneckenabwehr, rückenschonendes Gärtnern, Gärtnern mit dem Mond, Mulchen oder Insektenhotels. Im Anhang eine Danksagung (das finde ich immer lobenswert), Hinweis auf Quellen und Adressen sowie ein Register der Gartentipps. Für alle "Gartenverrückten" (ein Kapitel ist übrigens überschrieben: "Gartenverrückte kann man nicht therapieren und ich habe sie gern") und Liebhaber seiner Sendung eine sehr amüsante Unterhaltung mit informativem Wert!


  65. Hiti, Brigitte u. Hartmann Gartenrunden 176 S. Weishaupt 2008
    Schauplatz für dieses Buch ist ein 4.000 qm großer Hausgarten eines gartenbegeisterten Ehepaares am Rande der Stadt Graz. 217 glanzvolle, großformatige Gartenbilder (des Ehemanns) verlocken, sich auf einen Spaziergang durch den Garten zu begeben. Erzählerisch gekonnt führt die Gärtnerin vom Werden bis zum Jetztzustand ("fertig ist ein Garten nie") ihres Gartens, gibt botanische Hinweise und erzählt über ihre Erfahrungen mit den Bodengegebenheiten und Pflanzen. Auch Einblicke in die Garten- und Pflanzenkulturgeschichte sowie literarische Quellen tauchen auf. Auffällig ist ihre Liebe zu Gehölzen: Etagenschneeball, Judasblattbaum, Storaxbaum, Schirmmagnolie, Seidenakazie, Blasenbaum, Schneeforsythie, Blumenhartriegel, Taubenbaum, Hortensien werden ausführlich vorgestellt; es gibt Kapitel wie "kontastreiche Kombination von Ahorn und Schaublatt", "für Clematis ist immer noch Platz", "Hochstammglyzine in orange-gelber Begleitung". Andere vielversprechende Kapitelüberschriften sind "Lotus als Wasserpflanze" oder "Waldmohn und Waldlilie als anmutige Partner". Mit dem angefügten Pflanzenregister ist auch gezieltes Suchen möglich. Eine wertvolle Bereicherung auf dem Buchmarkt (bei einem - mir jedenfalls - bisher unbekannten Verlag) für alle, die gerne informative Gartenerfahrungsberichte lesen oder sich an einem herrlichen Bildband erfreuen möchten.


  66. Hoch, Martin Besprechung hier: Garten-Raum. Auswirkungen auf die Persönlichkeit


  67. Hofmann, Claire Beglückender Garten Heiter-beschwingtes Brevier für lernbeflissene Hobby-Gärtner 183 S. Müller Rüschlikon Stuttgart 1969
    Die Autorin schrieb viele Artikel in der Zeitschrift: "Gartenschönheit" (hrsg. v. Karl Foerster). Poetisch formulierte praktische Beobachtungen aus ihrem Garten.


  68. Hopf, Waltraud / Heike Laufenburg Das Gartentor ist offen: Ein Gartenbuch 56 S. m. 25 Farbfotos Zwiebelzwerg Verlag 2008
    Ein unterhaltsamer Spaziergang durch die Monate des Jahres mit der begeisterten Hobbygärtnerin selbst schildert Werden, Erfolge und Mißerfolge und vor allem die Schönheit der Pflanzen- und Tierwelt ihres Gartens. "Bleiben Sie mal ganz ruhig stehen, hören und schauen Sie nur! Es summt und flattert im Garten, daß es eine wahre Pracht ist"...Ein preiswertes Vergnügen!


  69. Horwood, Catherine Gardening Women 448 S. Little, Brown Book Group 2010


  70. Hücking, Renate / Hielscher, Kej Oasen der Sehnsucht. Von Gärten im Verborgenen Piper 2004
    Renate Hücking ist promovierte Literaturwissenschaftlerin, arbeitete über zwanzig Jahre als Fernsehjournalistin, schrieb für Zeitungen und den Hörfunk, außerdem mehrere Sachbücher. Sehr unterhaltsam zu lesen ... diese Geschichten! Jeff Goundrill, der Vollzugsbeamte in Leyhill mit dem grünen Daumen, dessen "Zöglinge" in Chelsea Preise gewannen (der Vorfall wurde verfilmt: "Greenfingers") und die inzwischen erfolgreich ein Gartencenter betreiben, regten die Autoren zu diesem Buch an. Porträtiert werden acht Menschen, die aus verschiedensten Gründen solche Gärten "hinter Mauern" - ob freiwillig oder dazu verurteilt - kultiviert haben. Der politisch gefangene Neslon Mandela und seine Gärten in der jahrelangen Gefangenschaft als auch in der Freiheit später, Korbinian Aigner (Der "Apfelpfarrer") und seine Apfelzucht im KZ Dachau, Albert Speer, der Kriegsverbrecher, der sich als Landschaftsarchitekt die Zeit hinter den Mauern vertrieb sind die zeitlich jüngsten Beispiele für "Gärten hinter Mauern" oder "Oasen der Sehnsucht". Der Hortulus des Walahfrid Strabo, Mönch auf der Reichenau, ist das älteste Beispiel; er allerdings lebte freiwillig hinter Mauern - Klostermauern nämlich. Außerdem wird erzählt von William Beckford, dem exzentrischen Millonär - "Kalif von Fronthill Abbey", von der Sommerfrische des "göttlichen" Kaisers Kangxi, dem Rosengarten des Sultan Süleiman, der Prächtige. Gärtnern - unbewußt vielleicht, aber auch gewollt, als Akt des Widerstands und einer Überlebensstrategie. Für jedes Kapitel findet man ausführliche Literaturangaben zum Weiterlesen - denn plötzlich interessiert man sich für das Leben dieser Menschen, möchte mehr über sie erfahren.
  71. w. o. Süchtig nach Grün. Gärtnerinnen aus Leidenschaft 272 S. Piper 2007
    Renate Hücking und Kej Hielscher (selbst "süchtig nach Grün") erzählen diesmal über acht ungewöhnliche Frauen, deren Passion und Leidenschaft Pflanzen, Gärten und Parks gilt. Die Einleitung: "Die Gartenlust der Frauen" weist darauf hin, daß die beiden Autorinnen bewußt darauf verzichtet haben, "bekannte" englische Gärtnerinnen einzubeziehen, weil es darüber schon genügend Literatur gibt. Sie porträtieren in unterhaltsamer, ja spannender Erzählweise die auf Rosen versessene Kaiserin Joséphine, die Zarentochter Maria Pawlowna, die im Großherzogtum Weimar einen "Russengarten" anlegte ("Wir wollen das ganze Land zu einem Park machen"), Sophie von Herrenhausen, deren Gärten von Herrenhausen noch heute von ihr geprägt sind, die Renaissancefürstin Anna von Sachsen, die mit seltenen Blumen, Obst und Gemüse experimentierte, die beiden Chefgärtnerinnen, die den berühmten Garten von Vita Sackville-West in Sissinghurst über 20 Jahre lang pflegten, Niki de Saint Phalle, die sich mit dem Tarot-Skulpturengarten ihren Lebenstraum in Italien verwirklichte und die Schriftstellerin Elizabeth von Arnim, die selbst nur heimlich im Garten arbeiten durfte. Letztere schrieb: "Hätte Eva einen Spaten gehabt und etwas damit anfangen können, wäre die Geschichte mit Adam sicher anders ausgegangen" ... Phantastisch der Anhang mit Literaturverzeichnis (das verleitet zu vielen weiteren Lesestunden!), Anmerkungen und Bildhinweisen zu den einzelnen Kapiteln, Informationen zu den Gärten der Porträtierten, die öffentlich zugänglich sind und einem Personenregister, in dem alle erwähnten Namen auftauchen.


  72. Iasevoli, Roswitha Nacktschnecken im Paradies Das Gartenbuch für jede Jahreszeit 136 S. Kleine Schritte Trier 2003
    Diese Lektüre ist ein hübsches kleines Mitbringsel für Gartenfreunde. In Gedichten und Geschichten schildert die Dortmunder Autorin mit dem günen Daumen informativ, anregend und amüsant den Reiz der Farben, Gerüche, Lust und Frust im Garten und vieles mehr. An kleines Garten-ABC ergänzt das Bändchen.
    Leseprobe


  73. Katz, Richard Besprechung hier: Übern Gartenhag


  74. Kincaid, Jamaica Among Flowers: A Walk in the Himalaya (National Geographic Directions) 208 S. National Geographic Society 2005
  75. w. o. My Favorite Plant: Writers and Gardeners on the Plants They Love 329 S. Farrar Straus Giroux 1998
  76. w. .o. Mein Garten(Buch). Übersetzt aus dem Amerikanischen von Renate Orth-Guttmann. 196 S., Heinrich & Hahn Frankfurt 2005.
    Bericht einer amerikanischen Gärtnerin , die den chaotischen Verhältnissen ihrer karibischen Heimat Antigua entflohen ist, um sich in den USA ein eigenes Leben aufzubauen. "Natürlich" kann sie exotischen Gewächsen nichts abgewinnen - die kennt sie zu gut; dagegen faszinieren sie Wildblumen. Vielleicht liegt es an der Übersetzung, daß ich streckenweise durch ihre Sprache irritiert war; jedenfalls liebt die Verfasserin (unnötige) Wiederholungen und vor allem die Politik. Sie berichtet zwar auch gelegentlich von Erfolgen oder Mißerfolgen in ihrer Gartengestaltung und Pflanzenpflege, auch von Besuchen der Gärten in England und Frankreich, ("Sissinghurst läßt mich kalt") und hat wohl auch wichtige englische "Must-have-Autoren" gelesen, die sie teilweise zitiert. Die SZ schrieb: "Kincaids „Befreiungshortologie“ sei die rechte Lektüre für politisch korrekte Öko-Bewegte mit postkolonialem Anspruch"...


  77. Kirchner, Stephan GartenEmotionen: Phantasievolle Texte und Collagen eines leidenschaftlichen Gärtners 143 S. DVA 2009
    Stephan Kirchner ist Kaufmann, Kunsthistoriker und Gartenenthusiast. Die vor vielen Jahren herausgegebenen "Happy Gardening" Broschüren seines Sylter Versandes besonderer Gartenaccessoires und seine gelegentlichen Kolumnen in Zeitschriften habe ich schon mit Vergnügen gelesen und war gespannt auf sein erstes Buch. Und wurde nicht enttäuscht. Seine - passenderweise vorzugsweise im Liegestuhl oder auf einer Gartenbank zu lesenden - unterhaltsamen Garten- und Pflanzenerlebnisse laden zum Mitfühlen, aber auch zum Schmunzeln ein. Die mit farbenprächtigen Collagen des Autors geschmückten humnorvollen, teils skurrilen und einigen, teils ungewöhnlichen "Gartentipps" geschmückten Episoden rund ums Gärtnern, in der u.a. auch seine Ehefrau und ein Apfelspezialist als Nebenfigur auftreten, sind ein ideales Geschenk für jeden Gartenliebhaber!


  78. Koenig, Anne-Marie Spaziergänge in meinem Garten Wunderlich Reinbek 1998. 213 S. m. farb. Illustr.
    Eine Gärtnerin aus Leidenschaft, deren Garten in der Picardie liegt, erzählt stimmungsreich von ihren Glücksmomenten im Laufe der Jahreszeiten. Eine liebevolle Illustration machen das Buch auch zu einem idealen Geschenk.


  79. Kohlrusch, Eva Besondere Frauen und ihre Gärten 160 S. m. 230 Farbfotos von Gary Rogers Callwey 2008
    Eva Kohlrusch ist Chefin des Deutschen Journalistinnenbunds, Kolumnistin der Zeitschrift "Bunte" und war - als erste Frau - stellvertretende Chefredakteurin der Bild Zeitung. Als langjährige Redakteurin und freie Autorin ist sie Vorsitzende des Journalistinnenbundes. Sie ist selbst leidenschaftliche Gärtnerin mit einem großen Barockgarten im Wendland, der jährlich viele Besucher anzieht (und den sie ebenfalls vorstellt...). Nach ihrem informativen, seitenlangen Vorwort über das Thema "Frauen in der Gartengeschichte" geht es zu den einzelnen Porträts, die jeweils 2 Seiten umfassen und mit (teilweise autodidaktischen) "Erfahrungen" und "Lieblingspflanzen" der Gartenbesitzerinnen enden. Die Kurzporträts gewähren, oft erstmals, persönlichen Einblick in 23 private Gärten von meist berühmten Persönlichkeiten. Dazu gehören u. a. die Schriftstellerinnen Barbara Frischmuth, Charlotte Link und Ulla Hahn, die Schauspielerinnen Maria Kubitschek und Ellen Schwiers, die Sterne-Köchin Johanna Maier, die Radio- und TV-Moderatorin Carolin Reiber, die Staudengärtnereibesitzerinnen Aglaia von Rumohr und Anja Maubach (hier wird auch ihr privater, abseits der Gärtnerei gelegene Garten erwähnt), die Landschaftsarchitektin Petra Pelz, aber auch andere außergewöhnliche Frauen. Dazu gehören z. B. Dr. Kristin Lammerting, die inzwischen zwei Gartenbücher über ihre Passion schrieb, eine Bäuerin, Erzieherin, Schulleiterin, Innenausstatterin, Chefredakteurin und eine Schlossherrin, die davon träumt, den ehemaligen Park wieder im Original herstellen zu können. Die Tochter des "Staudenpapstes" Karl Foerster, Marianne Foerster, die sein Erbe heute verwaltet, Fenna Graf, "Familienfrau", die ihre Passion inzwischen zum Geschäft (Inpatio )gemacht hat und bekennt: "Ich weiß, irgendwann muß man lernen, sich zu bescheiden. Aber muß es denn jetzt schon sein"? gehören dazu wie auch die "Naturschützerin" Loki Schmidt , die sich weigert, eine Lieblingspflanze zu nennen, das "sei eine Gemeinheit den anderen gegenüber". Eva Kohlrusch entlockte den Frauen, wie sie zu ihrer Passion kamen und wie sie im Garten arbeiten, aber auch Anekdoten über "Frauen und ihre Beziehung zum Garten". Es ist nicht nur ein "Gartenbuch", sondern auch ein "Frauenbuch", denn es zeigt 23 verschiedene Wege von Frauen zum Glück. Denn alle hier erwähnten Frauen haben eines gemeinsam: sie haben ihr persönliches Glück im Garten gefunden und möchten es keine Sekunde ihres Lebens mehr missen. Wie immer bei Gary Rogers, sind es umwerfend schöne Fotos, die die Gärten in eindrucksvollen Impressionen, teilweise über 2 Seiten hinweg, zeigen. Kein Register, aber einen Adressenteil (bei "Berühmtheiten nur der Ort) mit Größenangabe des Garten und bei den öffentlich zugänglichen mit Termin. Ausgezeichnet mit dem Deutschen Gartenbuchpreis 2009 als bester Bildband.
  80. w. o. Faszinierende Frauen und ihre Gärten 165 S. Callwey 2010
    Ein weiterer Band über Gartenenthusiastinnen; im ersten ging es um die Spurensuche, welche Bedeutung Gärten für Frauen haben, im neuen vor allem um die Virtuosität, die Frauen in ihren selbst erschaffenen Gärten beweisen. "Er hat mich mehr als einmal gerettet, der Garten, die Dinge zurechtgerückt, mich zum Lachen gebracht, wenn mir zum Heulen war. Er bereitet mir Niederlagen, aber er tröstet mich, wenn die Welt mir welche bereitet" - schreibt die Schriftstellerin Eva Demski. Bunt gemischt ist das Spektrum der Persönlichkeiten, die für dieses Buch ihre Gärten und Gedanken öffneten, u.a. die Journalistin und Chefredakteurin einiger Gartenzeitschriften Andrea Kögel, die Mitbegründerin der Gesellschaft zur Förderung der Gartenkultur e.V. und Gartenbuchautorin Anke Kuhbier, die Unternehmerinnen Liz Mohn, Brigitte von Boch und Fürstin von Bismarck, die Fernseh-Moderatorin Uschi Dämmrich von Luttitz, die Künstlerin Erika Pluhar, die Schriftstellerinnen Eva Demski, Frederike Frei, Ingrid Noll, die Gartenarchitektin Gabriella Pape (Gründerin der Königlichen Gartenakademie Berlin) und die "Mutter der Gartenfestivals" Viktoria von dem Bussche – aber auch Frauen, deren Namen weniger prominent erscheinen und die dennoch mit ihren Gärten etwas Herausragendes darstellen – eben „faszinierende Frauen“ wie Rendel Barton, Petra Steiner und Ursula Schnitzke-Spijker oder die Rosenhändlerin Claudia Wolf. Einige von ihnen laden dazu ein, ihre Gärten nach Vereinbarung zu besichtigen (im Anhang sind alle Adressen, falls vorhanden mit URL der Homepage, mit Vermerk, falls öffentlich zugänglich, aufgelistet). Auch hier wieder- wunderschöne Fotos von Gary Rogers, der diesmal auch die sehr unterschiedlichen Stimmungen der Jahreszeiten mit seiner Kamera einfing. Wie auch im ersten Band findet man viele Anregungen für die Gartengestaltung und profitiert von den Erfahrungen der "Gartenfrauen".
    Webseite der Autorin


  81. Kospach, Julia Das Gartenspiel Notizen aus dem Dachgarten Eden Residenz 2004
    Eine Wiener Dachgartenbesitzerin lässt tief, nein, hoch blicken – sie erzählt über ihr Stückchen Natur auf einer Mischung aus Terasse und Garten und ihre schleichende Infizierung mit dem Gartenbazillus. Monat für Monat schildert sie ihre Erfolge und Erkenntnisse, aber auch die - nicht ausbleibenden - Mißerfolge, aber auch über angelesene Gartengeschichte wie z. B. die Tulpomanie der Holländer. "Seither spiele ich das Gartenspiel. Rücke hier ein paar Felder vor, weil mir etwas gelingt, werde da von einer störrischen Pflanze ein Feld zurück geschickt, hole mit einer herrlichen Königslilienblüte gewaltig auf, falle durch einen Rüsselkäferangriff wieder leicht zurück. Das Spiel geht jedes Gartenjahr in eine neue Runde. Insgesamt unterhalte ich mich hervorragend." Julia Kospach - hat mit Heller, Andre zusammen auch das Buch Augenweide herausgegeben.


  82. Krasemann, Barbara Wo Träume wachsen: Barbara Krasemann führt durch ihren Garten 144 S. Franckh-Kosmos 2009
    Erst berichtet die Autorin von ihrer persönlichen "Gartengeschichte" und davon, wie aus "Bärbels Schafweide" (8.500 qm groß) der heutige so genannte "Botanische Garten Thalmässing" wurde. Sie erzählt, wie sie sich als Autodidaktin soviel Wissen aneignete, daß sie jetzt als Fachfrau zu Vorträgen gerufen wird, Gartenkurse geben kann und sogar regelmäßig im Fernsehen in der Sendung "Querbeet" auftritt. Das Gerüst ihres Gartens besteht aus ca. 450 Bäumen und Sträuchern und ca. 1.400 verschiedene Staudenarten und Sorten bilden den Inhalt. Es sind einheimische wie exotische Pflanzen, alte, längst in Vergessenheit geratene Kulturpflanzen sind dabei ihr Steckenpferd. Sie schöpft die Möglichkeiten des Garten voll aus - trocknet, dörrt, legt ein, destilliert; dabei sind viele Verarbeitungsinstrumente und -apparate eigene Konstruktionen. In den sich anschließenden Kapitel stellt sie ihr in 11 Gartenzimmer aufgeteiltes Reich vor. Die Einteilung spricht für sich bzw. dafür, wie vielfältig dieses gestaltet ist: Formengarten mit historischen Rosen / Kräuterrad mit 12 Beeten (150 verschiedene Tee-, Gewürz und Heilpflanzen) / Herbstgarten mit ca. 50 Asternsorten / Obstgarten / Gemüsegarten - u. a. mit 40 verschiedenen Wurzelgemüsen ("Vergessene Gemüsesorten neu entdecken" - Barbara Krasemann arbeitet eng mit dem Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt e. V. (VEN) zusammen) / Schattengarten mit über 111 Farnen und Orchideen, Schmetterlingsgarten mit Tipi / Alpinum - ein "Steingarten der sieben Jahreszeiten" / Magerwiese mit Wildrosen / Freiluftküche mit Essplatz (mit Grillplatz, Back-, Dörr- und Räucherhaus) / Grünes Klassenzimmer mit Weiherhügel - Feuchtbiotop. Im Anhang Pflanzen im Überblick und ein umfangreicher Adressenteil (Bezugsadressen, Gesellschaften usw.). Mannigfaltige Anregungen für den eigenen Garten bekommt man in diesem herrlichen Bildband - und Lust darauf, den Garten (offene Pforte!) mal zu besuchen! Webseite der Autorin


  83. Krautwig, Christel / Hans Glader Meine GartenWelt - ein Paradies am Niederrhein - mit Vorwort von Klaus Bender und Manfred Lucenz 120 S. m. 140 Fotos, Übersichtskarte Wohlfarth 2005
    Seit Jahren öffnen Christel und Herward Krautwig auf dem Fürstenberg am Rande der Stadt Xanten ihren ungewöhnlichen Garten für Besucher. Rund um eine historische Hofanlage hat das Ehepaar einen niederrheinischen Traum erschaffen - eine eigene Gartenwelt auf 15 000 Quadratmetern. Reportagen über diesen Garten wurden im Fernsehen und in Gartenzeitschriften gezeigt; jetzt kann man aller Ruhe nachlesen und die Bilder genießen, denn Christel Krautwig hat ein ganzes Jahr lang Tagebuch geführt, um ihre Erlebnisse beim Wachsen und Werden der Natur festzuhalten und zahlreiche wertvolle Ratschläge aus ihrem reichen Erfahrungsschatz notiert. "Kein Gift im Garten" ist einer ihrer Grundsätze... Hans Glader hielt den Jahreslauf in opulenten Gartenansichten und faszinierenden Pflanzenportraits fest, die Lust machen, dieses niederrheinische Paradies zu besuchen und /oder ihre Anregungen aufzunehmen für den eigenen Garten.


  84. Kremer, Bruno P. Kosmos Gartensammelsurium 160 S. Franckh-Kosmos 2008
    Amüsantes, Wissenswertes und Kurioses aus der Welt des Gartens - Schmökerbücher dieser Art (siehe Kosmos Natur-Sammelsurium oder Bamforth`s Gärtnern), ungeordnet, ohne Register oder Inhaltsinhaltsverzeichnis - eben ein "Sammelsurium" scheinen eine neue Mode auf dem Gartenbuchmarkt zu sein. Zum immer wieder mal darin lesen, mal hier, mal dort!


  85. Krolow, Luzie Das Jahr meines Gartens Insel Frankfurt 1996
  86. w. o. Gartenzauber 32 Blumen- und Kräuterminiaturen. Insel Frankfurt 1995
    Sehr unterhaltsame Bände, auch praktische Ratschläge eingeflochten. Jeweils Beiträge aus der Serie `Flora` der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung".


  87. Kubitschek, Ruth Maria Im Garten der Aphrodite Nymphenburger München 1999
    Die Romanschriftstellerin berichtet über ihre Erfahrungen, die sie machte, als sie sich ganz bewusst zurückzog, um sich nur ihrem Garten zu widmen.
  88. w. o. Cassette Im Garten der Aphrodite Langen/Müller Audio-Books 1999
  89. w.o. Ein Troll in meinem Garten 79 S. Nymphenburger 2002
    Webseite der Autorin


  90. Küstenmacher, MarionDer Seele einen Garten schenken: 66 Meditationen über die Natur 208 S. m. zahlr. SW-Fotos Knaur 2010
    Der Garten ist ein Ort, an dem man sich als Teil der Natur erfahren kann. Er ist ein ganz besonderer Platz, der jeden in ungeahnte Welten führt und die Seele berührt. Mit diesen 66 inspirierenden Betrachtungen über Pflanzen und über die kleinen, einfachen Dinge zwischen Haustür und Gartenzaun kann jeder sich selbst wiederfinden, denn sie zeigen, daß sowohl Garten- als auch Pflanzenerfahrungen als Symbol für unsere Psyche herangezogen werden können. Die Birke steht z. B. für das Charisma des Loslassens, das Gänseblümchen für den Trost der kleinen Dinge, das Moos für die Kompetenz der Einfachheit, der Zaun für das Geschenk der Grenze... Die Autorin schreibt: Viele Dichter und Mystiker "kommen mit ihren wunderbaren Gedanken immer wieder zu Wort, wie gute Freunde, die man gern zu sich einlädt. Sie alle haben mich gelehrt, "mit der hellen Geduld der Liebe die grüne Sprache zu lernen", wie die Dichterin Rose Ausländer einmal sagte". Eine wunderbare aufschlußreiche Lektüre, die zudem in manchen Lebenssituationen Hilfe bieten kann!
  91. w. o. Vom Zauber der Blumen und einfachen Dinge Pattloch 2004
    Wer sich beim Anblick einer Blume an-rühren lässt, der ist schon auf dem Weg zu seinem inneren Traum-Garten. Sagt Marion Küstenmacher. Sie entdeckt den Garten als Inspirationsquelle für zauber-hafte mystische Gedanken. Die Natur öffnet das Tor zu tiefen religiösen Empfindungen und wird zum Ort für Meditationen, die Kraft spenden. Von A wie Akelei bis W wie Wurzeln und Z wie Zaun richtet die Autorin den Blick auf die spirituelle Bedeutung des Gartens.


  92. Kuhbier, Anke Kluge Menschen und ihre schönen Gärten 176 S. m. 250 Farbf., Zeichn., Skizzen Callwey 2011
    "Eigentlich genügt es schon, einen Garten zu haben und ihn bewußt zu genießen, um klug zu sein. Aber darum geht es hier nicht. In diesem Buch werden Persönlichkeiten vorgestellt, von denen man nicht auf Anhieb erwartet, das sie einen Garten besitzen, ganz zu schweigen davon, daß sie selbst gärtnern würden. Sozusagen das zweite Leben oder die unbekannte Seite allseits bekannter Menschen" heißt es in der Einleitung. Chronologisch nach Geburtsjahr geordnet nimmt die Autorin uns quasi mit auf eine Privatführung in Heim und Garten von 20 Personen aus Literatur, Kunst und Politik, Historie und Gegenwart, die alle in ihrer Zeit bedeutende Persönlichkeiten waren bzw. sind. Sie berichtet sehr unterhaltsam über ihre Gärten, deren Geschichte und Entwicklung bis heute. Daß Johann Wolfgang von Goethe, Hermann Hesse und Vita Sackville-West, William Robinson, Gertrude Jekyll, Loki Schmidt, Claude Monet, Max Liebermann, Emil Nolde, Konrad Adenauer gärtnerten bzw. botanisierten, wußte ich, habe schon Einiges über sie gelesen; doch entdeckte ich hier auch neue Seiten der Porträtierten! Der Chef des Hauses Hessen, Moritz Landgraf von Hessen, der Weinkritiker Hugh Johnson, der Kunstberater Dr. Christoph Graf Douglas, die Politiker George Washington und Winston Churchill, die Schriftsteller Gottfried Herder, Bertold Brecht, Rudyard Kipling und die Schriftstellerin George Sand waren für mich dagegen eine "Entdeckung". Mit den hervorragenden aufschlußreichen Texten und wunderbaren, oft großformatigen Fotos bekommt man auch durchaus auch Anregungen zur eigenen Gartengestaltung. Kurzbiografen und Literaturhinweise (teils mit Angabe der Webseite der Autoren bzw. Gärten) beschließen das Buch. Das Layout verdient noch ein Extralob. Jedes Kapitel hat ein exquisit bedrucktes transparentes Pergamentpapier vor dem "Titelbild", bietet auf dem ersten doppelseitigen Foto ein schön gesetztes Zitat und ist designmäßig hervorragend ausgestattet mit Auszügen aus Briefen, weiteren Zitaten, historischen Abbildungen (teils bisher unveröffentlicht) und Farbfotos verschiedener Fotografen (u. a. von Marion Nickig). Ein "Notizzettel" verweist am Ende in kurzen, inhaltvollen Sätzen auf "Das Besondere dieses Gartens" im jetzigen Zustand; sie sind alle zu besichtigen! So ist dieses großartig und liebevoll ausgestattete, informative "Coffee-Table-Book" nicht nur für alle GartenlieberInnen zu empfehlen, sondern auch für Freunde schöner Bücher!


  93. L`Aigle, Alma de Besprechung hier: Ein Garten


  94. Lanfranconi, Claudia / Sabine Frank Die Damen mit dem grünen Daumen. Berühmte Gärtnerinnen 160 S. m. 150 farb. Abb. Sandmann 2008
    Die Autorin Claudia Lanfranconi studierte Kunstgeschichte, arbeitete für das Feuilleton der Süddeutschen Zeitung und war Redakteurin bei Architectural Digest. Sabine Frank studierte in Leipzig Kulturwissenschaften und arbeite bis 2003 im Literaturmuseum Romantikerhaus in Jena. Seither behandelt sie als freie Rundfunkautorin Themen der Kulturgeschichte, Literatur und Biologie.Sie bewirtschaftet selbst einen Bauerngarten in Thüringen. Alle vorgestellten "Damen mit dem grünen Daumen" vereint trotz unterschiedlicher Herkunft (ob Aristokratin, Künstlerin oder einfache Gärtnerin) eine gemeinsame Liebe: die zum Garten und zu Pflanzen. Teilweise überschneiden sich die Porträts mit anderen Büchern , wie die von Frau Hücking, aber es sind auch "neue" dabei. Im ersten Kapitel ist es den vornehmen Damen aus Standesgründen noch nicht erlaubt, selbst zu graben und zu gärtnern. "Gärtnern lassen" heißt deshalb das erste Kapitel, wo Regentinnen wie Katharina von Medici , Wilhelmine von Bayreuth oder die Kaiserinwitwe Cixi sich wundervolle Parks und Schlossgärten anlegen lassen, die durchaus Meilenstein in der Gartenkultur waren und die die Schöpferinnen "unsterblich" machten. "Die Natur selbst ist die Baumeisterin gewesen", schrieb die Markgräfin Wilhelmine, die den Felsengarten Sanspareil in der Nähe von Bayreuth schuf, der Schwester König Friedrichs von Preußen an ihren Bruder. Lucie von Pückler-Muskau ließ sich bereitwillig scheiden, damit ihr Gatte eine reiche Erbin finden könnte, die seine Gartenpläne finanzieren sollte. Die Liebe bestand trotzdem ein Leben lang und zusammen schufen sie die heute so berühmten Parks im Osten Deutschlands. Im nächsten Kapitel machen sich die Damen dann schon die Fingernägel dreckig: "Jäten, Gießen, Harken" heißt die Überschrift. Da geht es um die Frauen, die erstmals den Gärtnerberuf - in Knickerbockerhosen, damit die männlichen Lehrlinge nicht von der Arbeit abgelenkt wurden!- ) erlernen durften und Frauen wie Frances Wolseley und Beatrix Havergal, die die ersten Gartenschulen gründeten und damit den Weg, der vermeintlichen Männerdomäne zum Trotz, für berühmte, internationale Gärtnerinnen und Landschaftsarchitektinnen ebneten. Jane Loudon, Getrude Jekyll und Beth Chatto begegnen uns hier ebenfalls. Dann folgt die "Hommage an die Königin der Blume", die Rosenliebhaberinnen vorstellt. Natürlich geht es dabei um die Rosenkaiserin Josephine, aber auch die Malerin Anne Vallayer-Coster. Letztere leitet dann über zum nächsten Kapitel. "Mit Pinsel und Palette bis in die Urwälder des Amazonas" stellt Pflanzenmalerinnen vor: z. B. Maria Sibylla Merian, Marianne North oder Georgia O`Keefe. Schließlich folgen Schriftstellerinen: "Wenn ich ein Stück Land besäße". Die Liebe zur Natur schlägt sich in den Werken von Beatrice Potter, Elizabeth von Arnim, Colette und Vita Sackville-West nieder. Wobei die letztere sogar durch ihren Garten berühmter wurde als durch ihre literarischen Werke. Ihr Porträt schmückt auch das Cover des auch mit historischen Fotos der Persönlichkeiten und der Gärten geschmückten Text- und Bildbandes. Elizabeth von Arnim schrieb: "Ich werde meine Töchter so erziehen, dass sie den Garten lieben und das Leben im Freien. Wenn sie nämlich einen Funken ihrer Mutter in sich haben, werden sie Ehemänner höchst überflüssig finden und brauchen und wollen nichts anderes als ihren Garten"! Der "Ausblick"" blickt auf die einzige noch lebende der vorgestellten Gartenpersönlichkeiten, die Landschaftsarchitektin Gabriella Pape, die sich in Berlin ihren Traum erfüllen möchte, an historischer Stätte eine moderne Gartenakademie einzurichten. Im Anhang finden sich dann noch Informationen zu den erwähnten Gärten und ein umfangreiches Register. Unterhaltsam, lehrreich, inspirierend geschrieben ist dies ein Buch- natürlich - für Gartenfreunde, besonders für Frauen, aber auch für Kunstinteressierte, Literaturliebhaber und naturliebende Spaziergänger(innen), sowie für geschichtlich Interessierte. Eine Wunschlektüre für Gartenfreaks! Als bestes Buch über Gartengeschichte mit dem Deutschen Gartenbuchpreis 2009 ausgezeichnet.


  95. Lawrence, Elizabeth Gardening for Love: The Market Bulletins 238 S. Duke University Press 1988
  96. w. o. Through the Garden Gate 270 S. The University of North Carolina Press
  97. w. o. Southern Garden 272 S. University of North Carolina Press 2001
  98. w. o. / Bobby J. Ward / Barbara Scott Garden of One's Own: Writings of Elizabeth Lawrence 304 S. University of North Carolina Press 1997
  99. - Wilson, Emily Herring No One Gardens Alone: A Life of Elizabeth Lawrence 336 S. Beacon Press 2004
  100. - w. o. Two Gardeners: Katharine S. White & Elizabeth Lawrence A Friendship in Letters 296 S. Beacon Press 2003


  101. Lederleitner, Markus / Ruth Wegerer Markus Lederleitners Garten-Geheimnisse 160 S. m. 220 Farbf. Brandstätter 2004
    Zwei Autoren, deren privater und beruflicher Lebensmittelpunkt der Garten ist, zeigen, wie man stilvoll in und mit Gärten leben kann: Markus Lederleitner - Gartengestalter und Gärtner, sein Name ist in Österreich ein Begriff für edles Garten- und Wohnzubehör - und Ruth Wegerer, Gartenjournalistin und leidenschaftliche Hausgärtnerin, die mit ihrer Freundin Gräfin Matuschek die Veranstaltung Gartenlust und Rosenzauber bei Langenlois organisiert. Das Buch mit seiner edlen Ausstattung in 4-Farb-Offset auf schwerem matten Kunstdruckpapier, mit 4farb. bedrucktem Vor- und Nachsatz, Fadenheftung und Leineneinband zeigt, wie der Garten zum "Zimmer im Freien", zur Erweiterung des persönlichen Wohn- und Lebensraumes, werden kann. Dabei ist der textliche Inhalt sehr fundiert und gibt Ratschläge zur Strukturierung des Gartens, welche Pflanzen man standortgerecht wo pflanzen sollte, wie Wasser in seinen vielen Formen eingesetzt werden kann, zum Thema Kübelpflanzen und auch zum Gemüsegarten, der heute ja mehr als nur Mittel zur Selbstversorgung ist. Und erfreulicherweise ist von einer "Werbung" für Lederleitner nichts zu spüren...
    Zitat daraus: "Was ein guter Garten braucht: Gestaltung und Esprit,Seele, Charakter und Identität".


  102. Leppert, Stefan Besprechung hier: Hinter meiner Hecke Gartenarchitekten zeigen ihre Gärten


  103. Lilienthal, Rolf Überall ist Garten. Oder: Jeder Mensch ist ein Gärtner Hohenheim 2002
    Der Autor, Gartenarchitekt, der am Gemeinschaftskrankenhaus in Herdecke den "Therapeutischen Garten Avalon" mit Patienten realisiert, ist bekannt durch seine Beiträge in Zeitungen und Zeitschriften (z. B. seine Kolumnen in der "Gartenpraxis"). Seine Gedankengänge "Geheimnisse des Garten oder: Was ein Mensch im Grünen alles erleben kann" in diesem Buch wollen dazu anregen, "die Geheimnisse der Flora" ergründen. Es ist also nicht nur für Gartenbesitzer interessant, sondern für alle, die sich mit der Natur beschäftigen.


  104. Lloyd, Christopher/ Beth Chatto Besprechung hier: Dear Friend & Gardener


  105. Locher, Reto Meditatives Gärtnern: Auf dem Weg durch den Garten und zu sich selbst Reto 100 S. m. zahlr. ganzseitigen Fotos Schirner 2010
    Der Autor nimmt uns mit wundervollen Fotos an die Hand und führt - ganz persönlich, mit teils neuer Sichtweise, wie der Titel schon sagt, meditativ - durch die Monate eines Jahres durch seinem Garten, läßt uns an seiner Pflanzen- und auch Tierwelt teilhaben. Zitat: "Die innere Entwicklung der Kamelie, die schließlich zu dieser prachtvollen Blüte führt, ist eine langsame, genau wie unsere eigene. In unserem Innern gibt es keine Überholspuren". Als ein liebevoller Blick auf die Garten- und Naturwelt ist dies auch ein schönes Geschenk für Nichtgartenbesitzer!


  106. Maubach, Anja / Ferdinand von Luckner Garten ist Leidenschaft 240 S. m. 275 Farbfotos u. 25 Ill. Blv 2011
    Die Inhaberin der renommierten Staudengärtnerei Arends-Maubach in Ronsdorf gibt einen ganz persönlich geschriebenen Einblick in ihre Gartenleidenschaft. Ihre langjährige Erfahrung im Geschäftsgarten mit den vielen Schaugärten, aber auch in ihrem Privatgarten ist hier mit einer in jeder Zeile spürbaren - und ansteckenden - Leidenschaft dokumentiert. Die Hauptkapitel tragen sind "Grundsätze von dem Anfang, Praktisches und Nützliches", "Gestalten - die Grundlagen", "Pflanzenwissen für Gärtner", "Die Kunst der Beetgestaltung", "Leben im Garten Tag für Tag", "Gartengestaltung - die hohe Schule", "Gartenleidenschaft ganz persönlich". Im letzten Teil erzählt sie z. B. von ihren Lieblingspflanzen ("ich liebe" Allium, Astilben, Bergenien, Euphorbien, Helleborus, Silberkerzen, Sterndolden), von Begegnungen mit berühmten Gärtnern und Gärtnerinnen sowohl im wirklichen Leben als auch in Büchern ("Gärtnerfreundschaften"). Man erfährt auch Einiges aus ihrer Kindheit, ihrem beruflichen Lebensweg, ihren Reisen in berühmte Gärten der Welt. In jedem Kapitel sind es meist nur einseitige, sehr fachlich fundierte und auf die Gartenpraxis ausgerichtete Vorschläge zur Gartengestaltung und Pflanzenpflege, vermischt mit philosophischen Gedanken, der auf der anderen Seite Fotos gegenübergestellt sind. Diese zum jeweiligen Kapitel sehr passenden Fototafeln sind jeweils einer Pflanzengruppe oder Blütenfarbe gewidmet und oder zeigen eine künstlerische Beetgestaltung. Durch die Kürze der einzelnen jeweils unabhängigen Themen ("in der Kürze liegt die Würze"!) eignet sich das Buch sehr gut, um um trotz wenig Zeit immer wieder mal darin zu lesen. Am Rande erfreuen zusätzlich die vielen Zitate aus der Gartenliteratur. Sehr einladend auch die Stichworte am Ende, die auf ähnliche oder weiterführende Themen verweisen und vor allem der jeweilige Ratschlag: "Fang an mit...". Vor allem ermutigt die Autorin, den eigenen, ganz individuellen Weg des Gärtnerns für sich selbst zu erkunden und legt keine fertigen "Rezepte" vor, sondern nur "Rezeptanleitungen". Man sollte gleich ein Blatt Papier und Stift bereithalen, um sich aus der Fülle der Insidertipps und Ideen Notizen machen zu können! Im Anhang ergänzen Adressen und Literaturverzeichnis diesen mit brillianten, stimmungsvollen großformatigen Fotos aus den Ronsdorfer Gartengelände ausgestatteten Bildband. Ein wunderbares Lese- und Praxisbuch für Gartenliebhaber, auch als Geschenk für Gärtner(innen), die schon "Alles" haben, geeignet! Bekam als "Bester Bildband" den Deutschen Gartenbuchpreis 2011.


  107. Meuth, Martina / Bernd Neuner-Duttenhofer Unser Leben auf dem Apfelgut Blessing 2003
    Es ist richtig spannend zu lesen, wie die beiden aus ihren Kochsendungen bekannten Autoren in einem alten ererbten Gut sich einrichten, dort Kochkurse geben, eine Apfelplantage und ein "kleines Lädle" betreiben, in dem sie ihre Produkte verkaufen und etliche Kochbücher schreiben. Das Buch mit seinen fröhlich-witzigen, aber seriös geschrieben Schilderungen des Alltagslebens ist eine Mischung aus Biographie, Schmöker, Kochbuch ((viele interessante Kräuterrezepte!) und Gartenbuch... Denn oft geht um den Garten, seine Blumen und "nutzbare" Pflanzen, vor allem aber geht um die Freude an all dem - auch wenn es sehr viel Arbeit kostet, gelegentlich Ärger macht oder Manches schief geht. Dieses Buch ist nicht nur für Hobby-Bauern, sondern auch für Köche / Köchinnen und Hobbygärtner(innen) sowie Stadtmenschen, die "aufs Land hinaus" wollen sowie natürlich für "Apfelfreunde" sehr lesenswert!


  108. Mezger, Max Meine Frau, die Gärtnerin Verlag der Gartenschönheit 1937
    Der Autor erwirbt nach zwanzigjährigem Aufenthalt in den Tropen zusammen mit seiner dänischen Frau, Haus und Garten im Havelland, westlich v. Potsdam und erzählt amüsant von der Anlage und Pflege seines Besitztums.


  109. Mitchell, Henry One Man's Garden 262 S. Mariner Books 1999


  110. Mitchell, Keith Besprechung hier: Der Garten. Quelle neuer Energie und Inspiration


  111. Nagiller, Brigitte / Martha Canestrini Gartenfreundinnen: Männer, Schnecken, Frühlingsblumen. E-Mails quer durchs Gartenjahr 221 S. Orac 2009
    "Gartengespräche unter Frauen" bot einen Briefwechsel unter Gartenliebhaberinnen - hier list man eine neue Version des Themas. Auf einer Gartenreise durch bekannte südenglische Gärten wie Hidcote Manor und Sissinghurst Castle haben sich Brigitte Nagiller ( die in der Nähe von Wien lebt und durch ihren Business-Bestseller "Kinder, Knigge und Karriere" bekannt wurde) und die Südtirolerin Martha Canestrini ("Grande Dame" der Südtiroler Gärten, Buchautorin und Filmemacherin) kennen gelernt. Aus der Urlaubsbekanntschaft enstand eine Freundschaft, denn die beiden blieben nach der Reise per E-Mail in Kontakt. Die weiblich-witzig-kluge Korrespondenz mit Berichten über eigene und fremde Gärten, Episoden aus dem Frauenalltag, geführt über ein Jahr hinweg, jahreszeitlich am Rand farblich abgesetzt, von einem Sommer bis zum nächsten Frühling, erscheint nun in diesem Bildband mit farbenfrohen Bildern aus den - unterschiedlichen - Gärten der beiden. Die beiden Frauen treffen sich auch öfter mal wieder persönlich, doch darüber erfährt man - leider, aber eben typisch für einen Briefwechsel - nur nebenbei. Eine unterhaltsame, teils informative, auch mit Regionalrezepten gespickte Lektüre, bei der man sich oft mit seinen Gartensorgen (Unkraut, "gartenresistente" Ehemänner) und fraulichen Problemen ( Kinder, Älterwerden) selbst wiederfindet. Mit einem Pflanzenregister!


  112. Nelson, E. Charles An Irishman's Cuttings: Tales of Irish Gardens and Gardeners, Plants and Plant Hunters 224 S. Collins Press 2010


  113. Nichols, Beverley [Beverly] mehrere Titel hier


  114. Nietsch-Ochs, Claudia Wenn ich in meinem Garten bin: Gottesspuren im Grünen 104 S. Topos l 2010
    Gartenerfahrungen mal anders: Claudia Nietsch-Ochs versteht ihren Garten als Bild für das eigene innere Wachstum und die Sehnsucht nach einem erfüllten Leben. Sie erzählt von der Freude an allem, was wächst im Garten und im Menschen, von Gewinnen und Verlusten, vom Glücken und von Misserfolgen. Und sie lädt ein, in alledem die Spuren von Gott zu entdecken...


  115. Nissen, Gerda mehrere Bücher hier


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Aktualisiert am 27.01.2012

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