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![]() Goethe als Gartenfreund:
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SuleikaKenne wohl der Männer Blicke,Einer sagt: "Ich liebe, leide! Ich begehre, ja verzweifle!" Und was sonst ist, kennt ein Mädchen. Alles das kann mir nicht helfen, Alles das kann mich nicht rühren; Aber, Hatem, deine Blicke Geben erst dem Tage Glanz. Denn sie sagen: "Die gefällt mir, Wie mir sonst nichts mag gefallen, Seh ich Rosen, seh ich Lilien, Aller Gärten Zier und Ehre, So Zypressen, Myrten, Veilchen, Aufgeregt zum Schmuck der Erde, Und geschmückt ist sie ein Wunder, Mit Erstaunen uns umfangend, Uns erquickend, heilend, segnend, Daß wir uns gesunder fühlen, Wieder gern erkranken möchten". Da erblicktest du Suleika Und gesundetest erkrankend Und erkranketest gesundend, Lächeltest und sahst herüber, Wie du nie der Welt gelächelt. Und Suleika fühlt des Blickes Ewge Rede: "Die gefällt mir, Wie mir sonst nichts mag gefallen". |
| Marianne Willemer war
dem Dichter mehr als nur inspirierende Muse. Einige der Gedichte aus dem
"Buch Suleika", darunter die Lieder an den Ostwind und den Westwind, die
zu den schönsten der deutschen Liebeslyrik gehören, stammen von
Marianne selbst. Goethe hatte sie stillschweigend in die Sammlung übernommen;
erst nach dem Tod Mariannes wurde das Geheimnis "verraten".
Das Gartenhäuschen, in dem sie sich kennengelernt hatten, wurde nach dem 2. Weltkrieg rekonstriert und zum 150. Jahrestag der Begegnung Goethes mit Marianne am 18. Oktober 1964 wiedereröffnet. Die heutige Idylle des gepflegten Rokokogärtchens läßt jedoch nur ahnen, daß hier zu Goethes Zeiten ein grünes Paradies war. Inmitten von Weinbergen wurde das achteckige, verschieferte Türmchen einst erbaut, wahrscheinlich als Ausguck für die Weinbergwächter. (Quelle: Suleika und der Dichterfürst) |
