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| Robert Fortune (botanisches Autorenkürzel "Fortune"), gebürtiger Schotte, lernte im botanischen Garten Edinburg das Gartenhandwerk und bekam nach seiner Lehre eine Anstellung im Garten der traditionsreichen Horticultural Society in Cheswick/England.
Der Vertrag von Nanking beendet den ersten Opiumkrieg im Jahre 1842 und gewährte England das Recht auf die Einreise in das Innere Chinas. Die Horticultural Society wählte 1943 Fortune für ihre erste Expedition nach Nordchina aus, obwohl er keinerlei Erfahrung im Pflanzensammeln hatte und auch nicht chinesisch sprach. Er sollte dort u. a. gelbblühende Kamelien und die Orange mit dem Namen "Cum-quat" suchen.
Die zweite und dritte Reise erfolgte im Auftrag der British East India Company, die vierte im Auftrag des amerikanischen Landwirtschaftsministeriums. Um jetzt auch in für Ausländer noch unzugängliche Gebiete kommen zu können, erlernte Fortune die Landessprache Mandarin und verkleidete sich als Chinese, ließ sich den Kopf kahl scheren und trug modegerecht einen Zopf. Er sollte Teepflanzen sammeln und alles über den Anbau und die Verarbeitung herausfinden, damit das Teemonopol der Chinesen gebrochen werden konnte. Wenn man so will, war das ein erster Fall von "Industriespionage". Er brachte Tausende von Teepflanzen von China auch in den Himalaya nach Indien. Wegen der kurzen Lebensfähigkeit der Samen Tee mussten sie an Bord eines Schiffes gekeimem, in den kurz zuvor erfundenen Ward`schen Kästen. So begann man unter britischer Oberhoheit in der Provinz Assam Tee anzubauen. Von dort eroberte der Tee die ganze Welt. Er überlebte Stürme und Taifune auf See an Land und auf See. Mehrmals wurde er von Räubern und feindlichen Massen, auf einer Dschunke von Piraten angegriffen. Pflanzensammler, Pflanzenjäger lebten gefährlich...
Über 120 verschiedene Pflanzen brachte er erstmals nach England (und damit nach Europa) - u. a. etliche Kamelien (Camellia), etliche Päonien (Paeonia suffruticosa), Dicentra spectabilis (Tränendes Herz), Winterjasmin (Jasminum nudiflorum), Forsythia viridissima (Forsythie), Weigelia florida (Weigelie), Mahonia japonica (Mahonie).
Der französische Rosenzüchter 1853 widmete Fortune 1853 die Rose 'Robert Fortune' Buchtipps
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Aktualisiert am 01.01.2012