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Dahl-Bücher halte ich für absolute "Musslektüre" -
seine Bücher sind botanisch, kulinarisch und gärtnerisch wertvoll
und sein Tod im Oktober 2001 hinterlässt eine grosse Lücke in
der Reihe der guten Gartenbuchautoren!
Ungewöhnliche Gänge durch das Gartenjahr - Praktisches,
aber auch "Unsinniges" berichtet Dahl in seinen"Gartenbüchern" -
mit Vorschlägen und Ratschlägen zum Sehen, Schmecken, Riechen,
Staunen, Nachdenken, Nachmachen, Ausprobieren - nebst bissigen Seitenhieben
auf Naturkundler, Naturverwalter und Naturkünstler. Alle drei Bände
dokumentieren, daß Dahl, Gartenkolumnist der "FAZ" und "Zeit", von "kraut und
rüben" und "Flora" wenn ihn ein Thema oder eine Pflanze fasziniert,
er sich nicht mit Beobachten und "ein bisschen Nachdenken" begnügt,
sondern sein Interesse geht weiter, tiefer und so beeindruckt er mit seinem
Wissen, dass Chemie- und Biogärtner oftmals vor den Kopf stösst,
aber die Sache nur spannender macht. Dabei erzählt er sachlich, aber
fesselnd - oft scheinbar (!) zusammenhanglos - über Garten,
Botanik und Kochkunst gleichermassen und ermutigt den Leser zum Überprüfen
alter Regeln und zum Selbstexperimentieren.
Album
Benary
Alte Gemüsesorten hrsg. u. mit einer "Kleinen Geschichte
der Gemüse" versehen von Jürgen Dahl m. 36 Farbtaf. Manuscriptum
Recklinghausen 2000
Nachdruck in einem Band der von der Erfurter Firma
Ernst Benary zwischen 1876 und 1893 herausgegebenen neun Einzellieferungen
dieses Werkes an ihre Kunden und Gartenbaufreunde in vielen Ländern,
die so vor dem Vergessen gerettet werden und die Jürgen Dahl wie immer
gekonnt erläutert. Viersprachig erläuterte Bildtafeln. Für
jeden Gemüseliebhaber interessant.
166 S.Dtv 1998
Haben die Buchsbaumstecklinge schon Wurzeln geschlagen? Spürt
man noch einen letzten Hauch vom harzigen Duft der Balsampappelknospen?
Die Neugier des Gärtners ist die Tugend, die ihm eine Unzahl von Entdeckungen
beschert, aus denen sich dann das Bild des Gartens zusammenfügt: Nicht
aufs Dekorative kommt es ihm an, sondern auf die nicht auszuschöpfende
Fülle der Details. Jürgen Dahl, berichtet aus seinem wunderbaren,
stets im Wandel befindlichen Reich, dem Garten, und gibt neben nützlichen
botanischen Tips auch Anregungen für vielerlei kulinarische Genüsse,
die sich aus den Erzeugnissen des Gartens zaubern lassen.
343 S. Manuscriptum Recklinghausen
2002 Sammelband der Bücher: "Der neugierige Gärtner", "Vom Geschmack
der Lilienblüten" und "Der Stinkgarten". Wieder ein verblüffendes
Kaleidoskop von nützlichen Ratschlägen für die gärtnerische
Praxis in ein Lesebuch "verpackt"!
118 S. Klett-Cotta 1997
Man stellt fest,dass auch im eigenen Garten etliche (deshalb aber
durchaus schöne, kulturwürdige) Pflanzen "stinken"! Aus dem Inhalt
des Stinkgartens: Wie riechen - nicht nur mit der Nase / Wahre Stinker
/ Noch zwei Korbblüter / Wortfindungsschwierigkeiten / Wanzenpflanzen
/ Teufelsdreck / Raubtierdüfte / Die zweideutige Madonnenlilie / Wurzeln
/ Vom Knoblauch / Fauler Kohl / Der Duft von Teer und Dieselöl / Ein
gutes Wort für den Schweiß /Noch mehr Körperdüfte
/Noch mehr Bäume /Launischer Buchsbaum /Vom Stink- Wacholder bis zur
stinkenden Rose / Zweierlei Holunder / Lippenblüter / Strenge Gerüche
/ Aasgeruch / Vom Nutzen des Gestanks
Mehr zum Thema Stinkgarten hier
Mein
geliebtes Heu
Notizen zum Herbarium. Manusciptum Recklinghausen 2000
"Lebendiges Gedächtnis und durch keine Abbildung zu ersetzendes Archiv
des Botanikers ist sie zum einen, Erinnerung an Erlebtes, Erträumtes
und Gedachtes zum anderen (in der letzteren Funktion findet sich die gepresste
Pflanze vor allem in Büchern, Tagebüchern und Poesiealben von
kleinen wie von grossen Geistern). Die Brüder Grimm sammelten nicht
nur Märchen und Wörter, sondern auch Blüten und Blätter
- als ganz subjektive Erinnerungszeichen. Auch Jürgen Dahl hegt und
pflegt neben seinen Herbarblättern eigene, aber auch anderer Leute
sentimentalische Merkzeichen. Zu seinem Text hat der Autor seine
schönsten Herbarblätter ausgewählt und mit Anmerkungen versehen.
Nachrichten
aus dem Garten
Praktisches, Nachdenkliches und Widersetzliches
aus einem Garten für alle Gärten, 127 S. DTV 1989
Eine schöne Wiederauflage der Gartenklassiker: "Nachrichten
aus dem Garten", "Neue Nachrichten aus dem Garten" und "Zeit
im Garten"
Nicht nur, aber viel über essbare Pflanzen einst und heute
berichtet er in diesem Buch, wobei er ein Faible für altes Obst und
Gemüse hat.
Wildpflanzen
im Garten Aussaat und Pflanzung, Pflege und Vermehrung 72 S. Gräfe & Unzer 1985
Wenn Jürgen Dahl über Wildpflanzen berichtet, erfährt
man natürlich nicht nur Praktisches, sondern weit mehr.
Artikel:
Ob Kräuterweiber den Tod brachten... in: natur 1985, Seite 76-78
- Hier relativiert Dahl die die Gefährlichkeit von Giftpflanzen
Feinkost in voller Blüte in: Zeitschrift
ZeitPunkte 3/99 S. 84-86
Einige seiner Artikel in der Zeitung "Die Zeit" hier online
Weitere "nicht spezifisch gärtnerische" Veröffentlichungen
-
99
Limericks mit dem nötigsten Kommentar für Nicht-Engländer
und mit Zeichnungen von Reiner Zimnik / Ill. von Paul Flora
Langewiesche-Brandt Ebenhausen 1958
-
Auf
Gedeih und Verderb. Kommt Zeit, kommt Unrat. Zur Metaphysik der Atomenergie
- Erzeugung. Aktionen Weitersagen Langewiesche-Brandt
1977
-
Aufschlüsse
Kalkstein, Feuerstein, Schiefer Drei Versuche zur Geologie
72 S. Claassen 1993 (Nachdruck Manuscriptum, Recklinghausen 2000)
-
Bitteres
Lachen im grünen Bereich Essays und Glossen eines Skeptikers
2001
Dahl nimmt kein Blatt vor den Mund...er weist auf Widersprüche
hin, indem er z. B. darauf hinweist, daß man zwar, um die Umwelt
zu schonen, die Blumen mit dem Eierwasser gießt, daß aber für
die Herstellung eines Autos 400.000 Liter Wasser verbraucht werden...
Clerihews
39 S. Langewiesche-Brandt 1964
-
Der
Tag des Astronomen ist die Nacht Von der Vergeblichkeit der Himmels-Erforschung
93 S. Langewiesche-Brandt 1979
-
Der
unbegreifliche Garten und seine Verwüstung. Über Ökologie
und über Ökologie hinaus. Klett Cotta Stuttgart 1995
Kein Gartenbuch, sondern eine Sammlung von Essays, darunter "Verteidigung
des Federgeistchens" und "Annäherung an den Salbei". Als skeptischer
Umweltbeobachter macht Dahl deutlich, dass nicht alles, was sich ökologisch
nennt, auch umweltfreundlich ist.
-
/ Hartmut. Schickert Die
Erde weint 320 S. DTV 1987
-
Die
Verwegenheit der Ahnungslosen 153 S. Klett-Cotta 1989
-
Einreden gegen die Mengenlehre, Einreden gegen die Mobilität, Einreden
gegen Plastic 1974
(Hrsg.) Englische
Kinderverse / Nursey Rhymes. Englisch- Deutsch.DTV 1984
-
Es
steht hinterm Haus 163 S. Fischer 1965
-
Ich
sag dir nicht, was ich dir sage 187 S. Langewiesche-Brandt 1964
-
Jugend
der Maschinen 63 S. Langewiesche-Brandt 1965
-
/ Edward Lear Limericks,
Limericks 138 S. mit 210 Limericks Fischer Frankfurt 1970
-
Mitteilungen
eines Überlebenden. Eine Auswahl aus der Zeitschrift "Scheidewege
Langewiesche-Brandt München 1969 (dtv 1987)
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Nachtfrauen
und Galsterweiber. Eine Naturgeschichte der Hexe 95 S. Langewiesche-Brandt
München 1960
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Neue
Sammlung alter Complimente 137 S. Fischer-Bücherei
1967
- Reisen
nach Nirgendwo Ein geographisches Lügengarn aus vielerlei
fremden Fäden zusammengesponnen Rauch Düsseldorf 1965
-
Scherzfragen-Vorlesebuch 138 S. Langewiesche-Brandt 1967
-
Shanties
94 S. Langewiesche-Brandt 1959
-
Wie man mit Sprache Stimmung macht 41 S. damokles 1965
-
Wörterschrank
Mit sieben Schubladen, einer Einleitung und einer Anleitung 31 S. Langewiesche-Brandt
München 1966
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Aktualisiert am 10.04.2012
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