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Aufgrund begeisterter Urteile anderer habe ich mich auf dieses Buch gefreut. "Liebevolle philosophische Poesie" bescheinigt der Publisher Weekly? "Wie sich Rosen und Puppengesichter ähneln" und viele andere Vergleiche, die sie "entdeckt" - ich kann es einfach nicht nachvollziehen... Ihr zweites ins Deutsche übersetzte Buch dagegen ist ein ganz anders (ob es an der Übersetzung liegt? ... siehe hier William Alexander, seit 25 Jahren leidenschaftlicher Gärtner in Hudson Valley, NY, hatte einen ganz einfachen Traum: hinterm Haus einen kleinen Gemüsegarten und vielleicht ein paar Obstbäume – ein naturnahes Paradies wollte er sich und seiner Frau und Kindern schaffen. Doch schnell kommt er zu der Erkenntnis: das Paradies ist nicht im Garten zu finden, es muß irgendwo verlorengegangen sein... Sein Traum führte ihn nämlich in einen Kampf um Leben oder Tod – in eine völlig unparadiesische Schlacht gegen Wühlmäuse, Raupen, Unkräuter und Wetterschäden, zu "lebensbedrohlichen" Expeditionen um Mitternacht bei Minustemperaturen, um den Thymian zu retten und vielen unvorhergesehenen Ereignissen mehr. Der Traum beinhaltet einen Bandscheibenvorfall und ein Kaufrausch im Gartencenter, der zum Ensetzen der Ehefrau das Portemonaie leert. Der verständnislose, meistens aber sogar mitleidsvolle Blick von Ehefrau und Kindern geht ihm sowieso auf die Nerven. Aus Jux beschließt er, sich auszurechnen, was denn seine heißgeliebten, selbst gezogenen Tomaten letztendlich kosten - und kommt zur schockierenden Erkenntnis, daß sie ihn 64 Dollar kosteten - wenn er von der Raupenfalle bis zum Tomatenbinder alles zusammenrechnet. Und doch - er wird sie weiterhin selbst ziehen, denn nichts schmeckt ihm so gut wie diese Tomaten - das gestehen ihm sogar seine Familienmitglieder zu. Die Geständnisse dieses leidenschaftlichen Gärtners sind einfach herrlich zu lesen - und erinnern an eigene, ähnliche Erlebnisse. Das Vergnügen, einen Gärtner zu entdecken, der noch verrückter ist als man selbst, ist der - ohnehin niedrige - Preis dieses Buches unbedingt wert! Dies ist die vergnüglich zu lesende Lebensgeschichte des Karl Foerster Mitarbeiters, Peter Altmann, gelernter Gärtner, der nach seinem Kriegsdienst und Gefangenschaft 1948 eine Stellung bei Karl Foerster fand. In diesem Buch berichtet er über seine über 20 jährige gärtnerische Betreuung der Freundschaftsinsel in Potsdam und natürlich auch die Geschichte seines sehenswerten Gartens in Caputh, der heute besucht werden kann. 1966 wird Altmann vom VEB Grünanlagen Potsdam als Gärtnermeister übernommen. Von da an er ist er offiziell bis zu seinem Ruhestandsantritt 1980 der "Inselgärtner". "Potsdam im Spiegel" , ein Veranstaltungskalender, brachte von 1966-1971 jeden Monat seinen Bericht von der Insel. Diese gänzlich unpolitischen Berichte waren für die Bürger in dieser Zeit politischer Gängelei sehr wohltuend, wurden aber 1972 "wegen Platzmangel" eingestellt. Auszüge daraus in diesem Buch machen sie wieder zugänglich. Auszüge daraus Das Buch kam mir bekannt vor - bis ich darauf kam: aus England hatte ich mir letztes Jahr das englische Original mitgebracht (The Garden Companion). Doch auf deutsch ist es natürlich angenehmer zu lesen. Hier sind Kuriositäten listenmäßig oder anekdotenhaft zusammengestellt, die nicht nur Gärtnerherzen erfreuen. Es ist ein Sammelsurium von Tatsachen, die man nicht unbedingt wissen muß, die aber kurzweilig zu lesen sind und aus denen man letztendlich doch neue Erkenntnisse mitnimmt. Es geht u. a. um die Blumenuhr, den Erfinder der Schubkarre, allerlei Schutzheilige, den Safran, und vieles vieles mehr. So enthüllen sich ca. 500 Geheimnisse, Mysteriöses, Sensationen, Rekorde.... Da man also das Buch auch immer wieder weglegen kann, ist ideal für die Pausen während der Gartenarbeit - in der Hängematte, auf der Baumbank oder wo auch immer. Ein ideales Geschenkbuch auch für Gartenfreunde, die schon "alles" haben! (ähnlich angelegt das Kosmos Natur-Sammelsurium) Alain Baraton ist seit über 30 Jahren Chefgärtner von Versailles Linktipp: Interview Über zwei Jahrzehnte haben die Lebensgefährten Manfred Lucenz ( Lehrer) und Klaus Bender ( Pfarrer) daran gearbeitet, aus einem verwilderten 4.000 Quadratmeter großen Gelände rund um ein altes Bauernhaus bei Kleve ein zauberhaftes Gartengelände werden zu lassen. Reisen in die Niederlande, Frankreich und Italien, aber auch Literatur, Gemälde und sogar Filme lieferten Anregungen. Das Garten-Projekt begann damit, daß Manfred Lucenz sich an die Bilder aus dem Film "Dr. Schiwago" erinnerte, die er 30 Jahre zuvor im Kino gesehen hatte. Die Narzissen-Wiesen Sibiriens waren der Anstoß für die erste große Pflanzaktion: 10.000 Blumenzwiebeln wurden eingesetzt und sorgen nun jeden Frühling für ein gelbes Blumenmeer am Teich. Das Buch ist der gemeinsam verfaßte Erlebnisbericht vom Werden eines inzwischen in den Medien immer wieder vorgestellten und weit über die Grenzen des Rheinlandes berühmtgewordenen Gartens. Immer wieder neue Blumen wurden gepflanzt, Form- und Farbkompositionen oft weiter perfektioniert, Mißerfolge spornten nur noch mehr an; Geduld und Ausdauer lernten sie dabei als wichtigste Grundfeste des Gärtnerns. Der Garten sollte vor allem auch für das leibliche Wohl sorgen; ein Gemüsegarten sowie eine Obstwiese durften also nicht fehlen. Heute bietet der Garten außerdem Themenbereiche wie Cottagebeet, Blaues Beet, Hochbeete und Rosenböschung, Obstbaumwiese, Rhododendrenpflanzung, Weisser Garten, Gelber Hügel, Beet in Sonnenfarben, Kräutergarten und Purpurgarten. Die Fotos des bekannten Gartenfotografen Jürgen Becker künden vom Erfolg der Beiden. "Verschwenderische Blütenfülle“, „Sanfte Melancholie“ oder „Juwelen von kurzer Dauer“, "Den Rhythmus des Jahres im Garten erleben", "Ein Garten in Harmonie: individuell, stilvoll, durchdacht" heißen die Kapitel dieses opulenten Bildbandes, auf den diejenigen, welche den Garten schon besucht haben, schon lange gewartet haben. Gartenbesitzer, die ihn noch nicht kennen, werden bestimmt Lust bekommen, an den Besuchstagen einmal hinzufahren. Und für alle, die neue Anregungen für ihren Garten suchen, ist er eine Inspiration für liebevolle Details. Der Serviceteil am Ende des Buches liefert dann noch praktische Gartentipps z. B. zum Wühlmausschutz. Sonderauflage mit einer Unkrautgabel 2010! Pflanzen- oder Gestaltungsprinzipien-Listen, aufgeteilt nach den fünf Sinnen (Wohltuendes für unser Auge, Ohr, unsere Nase, unseren Gaumen und unsere Haut) aufgelockert durch etliche gärtnerische Zitate, deren Schrift für mich allerdings zu groß ist, "erschlagend" wirkt. Quellen waren nach eigener Aussage"Pflanzenbücher und das Internet". Die eingestreuten drolligen Hundegeschichten sind amüsant zu lesen. Leider ohne Register. Von April bis September - also ein "Gartenjahr" lang hat Michael Bindlechner, seit Jahren international erfolgreicher Regisseur und Kameramann, in Edelprinz zugebracht. "Ob ich klüger davon werde, wird sich zeigen" heißt es am Anfang. Es ist für den Streß- und Termingeplagten eine Rückbesinnung auf die einfachen Dinge des Lebens, Rückkehr zur im rauhen Klima des nördlichen Waldviertels spürbaren Natur, ein Genießen der - wenn auch manchmal anstrengenden- Gartenarbeit als Kontrast zur Berufswelt - eben eine "Auszeit", die er in schönen Momentaufnahmen und mit seinen Tagebuchaufzeichnungen dokumentiert. Schöne - allerdings meiner Meinung nach etwas überteuerte- Feierabendlektüre und Augenschmaus. Wie viel Freude es machen kann, ein eigenes Stück Erde zu gestalten,vermitteln die stimmungsvollen Fotos von Annette Timmermann, die Texte und ausgesuchten Bibelzitate der Autorin / Gartenbesitzerin. Es ist eine Reise durch ein Gartenjahr in einem liebevoll gestalteten Garten einer leidenschaftlichen Gärtnerin, die sich ein Stück vom Paradies "zurückgeholt" hat. Man findet jeweils auf einer Doppelseite jeweils das Foto, den Text auf der anderen Seite. Zitat daraus: "Was wäre das kraftvolle Aufbrechen des Frühlings, ohne die Härte des vorangegangenen Winters? Was wir immer um uns haben, wissen wir kaum zu schätzen, der Abstand zum vergangenen Frühling ist lang genut, um immer wieder dieses Erlebnis von etwas ganz Neuem zu haben" und: "Mein Garten hat die Bedeutung, die ich ihm zumesse. Spiegel meiner Seele , Oase der Geborgenheit, Insel der Erholung"... Ein meditatives Gartenlesebuch. "Written in the form of chatty letters from a doting godfather to his goddaughter, this work provides horticultural education". "In Zeiten stabilen Naturgefühls haben wir starre (also formale) Gärten; geht unser Naturempfinden durch Krisen, so suchen wir in den Gärten die verlorene Natur". Acht Kapitel beleuchten die Gartenwelt philosophisch-mystisch: Der Mensch und die Blume/ Der Mensch und der Garten/ Der Garten und die neue Blume/ Kulturpflanze und Wildpflanze/ Die Blume als Teil der Landschaft / Die Blume und der neue Garten/ Graben, Säen, Nähren, Schützen / Katalog des Seltenen, Vergessenen, Verkannten, Unbekannten mit kurzer Nomenklatur, Habitusbeschreibung, Standortansprüchen (letzterer war Anlaß für das Buch von Anita Albus: Das botanische Schauspiel). Gedichte und Zitate von Borchardt Eines der ersten Publikationen über das Schneeglöckchen. Vorwort von Charles Elliott Reprints von 1914/ 1915; Bowles wurde vor allem bekannt durch seine Bücher "Handbook of Crocus and Colchicum" (1924) und "Handbook of Narcissus" (1934); etliche Pflanzen wurden nach ihm benannt z. B. Galanthus plicatus ’E.A. Bowles’ Ursula Buchan schreibt Garten-Kolumnen für den Spectator, den Independent und diverse Gartenmagazine. Sie besuchte die Universität in Cambridge und wurde in Wisley und im Botanischen Garten Kew, London, zur Gärtnerin ausgebildet und veröffentlichte schon zahlreiche Gartenbücher. Dieses Buch mit Kolumnen aus verschiedenen Zeitschriften der Jahre 1984-2002 ist wohl das erste ins Deutsche übersetzte. "Es ist schon bemerkenswert, wie viele vernünftige Leute mit dem Gärtnern beginnen und dann wider alle Vernunft sich weigern, damit wieder aufzuhören", schreibt sie. Und sie weiß über "eigentümlichen" Gärtner(innen) und ihre Leidenschaften so manches zu berichten, aus dem eigenen Garten und den öffentlichen, in denen sie gearbeitet hat: Wissenswertes und Nützliches ebenso wie Heiteres und Kurioses. Wen die "Hortomanie", die "Lust am Gärtnern“erwischt hat, wird sich und sein Hobby in ihren sympathischen, sehr persönlichen Texten wiedererkennen und kann dabei zusätzlich in den herrlichen Fotos von verschiedenen Gartenfotografen schwelgen. Ein Privatmann und sein Gartenhobby - mit vielen Fotos aus dem vorgestellten Garten Bussche, Freifrau Viktoria von Meine Gartenrezepte - Inspirationen einer leidenschaftlichen Gärtnerin 160 S. m. ca. 158 Farbf. u. 10 Tab. Callwey 2007 Die Autorin hat passend zum zehnjährigen Jubiläum des von ihr veranstalteten Gartenfestivals „Gartenlust und Landvergnügen“ in Ippenburg ein Buch geschrieben ", das in edles Samtrot gebunden und auf kostbarem Papier gedruckt ist, versehen mit einer Banderole (die Buchhändler und Käufer allerdings zu Verzweiflung bringen dürften, denn nach mehrmaligen Einsortieren und Herausnehmen dürfte sie wohl zerrissen sein). Die Fotos von Marion Nickig, die über ein umfangreiches botanisches Wissen verfügt, sind wieder traumhaft schön. Sie fängt die Farbenpracht und Sinnlichkeit der Pflanzen fotografisch einfühlsam ein, so dass man für Augenblicke glaubt, sogar ihren Duft erschnuppern zu können. Und die abgebildeten Pflanzen sind mit ihren vollständigen lateinischen Namen bezeichnet - leider keine Selbstverständlichkeit, deshalb erwähnenswert; denn das hilft bei der Besorgung der Pflanzen für den eigenen Garten. Man erfährt einiges aus dem Leben und der Kindheit der Autorin und (meiner Meinung nach aber zu wenig) über die Entstehungsgeschichte und Entwicklung des Gartenfestivals,. Sie widmet sich mehr ihren Erinnerungen und Erfahrungen, Abneigungen ("ich finde es nicht nur exzentrisch BLüten zu essen, sondern sogar "kannabalisch"") und Vorlieben (der Jungfer im Grünen gebührt ein eigenes Kapitel) und stellt ihre teilweise unkonventionellen "Rezepte" für Beete, Gärten und einige wenige auch für Kochtopf vor. Zahlreiche Pflanzenkombinationen in ihrem Schlossgarten entstanden durch die Zusammenarbeit mit berühmten Gartendesignern aus Deutschland, Frankreich, England, Dänemark und den Niederlanden und durch die Umsetzung der innovativen und außergewöhnlichen Garten- und Pflanzpläne, die ihr seit 2000 (seitdem gibt es die Schaugartenanlagen), alljährlich unter wechselndem Motto, angeboten wurden. Einige interessante Kapitelüberschriften: Lush Pflanzen, die tanzen / Style - alles, was wuchert, wandert und windet / Grün vor Neid - die Zinnie "Envy" und ihre grünen Begleiter / Pflanzen, die ich nicht mag - oder besser: wie ich sie mögen würde / Die Blumen des Bösen" - schwarze Schönheiten / Weinraute - Gruß aus Pommern / Wenn du schwach bist, schneid ich dich -wenn du stark bist, lass ich dich! / Verdrehte Welt - Blumen zum Essen und Gemüse im Beet / "Summerpudding" - Schwarze Johannisbeeren, nicht nur der Farbe wegen. Der Anhang bietet informative Pflanzenempfehlungen zu den einzelnen Kapiteln, Bezugsquellen, einige Literaturhinweise und ein kumiliertes Pflanzen- Sachwortregister. Das Preis-Leistungsverhältnis ist bei der schönen Ausstattung angemessen... „Aus meinem Garten“ besteht aus dem Buch „Gartenlust und Leidenschaft“ und drei Extrabroschüren, eingelegt in eine edle Schmuckbox. Viktoria von dem Bussche lässt uns darin an ihrer Passion für ungewöhnliche Kombinationen und das Gärtnern mit besonderen Pflanzen teilhaben. Sie erzählt von ihrer Begeisterung für Duft und Farbe, für üppige, leuchtende Beete und ihrem Vergnügen an immer neuen, manchmal gewagten Zusammenstellungen und stellt ihre persönlichen Favoriten unter den Staudengewächsen, Rosen und Sommerblumen vor. Die passenden Gerichte finden sich in der Extrabroschüre „Rezepte aus meinem Garten“. In „Gartenskizzen“ vermitteln Fotos und Notizen Einblick in ihre Pläne und Ideen, die die Gartenliebhaberin auf Reisen gesammelte hat. Im Kalender „Durch das Gartenjahr“ erklärt sie die wichtigsten Arbeiten im Verlauf eines Jahres. Zudem bietet die Broschüre Platz für eigene Aufzeichnungen. Preiswerte Sonderausgabe des obigen Titels in einem Band (Paperback) Tagungsband - u. a. Beiträge von Andreas Niepel und Konrad Neuberger zur Gartentherapie und Christa Müller zu interkulturellen Gärten. "Allen sonstigen Meinungen zum Trotz entsteht ein Gärtner weder aus Samen noch aus Schößlingen, Zwiebeln, Knollen oder Ablegern, er wächst einzig und allein durch die Erfahrung, durch die Umgebung und durch Naturbedingungen". Dieses humorvolle Zitat aus dem Buch des tschechischen, politisch engagierten Schriftstellers Karel Capek, 1929 geschrieben, 1932 in deutsch erschienen, zeigt schon, daß es um die wohl humorvollste, aber kenntnisreiche Darstellung eines Gärtners aus Leidenschaft geht. In einer politisch aufrührigen Zeit erzählt er von seinem Gärtchen - um zu übertönen? Es ist kein Gartenbuch im üblichen Sinn, das praktische Ratschlage gibt (obwohl eigentlich - versteckt - doch!), sondern hier geht es in 26 Kapiteln um die oft wunderlichen Eigenschaften des„Gärtners / der Gärtnerin, mit denen man sich so gut identifizieren kann. Gartenhumor pur! Capek, der Sohn eines Landarztes war journalistisch tätig an einer Prager Zeitung; Feuilletons, Reiseberichte, Theaterkritiken wechselten einander ab. Er schrieb etliche Bücher - humorvolle Reiseberichte, liebenswürdige Geschichte, Dramen und - wohl am bekanntesten - phantastisch-utopische Romane. Bis zu seinem Tode war er einer der populärsten tchechischen Schriftsteller und auch im Ausland bekannt; nach dem 2. Weltkrieg wurden seine Werke dann für einige Zeit totgeschwiegen. Illustriert werden seine kleinen Geschichten von den pointierten Zeichnungen des Malers und Grafikers Josef Capek (1887 – 1945), dem Bruder des Autoren. Zitate daraus Zwei Freundinnen, Töpferin und Lehrerin die eine, berühmte Papierkünstlerin die andere, schreiben sich, obwohl sie Nachbarn sind, jahrelang Briefe, in denen sie sich über ihre Gärten austauschen. Dabei gehen die mitgeteilten Gedanken weit hinaus über das Anpflanzen und Ernten oder die täglichen Gartenarbeiten. Sie haben vor allem mit dem seelischen Zustand der Gärtnerinnen zu tun, mit ihrem Verhältnis zur Natur und ihrer Suche nach dem verlorenen Paradies. Sie schildern sich Kindheitserinnerungen und trösten sich in Lebenskrisen. Während dieser Korrespondenz wird eine der beiden Frauen schwer krank - und nach ihrem Tod gibt die andere diese Briefe heraus, versehen mit Fotos, liebevollen Zeichnungen und Papierkunstwerken. Eine gelungene Mischung aus Beobachtungen, Gedanken und Austausch ist dieses "Gartenbuch" einmal etwas ganz anders. Es macht nachdenklich, bringt eine neue Sichtweite in das "Gärtnern" und gehört in die Gartenbibliothek jeder Gärtnerin! (Und für Männer ist es sicherlich ebenfalls eine lohnende Lektüre!) Gartengespräche unter Frauen. Vom Pflanzen, Wachsen und Vergehen. 3 CDs [Audiobook] Ein Gang durch das Gartenjahr voller Ideen und Anleitungen einer Gärtnerin aus Liebe. Zitat daraus Mit SW-Fotos illustrierte Geschichten von einem irgendwo ganz normalen Reihenhausgarten und kleine Episoden aus dem Leben einer irgendwie aber doch nicht ganz normalen Gärtnerin, denn sie ist infiziert mit dem Pflanzen- und Gartenvirus. Anke Dreher verbringt mit ihrem Mann jede freie Minute im Garten und findet Erholung darin. Beide haben Spaß daran, zu sehen, wie sich der Garten und die Pflanzen darin entwickeln, finden Freude am Besuch von Gärtnereien und Gartenveranstaltungen, am Kauf netter Accessoires und sammeln Pflanzenraritäten. Jedes Kapitel schließt mit einer gewonnen Einsicht ( "Gute Ideen können erst entstehen, wenn man die bekannten Denkmuster verläßt"). "Die Hände in der Erde und das Herz im Himmel" - das Titelbild deutet die Philosphie der Autorin schon an. Ilga Eger erzählt in ihrem Buch, wie sie die traditionelle Lebensweise ihrer Großmutter (deren Hausrezepte sie hier weitergibt) mit den Ansprüchen des modernen Lebens in Einklang bringt und warum sie sich als berufstätige Frau mit Familie noch einen Garten zumutet. "Ein Garten macht glücklich ", findet die Yogalehrerin, Grafikerin, Mutter und Autorin und präsentiert, gegliedert nach dem Jahresablauf, ein gleichermaßen emotionales ("den Garten erleben und genießen") wie praxisnahes (von der Bodenaufbereitung über die Aussaat, Pflege bis zur Ernte) Buch mit wunderbaren Bildern und bemerkenswerten Texten. Herrliche Lektüre! Die bekannte Schriftstellerin aus Österreich in Altaussee, am 5.7.1941 geboren, auch Lektorin und Übersetzerin, die sich selbst "Lustgärtnerin" nennt, führt in einer Art Tagebuch durch das Jahr in 15 Kapiteln mit eingeflochtenen praktischen Tips und Erfahrungen und vielen Hinweisen auf sowohl literarische als auch praktische Bücher. Besser als mit ihren Zeilen kann man den Wert des Lesens von Gartenbüchern nicht ausdrücken: "Ich las, was greifbar war, von der philosophischen Abhandlung bis zum Auspflanzbuch, von Anleitungen zur Rosenwartung bis zu Tips für die Bodenverbesserung. Und war so unerfahren wie jemand, der Reiten vom Hörensagen lernen will anstatt mit seinem Pferd... Ich will nicht sagen, dass die Lektüre von Gartenbüchern mit nicht genützt hätte. Sie hat mir sehr genützt, indem sie Richtlinien setzte, an denen ich mich orientieren konnte und die meinen Ehrgeiz weckten. Aber wirklich zu gärtnern fing ich erst an, als ich den Garten sich äussern hörte, in den Sätzen seiner Bedürfnisse." "Löwenmaul und Irisschwert" versammelt im ersten Teil "Was die Literatur im Garten verloren hat" neue Geschichten ("Topfträume", "Iris-Wonnen" , "en gros und en détail", "die Kürbisfee", "Schattengedanken") zu einem Gang durch das Gartenjahr in Barbara Frischmuths Garten; 73 Photographien von Herbert Pirker zeigen die Schönheit von ihres Altausseer Privatgartens in der Steiermark. Ein literarisches Gartentagebuch wie "Fingerkraut und Feenhandschuh", kurzweilig zu lesen, aber der zweite Teil: "Was der Garten in der Literatur verloren hat" erscheint mir "aufgesetzt"... Diesmal geht es, wie auch aus dem Titel ersichtlich, um die Erfahrungen der "Hauptmieterin einer lebendigen und eigenwilligen Gartengemeinschaft", kurz: einer "Garten-WG". Frischmuths schildert ihre Erfahrungen mit geliebten und ungeliebten Tieren im Garten und in der Natur, vom ritterlichen Kater Max über mörderische Lilienhähnchen bis zur Erdkröte mit dem Zauberblick und vieles mehr. Webseite der Autorin Germaine Greer, geb. 1939 in Melbourne, kennt man als Autorin des weltweit berühmten Bestsellers "Der weibliche Eunuch", doch neben ihrem Beruf als Professorin für englische Literatur lebte sie ein zweites Leben unter dem Pseudonym Rose Blight als Gärtnerin und Autorin witziger, hingetupfter Bösartigkeiten über die Kunst und die Mühen, einen Stadtgarten zu gestalten. Ihre "Heceknschüsse erschienen 1993 in der Zeitschrift "Architektur und Wohnen", damals übersetzt von Hans J. Becker. Hier in Buchform liegen sie übersetzt von Brigitte Walizek vor und begeistern auch heute noch in diesem mit Lesebändchen ausgestatteten, gut auch als Geschenk geeigneten Buch. . Da ist die Rede von der Farbe Grün als die Farbe der Revolution, dem Makabren im Garten, dem Lindengraus... Garant für vergnügliche Lesestunden auch mit Kapitel wie "Der tödliche Garten", "Voyeure", "Auto-Garten" ! "Erlebte man das Kurzhalten von Gras mit dem Handmäher noch als leidige Pflicht, so fühlt man sich hoch oben auf dem Aufsitzmäher oder Rasentraktor wie beim sportlichen Ausritt über das Gelände. Marlboro-Land ist nicht mehr irgendwo, sondern auch zwischen Apfelbaum und Plastikpool. Den "Mähcedes" fahren Damen und Herren aller Altersstufen und blättern dafür ein paar Tausend Euro hin. Denn beim grünen Hobby geizt man nicht......Nie zuvor hat eine Generation so viel Geld fürs Grün ausgegeben" stellt die vielfach ausgezeichnete ORF-Journalistin fest, die das Geschäft mit dem Gärtnern seit langem (unter anderem für das ORF-Wirtschaftsmagazin ECO, zuvor Euro Austria) verfolgt und mit diesem Buch der Frage nach dem Stellenwert des Grüns in der Gesellschaft und für den Einzelnen nachgeht. Sie berichtet von Gartentouristen, Gartenzwergproduzenten, vom Rosenseminar im gfräflichen Schloss, von Sepp Holzers Permakultur, der Arche Noah, den Lebens-Mitteln des Karl Ludwig Schweisfurth, dem Programm Lederleitners, stellt ein "Weichtier-Psychogramm der Gartenfreunde" (wie man Schnecken zur Schnecke macht) auf u. v.m. Dabei stellt sie fest: "Grün, wie Glück - Tendenz steigend. Die Pflanze hat als bester Freund des Menschen den Hund abgedrängt... Die Wiederbesinnung auf die Natur haben auch manche Unternehmensberater entdeckt. Sie schicken gestresste Manager hinaus in den Garten, damit sie einen großen Baum umarmen. Urgroßvaters Gartenweisheit läßt sich heute teuer verkaufen. Für sie war es selbstverständlich gewesen, quengelnde Kinder und aufgewühlte Seelen dadurch ruhig zu stellen, daß sie diesen empfehlen, den Stamm einer Weide zu umschlingen". Nicht nur Gartenliebhaber, auch Unternehmer profitieren von dieser Lektüre... Der Blick in den Garten eines Menschen ist ein Blick in seine Seele - und diesen Blick in ihr privates Gartenleben (mit Anregungen für den eigenen Garten) gewähren 33 "Gartenmenschen", unter anderem der Fernsehmoderator und Biogärtner Karl Ploberger, die Schriftstellerin Barbara Frischmuth und die "Kräuterhexe" Miriam Wiegele, Franz Erbler, der Bäcker, der im Ruhestand seinen Sammelleidenschaften nachgehen kann (u. a. Taglilien), Ursula Haller, die maßgeblich den Hofgarten Seitenstetten entworfen hat und das dortige Gartenfestival mit ins Leben rief, Frau Vogl-Lukasser, die Mitautorin des Heftes " Bauerngärten in NÖ". Die Kapitelüberschriften zeigen das vielseitige Spektrum ihrer Gartenleidenschaft: Von Naturgärtnern und stillen Enthusiasten / Von Schaugärtnern und offenen Gartentoren / Von Jägern und Sammlern / Von Hausgärten und verborgenen Wünschen / Von Gestaltern und Themengärtnern. Die spannend geschriebenen Texte stammen von Christine Haiden, die Fotos von Petra Rainer. Letztere sind zwar hervorragende Porträtfotos, stellen aber meiner Meinung nach die Persönlichkeit nicht ausreichend "passend" dar (jedenfalls nicht die, die ich persönlich kenne). Sehr gute Listen mit Bezugsquellen, Gartenschauen, der Büchern der Porträtierten, Organsiationen für Gärtner ergänzen den schönen Bildband. Webseite der Fotografin Englische Gärtnerinnen stellte Frau Hamann schon vor; diesmal hat sie deutsche, österreichische und schweizerische besucht. Ob professionell oder als Hobby, allen Frauen ist der Garten ein zentraler Platz in ihrem Leben. Es stehen aber nicht wie im Buch von Frau Kohlrusch die berühmten Persönlichkeiten aus Literatur, Film usw. im Vordergrund. Außerdem steht hier teilweise mehr Platz für die Vorstellung zur Verfügung, denn es sind insgesamt hier "nur" 19 Gärtnerinnen. Marianne Foerster, Aglaia von Rumohr und Anja Maubach sind auch hier vertreten (die Porträts ähneln sich sehr, wie kann es auch anders sein). Außerdem die - nicht immer privaten, oft aber erstmals veröffentlichten - Porträts u. a. von Frau Hella Brumme, der ehemaligen Leiterin des Rosariums Sangerhausen, der Landschaftsarchitektin Christine Orel, der Gräfin Matuschka (die in ihrem Garten jedes Jahr ein in Österreich bekanntes Gartenevent veranstaltet), von Elfriede Lungenschmied (Hostafan, vielen von der Aktion "Offener Garten" und aus dem Internet bekannt) zu finden. Die Spannweite reicht vom Reihenhausgarten, Berggarten mit Aussicht, Seegrundstück bis zu Gärten mit langer Tradition / Familiengeschichte, modern, künstlerisch (Barbara Jamin-Sassmannshausen) oder temporär (Insa Winkler). Frau Haman schildert, nach einem kurzen Einführungstext, ausführlich und spannend geschrieben die Lebensgeschichten, Gärten und Pflanzen ((der Untertitel weist darauf hin, daß hier die Pflanzen eine wichtige Rolle spielen). Jede Beschreibung ist in Abschnitte unterteilt und teilweise mit Plänen der Gärten versehen. Notizzettelartig "angepinnt" sind zum Abschluß die Gedanken der Gartenbesitzer: "Was ist der Garten für mich"? Layoutmäßig und kalligraphisch interessant und ansprechend gestaltet. Die Fotos - verschiedener Fotografen- sind allerdings von sehr unterschiedlicher Qualität. Kein Register, aber Bibliografie und Adressen der öffentlich zugänglichen Gärten (ohne Termine). Webseite der Autorin In diesem Buch erzählt Hanisch von seinem eigenen Garten im Lauf der Jahrzehnte, von Fehlern in der Gestaltung, aber auch von Erfolgserlebnissen und verknüpft damit viele praktische Ratschläge. Obwohl so alt, immer noch lesenswert! Hier berichtet mal nicht ein Gartenbesitzer von seinen Gartenerfahrungen, sondern der Moderator der Fernsehsendung "Gartenzeit" von seinen Erlebnissen bei den Dreharbeiten. "Es gibt zwei Gruppen von Menschen. Die eine hat einen eigenen Garten und die andere wünscht sich einen eigenen Garten. Der einzige Mensch, der keiner dieser Gruppen angehört, bin ich. Ich habe die Gartenzeit." Seit 1999 ist der Fernsehjournalist Hellmuth Henneberg als Redaktionsleiter im rbb-Regionalstudio Cottbus tätig; besonders populär wurde er als "Fernsehgärtner. Mit einem gesunden Schuss Selbstironie führt Henneberg seine Leser hinter die Kulissen eines Fernsehgärtners, erzählt, wie man auf Zuschauerreaktionen reagiert und beantwortet die wohl oft gestellte Frage, ob ein Moderator eigentlich alles beherrscht, was er vor der Kamera erklärt. Man erfährt auch, wie es zu seinem Standardoutfit (Hemd und Weste) kam, wie das Wetter immer wieder einen Streich spielt und oft - "nochmal und nochmal und nochmal..." neu gedreht werden muß. Er berichtet von den Dreharbeiten in einigen besonders sehenswerten Gärten Berlins und Brandenburgs - z. B. vom Rüdingsdorfer Staudengarten, dem Saxdorfer Pfarrgarten, dem Garten des Ehepaares Näser, dem Besuch beim Galanthophilen und Taglilienliebhaber Hagen Engelmann. Britta Wulf, die die Gärten und die Dreharbeiten auch mit etlichen Fotos festgehalten hat, kombiniert seine Erzählungen mit praktischen Hinweisen z. B. zum Thema Schneckenabwehr, rückenschonendes Gärtnern, Gärtnern mit dem Mond, Mulchen oder Insektenhotels. Im Anhang eine Danksagung (das finde ich immer lobenswert), Hinweis auf Quellen und Adressen sowie ein Register der Gartentipps. Für alle "Gartenverrückten" (ein Kapitel ist übrigens überschrieben: "Gartenverrückte kann man nicht therapieren und ich habe sie gern") und Liebhaber seiner Sendung eine sehr amüsante Unterhaltung mit informativem Wert! Schauplatz für dieses Buch ist ein 4.000 qm großer Hausgarten eines gartenbegeisterten Ehepaares am Rande der Stadt Graz. 217 glanzvolle, großformatige Gartenbilder (des Ehemanns) verlocken, sich auf einen Spaziergang durch den Garten zu begeben. Erzählerisch gekonnt führt die Gärtnerin vom Werden bis zum Jetztzustand ("fertig ist ein Garten nie") ihres Gartens, gibt botanische Hinweise und erzählt über ihre Erfahrungen mit den Bodengegebenheiten und Pflanzen. Auch Einblicke in die Garten- und Pflanzenkulturgeschichte sowie literarische Quellen tauchen auf. Auffällig ist ihre Liebe zu Gehölzen: Etagenschneeball, Judasblattbaum, Storaxbaum, Schirmmagnolie, Seidenakazie, Blasenbaum, Schneeforsythie, Blumenhartriegel, Taubenbaum, Hortensien werden ausführlich vorgestellt; es gibt Kapitel wie "kontastreiche Kombination von Ahorn und Schaublatt", "für Clematis ist immer noch Platz", "Hochstammglyzine in orange-gelber Begleitung". Andere vielversprechende Kapitelüberschriften sind "Lotus als Wasserpflanze" oder "Waldmohn und Waldlilie als anmutige Partner". Mit dem angefügten Pflanzenregister ist auch gezieltes Suchen möglich. Eine wertvolle Bereicherung auf dem Buchmarkt (bei einem - mir jedenfalls - bisher unbekannten Verlag) für alle, die gerne informative Gartenerfahrungsberichte lesen oder sich an einem herrlichen Bildband erfreuen möchten. Die Autorin schrieb viele Artikel in der Zeitschrift: "Gartenschönheit" - poetisch und praktische Beobachtungen aus ihrem Garten. Ein unterhaltsamer Spaziergang durch die Monate des Jahres mit der begeisterten Hobbygärtnerin selbst schildert Werden, Erfolge und Mißerfolge und vor allem die Schönheit der Pflanzen- und Tierwelt ihres Gartens. "Bleiben Sie mal ganz ruhig stehen, hören und schauen Sie nur! Es summt und flattert im Garten, daß es eine wahre Pracht ist"...Ein preiswertes Vergnügen! Renate Hücking ist promovierte Literaturwissenschaftlerin, arbeitete über zwanzig Jahre als Fernsehjournalistin, schrieb für Zeitungen und den Hörfunk, außerdem mehrere Sachbücher. Sehr unterhaltsam zu lesen ... diese Geschichten! Jeff Goundrill, der Vollzugsbeamte in Leyhill mit dem grünen Daumen, dessen "Zöglinge" in Chelsea Preise gewannen (der Vorfall wurde verfilmt: "Greenfingers") und die inzwischen erfolgreich ein Gartencenter betreiben, regten die Autoren zu diesem Buch an. Porträtiert werden acht Menschen, die aus verschiedensten Gründen solche Gärten "hinter Mauern" - ob freiwillig oder dazu verurteilt - kultiviert haben. Der politisch gefangene Neslon Mandela und seine Gärten in der jahrelangen Gefangenschaft als auch in der Freiheit später, Korbinian Aigner (Der "Apfelpfarrer") und seine Apfelzucht im KZ Dachau, Albert Speer, der Kriegsverbrecher, der sich als Landschaftsarchitekt die Zeit hinter den Mauern vertrieb sind die zeitlich jüngsten Beispiele für "Gärten hinter Mauern" oder "Oasen der Sehnsucht". Der Hortulus des Walahfrid Strabo, Mönch auf der Reichenau, ist das älteste Beispiel; er allerdings lebte freiwillig hinter Mauern - Klostermauern nämlich. Außerdem wird erzählt von William Beckford, dem exzentrischen Millonär - "Kalif von Fronthill Abbey", von der Sommerfrische des "göttlichen" Kaisers Kangxi, dem Rosengarten des Sultan Süleiman, der Prächtige. Gärtnern - unbewußt vielleicht, aber auch gewollt, als Akt des Widerstands und einer Überlebensstrategie. Für jedes Kapitel findet man ausführliche Literaturangaben zum Weiterlesen - denn plötzlich interessiert man sich für das Leben dieser Menschen, möchte mehr über sie erfahren. w. o. Süchtig nach Grün. Gärtnerinnen aus Leidenschaft 272 S. Piper 2007 Renate Hücking und Kej Hielscher (selbst "süchtig nach Grün") erzählen diesmal über acht ungewöhnliche Frauen, deren Passion und Leidenschaft Pflanzen, Gärten und Parks gilt. Die Einleitung: "Die Gartenlust der Frauen" weist darauf hin, daß die beiden Autorinnen bewußt darauf verzichtet haben, "bekannte" englische Gärtnerinnen einzubeziehen, weil es darüber schon genügend Literatur gibt. Sie porträtieren in unterhaltsamer, ja spannender Erzählweise die auf Rosen versessene Kaiserin Joséphine, die Zarentochter Maria Pawlowna, die im Großherzogtum Weimar einen "Russengarten" anlegte ("Wir wollen das ganze Land zu einem Park machen"), Sophie von Herrenhausen, deren Gärten von Herrenhausen noch heute von ihr geprägt sind, die Renaissancefürstin Anna von Sachsen, die mit seltenen Blumen, Obst und Gemüse experimentierte, die beiden Chefgärtnerinnen, die den berühmten Garten von Vita Sackville-West in Sissinghurst über 20 Jahre lang pflegten, Niki de Saint Phalle, die sich mit dem Tarot-Skulpturengarten ihren Lebenstraum in Italien verwirklichte und die Schriftstellerin Elizabeth von Arnim, die selbst nur heimlich im Garten arbeiten durfte. Letztere schrieb: "Hätte Eva einen Spaten gehabt und etwas damit anfangen können, wäre die Geschichte mit Adam sicher anders ausgegangen" ... Phantastisch der Anhang mit Literaturverzeichnis (das verleitet zu vielen weiteren Lesestunden!), Anmerkungen und Bildhinweisen zu den einzelnen Kapiteln, Informationen zu den Gärten der Porträtierten, die öffentlich zugänglich sind und einem Personenregister, in dem alle erwähnten Namen auftauchen. Diese Lektüre ist ein hübsches kleines Mitbringsel für Gartenfreunde. In Gedichten und Geschichten schildert die Dortmunder Autorin mit dem günen Daumen informativ, anregend und amüsant den Reiz der Farben, Gerüche, Lust und Frust im Garten und vieles mehr. An kleines Garten-ABC ergänzt das Bändchen. Leseprobe Ein absolutes Muß für jeden Gartenfreund! Katz, der Weltreisende, der überall einen Garten hinterließ, sammelte überall seine Erfahrungen und kehrte doch immer wieder gern in den heimatlichen Garten in Locarno zurück. "Erst sollte dieses Buch "Übern Gartenzaun" heißen, doch "Zaun" klang zu hölzern, und hölzerner Gartenbücher gibt es genug"...So herrlich launig hier über Gartenpflanzen und Gartentiere, Gartenarbeit und Gartenfreunde geschrieben wird: der Bogen wird weit gespannt und Katz "belehrt" unmerklich... Es ist eines der schönsten erzählenden "Gartenbücher"; man merkt, dass der Autor aus der Praxis spricht. Zitate daraus Bericht einer amerikanischen Gärtnerin , die den chaotischen Verhältnissen ihrer karibischen Heimat Antigua entflohen ist, um sich in den USA ein eigenes Leben aufzubauen. "Natürlich" kann sie exotischen Gewächsen nichts abgewinnen - die kennt sie zu gut; dagegen faszinieren sie Wildblumen. Vielleicht liegt es an der Übersetzung, daß ich streckenweise durch ihre Sprache irritiert war; jedenfalls liebt die Verfasserin (unnötige) Wiederholungen und vor allem die Politik. Sie berichtet zwar auch gelegentlich von Erfolgen oder Mißerfolgen in ihrer Gartengestaltung und Pflanzenpflege, auch von Besuchen der Gärten in England und Frankreich, ( "Sissinghurst läßt mich kalt") und hat wohl wichtige englische "Must-have-Autoren" gelesen, die sie teilweise zitiert, aber es ist jedenfalls kein Vergleich mit den Gartenerfahrungen einer Schriftstellerin wie Barbara Frischmuth, oder auch der Hobbygärtnerin Christel Krautwig. Die SZ schrieb: "Kincaids „Befreiungshortologie“ sei die rechte Lektüre für politisch korrekte Öko-Bewegte mit postkolonialem Anspruch"... Stephan Kirchner ist Kaufmann, Kunsthistoriker und Gartenenthusiast. Die vor vielen Jahren herausgegebenen "Happy Gardening" Broschüren seines Sylter Versandes besonderer Gartenaccessoires und seine gelegentlichen Kolumnen in Zeitschriften habe ich schon mit Vergnügen gelesen und war gespannt auf sein erstes Buch. Und wurde nicht enttäuscht. Seine - passenderweise vorzugsweise im Liegestuhl oder auf einer Gartenbank zu lesenden - unterhaltsamen Garten- und Pflanzenerlebnisse laden zum Mitfühlen, aber auch zum Schmunzeln ein. Die mit farbenprächtigen Collagen des Autors geschmückten humnorvollen, teils skurrilen und einigen, teils ungewöhnlichen "Gartentipps" geschmückten Episoden rund ums Gärtnern, in der u.a. auch seine Ehefrau und ein Apfelspezialist als Nebenfigur auftreten, sind ein ideales Geschenk für jeden Gartenliebhaber! Eine Gärtnerin aus Leidenschaft, deren Garten in der Picardie liegt, erzählt stimmungsreich von ihren Glücksmomenten im Laufe der Jahreszeiten. Eine liebevolle Illustration machen das Buch auch zu einem idealen Geschenk. Eva Kohlrusch ist Chefin des Deutschen Journalistinnenbunds, Kolumnistin der Zeitschrift "Bunte" und war - als erste Frau - stellvertretende Chefredakteurin der Bild Zeitung. Als langjährige Redakteurin und freie Autorin ist sie Vorsitzende des Journalistinnenbundes. Sie ist selbst leidenschaftliche Gärtnerin mit einem großen Barockgarten im Wendland, der jährlich viele Besucher anzieht (und den sie ebenfalls vorstellt...). Nach ihrem informativen, seitenlangen Vorwort über das Thema "Frauen in der Gartengeschichte" geht es zu den einzelnen Porträts, die jeweils 2 Seiten umfassen und mit (teilweise autodidaktischen) "Erfahrungen" und "Lieblingspflanzen" der Gartenbesitzerinnen enden. Die Kurzporträts gewähren, oft erstmals, persönlichen Einblick in 23 private Gärten von meist berühmten Persönlichkeiten. Dazu gehören u. a. die Schriftstellerinnen Barbara Frischmuth, Charlotte Link und Ulla Hahn, die Schauspielerinnen Maria Kubitschek und Ellen Schwiers, die Sterne-Köchin Johanna Maier, die Radio- und TV-Moderatorin Carolin Reiber, die Staudengärtnereibesitzerinnen Aglaia von Rumohr und Anja Maubach (hier wird auch ihr privater, abseits der Gärtnerei gelegene Garten erwähnt), die Landschaftsarchitektin Petra Pelz, aber auch andere außergewöhnliche Frauen. Dazu gehören z. B. Dr. Kristin Lammerting, die inzwischen zwei Gartenbücher über ihre Passion schrieb, eine Bäuerin, Erzieherin, Schulleiterin, Innenausstatterin, Chefredakteurin und eine Schlossherrin, die davon träumt, den ehemaligen Park wieder im Original herstellen zu können. Die Tochter des "Staudenpapstes" Karl Foerster, Marianne Foerster, die sein Erbe heute verwaltet, Fenna Graf, "Familienfrau", die ihre Passion inzwischen zum Geschäft (Inpatio )gemacht hat und bekennt: "Ich weiß, irgendwann muß man lernen, sich zu bescheiden. Aber muß es denn jetzt schon sein"? gehören dazu wie auch die "Naturschützerin" Loki Schmidt , die sich weigert, eine Lieblingspflanze zu nennen, das "sei eine Gemeinheit den anderen gegenüber". Eva Kohlrusch entlockte den Frauen, wie sie zu ihrer Passion kamen und wie sie im Garten arbeiten, aber auch Anekdoten über "Frauen und ihre Beziehung zum Garten". Es ist nicht nur ein "Gartenbuch", sondern auch ein "Frauenbuch", denn es zeigt 23 verschiedene Wege von Frauen zum Glück. Denn alle hier erwähnten Frauen haben eines gemeinsam: sie haben ihr persönliches Glück im Garten gefunden und möchten es keine Sekunde ihres Lebens mehr missen. Wie immer bei Gary Rogers, sind es umwerfend schöne Fotos, die die Gärten in eindrucksvollen Impressionen, teilweise über 2 Seiten hinweg, zeigen. Kein Register, aber einen Adressenteil (bei "Berühmtheiten nur der Ort) mit Größenangabe des Garten und bei den öffentlich zugänglichen mit Termin. Ausgezeichnet mit dem Deutschen Gartenbuchpreis 2009 als bester Bildband Ein weiterer Band über Gartenenthusiastinnen; im ersten ging es um die Spurensuche, welche Bedeutung Gärten für Frauen haben, im neuen vor allem um die Virtuosität, die Frauen in ihren selbst erschaffenen Gärten beweisen. "Er hat mich mehr als einmal gerettet, der Garten, die Dinge zurechtgerückt, mich zum Lachen gebracht, wenn mir zum Heulen war. Er bereitet mir Niederlagen, aber er tröstet mich, wenn die Welt mir welche bereitet" - schreibt die Schriftstellerin Eva Demski. Bunt gemischt ist das Spektrum der Persönlichkeiten, die für dieses Buch ihre Gärten und Gedanken öffneten, u.a. die Journalistin und Chefredakteurin einiger Gartenzeitschriften Andrea Kögel, die Mitbegründerin der Gesellschaft zur Förderung der Gartenkultur e.V. und Gartenbuchautorin Anke Kuhbier, die Unternehmerinnen Liz Mohn, Brigitte von Boch und Fürstin von Bismarck, die Fernseh-Moderatorin Uschi Dämmrich von Luttitz, die Künstlerin Erika Pluhar, die Schriftstellerinnen Eva Demski, Ingrid Noll, die Gartenarchitektin Gabriella Pape (Gründerin der Königlichen Gartenakademie Berlin) und die "Mutter der Gartenfestivals" Viktoria von dem Bussche – aber auch Frauen, deren Namen weniger prominent erscheinen und die dennoch mit ihren Gärten etwas Herausragendes darstellen – eben „faszinierende Frauen“ wie Rendel Barton, Petra Steiner und Ursula Schnitzke-Spijker oder die Rosenhändlerin Claudia Wolf. Einige von ihnen laden dazu ein, ihre Gärten nach Vereinbarung zu besichtigen (im Anhang sind alle Adressen, falls vorhanden mit URL der Homepage, mit Vermerk, falls öffentlich zugänglich, aufgelistet). Auch hier wieder- wunderschöne Fotos von Gary Rogers, der diesmal auch die sehr unterschiedlichen Stimmungen der Jahreszeiten mit seiner Kamera einfing. Wie auch im ersten Band findet man viele Anregungen für die Gartengestaltung und profitiert von den Erfahrungen der "Gartenfrauen". Eine Wiener Dachgartenbesitzerin lässt tief, nein, hoch blicken – sie erzählt über ihr Stückchen Natur auf einer Mischung aus Terasse und Garten und ihre schleichende Infizierung mit dem Gartenbazillus. Monat für Monat schildert sie ihre Erfolge und Erkenntnisse, aber auch die - nicht ausbleibenden - Mißerfolge, aber auch über angelesene Gartengeschichte wie z. B. die Tulpomanie der Holländer. "Seither spiele ich das Gartenspiel. Rücke hier ein paar Felder vor, weil mir etwas gelingt, werde da von einer störrischen Pflanze ein Feld zurück geschickt, hole mit einer herrlichen Königslilienblüte gewaltig auf, falle durch einen Rüsselkäferangriff wieder leicht zurück. Das Spiel geht jedes Gartenjahr in eine neue Runde. Insgesamt unterhalte ich mich hervorragend." Julia Kospach - hat mit Heller, Andre zusammen auch das Buch Augenweide herausgegeben. Erst berichtet die Autorin von ihrer persönlichen "Gartengeschichte" und davon, wie aus "Bärbels Schafweide" (8.500 qm groß) der heutige so genannte "Botanische Garten Thalmässing" wurde. Sie erzählt, wie sie sich als Autodidaktin soviel Wissen aneignete, daß sie jetzt als Fachfrau zu Vorträgen gerufen wird, Gartenkurse geben kann und sogar regelmäßig im Fernsehen in der Sendung "Querbeet" auftritt. Das Gerüst ihres Gartens besteht aus ca. 450 Bäumen und Sträuchern und ca. 1.400 verschiedene Staudenarten und Sorten bilden den Inhalt. Es sind einheimische wie exotische Pflanzen, alte, längst in Vergessenheit geratene Kulturpflanzen sind dabei ihr Steckenpferd. Sie schöpft die Möglichkeiten des Garten voll aus - trocknet, dörrt, legt ein, destilliert; dabei sind viele Verarbeitungsinstrumente und -apparate eigene Konstruktionen. In den sich anschließenden Kapitel stellt sie ihr in 11 Gartenzimmer aufgeteiltes Reich vor. Die Einteilung spricht für sich bzw. dafür, wie vielfältig dieses gestaltet ist: Formengarten mit historischen Rosen / Kräuterrad mit 12 Beeten (150 verschiedene Tee-, Gewürz und Heilpflanzen) / Herbstgarten mit ca. 50 Asternsorten / Obstgarten / Gemüsegarten - u. a. mit 40 verschiedenen Wurzelgemüsen ("Vergessene Gemüsesorten neu entdecken" - Barbara Krasemann arbeitet eng mit dem Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt e. V. (VEN) zusammen) / Schattengarten mit über 111 Farnen und Orchideen, Schmetterlingsgarten mit Tipi / Alpinum - ein "Steingarten der sieben Jahreszeiten" / Magerwiese mit Wildrosen / Freiluftküche mit Essplatz (mit Grillplatz, Back-, Dörr- und Räucherhaus) / Grünes Klassenzimmer mit Weiherhügel - Feuchtbiotop. Im Anhang Pflanzen im Überblick und ein umfangreicher Adressenteil (Bezugsadressen, Gesellschaften usw.). Mannigfaltige Anregungen für den eigenen Garten bekommt man in diesem herrlichen Bildband - und Lust darauf, den Garten (offene Pforte!) mal zu besuchen! Webseite der Autorin Seit Jahren öffnen Christel und Herward Krautwig auf dem Fürstenberg am Rande der Stadt Xanten ihren ungewöhnlichen Garten für Besucher. Rund um eine historische Hofanlage hat das Ehepaar einen niederrheinischen Traum erschaffen - eine eigene Gartenwelt auf 15 000 Quadratmetern. Reportagen über diesen Garten wurden im Fernsehen und in Gartenzeitschriften gezeigt; jetzt kann man aller Ruhe nachlesen und die Bilder genießen, denn Christel Krautwig hat ein ganzes Jahr lang Tagebuch geführt, um ihre Erlebnisse beim Wachsen und Werden der Natur festzuhalten und zahlreiche wertvolle Ratschläge aus ihrem reichen Erfahrungsschatz notiert. "Kein Gift im Garten" ist einer ihrer Grundsätze... Hans Glader hielt den Jahreslauf in opulenten Gartenansichten und faszinierenden Pflanzenportraits fest, die Lust machen, dieses niederrheinische Paradies zu besuchen und /oder ihre Anregungen aufzunehmen für den eigenen Garten. Amüsantes, Wissenswertes und Kurioses aus der Welt des Gartens - Schmökerbücher dieser Art (siehe Kosmos Natur-Sammelsurium oder Bamforth`s Gärtnern), ungeordnet, ohne Register oder Inhaltsinhaltsverzeichnis - eben ein "Sammelsurium" scheinen eine neue Mode auf dem Gartenbuchmarkt zu sein. Zum immer wieder mal darin lesen, mal hier, mal dort! Sehr unterhaltsame Bände, auch praktische Ratschläge eingeflochten. Jeweils Beiträge aus der Serie `Flora` der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Die Romanschriftstellerin berichtet über ihre Erfahrungen, die sie machte, als sie sich ganz bewusst zurückzog, um sich nur ihrem Garten zu widmen. w.o. Ein Troll in meinem Garten 79 S. Nymphenburger 2002 Webseite der Autorin Der Garten ist ein Ort, an dem man sich als Teil der Natur erfahren kann. Er ist ein ganz besonderer Platz, der jeden in ungeahnte Welten führt und die Seele berührt. Mit diesen 66 inspirierenden Betrachtungen über Pflanzen und über die kleinen, einfachen Dinge zwischen Haustür und Gartenzaun kann jeder sich selbst wiederfinden, denn sie zeigen, daß sowohl Garten- als auch Pflanzenerfahrungen als Symbol für unsere Psyche herangezogen werden können. Die Birke steht z. B. für das Charisma des Loslassens, das Gänseblümchen für den Trost der kleinen Dinge, das Moos für die Kompetenz der Einfachheit, der Zaun für das Geschenk der Grenze... Die Autorin schreibt: Viele Dichter und Mystiker "kommen mit ihren wunderbaren Gedanken immer wieder zu Wort, wie gute Freunde, die man gern zu sich einlädt. Sie alle haben mich gelehrt, "mit der hellen Geduld der Liebe die grüne Sprache zu lernen", wie die Dichterin Rose Ausländer einmal sagte". Eine wunderbare aufschlußreiche Lektüre, die zudem in manchen Lebenssituationen Hilfe bieten kann! Wer sich beim Anblick einer Blume an-rühren lässt, der ist schon auf dem Weg zu seinem inneren Traum-Garten. Sagt Marion Küstenmacher. Sie entdeckt den Garten als Inspirationsquelle für zauber-hafte mystische Gedanken. Die Natur öffnet das Tor zu tiefen religiösen Empfindungen und wird zum Ort für Meditationen, die Kraft spenden. Von A wie Akelei bis W wie Wurzeln und Z wie Zaun richtet die Autorin den Blick auf die spirituelle Bedeutung des Gartens. Hier erzählt Alma de L`Aigle vom elterlichen Rosen-und Obstgarten in Hamburg-Eppendorf. Das verwilderte Paradies erinnert an die Zeit der ersten Bepflanzung, die den Grundstein zu ihrer Rosenliebe legte. Eigentlich hatte sie Malerin werden wollen (die Äpfel auf dem Buchdeckel sind von ihr gemalt), doch dann ging sie in den Schuldienst. Nach ihrem und dem Tod der Schwester verwahrloste der Garten in Hamburg-Eppendorf und sollte schliesslich von Baggerschaufeln untergepflügt werden, um Neubauten Platz zu machen. Anke Kuhbier (siehe auch Lawson, "Jahr f. Jahr" und "Monet`s Garten") - sie war eine der Gründerinnen der "Gesellschaft zur Förderung der Gartenkultur " in Hamburg, die es sich u. a. zur Aufgabe gemacht hat, zumindest einen Teil von Alma de L`Aigles Kindertraumgarten zu retten, hat dieses 1948 zum ersten Mal erschienene Buch wieder mitaufgelegt. Lassen Sie sich entführen in diese versunkene, aber sehr lebendig geschilderte Welt eines alten Gartens! Sie werden, denke ich, mehr und fundierter über alte Obstsorten, Rosen und andere Gartenpflanzen u. -gehölze "unterrichtet", als in manch neuen Gartenwerken! Die Autorin Claudia Lanfranconi studierte Kunstgeschichte, arbeitete für das Feuilleton der Süddeutschen Zeitung und war Redakteurin bei Architectural Digest. Sabine Frank studierte in Leipzig Kulturwissenschaften und arbeite bis 2003 im Literaturmuseum Romantikerhaus in Jena. Seither behandelt sie als freie Rundfunkautorin Themen der Kulturgeschichte, Literatur und Biologie.Sie bewirtschaftet selbst einen Bauerngarten in Thüringen. Alle vorgestellten "Damen mit dem grünen Daumen" vereint trotz unterschiedlicher Herkunft (ob Aristokratin, Künstlerin oder einfache Gärtnerin) eine gemeinsame Liebe: die zum Garten und zu Pflanzen. Teilweise überschneiden sich die Porträts mit anderen Büchern , wie die von Frau Hücking, aber es sind auch "neue" dabei. Im ersten Kapitel ist es den vornehmen Damen aus Standesgründen noch nicht erlaubt, selbst zu graben und zu gärtnern. "Gärtnern lassen" heißt deshalb das erste Kapitel, wo Regentinnen wie Katharina von Medici , Wilhelmine von Bayreuth oder die Kaiserinwitwe Cixi sich wundervolle Parks und Schlossgärten anlegen lassen, die durchaus Meilenstein in der Gartenkultur waren und die die Schöpferinnen "unsterblich" machten. "Die Natur selbst ist die Baumeisterin gewesen", schrieb die Markgräfin Wilhelmine, die den Felsengarten Sanspareil in der Nähe von Bayreuth schuf, der Schwester König Friedrichs von Preußen an ihren Bruder. Lucie von Pückler-Muskau ließ sich bereitwillig scheiden, damit ihr Gatte eine reiche Erbin finden könnte, die seine Gartenpläne finanzieren sollte. Die Liebe bestand trotzdem ein Leben lang und zusammen schufen sie die heute so berühmten Parks im Osten Deutschlands. Im nächsten Kapitel machen sich die Damen dann schon die Fingernägel dreckig: "Jäten, Gießen, Harken" heißt die Überschrift. Da geht es um die Frauen, die erstmals den Gärtnerberuf - in Knickerbockerhosen, damit die männlichen Lehrlinge nicht von der Arbeit abgelenkt wurden!- ) erlernen durften und Frauen wie Frances Wolseley und Beatrix Havergal, die die ersten Gartenschulen gründeten und damit den Weg, der vermeintlichen Männerdomäne zum Trotz, für berühmte, internationale Gärtnerinnen und Landschaftsarchitektinnen ebneten. Jane Loudon, Getrude Jekyll und Beth Chatto begegnen uns hier ebenfalls. Dann folgt die "Hommage an die Königin der Blume", die Rosenliebhaberinnen vorstellt. Natürlich geht es dabei um die Rosenkaiserin Josephine, aber auch die Malerin Anne Vallayer-Coster. Letztere leitet dann über zum nächsten Kapitel. "Mit Pinsel und Palette bis in die Urwälder des Amazonas" stellt Pflanzenmalerinnen vor: z. B. Maria Sibylla Merian, Marianne North oder Georgia O`Keefe. Schließlich folgen Schriftstellerinen: "Wenn ich ein Stück Land besäße". Die Liebe zur Natur schlägt sich in den Werken von Beatrice Potter, Elizabeth von Arnim, Colette und Vita Sackville-West nieder. Wobei die letztere sogar durch ihren Garten berühmter wurde als durch ihre literarischen Werke. Ihr Porträt schmückt auch das Cover des auch mit historischen Fotos der Persönlichkeiten und der Gärten geschmückten Text- und Bildbandes. Elizabeth von Arnim schrieb: "Ich werde meine Töchter so erziehen, dass sie den Garten lieben und das Leben im Freien. Wenn sie nämlich einen Funken ihrer Mutter in sich haben, werden sie Ehemänner höchst überflüssig finden und brauchen und wollen nichts anderes als ihren Garten"! Der "Ausblick"" blickt auf die einzige noch lebende der vorgestellten Gartenpersönlichkeiten, die Landschaftsarchitektin Gabriella Pape, die sich in Berlin ihren Traum erfüllen möchte, an historischer Stätte eine moderne Gartenakademie einzurichten. Im Anhang finden sich dann noch Informationen zu den erwähnten Gärten und ein umfangreiches Register. Unterhaltsam, lehrreich, inspirierend geschrieben ist dies ein Buch- natürlich - für Gartenfreunde, besonders für Frauen, aber auch für Kunstinteressierte, Literaturliebhaber und naturliebende Spaziergänger(innen), sowie für geschichtlich Interessierte. Eine Wunschlektüre für Gartenfreaks! Als bestes Buch über Gartengeschichte mit dem Deutschen Gartenbuchpreis 2009 ausgezeichnet. Zwei Autoren, deren privater und beruflicher Lebensmittelpunkt der Garten ist, zeigen, wie man stilvoll in und mit Gärten leben kann: Markus Lederleitner - Gartengestalter und Gärtner, sein Name ist in Österreich ein Begriff für edles Garten- und Wohnzubehör - und Ruth Wegerer, Gartenjournalistin und leidenschaftliche Hausgärtnerin, die mit ihrer Freundin Gräfin Matuschek die Veranstaltung Gartenlust und Rosenzauber bei Langenlois organisiert. Das Buch mit seiner edlen Ausstattung in 4-Farb-Offset auf schwerem matten Kunstdruckpapier, mit 4farb. bedrucktem Vor- und Nachsatz, Fadenheftung und Leineneinband zeigt, wie der Garten zum "Zimmer im Freien", zur Erweiterung des persönlichen Wohn- und Lebensraumes, werden kann. Dabei ist der textliche Inhalt sehr fundiert und gibt Ratschläge zur Strukturierung des Gartens, welche Pflanzen man standortgerecht wo pflanzen sollte, wie Wasser in seinen vielen Formen eingesetzt werden kann, zum Thema Kübelpflanzen und auch zum Gemüsegarten, der heute ja mehr als nur Mittel zur Selbstversorgung ist. Und erfreulicherweise ist von einer "Werbung" für Lederleitner nichts zu spüren... Zitat daraus: "Was ein guter Garten braucht: Gestaltung und Esprit,Seele, Charakter und Identität". Der Dichter des berühmten "Lili Marleen" Liedes war ein bekannter Gartenfreund... Der Autor, Gartenarchitekt, der am Gemeinschaftskrankenhaus in Herdecke den "Therapeutischen Garten Avalon" mit Patienten realisiert, ist bekannt durch seine Beiträge in Zeitungen und Zeitschriften (z. B. seine Kolumnen in der "Gartenpraxis"). Seine Gedankengänge "Geheimnisse des Garten oder: Was ein Mensch im Grünen alles erleben kann" in diesem Buch wollen dazu anregen, "die Geheimnisse der Flora" ergründen. Es ist also nicht nur für Gartenbesitzer interessant, sondern für alle, die sich mit der Natur beschäftigen. Briefwechsel zwischen Beth Chatto und Christopher Lloyd Der Autor nimmt uns mit wundervollen Fotos an die Hand und führt - ganz persönlich, mit teils neuer Sichtweise, wie der Titel schon sagt, meditativ - durch die Monate eines Jahres durch seinem Garten, läßt uns an seiner Pflanzen- und auch Tierwelt teilhaben. Zitat: "Die innere Entwicklung der Kamelie, die schließlich zu dieser prachtvollen Blüte führt, ist eine langsame, genau wie unsere eigene. In unserem Innern gibt es keine Überholspuren". Als ein liebevoller Blick auf die Garten- und Naturwelt ist dies auch ein schönes Geschenk für Nichtgartenbesitzer! Es ist richtig spannend zu lesen, wie die beiden aus ihren Kochsendungen bekannten Autoren in einem alten ererbten Gut sich einrichten, dort Kochkurse geben, eine Apfelplantage und ein "kleines Lädle" betreiben, in dem sie ihre Produkte verkaufen und etliche Kochbücher schreiben. Das Buch mit seinen fröhlich-witzigen, aber seriös geschrieben Schilderungen des Alltagslebens ist eine Mischung aus Biographie, Schmöker, Kochbuch ((viele interessante Kräuterrezepte!) und Gartenbuch... Denn oft geht um den Garten, seine Blumen und "nutzbare" Pflanzen, vor allem aber geht um die Freude an all dem - auch wenn es sehr viel Arbeit kostet, gelegentlich Ärger macht oder Manches schief geht. Dieses Buch ist nicht nur für Hobby-Bauern, sondern auch für Köche / Köchinnen und Hobbygärtner(innen) sowie Stadtmenschen, die "aufs Land hinaus" wollen sowie natürlich für "Apfelfreunde" sehr lesenswert! Eine Malerin plaudert über ihren Garten und ihre Arbeit. Meyer-Renschhausen, Elisabeth Unter dem Müll der Acker. Community Gardens in New York City 176 S. Helmer 2004 In New York City gibt es um die 800 so genannte "Community Gardens", die von Nachbarschaftsinitiativen gemeinsam bewirtschaftet werden, über die die Autorin verblüffend plastisch berichtet. Von den Anfängen der Gärten über die Motivation der mitarbeitenden Menschen bis zu den Schwierigkeiten mit den Behörden wird die "Geschichte" dieser grünen, oft unscheinbaren Oasen und ihre heutige Situation sowie die Personen "dahinter" sehr ausführlich geschildert. Sehr interessant ist auch die Darstellung des politischen Hintergrundes und der oft radikalen Vorgehensweise der Behörden gegen die Gärten. "Etwas andere", aber interessante Gartenerfahrungen! Das Buch wird von der Autorin übrigens als alternativer Rad-Reiseführer empfohlen... Der Autor erwirbt nach zwanzigjährigem Aufenthalt in den Tropen zusammen mit seiner dänischen Frau, Haus und Garten im Havelland, westlich v. Potsdam und erzählt amüsant von der Anlage und Pflege seines Besitztums. "Gartengespräche unter Frauen" bot einen Briefwechsel unter Gartenliebhaberinnen - hier list man eine neue Version des Themas. Auf einer Gartenreise durch bekannte südenglische Gärten wie Hidcote Manor und Sissinghurst Castle haben sich Brigitte Nagiller ( die in der Nähe von Wien lebt und durch ihren Business-Bestseller "Kinder, Knigge und Karriere" bekannt wurde) und die Südtirolerin Martha Canestrini ("Grande Dame" der Südtiroler Gärten, Buchautorin und Filmemacherin) kennen gelernt. Aus der Urlaubsbekanntschaft enstand eine Freundschaft, denn die beiden blieben nach der Reise per E-Mail in Kontakt. Die weiblich-witzig-kluge Korrespondenz mit Berichten über eigene und fremde Gärten, Episoden aus dem Frauenalltag, geführt über ein Jahr hinweg, jahreszeitlich am Rand farblich abgesetzt, von einem Sommer bis zum nächsten Frühling, erscheint nun in diesem Bildband mit farbenfrohen Bildern aus den - unterschiedlichen - Gärten der beiden. Die beiden Frauen treffen sich auch öfter mal wieder persönlich, doch darüber erfährt man - leider, aber eben typisch für einen Briefwechsel - nur nebenbei. Eine unterhaltsame, teils informative, auch mit Regionalrezepten gespickte Lektüre, bei der man sich oft mit seinen Gartensorgen (Unkraut, "gartenresistente" Ehemänner) und fraulichen Problemen ( Kinder, Älterwerden) selbst wiederfindet. Mit einem Pflanzenregister! Gartenerfahrungen mal anders: Claudia Nietsch-Ochs versteht ihren Garten als Bild für das eigene innere Wachstum und die Sehnsucht nach einem erfüllten Leben. Sie erzählt von der Freude an allem, was wächst im Garten und im Menschen, von Gewinnen und Verlusten, vom Glücken und von Misserfolgen. Und sie lädt ein, in alledem die Spuren von Gott zu entdecken... |
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Aktualisiert am 03.08.2010