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Sankt Martin ist der Schutzpatron u. a. der Alpenhirten, Bauern, Winzer und Müller - über sein Leben berichtet diese Seite. MartinsumzugMartinsbrot"Märteswein" trinken die Winzer, oft
in Form eines festlichen Banketts, um für das nächste Jahr um
eine gute Ernte zu bitten. Da der Most in dieser Zeit ausgearbeitet hat,
wurde zu Martini der neue Wein "getauft", d.h. der Heurige wurde gekostet
und geprüft. (Weinprobe).
Der Viehhirte überreichte in alten Zeiten seinem Dienstherrn
einen Birkenzweig, an dessen Spitze man einige Blätter liess, ergänzt
durch Zweige von Eiche und Wacholder, der dann im Frühjahr zum Viehtrieb
verwendet wurde.
MartinsgansDer Martinsabend war von jeher zu einem Festschmaus bestimmt. Das Hauptgericht war - und ist oft noch - die Martinsgans, knusprig gebraten und mit Äpfeln, Rosinen und Kastanien gefüllt. Die "alternative Martinsgans", der Düppekuchen, zu Hochdeutsch "Topfkuchen" ist eine Mahlzeit, die in einem Bräter aus Kartoffeln hergestellt wird. Der volkstümliche Brauch der Martinsgans, die man vielerorts
zum Martinsfest verzehrt, basiert auf dem Martinstag als Hauptzinstag:
Am Martinstag begann das neue Wirtschaftsjahr des Bauern, an das Gesinde
wurde die Löhne bezahlt, Pachtverträge wurden geschlossen, Steuern
abgeführt, Knechte und Mägde konnten, wie an Lichtmess, den Dienstherrn
wechseln. Zu Martini wurde das Vieh geschlachtet, das aus Kostengründen
nicht den ganzen Winter hindurch gefüttert werden konnte: dazu gehörten
die Gänse; so ergab sich der Brauch, am Martinstag, vor dem großen
Fasten im Advent, Gänsebraten zu essen. Die Gans war auch eine bevorzugte
Zinsbeigabe an den Grundherrn, Tribute waren oft bezahlbar in Form von
Gänsen. Später erzählte man Legenden, in denen Martin mit
Gänsen in Verbindung gebracht wurde. (Quelle)
MartinsfeuerAußerdem beginnt am heutigen Tag die Karneval- bzw. Fasching-Saison... Martinsliedziehn wir mit Laternen aus in den Garten hinterm Haus. Und im Auf- und Niederwallen lassen wir das Lied erschallen: Laterne, Laterne, Sonne, Mond und Sterne. Plötzlich aus dem Wolkentor, kommt der gute Mond hervor,
Ei, nun gehen wir nach Haus, blasen die Laternen aus,
Bauernregeln zum MartinstagWenn um Martini viel Nebel sind, so wird der Winter meist gelind. Ist um Martini der Baum schon kahl, macht der Winter keine Qual. Wenn` s Laub nicht vor Martini fällt, kommt eine große Winterkält. Ist die Martinsgans am Brustbein braun, wird man mehr Schnee als Kälte schaun. Ist sie aber weiß, kommt weniger Schnee und Eis. St. Martin trüb, macht den Winter lieb, ist er aber hell, macht er Eis gar schnell. Ist es an Martini trüb, wird der Winter gar nicht lieb. Sankt Martin ist ein harter Mann für den, der nicht bezahlen kann. |
Buch- und CD-Tipps zum Martinstag:
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siehe auch: Weihnachtsbücher
