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Beales, Peter Rosen, meine Leidenschaft Ulmer Stuttgart 2004Wunderschön auf Hochglanzpapier mit herrlichen Fotos einzelner Rosen, aber auch Fotos von Rosen im Beet mit ihren Begleitpflanzen. Peter Beales der große englische Rosenzüchter, legt in dieses Buch alles, was er in einem halben Jahrhundert an Wissen und Erfahrung gesammelt hat. und stellt - nach einem kurzen "Lebenslauf" (in dem er schildert, wie er Rosenfreak wurde) seine Favoriten der Wildrosen und der einzelnen Rosenklassen vor - sehr persönlich, sehr ausführlich, jeweils zwischen 10 bis 30 Rosen vor. Dabei zeigt er auch, wie die jeweilige Rose entweder als Solitärpflanze oder harmonisch mit anderen Blumen kombiniert im Garten am schönsten zur Geltung kommt. Und natürlich hab ich auch noch etliches für meine Hagebuttenseite auf meiner Homepage notiert, denn Beales zählt sich zu jenen, "die Hagebutten zu den lohnendsten Attraktionen der Rosen zählen". Es folgt ein tabellarischer Anhang mit 495 Rosenporträts, jeweils mit ihren charakteristischen Eigenschaften und Foto. Natürlich sind seine Erfahrungen im englischen Klima gemacht, aber er weist auch darauf hin, daß diese oder jene Rose im kontentinalen Klima Winterschutz braucht usw... Das Buch ist eine gute Entscheidungshilfe bei der Rosenauswahl auch für Anfänger (jedenfalls eine bessere als das Rosenhandbuch aus dem Kosmos Verlag!!) und ein wunderbares Schmökerbuch für Rosenfreaks - ein "Must-have-book"!! |
Keil, Gisela / Jürgen Becker 365 Tage Rosenglück DVA München 2004Ein dickes, schweres (dadurch leider etwas unhandliches) Buch mit Anschauungsmaterial für alle Tage des Jahres, das Rosenliebhaber mit wundervollen Blüten- und Hagebuttenaufnahmen, aber auch Gartensituationen (von Jürgen Becker) und mit einer Fülle von meist tages- bzw. monatsaktuellen nützlichen Anregungen und Hinweisen verwöhnt. Auf den ersten Blick mehr ein Schmökerbuch", ein Augenschmaus, findet der Rosenliebhaber doch viele Informationen rund um seine Lieblingsblume - zu den Rosenklassen, Pflege, Schnitt und Überwinterung und Verwendung. Es macht auf jeden Fall Appetit auf noch mehr Rosen im eigenen Garten!. Alle Rosenfotos sind mit dem Namen und einer Kurzbeschreibung versehen. Freier Platz bietet die Gelegenheit, Erinnerungen an besondere Tage festzuhalten und das Buch so zum ganz persönlichen Begleiter durch das Rosenjahr machen. Eine gute Geschenkidee für alle, die sich an Rosen nicht satt sehen können. |
Quest-Ritson, Charles u. Brigid Rosen Übers. v. Susanne Bonn Dorling Kindersley 2004Herausgegeben wurde der- durchaus als Prachtband zu bezeichnende dicke Wälzer - von der Royal Horticultural Society, einer der renommiertesten Gartenbaugesellschaften der Welt.In der Einleitung erzählt Quest-Ritson kurz die Geschichte der Rose, dann folgt der Teil Rosen von A-Z (fast 2000, immer mit Foto, informative Kurzbeschreibungen, Winterhärtezonen sind angegeben)). Die Rosen sind wohl - stichprobenartig überprüft -nach deutschen Handelsnamen sortiert, was die Handhabung erleichtert. Die Auswahl ist wie immer nicht vollständig - Liebhaber Alter Rosen werden etliche Sorten vermissen. Farblich hervorgehoben sind die Texte zu Rosen, die einen oder mehrere Sports hervorgebracht haben (das habe ich bisher noch in keinem Rosenbuch gesehen) und alphabetisch eingeordnet sind Geschichten um die Entstehung einiger Rosen, zu bekannten Rosenzüchtern und über Rosengärten in aller Welt. Dadurch ist das dicke Buch nicht nur streng ein Lexikon, sondern lädt auch ein, mal diesen oder jenen Artikel zu lesen. Dann folgt ein Kapitel zur Kultur der Rose, Glossar, ein Register der Arten, Rosengesellschaften in aller Welt, Bezugsquellen, Rosen im Internet, allgemeines Register. |
Atkins, Rosie (Hrsg.) Lieblingspflanzen 240 S. m. 215 farb. Abb. Callwey 2004Eine faszinierende und einzigartige Sammlung an Pflanzenporträts bietet dieses Buch, das eine Auswahl der in der Zeitschrift "Garden Illustrated" seit 1993 erschienen "Plant-Profiles" präsentiert. Renommierte Experten und weltbekannte Gartendesigner stellen ihre "Lieblingspflanzen" vor. Beth Chatto (Frittilaria und Sedum), Joe Scraman (Primula), Martyn Rix /Corydalis), Noel Kingsbury (Geranium und Monarda), Brain Matthew (Galanthus und Cyclamen), John Vanderplank (Passiflora), Charles Nelson (Arisaema) und andere vermitteln ihr spezielles, fundiertes Wissen.Zur Gliederung: es geht von den Frühblühern über spektakuläre Blickfänge ("Hingucker“), zarte Sommerpflanzen (" Sonnenanbeter - Lilien"), "Überlebenskünstlern, die auch dem harten Winter trotzen" (dazu gehören die Schneeglöckchen) bis hin zu Kuriositäten (z. B. Passifloren). Hervorragende, detailreiche Fotos unterstreichen die Artikel. Im Anhang erfährt man Bezugsadressen zu den vorgestellten Pflanzen, Kurzporträts stellen die Autoren vor, Schaugärten werden mit Adresse angegeben und das Register hilft, sich schnell zu orientieren. Dieses Buch gehört in die Bibliothek der Gartenfreaks, die zu bestimmten Pflanzen eine intensive Beziehung haben und deshalb gern alles über besondere Details erfahren möchten und an solche wie mich, die gern die Zeitschrift lesen würden, aber nicht genug englisch können und so endlich die vielgerühmten Pflanzenporträts lesen können. |
Waechter, Dorothee / Elke Borkowski Zauberhafte Cottage- und Landhausgärten Der Traum vom Leben auf dem Lande - Ideen und Tipps für die Gsetaltung, Dekoration und Pflege 160 S. Becker-Joest-Volk 2004Ein wunderschönes Schmöker- und Praxisbuch mit herrlichen Gartenszenen im Bild, fotografiert von der renommierten Gartenfotografin Elke Borkowski. Dorothee Waechter, von vielen Büchern her bekannt, schrieb die praxisorientierten Texte und zeigt, wie man Schritt für Schritt einen zauberhaft gestalteten Cottagegarten (Landhausgarten) anlegt. Sie schlägt bezaubernde Pflanzkombinationen vor, die leicht auf den eigenen Garten übertragen werden können und bringt auch Anregungen, wie man die Pflanzen für Arrangements und Dekorationen verwenden kann. Die Kapitelüberschriften sprechen für sich: Das Spiel mit dem Stil / Die Pflanzen: schön und nützlich / Das Jahr im ländlichen Garten/ Gärtnern im ländlichen Garten. Im Anhang Verzeichnis von Gärtnereien, Literaturangaben, Index (Sachbegriffe, lateinische und deutsche Pflanzennamen) und Gartenliste (leider ohne Adressen der davon öffentlich zugänglichen Gärten). Für alle Fans des Landhausstils eine Bereicherung. |
Orel, Christine Der neue Blumen- und Staudengarten 144 S. m. 110 Farbf. Ulmer Stuttgart 2004Christine Orel, freie Garten- und Landschaftsarchitektin (BDLA /Perenne) ist Gartenpraxis-Lesern bekannt durch ihre dort erschienen Artikel. Ihre Pflanzungen waren auf grossen Gartenschauen zu sehen (z. B. BUGA Potsdam 2001, IGA Rostock 2003). In diesem Buch stellt sie - von Marion Nickig`s wunderbaren Bildern unterstützt - eigene Planungen für öffentliche, private Gärten vor. Es ist ein "Versuch, meine subjektiven Empfindungen und Erfahrung inv erschiedenen Facetten einzufangen" Ihre Pflanzenkompositionen stellt sie ganz auf die ästhetischen, poetischen Aspekte ein, dabei fordert sie auf zum kreativen, teils unkoventionellen Umgang mit Stauden und Sommerblumen (die sie immer wieder einbaut in Staudenbeete). "Muß ein Beet immer freundlich, harmonisch und angenehm aussehen? Kann es nicht durch nahezu abweisende Pflanzenkombinationen ebenso künstlerischen Anspruch erheben... Haben Sie den Mut, aus nur wenigen Elementen eine Pflanzung zu kreieren. Das ist oft weitaus befiedigender als eine Sammlung vieler unterschiedlicher Stauden und Sommerblumen anzulegen". Aufgeteilt hat sie es thematisch in Pflanzen - die schönsten Sortimente (z. B. Funkien, Wolfsmilch, Phlox, Sedum, Allium, Gräser, Zinnien) / Farben - Harmonie, Disharmonie und andere Farbspiele (z. B. Lila-lachs, die neue Farbharmonie) /, Charaktere - die Sprache der Pflanzen (u. a. elegant, heiter, skurril, naturhaft, spröde, feurig, impressionistisch) / Rhythmen und Räume -vom Sehen und Übersehen (z. B. Chef im Beet, innig verwoben) / Zeiten - vom Werden und Vergehen (u. a. Zeit des Treibens, Langer Herbst, Zeit des Sterbens). Im Anhang erfährt man "mehr über die Gärtner und Gärten",gibt es eine kleine Literaturliste und die Rubrik: "Was gibt es wo" sowie ein Register. Das Buch gehört für Gartenfreaks zu den "Must-have-books" |
Lennox-Boyd, Arabella / Caroline Clifton-Mogg / Andrew Lawson Garten-Design 216 S. Delius Klasing 2004"Ich hatte das Glück, Gärten in aller Welt und in den unterschiedlichsten Landschaften verwirklichen zu dürfen - von Großbritannien bis Nord- und Südamerika, von den heißen Zonen der Tropen und dem Mittelmeerraum bis zu den kalten Regionen Kanadas" - und von den über 300 von ihr geschaffenen Gärten stellt sie ein Kaladeiskop unterschiedlicher Gartenanlagen in diesem Buch vor. Kein Gartenprojekt gleicht dem anderen, jeder Garten ist individuell, hat seinen ganz eigenen Charakter, seine Entstehungsgeschichte, wie auch ihr eigener Garten. "...denn hier mischt sich englische Tradition mit meinem italienischen Erbe und die dadurch geprägten Vorlieben.“ Den ersten Teil des Buches widmet die gebürtige Italienerin, jetzt in England lebende, inzwischen bekannte Gartengestalterin Arabella Lennox-Boyd ihrer Gartenphilosophie und die Grundsätze der Gartengestaltung, erklärt, wie ein stimmiges Planungskonzept entsteht, wie Mauern, Hecken und Pergolen äussere und innere Begrenzungen schaffen, Bäume, Terrassen und Wasserstücke zur Akzentuierung und als Anziehungspunkte, Wege und Treppen zur Strukturgebung dienen können. Darüber hinaus stellt die exzellente Pflanzenkennerin Pflanzen vor, um das Gerüst der Gestaltung auszufüllen. Der zweite Teil des Buches befasst sich ausführlich mit der breiten Palette unterschiedlichster Gartenformen, die von schwungvoll gestalteten „Romantischen Gärten“ bis zu skizzenhaften Andeutungen minimalistischer Dachgärten reicht. |
Heugel, Ines / Christian Sarramon Gartennostalgie Gefäße und Gitter / Gartenmöbel / Accessoires / Figuren und Objekte Christian 2004Ob Gefäße oder Kletterhilfen für Pflanzen, stilvolles Gartenmobiliar oder liebenswerter Trödel, praktische Utensilien oder Kitsch – Gießkannen, Zink-Wannen, Töpfe, Skulpturen, Möbel, Steine,alte Eisengitter - die Autorin stellt die Geschichte um all die wunderbaren Dinge vor, die unsere Gärten auf individuelle Weise schmücken können und mit Glück noch auf Flohmärkten ergattert werden können, vor. Sie beschreibt die verschiedenen Materialien und Techniken, mit denen sie hergestellt wurden, gibt Ratschläge zur Restaurierung der Schätze und zeigt die Originalmodelle, wie sie damals in Katalogen – im Detail. Der Fotograf hat über Jahre hinweg nostalgisch geschmückte Gärten fotografiert und seine schönsten Aufnahmen für dieses Buch ausgewählt. Im Anhang nützliche Adressen zum Bezug von Gartenelementen, historischen Bauelemente und von Flohmärkten. Ein herrliches Buch! |
Lord, Tony / Andrew Lawson Enzyklopädie der Pflanzenkombinationen 416 S. Knaur 200Diese Enzyklopädie (es ist wahrlich eine) der Pflanzenkombinationen zeigt mit beeindruckenden Fotos über 4000 Beispiele für traditionelle, aber auch innovative Pflanzen-Kombinationen im Garten. Alle verwendeten Pflanzen sind mit ihren Ansprüchen (aber Achtung: englische Verhältnisse!) und Kombinationsmöglichkeiten ausführlich vorgestellt. Ein Muß für jeden, der Anregungen für die Gestaltung seiner Beete sucht oder mit den jetzigen Pflanzungen nicht zufrieden ist. |
Lancaster, Roy Was pflanze ich wo? m. zahlr. Farbfotos Dorling Kindersley 2004Selbst die schönste Pflanze kann am falschen Standort nicht gedeihen. Dieser Ratgeber hilft bei der Auswahl der geeigneten Garten- und Zimmerpflanzen - je nach Lichtverhältnissen, Bodenbeschaffenheit, Windlagen und Gartenstil - insgesmt über 1800 Pflanzen werden vorgestellt. Ob Pflanzen für besondere Zwecke wie Grenzmarkierungen und Schnittblumen oder für spezielle Orte wie Hauswand, Fensterbänke oder kleine Rasenflächen - mit Hilfe der praktischen Ratschläge trifft man immer die richtige Entscheidung auch für besondere Problemstandorte und die alltägliche Pflanzenpflege. Ein wertvolles Buch - diese jetzt preiswerte Neuauflage des ursprünglich bei Dumont erschienenen Werkes "Wo pflanze ich was"! |
Scherf, Dr. Gertrud Pflanzengeheimnisse aus alter Zeit BLV München 2004In gleicher liebevoll gestalteter Aufmachung ein zweites Buch der Autorin. Diesmal geht es in der Einführung um die Entwicklung unserer Gartenkultur - dabei entführt sie uns von den Hängenden Gärten des Königs Nebukadnezar II. vor allem in die Kloster- und Bauerngärten zu Zeiten der Hildegard von Bingen oder Ludwig des XIV, aber auch in barocke Schlossgärten, bürgerliche Stadtgärten bis hin zu in die neuzeitlichen Nutzgärten. Richtig spannend liest sich die Geschichte der Klostermedizin und der Kräuterbücher der Renaissance... Der Haupteil beschäftigt sich, wie im ersten Buch, ausgiebig mit Kulturgeschichte, Mythologie und Brauchtum von diesmal 100 heimischen, mediterranen und orientalischen Pflanzen, eingeteilt in Zier- und Symbolpflanzen, Arznei- und Gewürzpflanen, Gemüse, Obst und in Wasch- und Färbepflanzen. Zu jedem Porträt gehören ein botanischer Steckbrief und eine Rubrik "Im Hausgarten" mit Informationen zum Anbau im eigenen Garten. Wieder eine Fülle von Informationen mit unzähligen Details um altes Pflanzenwissen... und kaum eine Wiederholung. Auch dieses Buch verdient einen Preis und sollte im Bücherschrank eines jeden Pflanzen- und Gartenfreaks stehen! |
Hirscher, Petra Heilen und kochen mit Hildegard von Bingen Naturheilkunde aus dem Kloster Knaur 2004Vorwort von Altabt Odilo Lechner OSB.Dieses ästhetische Heilkundebuch entführt in die Welt der großen Mystikerin Hildegard von Bingen. Wir ihr Heilwissen auch heute noch helfen kann, stellt dieser Band übersichtlich geordnet dar. Nach einer Einführung in das Leben und Werke der Hildegard von Bingen geht es um ihr Heilwissen, ihre Ratschläge zum Entgiften und Heilfasten, die wichtigsten Heilpflanzen von A-Z (immer mit Originalzitaten und botanischen Zeichnungen aus ihrer Zeit). Anschließend folgt der Teil: Krankheiten von A-Z, Rezepte für ein gesundes Leben und die Kräfte von Edelsteinen und Metallen, im Anhang Sachregister und Rezeptregister. Die liebevolle Gestaltung von Karin Niedermeier muß erwähnt werden (aber auch, daß die Zahlen und Buchstaben, die zur Unterteilung und besseren Übersicht dienen sollen, leider wohl etwas verrutscht sind, was etwas irritiert, aber die Leselust nicht mindert). |
Paus, Susanne / Hans Glader Blühende Paradiese Niederrheinische Gärten öffnen ihre Pforten 144 S. m. 270 Fotos, Übersichtskarte Wohlfarth & Mercator 200Was im vorletzten Jahrhundert in England begann, wurde bald auch in den Niederlanden immer beliebter und hält seit einigen Jahren auch Einzug in Deutschland – Besuche in den schönen Gärten anderer - die Aktion "offene Pforte" und inzwischen gibt es ja etliche Bücher dazu. Dieses Buch beschränkt sich auf eine Region und kann deshalb einzelne Gärten umfassender - und vor allem mit brillanten Fotos - darstellen. Es sind zwar auch öffentliche Dokumente der Gartengeschichte und der Gartenkunst vertreten - das Kloster Kamp ("ein Sanssouci am Niederrhein"), die Wasserburg Anholt ("fürstliche Gartenkunst") und die "begehbare Gartengeschichte" des holländischen Kasteel Middachten; der Schwerpunkt liegt aber auf Privatgärten, die ihr Gartentor für Besucher öffnen: ländliche, kunstvolle, exotische und verwunschene Gärten und außergewöhnliche Gärtnereien. "Die heimischen Gärten müssen sich längst nicht mehr hinter den englischen verstecken" schreibt Susanne Praus und stellt Bepflanzung und Gestaltungselemente der privaten Gärten entlang der "grünen Grenze" zwischen Kamp-Lintfort und Arnheim mit ebenso fundierten wie kurzweiligen Texten vor. Susanne Paus weiß, worüber sie schreibt. Die 42-Jährige ist nicht nur studierte und promovierte Diplom-Biologin, sondern seit Jahren als Reiseleiterin auf Gartenreisen tätig. Und das Wichtigste: Die Bocholterin ist selber leidenschaftliche Gartenbesitzerin. Sie schildert u. a. die Gärten Krautwig in Xanten, Schlatt in Bocholt, Stenkamp in Hamminkeln-Loikum, Küper in Mussum, den "Engelse Tuin" im niederländischen Beek. Bei der Vorstellung des Garten der van Huets in Sonsbeck findet man ein Zitat von Georges Bernanos:"Seine Freude in der Freude des anderen zu finden, das ist das Geheimnis des Glücks"... wie wahr! Die grünen Oasen können erst einmal bequem im heimischen Sessel „besichtigt" werden; doch sie machen (sicherlich nicht nur niederrheinischen Gartenfreunden) Lust darauf, sie möglichst bald selbst kennenzulernen. Kennt man einige davon, "schwelgt" man Erinnerung... Ich kann diesen repräsentativen Fotoband, der ein Fest für die Sinne, informativer Gartenreiseführer (mit Übersichtskarte, Öffnungszeiten und Anfahrtswegen) und "Appetitanreger" für Gartenfreunde, die daraus Anregungen für ihre eigene Gartengestaltung gewinnen können ist, deshalb "für viele Zwecke" empfehlen.... |
Caplin, Adam / Marianne Majerus TopfKult Callwey 2004Im Gegensatz zu vielen anderen Büchern über Topfpflanzen steht in diesem Buch das Design der Pflanzgefäße sowie die Gesamtgestaltung Pflanze und Topf im Vordergrund. Der rennomierte Gartengestalter Adam Caplin (Eigentümer eines Gartengroßhandels und eines Geschäftes in London, das auf Pflanzenarrangements in Kübeln spezialisiert ist) zeigt darin in über 200 Beispielen die ganze Palette der Gefäße, moderne und stilvolle Formen und Materialien: vom kühlen, zeitlosen Metall bis zur warmen Terrakotta Italiens, von strengen Formen zu geschwungenen Silhouetten. Zu sehen sind phantasievolle Kombinationen von Pflanzen, Formen, Farben und Stilen, die den saisonalen Bedingungen ebenso Rechnung getragen wie den besonderen Anforderungen verschiedener Standorte: schattig oder sonnig, zugig oder geschützt – für jede Lage. Nützliche Adressen von Anbietern von Pflanzen und - gefäßten sowei ein kumuliertes Sach - Pflanzenregister ergänzen das Buch. |
Heistinger, Andrea (Hrsg. ) Handbuch Samengärtnerei Sorten erhalten. Vielfalt vermehren. Gemüse genießen unter Mitarbeit der Vereine Arche Noah, Pro Specie Rara, Dreschflegel und Erhaltung der Nutzpflanzen-Vielfalt (VEN) 300 S. m. zahlr. Fotos u. Zeichn. Löwenzahnverlag Innsbruck 2004Es gibt sie noch, die guten alten Gemüsesorten - sag ich mal in Abwandlung eines bekannten Werbeslogans. Eines der letzten Bücher zum Gemüse-Samenanbau auf dem deutschen Markt erschien 1946 (Karl Reichel, Der Gemüseanabau im landwirtschaftlichen Betrieb) - danach war das Thema für den Buchmarkt uninteressant, das Spezialwissen weniger Züchter wurde nicht einfach in Büchern "preisgegeben". Die restriktiven Bestimmungen der Saatgutgesetze haben zum Verschwinden der Sortenvielfalt beigetragen. Die mitwirkenden Vereine, die alle das gleiche Ziel haben, nämlich die Sortenvielfalt zu erhalten, legen hier "das Handbuch" für den eigenen Gemüse-Samenanbau - auch fast ausgestorbener Sorten - vor! Übersichtlich und leicht nachvollziehbar veranschaulichen die GärtnerInnen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, wie man vom eigenen Gemüse nicht nur die Früchte, sondern auch Samen für das nächste Jahr ernten kann. Dabei werden u.a. folgende Fragen beantwortet: Wie lange dauert es, Gemüse zu vermehren? Was braucht man dazu? Wie können Lieblingssorten erhalten / vermehrt werden? Was kann jede/r Einzelne zur Sortenvielfalt beitragen? Nach einem - untertrieben genannnten - "kleinen 1x1 des Gemüsesamenbaus" (es umfaßt immerhin 51 Seiten!), das als Einführung Wisssenswertes über Vermehrung allgemein bringt, gibt es zu jeder Gemüsekultur ein eigenes Kapitel. Die Gemüse sind dabei nach ihrer botanischen Zugehörigkeit zusammengefaßt und diese alphabetisch geordnet (von Baldriangewächsen über Fuchsschwanzgewächse, Lippenblütler, Nachtschattengewächse über Süßgräser bis hin zu den Zwiebelgewächsen). Das einheitliche Schema für die Kapitel: einleitend die "Zutaten", die man braucht, dann Beschreibung, Bestäubungsbiologie, Samenbau und Samenernte, Sortenmerkmale, Auslesekriterien, Pflanzenkrankheiten und -schädlinge, Kultur- und Züchtungsgeschichte. Bei einigen Pflanzen darüber hinaus Geschichten ("Jedes Böhnchen ein Tönchen?", Wie der gute Heinrich zu seinem Namen kan", "Die Knoblauchesser von Wien"...) oder Rezepte. Im Anhang Adressen der Bezugsquellen für Saatgut und gärtnerisches Zubehör, Organisationen und Schaugärten (europaweit und USA) , ein Literaturverzeichnis, Vorstellung der Herausgeber sowie ein Glossar wichtiger Begriffe. Der Index läßt keinen Wunsch offen - kumuliert findet man hier die Pflanzen sowohl mit ihren lateinischen als auch botanischen Namen wie auch Sachwörter. Damit nicht genug: als Beilage gibt es noch ein großes zweiseitiges Poster: "Samengärtnerei: was, wann, wie", das das Wichtigste zur Vermehrung aller Gemüsearten noch einmal zusammengefaßt übersichtlich darstellt. Die hervorragenden Fotos (der Pflanzen und auch der Samen!) von Markus Zuber und sehr anschaulichen Zeichnungen von Stefan Emmelmann zeigen die Formen- und Farbenvielfalt der behandelten Gemüsesorten, das Layout ist hervorragend gelungen, der Preis ist angemessen - kurz: sehr zu empfehlen für alle, denen gesundes, schmackhaftes und nahrhaftes Gemüse ein Anliegen ist, aber auch als "Warenkunde" für den Gemüsekäufer. |
Himmelhuber, Peter Das Wassergarten-Baubuch 176 S. 295 farb. Abb. m. 19 Plänen, Skizzen und Tabellen Callwey 2004Der als Fachmann bekannte Autor vermittelt umfassend das Wissen zum Bau einer Wasseranlage im Garten vermittelt - von Brunnen und Zisternen, Kaskaden, Sprudelbecken und Springbrunnen, Biotope und Schwimmteiche, Badebecken, Kneippanlagen bis hin zu Bachläufen. Alle wichtigen Phasen für die Anlage, die Bepflanzung und die Pflege werden anschaulich in Schritt-für-Schritt Anleitungen dokumentiert. - unterstützt von Pflanz- und Materialtabellen.Die Pflanzentabellen enthalten Hinweise zur Wuchshöhe, Blütezeit und Blütenfarbe. Ein Kapitel widmet sich auch den Tieren im und am Teich. Dabei findet sowohl der Profi als auch der Hobby-Gärtner nützliche Informationen. Im Anhang Bezugsquellen sowohl für Materialien, Pflanzen als auch Fischen und wetierführende Literaturhinweise. Die aufwendige und schöne Aufmachung rechtfertigt den Preis. |
Hücking, Renate / Hielscher, Kej u. Hans Oasen der Sehnsucht. Von Gärten im Verborgenen Piper 2004Kein Roman, aber trotzdem sehr unterhaltsam zu lesen ...Jeff Goundrill, der Vollzugsbeamte in Leyhill mit dem grünen Daumen, dessen "Zöglinge" in Chelsea Preise gewannen (der Vorfall wurde verfilmt: "Greenfingers") und die inzwischen erfolgreich ein Gartencenter betreiben, regten die Autoren zu diesem Buch an. Porträtiert werden acht Menschen, die aus verschiedensten Gründen solche Gärten "hinter Mauern" - ob freiwillig oder dazu verurteilt - kultiviert haben. Der politisch gefangene Neslon Mandela und seine Gärten in der jahrelangen Gefangenschaft als auch in der Freiheit später, Korbinian Aigner (Der "Apfelpfarrer") und seine Apfelzucht im KZ Dachau, Albert Speer, der Kriegsverbrecher, der sich als Landschaftsarchitekt die Zeit hinter den Mauern vertrieb sind die zeitlich jüngsten Beispiele für "Gärten hinter Mauern" oder "Oasen der Sehnsucht". Der Hortulus des Walahfrid Strabo, Mönch auf der Reichenau, ist das älteste Beispiel; er allerdings lebte freiwillig hinter Mauern - Klostermauern nämlich. Außerdem wird erzählt von William Beckford, dem exzentrischen Millonär - "Kalif von Fronthill Abbey", von der Sommerfrische des "göttlichen" Kaisers Kangxi, dem Rosengarten des Sultan Süleiman, der Prächtige. Gärtnern - unbewußt vielleicht, aber auch gewollt, als Akt des Widerstands und einer Überlebensstrategie. Für jedes Kapitel findet man ausführliche Literaturangaben zum Weiterlesen - denn plötzlich interessiert man sich für das Leben dieser Menschen, möchte mehr über sie erfahren. |
GartenJournal (Garten-Journal) 144 S. m 100 Farbfotos u. Ill., 6 Trennblättern mit Einstecktasche, Spiralbindung mit textilem Rücken, elastisches Verschlussband Busse + Seewald 2004Eine prachtvolle Ausstattung zeichnen dieses als Tagebuch gedachte Buch aus - mit seinen prächtigen Pflanzenfotos und zauberhaften Illustrationen bieten es doch noch viel Platz für Notizen. Praktisch die Einstecktüten, in denen Samen gesammelt werden können oder die Ausgabenbelege - oder Zeitungsausschnitte - da gibt es viele Möglichkeiten. |
Colette Colettes literarischer Garten hrsg. v. Waltrud Kappeler m. vierfarb. Ill. Edition Ebersbach 20041947 schlug ein Schweizer Verleger Colette vor, ihr regelmäßig einen Strauß Blumen zu schicken. Im Gegenzug sollte Colette ein "Porträt" der einen oder anderen Blume anfertigen. Das Resultat ist eine kleine Sammlung, Colettes literarische Verbeugung vor Rosen, Lilien, Maiglöckchen, Hyazinthen und vielen anderen Blumen, die 1948 unter dem Titel "Pour un herbier" (für das Herbarium) erschien, in deutsch dann 1959 unter dem Titel: "Zwiesprache mit Blumen". Lange Zeit vergriffen, erscheint dieser literarische Schatz in besonderer bibliophiler Aufmachung - ein Blumenstrauß zum 50. Todestag von Colette (3.8.2004) |
Connolly, Shane Blumensprache Liebe, Lust & Leidenschaft m. zahlr. Farbfotos Callwey 200460 wunderschöne Arrangements von Shane Conolly, der zu einer neuen Generation von Floristen gehört, die besonders natürlich und unkompliziert gestaltet. Seine Sträuße begleiten "durch die Blume" ein Menschleben - von der Vorfreude, Geburt & Anfang über Unschuld, Schlichtheit & Jugend, Liebe, Sehnsucht & Verlangen bis hin zum Gedenken, Bedauern & Abschied. Die einzigartigen Fotografien werden von aufschlussreichen kulturgeschichtlichen Texten begleitet, die darüber aufklären, in welchen Mythen und Märchen diese Blumen eine Schlüsselrolle spielten, welche psychologischen Bedeutungen sich dahinter verbergen und natürlich, was sie in der Blumensprache aussagen. Im Anhang noch einmal eine große Liste: "Blumen und ihre Bedeutung sowie Bedeutungen in der Blumensprache - von A-Z" sowie Literaturliste. Nicht nur Floristen sollten sich von diesem poetischen prächtigen Bild- und Textband verzaubern lassen. Der Leser (die Leserin) wird den nächsten Blumenstrauß mit Sicherheit noch größerer Aufmerksamkeit widmen oder ein Geschenk ganz anders zu würdigen wissen. |
Bode, Dietrich (Hrsg.) Blumen, Gärten, Landschaften 180 S. Reclam Ditzingen 2004"Wort und Bild sind Korrelate, die sich immerfort suchen ...“ im Einklang mit Johann Wolfgang Goethe`s Worten treten in diesem wun-derschönen, hochwertigen Bildband zum Schwelgen und Verschenken Blumen, Gärten, Landschaften, Malerei und Dichtung in Wechselwirkung. Auf jeder Doppelseite stehen ein oder mehrere Gedichte einem Kunstbild gegenüber. Das Spektrum umfasst über 500 Jahre und reicht in der Malerei von Martin Schongauer und Dürer bis hin zu Klee und Max Ernst, in der Dichtung von Hans Sachs über Goethe, Eichendorff und Brecht bis zu Celan und Sarah Kirsch. Zunächst begegnet man einzelnen Blumen, dann öffnen sie sich den Gärten und schließlich den Landschaften. Durch das Register läßt es sich auch gezielt erschließen. |
Berg-Ehlers, Luise Die Gärten der Virginia Woolf 232 S. m. zahlr. Abb. Nicolai'Sche Verlagsbuchhandlung 2004Dieses faszinierend zu lesende Buch ist ein ungewöhnlicher Zugang zu der großen englischen Schriftstellerin "Auf Rosen gebettet" war sie sicher nicht, die Schriftstellerin Virginia Woolf (1882-1941), Mitglied des Bloomsbury-Kreises, die an Depressionen litt und die durch ihren tragischen Selbstmord ihr Leben beeendete. Und doch ziehen Blumen, Gärten, Parksund Friedhöfe eine "Flora- Spur" durch ihr Leben und Werk, der die Autorin Luise Berg-Ehlers nachgegangen ist. "Es gibt viele Bilder von Virginia, wo sie sitzend auf Parkbänken oder plaudernd mit Freunden in verschiedenen Gärten zu sehen ist, aber es ist keines bekannt, das Virginia mit Gärtnerschürze, Handschuhen und Rosenschere zeigt. Virginia Woolf liebte Gärten, aber sie war keine Gärtnerin" berichtet die Verfasserin. "Die Gärten der Virginia Woolf" die in den Werken und im Leben der Schriftstellerin Woolf eine Rolle spielten, findet man in London, Kent, Sussex und Cornwall. Der berühmte Garten in Sissinghurst wird natürlich auch erwähnt, denn zwischen ihr und ihrer Geliebten (!) Vita Sackville-West (Sissinghurst-Garten!) wurde das Naturerleben "zur verbindenden - und letztendlich doch trennenden Leidenschaft". Neben Original-Passagen aus Woolfs Werk enthält der Band aktuelle und historische Fotos; die Beschreibung der Gärten zum heutigen Zeitpunkt schlägt einen interessanten Bogen in die Gegenwart, der (mal wieder!) richtig Lust auf einen Englandbesuch macht. |
Meuth, Martina / Bernd Neuner-Duttenhofer Unser Leben auf dem Apfelgut Blessing 2003Es ist richtig spannend zu lesen, wie die beiden aus ihren Kochsendungen bekannten Autoren in einem alten ererbten Gut sich einrichten, dort Kochkurse geben, eine Apfelplantage und ein "kleines Lädle" betreiben, in dem sie ihre Produkte verkaufen und etliche Kochbücher schreiben. Das Buch mit seinen fröhlich-witzigen, aber seriös geschrieben Schilderungen des Alltagslebens ist eine Mischung aus Biographie, Schmöker, Kochbuch ((viele interessante Kräuterrezepte!) und Gartenbuch... Denn oft geht um den Garten, seine Blumen und "nutzbare" Pflanzen, vor allem aber geht um die Freude an all dem - auch wenn es sehr viel Arbeit kostet, gelegentlich Ärger macht oder Manches schief geht. Dieses Buch ist nicht nur für Hobby-Bauern, sondern auch für Köche / Köchinnen und Hobbygärtner(innen) sowie Stadtmenschen, die "aufs Land hinaus" wollen sowie natürlich für Apfelfreunde sehr lesenswert! |
Warda, Prof. Dr. Hans-Dieter / Baumschule Bruns Das große Buch der Garten- und Landschaftsgehölze 929 S. m. mehr als 2000 Farbfotos Bruns 2002Ein sowohl textlich als auch bildmäßig herausragendes Werk für Dendrologen und Landschaftsarchitekten, nicht minder wertvoll für Gehölzliebhaber, Pflanzenfreunde und Hobbygärtner. Ca. 3.000 heimische und nichtheimische Gehölzarten und -sorten (von Abelia bis Zenobia) werden hier - unterstützt von wunderbaren Fotos (auch viele Makroaufnahmen) - beschrieben mit Angaben zur Verbreitung, Anspruch, Wuchs, Größe, Blätter, Blüten, Rinde, Standort, Eigenschaften (z. B. Wintermerkmale!), Verwendung (Pflanzbeispiele). Der Autor, dem man seinen Enthusiasmus für die Gehölze sprachlich auch anmerkt, ist Vorsitzender des Förderkreises Arboretum Baumpark Ellerhoop-Thiensen e.V. und betreut das Arboretum. Wer hier nicht den passenden Baum für seinen Garten findet, dem ist vermutlich nicht mehr zu helfen...Dieses Buch wurde von der Deutschen Gartenbau Gesellschaft ausgezeichnet mit dem Prädikat: "TOP 5 der Gartenbücher". |
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