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Austin, David / Stefan Leppert Meine Rosen 304 S. m. ca. 80 meist ganzs. Farbfotos Dva 2007Austin, den man den "Rosenpapst" nennt, beschreibt hier Herkunft und Eigenschaften der Englischen Rosen und wie er daran gearbeitet hat, um sie noch vielseitiger und anpassungsfähiger als die ursprünglichen Sorten zu machen, ohne dass sie ihre Anmut und ihren Duft einbüßen. Er erläutert auch für den interessierten Laien verständlich die Vielzahl prägnanter Düfte und gibt Tipps zur Pflege, Zucht und für Arrangements (sowohl im Garten als auch in der Floristik). Er teilt seine Englischen Rosen jetzt in verschiedene Kategorien ein, die sich an der Abstammung der Züchtungen orientieren: Alte-Rose-Hybriden, Leander-Gruppe, Englische Moschus-Rosen, Englische Alba-Hybriden, Englische Kletterrosen, Englische Schnittrosen. Dann geht er auf einige frühere Englische Rosen ein, die jetzt durch bessere Sorten ersetzt worden sind und schließlich gibt es den detaillierten Rosensorten-Teil, die Rosengalerie mit ca. 80 der am meisten geschätzten und neuesten Sorten (einschließlich der Neuheiten 2005) - Beschreibung und Foto jeweils auf einer Doppelseite. Die Fotografien von Andrew Lawson und Howard Rice sind phantastisch.Bamforth, Vicky Gärtnern (Conditio Judaica) 176 S. Hoffmann & Campe 2007Das Buch kam mir bekannt vor - bis ich darauf kam: aus England hatte ich mir letztes Jahr das englische Original mitgebracht (The Garden Companion). Doch auf deutsch ist es natürlich angenehmer zu lesen. Hier sind Kuriositäten listenmäßig oder anekdotenhaft zusammengestellt, die nicht nur Gärtnerherzen erfreuen. Es ist ein Sammelsurium von Tatsachen, die man nicht unbedingt wissen muß, die aber kurzweilig zu lesen sind und aus denen man letztendlich doch neue Erkenntnisse mitnimmt. Es geht u. a. um die Blumenuhr, den Erfinder der Schubkarre, allerlei Schutzheilige, den Safran, und vieles vieles mehr. So enthüllen sich ca. 500 Geheimnisse, Mysteriöses, Sensationen, Rekorde.... Da man also das Buch auch immer wieder weglegen kann, ist ideal für die Pausen während der Gartenarbeit - in der Hängematte, auf der Baumbank oder wo auch immer. Ein ideales Geschenkbuch auch für Gartenfreunde, die schon "alles" haben! (ähnlich angelegt das Kosmos Natur-Sammelsurium)Bausch, Stefan / Edith Beckmann Holunder 93 S. m. zahlr. Farbf. Hädecke 2007Der Autor lebt in der Provence, wo er ein kleines Hotel mit Feinschmeckerlokal führt und er kocht gern mit allem, was in der Natur sprießt. Und so hat er ein ganzes Kochbuch rund um den traditionsreichen -und Holunder zusammengestellt. Er berichtet kurz über die traditionsreiche Pflanze, die früher "heiliger Hausbaum" war, ihre Mythen, ihr Vorkommen in Märchen usw. und geht dann über in den Rezeptteil. Die Blüten, die bis in den Juni gepflückt werden und einen köstlichen Duft verströmen, als auch die blauschwarzen oder roten Beeren, die Anfang Oktober reifen, lassen sich zu Köstlichem verarbeiten: Gebäck, Kuchen oder Desserts wie Sorbet, Parfait und Holunderbeersuppe. Aber auch Hauptgerichte erhalten durch die Zutat Holunder eine überraschende Note. Der kulinarische Teil wird abgerundet durch Rezepte für Saft, Blüten- und Beerensirup, Blütensekt, Gelee, Konfitüre, Kompott und Chutney. Die umfassende Warenkunde geht auf Botanik und Sorten (weißer, roter und blauschwarzer Holunder) ein, bringt Pflegetipps, Sammeltipps für Blüten und Beeren und berichtet über die Verwendung des Holunders in der Hausapotheke. Nützlich auch der Adressenteil, der auch auf "Holunderfeste" eingeht.Brinkmann, Hartmut Der mit den Rosen spricht Franckh-Kosmos 2007Dem Hörfunksender NIDR 1 Radio Niedersachen wurde als Dank für eine Vielzahl von Rosensendungen eine Rose gewidmet. Der stellvertretende Hörfunkchef Hartmut Brinkmann ist ein passionierter Rosenfreund und hat mit seinen Gartensendungen (auch in seiner persönlichen grünen Kolumne "Mit Hartmut im Garten") im Programm von NDR 1 Niedersachsen Millionen Gartenfreunde unterhalten, informiert und bei ihrer Gartenarbeit begleitet. In diesem Buch entfaltet er 111 wahre und humorvolle Geschichten und Anekdoten rund um das Thema: "Rosen führen Menschen zusammen, Rosen verbinden", von einem, wie der Autor von sich selbst sagt: "der "mit" den Rosen spricht". Hier spricht er "von" den Rosen und von "Rosenmenschen". Brinkmann erzählt viel aus seiner Tätigkeit beim Rundfunk, berichtet darüber, wie es zur Benennung der "Rundfunkrose" kam und wie er mit dieser Rose Spenden initiierte für das Europa-Rosarium-Sangerhausen. Er besitzt selbst einen Kleingarten in Hannover mit 111 Rosen (deshalb 111 Geschichten) von mehr als 70 Sorten und nimmt seit vielen Jahren an der Aktion "Offene Pforte" teil und so spielen Begegnungen, Ereignissen und Erlebnissen von den Besuchstagen ebenfalls eine Rolle. Außerdem erzählt er natürlich von seinen Lieblingsrosen - z. B. von 'Amadeus' (Kordes), die zwar nicht wie erwartet das ADR-Prädikat erhielt, aber bei ihm vollkommen gesund ist. Eine empfehlenswerte Lektüre mit vielen praktischen Rosentipps für den Hobbygärtner, die mich sehr an das Buch von Hanisch Erlebte Rose erinnert. Diese Journalisten verstehen ihr Handwerk und wissen fesselnd gleichzeitig zu informieren und zu unterhalten!Bussche, Freifrau Viktoria von dem Der Mensch, die Kunst und der Garten Kunst in der Gartengestaltung 188 Seiten m 158 Farbf. Ulmer 2007"Kunst ist die Übertragung seelischer Vorgänge in sinnliche Wahrnehmung." Diesem Gedanken des Schriftstellers Erich Mühsam schließt sich die Autorin, die Geschichte, Kunstgeschichte und Malerei studierte, an und zeigt - mit vielen weiteren Zitaten gespickt - Beispiele von Kunst im Garten. Fündig geworden ist sie in europäischen Gärten etwa in den Niederlanden oder der Toskana und natürlich in ihrem eigenen Garten, wo das alljährliche Ippenburger Gartenfestival Ziel vieler Gartenfreaks ist und in dem berühmte Künstler ihre Werke darbieten Der reich bebilderte Band beschreibt die Wirkung von Skulpturen in der Landschaft und im Garten und ermutigt zur eigenen Kreativität bei der Gestaltung mit Kunstwerken im eigenen Garten. Aus dem Inhalt: Einführung: Auch Schimpansen können malen / Kunst zwischen Kult, Kitsch und Kommerz / Was ist Kunst? / Kommt Kunst von Können? / unst zwischen Magie, Kult und Dekoration / Kunst und Spiel, Kreativität, Schmuck / Kunst und Kitsch / Die Kunst und der Garten an der Schwelle zum 3. Jahrtausend / Feste Regeln und Tabus / Minimalismus in der Gartenkunst / Natur und Kunst im Widerstreit / Das Ende der Schönheit / Poetische Orte der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft / Kunst parallel zur Natur / Träume und Rätsel.Bussche, Freifrau Viktoria von dem Bussche Meine Gartenrezepte - Inspirationen einer leidenschaftlichen Gärtnerin 160 S. m. ca. 158 Farbf. u. 10 Tab. Callwey 2007Die Autorin hat passend zum zehnjährigen Jubiläum des von ihr veranstalteten Gartenfestivals „Gartenlust und Landvergnügen“ in Ippenburg ein Buch geschrieben ", das in edles Samtrot gebunden und auf kostbarem Papier gedrucktist, versehen mit einer Banderole (die Buchhändler und Käufer allerdings zu Verzweiflung bringen dürften, denn nach mehrmaligen Einsortieren und Herausnehmen dürfte sie wohl zerrissen sein). Die Fotos von Marion Nickig, die über ein umfangreiches botanisches Wissen verfügt, sind wieder traumhaft schön. Sie fängt die Farbenpracht und Sinnlichkeit der Pflanzen fotografisch einfühlsam ein, so dass man für Augenblicke glaubt, sogar ihren Duft erschnuppern zu können. Und die abgebildeten Pflanzen sind mit ihren vollständigen lateinischen Namen bezeichnet - leider keine Selbstverständlichkeit, deshalb erwähnenswert; denn das hilft bei der Besorgung der Pflanzen für den eigenen Garten. Man erfährt einiges aus dem Leben und der Kindheit der Autorin und (meiner Meinung nach aber zu wenig) über die Entstehungsgeschichte und Entwicklung des Gartenfestivals,. Sie widmet sich mehr ihren Erinnerungen und Erfahrungen, Abneigungen ("ich finde es nicht nur exzentrisch BLüten zu essen, sondern sogar "kannabalisch"") und Vorlieben (der Jungfer im Grünen gebührt ein eigenes Kapitel) und stellt ihre teilweise unkonventionellen "Rezepte" für Beete, Gärten und einige wenige auch für Kochtopf vor. Zahlreiche Pflanzenkombinationen in ihrem Schlossgarten entstanden durch die Zusammenarbeit mit berühmten Gartendesignern aus Deutschland, Frankreich, England, Dänemark und den Niederlanden und durch die Umsetzung der innovativen und außergewöhnlichen Garten- und Pflanzpläne, die ihr seit 2000 (seitdem gibt es die Schaugartenanlagen), alljährlich unter wechselndem Motto, angeboten wurden. Einige interessante Kapitelüberschriften: Lush Pflanzen, die tanzen / Style - alles, was wuchert, wandert und windet / Grün vor Neid - die Zinnie "Envy" und ihre grünen Begleiter / Pflanzen, die ich nicht mag - oder besser: wie ich sie mögen würde / Die Blumen des Bösen" - schwarze Schönheiten / Weinraute - Gruß aus Pommern / Wenn du schwach bist, schneid ich dich -wenn du stark bist, lass ich dich! / Verdrehte Welt - Blumen zum Essen und Gemüse im Beet / "Summerpudding" - Schwarze Johannisbeeren, nicht nur der Farbe wegen. Der Anhang bietet informative Pflanzenempfehlungen zu den einzelnen Kapiteln, Bezugsquellen, einige Literaturhinweise und ein kumiliertes Pflanzen- Sachwortregister. Das Preis-Leistungsverhältnis ist bei der schönen Ausstattung angemessen...Fagner, Annabelle / Tilmann Schempp Kräuterwissen weiser Frauen 144 S. m. zahlr. historischen Abb. Thorbecke 2007Die Autoren verfolgen die Spur der Druidinnen, Hebammen, Ärztinnen, Apothekerinnen und gelehrten, kräuterkundigen Frauen, stellen sie und ihr Wissen erst kurz porträthaft vor und erläutern dann, warum einige zu "Hexen" wurden.Es folgt ein Exkurs in pharmazeutisches Grundwissen und schließlich das Pflanzen-ABC. Zu den ca. 80 Pflanzen beschreiben die Autoren dann das jeweilige Wissen der weisen Frauen (u. a. Hildegard von Bingen) zu ihrer Heilwirkung und geben jeweils auch ein Rezept - umgesetzt für die heutige Zeit - preis. Sie weisen aber auch darauf hin, welche damals vorgeschlagenen Anwendungen uns heute bedenklich erscheinen müssen. Es fehlt auch hier wieder ein Register, jedenfalls für den ersten Teil; die Pflanzen sind ja alphabetisch geordnet und leichter auffindbar.Gärtner von Eden (Hrsg.) 100 neue Traumgärten Deutschland – Österreich – Schweiz - geplant und gebaut von den Gärtnern von Eden 256 S. m. 270 Farbfotos 255 S. Callwey 2007Nach dem großen Erfolg des ersten Bandes (lt. Verlag bereits in der 4. Auflage) werden im neuen Buch der "Gärtner von Eden" 100 weitere Traumgärten vorgestellt. Auch hier vermitteln detaillierte Pläne und umfangreiches Bildmaterial lebhafte Eindrücke von Gärten, die Inspiration sein können für Gartenliebhaber, die ihr Grün neu planen oder über eine Veränderung nachdenken. Es gibt Gärten verschiedenster Größe für unterschiedlichen Geschmack und Nutzungsanspruch. Ein anregendes Buch für den professionellen Gartengestalter wie für seine Kunden.Gröne, Hermann / Klaus Kaiser Immerblühende Beete. Natürlich schöne Pflanzideen zum Nachmachen 176 S. m. 350 Farbfotos, 22 Plänen Gräfe & Unzer 2007Wer möchte nicht gern Beete, die zu jeder Jahreszeit etwas zu bieten haben? Es ist "nur" eine Frage der richtigen Zeitabstimmung und des Wissens über einige Grundgeheimnisse des Gartens (z. B. " jeder Pflanze den richtigen Ort, das Gute belassen und aus weniger Gelungenem lernen", "Vorlieben und Feinde von schönen Blühern kennen"), dann kann man sich fast pausenlos an schönen Beeten erfreuen! Das Know-How vermitteln derGartengestalter, Staudenliebhaber und leidenschaftliche Hobbyfotograf Hermann Gröne aus Leuth-Busch (dessen Garten immer wieder viele Besucher am Tag der offenen Tür oder auf Gartenreisen anlockt) und Top-Staudenkenner Klaus Kaiser (bekannt durch Artikel in der Gartenpraxis und seine Bücher über Anemonen und Clematis) jeweils mit genauer Pflanzliste und einer Planzeichnung in diesem Buch mit hervorragenden Fotos und sachkundigem Text. Beide zusammen setzen sie Karl Foerster`s Maxime "Es wird durchgeblüht" und "Ohne Gräser geht es nicht" zeitgemäß in die Praxis um. 22 "immerblühende" Beete - ob wild-romantisch oder doch etwas geordneter, großzügig in der Fläche oder eher bescheidener, aber trotzdem pflegeleicht, sortiert nach den am meisten im Garten anzutreffenden Situationen: vom Vorgarten über Rabatten für die Terrasse und entlang von Wegen bis zu schattigen Bereichen unter Gehölzen, stellen sie vor. Die Blütezeit erstreckt sich teilweise von Februar bis November. Dabei werden ausschließlich Stauden verwendet, die mehrjährig blühen und alle Vorschläge sind praxiserprobt und beruhen darauf, daß sie auch umzusetzen sind. Die Auswahl berücksichtigt dabei konsequent sowohl die Verfügbarkeit in Staudengärtnereien als auch die Bewährung in den Sichtungspflanzungen der letzten Jahre, ohne dabei auf interessante Highlights, wie Aconogonum Johanniswolke, Aster laevis Blauschleier, Aruncus sinensis Zweiweltenkind, Aster Snowflurry oder Agastache Black Adder zu verzichten. Wobei man bei der absolut getreuen Umsetzung natürlich auch an die Beschaffenheit des Geländes, die Standortbedingungen sowie an den vorhandenen Platz denken muß. Aber das Schöne ist ja - man kann varieren, hat man erst einmal die "Idee" verstanden, denn eine allgemeine Einführung vermittelt sehr übersichtlich die wichtigsten Zusammenhänge der Staudenverwendung und führt in die Begriffe Standorte, Lebensbereiche, Pflege und Gestaltung ein. Ein Blütezeitenkalender und separater Porträtteil von 350 Pflanzen (Zwiebelpflanzen, Stauden, Gräser, Farne und Gehölze) faßt noch einmal komprimiert alle wichtigen Infos zusammen; ein Literaturverzeichnis verweist auf weiterführende Bücher. Für den deutschen Gärtner sind Bücher von deutschen Autoren übrigens sinnvoller als von englischen, denn man kann sich - jedenfalls weitgehend, denn auch in Deutschland gibt es unterschiedliche Klimazonen - darauf verlassen, daß in den vorgeschlagenen Kombinationen keine nicht winterharten Pflanzen eingesetzt wurden. Sehr empfehlenswert für Anfänger als auch für Fortgeschrittene!Hauschild, Stephanie Oasen für die Sinne. Wie der Garten ins Wohnzimmer kam 112 S. m. zahlr. farb. Abb. Thorbecke 2007Bevor manche Blumen (z. B. Duftpelargonien, Kamelien, Hyazinthen, Madonnenlilie, Zitruspflanzen) auf Küchen- oder Wohnzimmertischen oder auf den Fensterbänken standen, wuchsen und blühten sie vorwiegend im Garten. So holen sie uns heute den Garten ins Haus (nicht nur ins Wohnzimmer) und erfreuen uns mit ihrem satten Grün und ihrer Blütenpracht selbst dann, wenn im Winter draußen alles trostlos und braun erscheint. Sie können aus einem kahlen Zimmer ein kleines Blumenparadies oder aus einem leeren Fenstersims ein dekoratives Schmuckelement machen. Doch wie kamen die Pflanzen eigentlich ins Wohnzimmer? Was stand auf den Fensterbank von Goethe - was steht heute darauf? Die Kunsthistorikerin und Hobbygärtnerin Stephanie Hauschild erzählt die geschichtliche und botanische Entwicklung der Zimmer- und Topfpflanzen und gibt Tipps zur richtigen Pflege für die Gegenwart. Mit den historischen Abbildungen und Fotos ist das Buch gleichzeitig Bildband, Lexikon, Schmökerlektüre und Geschichtsausflug. Leider auch hier kein Register ( es nervt, das immer wieder festzustellen!), dafür aber ein kleines weiterführendes Literaturverzeichnis.Howcroft, Heidi Geheime Gärten in Deutschland. Von der Schönheit verborgener Paradiese 176 S. m. zahlr. Farbf. Dva 2007Nach den geheimen Gärten des Südens und den verborgenen Gärten von Paris, London und Venedig wird nun endlich auch die deutsche Gartentradition in einem Bildband gewürdigt. Mit einzigartigen Fotos, die den Enthusiasmus der meist unbekannten, aber auch bekannten Garteneigentümer spürbar machen, stellt das opulente Buch 30 "geheime" Gärten vor (wobei nicht alle geheim sind; einige sind durchaus zugänglich - z. B. Weihenstephaner Staudensichtungsgarten oder der Garten des Forumsmitglieds Evi Pelzer im Rahmen der Aktion "Offene Pforte). Vom Park bis zum Bauerngarten, vom weitläufigen Landschaftsgarten bis zum Innenstadtgarten innerhalb von Mauern oder im Atrium reicht das weite Spektrum, das die Autorin aufteilt in die Kapitel: "Gärten in deutscher Tradition" ( in denen die Kombination des Nutzgartens mit individueller Zierpflanzenverwendung vorherrscht), "romantische Gärten" (die durch Rosenbepflanzung in allen Variationen an verwunschene Märchengärten erinnern), "klassische Gärten“ (mit barocken Gestaltungselementen) und moderne Gärten „Grüne Oasen“ und „Ideengärten“. Dabei schließt jede Gartenvorstellung mit einer Foto-Doppelseite, wobei das Foto natürlich sehr gut zur Geltung kommt. Nach dem ersten Staunen über diese wunderschnen Gärten lassen sich übrigens auch Ideen zum Nachmachen entdecken, wofür man aber, auch das wird auch deutlich, schon "etwas"Geld braucht. Auch hier, wie im Band Traumhafte Privatgärten in Deutschland könnte man anmerken, daß einige Regionen fehlen, in denen es sicher auch schöne Paradiese gibt. Aber die Autorin hat alle Gärten persönlich besucht, was auch an den einfühlsamen Texten zu merken ist. Vielleicht folgt ja noch ein zweiter Band - ich würde es mir wünschen. Ein - aber nur kleines - Manko: (es scheint in Mode zu kommen, sich diese Erschließung von Büchern zu er"sparen") es fehlt ein Register, das den Inhalt schnell zugänglich macht.Hücking, Renate / Kej Hilscher Süchtig nach Grün. Gärtnerinnen aus Leidenschaft 272 S. Piper 2007Renate Hücking und Kej Hielscher (selbst "süchtig nach Grün") erzählen diesmal über acht ungewöhnliche Frauen, deren Passion und Leidenschaft Pflanzen, Gärten und Parks gilt. Die Einleitung: "Die Gartenlust der Frauen" weist darauf hin, daß die beiden Autorinnen bewußt darauf verzichtet haben, "bekannte" englische Gärtnerinnen einzubeziehen, weil es darüber schon genügend Literatur gibt. Sie porträtieren in unterhaltsamer, ja spannender Erzählweise die auf Rosen versessene Kaiserin Joséphine, die Zarentochter Maria Pawlowna, die im Großherzogtum Weimar einen "Russengarten" anlegte ("Wir wollen das ganze Land zu einem Park machen"), Sophie von Herrenhausen, deren Gärten von Herrenhausen noch heute von ihr geprägt sind, die Renaissancefürstin Anna von Sachsen, die mit seltenen Blumen, Obst und Gemüse experimentierte, die beiden Chefgärtnerinnen, die den berühmten Garten von Vita Sackville-West in Sissinghurst über 20 Jahre lang pflegten, Niki de Saint Phalle, die sich mit dem Tarot-Skulpturengarten ihren Lebenstraum in Italien verwirklichte und die Schriftstellerin Elizabeth von Arnim, die selbst nur heimlich im Garten arbeiten durfte. Letztere schrieb: "Hätte Eva einen Spaten gehabt und etwas damit anfangen können, wäre die Geschichte mit Adam sicher anders ausgegangen ...". . Phantastisch der Anhang mit Literaturverzeichnis (das verleitet zu vielen weiteren Lesestunden!), Anmerkungen und Bildhinweisen zu den einzelnen Kapiteln, Informationen zu den Gärten der Porträtierten, die öffentlich zugänglich sind und einem Personenregister, in dem alle erwähnten Namen auftauchen.Keil, Gisela / Jürgen Becker / Nik Barlo Sitzplätze im Garten Becker-Joest-Volk 2007Hier werden ca. 100 Konzepte bekannter Gartenarchitekten vorgestellt und zwar geordnet nach: Sitzplätze am Haus, im Garten, am Wasser, auf variablen Höhen und an den Grenzen. Das jeweilige Projekt mit Angabe des Garten-Designers, des Gartennamens und des Fotografen (Nik Barlo, Jürgen Becker, Ferdinand Graf Luckner oder Gary Rogers) wird jeweils auf einer Doppelseite (links Text, rechts Foto) vorgestellt. Es sind auch einige Beispiele von Chelsea-Shows dabei. In Infokästen klären sich auch Fragen, wie sich z. B. ein Pavillon von einer Laube unterscheidet, es gibt Tipps, wie Steinbänke schneller Moos und Flechten ansetzen usw. Ein kleines weiterführendes Literaturverzeichnis und ein Register runden den Bildband ab, der Anregungen für die Gestaltung von Sitzplätzen im Garten gibt und mit den wunderschönen Fotografien zum Schwelgen einlädt.Kesseler, Rob / Wolfgang Stuppy Samen. Zeitkapseln des Lebens (Edition Delius) 264 S. m. 279 Farbfotos u. 14 farb. Abb. Delius Klasing 2007Das Vorwort schrieb Prince Charles of Wales, weltweit bekannt als Hobbygärtner und jemand, der sich für die Natur einsetzt. Doch erst einmal ist man von den faszinierenden, eingefärbten Elektronenmikroskop-Fotos (meist Mikro- bzw. Makroaufnahmen, teilweise koloriert) gefesselt. Dann aber wird man schnell neugierig auf den - wissenschaftlich bis ins Detail gehenden, aber verständlichen, mit spürbarer Begeisterung geschriebenen Text. "Samen sind Anfang und Ende des pflanzlichen Lebenskreislaufs, Träger genetischer Informationen, die eine erfolgreiche Vermehrung und das Fortbestehen der Arten sichern!" Wir gehen zwar als Gartenfreaks oft mit Pflanzensamen um und wir kennen sie auch als Nahrungsbestandteil in Form von Getreide, Hülsenfrüchten, Nüssen, Steinfrüchten, Gemüsen wie Aubergine und Kürbis, Mais, Bohnen, Linsen und mehr: Aber nie siehen wir sie ja in dieser Form. Das Buch geht aber über die Makro- oder Mikro-Präsentation der unterschiedlichsten Samen - oft auch den gegenübergestellten "normalen" Fotos der jeweiligen Pflanzen - hinaus. Es vermittelt einen umfassenden Eindruck von der Fortpflanzung: Wabenstruktur an Oberflächen für Windtransport, Flügel zum Segeln, raffinierte Schleudervorrichtungen, spezielle Außenflächen für den Transport im Darm von Tieren: dem “Einfallsreichtum“ der Natur sind kaum Grenzen gesetzt. Das Kapitel “Architektonische Blaupausen“ zeigt verblüffende Parallelen zwischen manchen Pflanzensamen und einzelnen Gebäuden oder Gebäudeteilen auf. Farbige schematische Skizzen veranschaulichen den inneren Aufbau von pflanzlichen Fortpflanzungsanlagen, Samen und Pflanzenembryonen oder auch den Verlauf von Lebenszyklen. Die Autoren weisen auf die Bedeutung von Pflanzensamen für den Menschen hin, erläutern die wissenschaftliche Definition des Samens und nehmen uns dann mit auf eine Zeitreise durch die Evolution der samentragenden Pflanzen. Dabei geht es von den farnartigen Pflanzen, die sich mittels Sporen ausbreiteten bis hin zur Vielfalt der modernen Bedecktsamer und um den Transport der Samen durch Wind, Wasser oder Tiere. Dann wird die “Millenium Seed Bank“ vorgestellt, ein vor allem in England schon weit fortgeschrittenes Projekt, das unter dem Motto "Noahs Arche des 21. Jahrhunderts" sich das Sammeln und Aufbewahren von keimfähigen Samen möglichst vieler Pflanzenarten zur Aufgabe gemacht hat. Samen trägt durch seine „Mobilität“ entscheidend zur Verbreitung und Erhaltung einer Art bei und auf diese Weise auch zur Vielgestaltigkeit und Dynamik ganzer Ökosysteme.Das Layout ist erstklassig: die Fotos wirken auf dem schwarzen Hintergrund besonders gut, die jeweils gegenüberliegende Textseite ist im Ton der Kolorierung des Fotos gehalten. Eine Bibliographie verleitet zum Weiterlesen, ein Register erschließt das Buch. Daß die luxuriöse Ausstattung dieses Prachtbildbandes im Hochglanz ihren Preis hat, ist klar; doch das Preis-Leistungsverhältnis stimmt und so ist es ein beeindruckendes, ausgefallenes Geschenk für Pflanzen- und Naturliebhaber.Einige Fotos daraus in der Bildergalerie der ZEIT Kipp, Oliver Lieblingsplätze im Garten 144 S. m. 105 Farbf. u. 22 Plänen Callwey 2007Eine alte Gartenbank im Schatten eines Baumes, eine Hängematte auf der Veranda, ein Sonnendeck am Gartenteich, ein Leseplatz inmitten duftender Blumen und Kräuter – im Garten kann es viele Plätze geben, die einfach etwas Besonderes sind. Doch wie plant, baut und pflegt man sie? Oliver Kipp – seines Zeichens Gartenfachmann und Musikwissenschaftler, Chefredakteur der Zeitschrift EDEN hat seine Vorschläge mit Pflanz- und Dekorationsideen nach Nutzungsvorlieben geordnet: Räume für Romantiker / Platz für Familie / Ideen für Individualisten / Extras für Kenner / Trends für Mobile / Refugien für Denker / Idyllen für Naturliebhaber. Jedes Beispiel wird über mehrere Seiten abgehandelt, mit Plan und Erläuterungen zum Standort, Lichtverhältnisse, Planungsaufwand, Kosten und Personality. Infokästen fassen die wichtigsten Anregungen und Ideen zur Umsetzung zusammen. Ein Buch, das neue Wege geht, um zum individuellen Lieblingsplatz zu kommen. Es beschreibt die vorgestellten Anlagen nicht als Ganzes, sondern nimmt immer Teilbereiche heraus, die als Inspiration dienen sollen, denn die Pläne passen zu den vorgestellten Lieblingsplätzen, lassen sich aber ohne weiteres auf ähnliche Situationen übertragen. Es geht nicht darum, einen Stil nachzuahmen, sondern den eigenen Stil zu finden. Ein Buch, das zu Träumen verführt... und das verleitet, noch einen "Lieblingsplatz" einzurichten. Ein kleines Manko: es fehlt ein Register.Kluth, Silke / Gary Rogers Traumhafte Privatgärten in Deutschland. Eine Bildreise zu den Offenen Gartenpforten 115 S. m. 205 Farbfotos und 1 Übersichtskarte Blv München 2007Dieser Text-Bildband wandelt direkt auf den Spuren der Aktion "Offene Gärten"; es präsentiert 33 private Paradiese quer durch Deutschland - vom Norden zum Süden, vom Osten nach Westen. In einigen Regionen sind sehr viele Gärten zu finden, in anderen gar keine; doch es mußte natürlich eine Auswahl getroffen werden... Eine Karte zeigt, wo die Gärten zu finden sind, denn alle Gärten nehmen teil an der Offenen Gartenpforte. "Die Gärten sind so unterschiedlich wie die Menschen und ihre Gestaltungsphilosophie. Alles ist möglich und richtig, alles hat seinen Reiz. Eine befreiende Erkenntnis" schreibt Silke Kluth in ihrer Einleitung. Auf jeweils zwei bis drei Doppelseiten stellt sie die Gärten mit informativen Texten vor und lässt die Besitzer zu Wort kommen, die ihren Anlagen stets einen ganz eigenen, persönlich geprägten Charakter verliehen haben. Jedes Porträt wird ergänzt um Informationen zu Adresse, Lage, Größe, Alter des Gartens sowie den Öffnungsterminen. Gary Rogers wunderschöne Fotos (für jeden Garten 3-7) fangen die Schönheit und das Besondere eines jeden Gartens gekonnt ein. Ein Buch zum Schwelgen, aber auch zum Nachgärtnern, eines, das Lust macht, sich auf den Weg zu machen und diese - und andere Gärten - der Offenen Gartenpforte zu besuchen.Das für seine kunstvollen Gärten bekannte fränkische Schloss Dennenlohe zeichnete diesen Band im Rahmen der Vergabe des „Deutschen Gartenbuchpreises 2007“ zum besten Bildband aus. O'Neill, Dermot / Sarah Cuttle Lieblingsrosen. Finden & verlieben 192 S. m. 230 Farbfotos Callwey 2007Wie findet man die "richtige" Rose für den eigenen Garten? Welche bevorzugt man: die am stärksten duftet, die am längsten blüht oder diejenige, die am besten für die Vase geeignet ist? Legt man mehr Wert auf Gesundheit, braucht man eine Rose für einen Problemstandort oder ist hat man schon sehr viele Rosen und ist auf der Suche nach kuriosen Schönheiten? Der irische Rosenexperte, Gründer der Irish Garden Plant Society und Herausgeber von Irlands wichtigster Gartenzeitschrift Garden Heaven, der wöchentlich eine Kolumne für den Sunday Independent schreibt, schlägt für alle diese und weit mehr Möglichkeiten "seine" 200 favorisierten Rosen, ihre Vorzüge und Eigenarten in 21 Kategorien vor. Wer also z. B. die ideale Rose für seinen etwas klein geratenen Garten sucht, muss sich nun nur noch zwischen sechs Schönheiten entscheiden. Seine Rosenporträts sind sehr anschaulich und interessant geschrieben. Er erzählt, wo er die Rose das erste Mal gesehen hat und warum sie "Favorit" ist, erwähnt aber auch Mißerfolge mit Rosen, die er unbedingt haben wollte, die aber eben in seinem Garten "nicht so wollten, wie sie sollten". Ein kurzer Praxisteil bietet zusätzlich Informationen zum Einkauf, der Pflanzung und Pflege. Neben den lesenswerten Rosengeschichten machen über 200 - teils außergewöhnliche, großformatige - Farbfotos die rosige Blütenpracht sichtbar.Palla, Rudi Unter Bäumen. Reisen zu den größten Lebewesen 296 S. m. zahlr. Ill. Zsolnay 2007Der leidenschaftliche Peripheriewissen-Sammler, österreichischer Filmemacher und Schriftsteller Rudi Palla, dessen Buch Augentrost und Teufelskralle mir schon sehr gut gefallen hat, gibt zu, daß es mit seinen botanischen Kenntnissen es nicht weit her sei, dennoch betrachte er sich als "Baum-Aficionado", als Liebhaber von Bäumen. Nicht die höchsten, dicksten oder ältesten Bäume der Erde interessieren ihn. Palla spürt Baumgeschichten nach, die ihn besonders berühren. Er hat deshalb Romane und Reiseberichte gelesen (die zum Weiterlesen verführend in einem Literaturverzeichnis im Anschluß an das jeweilige Kapitel aufgeführt sind), ist dann für seine Recherche teilweise selbst an Originalschauplätze gereist und nimmt den Leser mit auf seine spannend erzählten Ausflüge, die die Bereiche Botanik, Forstkunde, Mythologie, Kulinarik, Literatur-, Sozial-, Entdeckungs- und Kulturgeschichte streifen und in entlegene Winkel der Erde führen. Im Mittelpunkt von Pallas Wanderungen steht immer ein einzelner Baum oder eine Baumart - u.a . die "Platane des Hippokrates", der "Baum des Müßiggangs" und derjenige "des Friedens", die "Breite Föhre", der Brotbaum, derChaulmoogra-Baum, die Douglasie, den Entenfußbaum, Zitate aus der Weltliteratur und einige Grafiken und Fotos lockern den Text auf. Ein kumuliertes Baum- und Personenregister schließt das schön gestaltete, in rotes Leinen gebundene Büchlein ab, das sowohl für Baumliebhaber als auch geschichtlich Interessierte eine ideale abendliche Lektüre fürs Bett oder für einen Tag im Park, unter Bäumen ist.Quest-Ritson, Charles Gärten in Europa. Ein Handbuch für Reisende 382 S. mit 583 farb. Abb., 14 Karten Ulmer 2007Hier werden nicht nur bekannte Garten-Highlights, wie die prachtvollen englischen Landschaftsgärten, der barocke Schlosspark Versailles oder die Renaissancegärten Italiens beschrieben, sondern auch eine große Anzahl nicht so berühmter, aber doch sehenswerter öffentlicher Parks und Gärten in Italien, Spanien, Portugal, Frankreich, Deutschland, Großbritannien und Irland, Niederlande und Belgien, Skandinavien, Nord- und Osteuropa, Mitteleuropa sowie Südost-Europa. Zum ersten Mal sind Gärten in Mittel- und Osteuropa dabei, deren Besuch Penelope Hobhouse bei ihrem 1992 erschienen Reiseführer noch gar nicht möglich war; sie schrieb übrigens das Vorwort. Nach der Einleitung des Autors findet man eine Aufstellung: "Reisenden, die wenig Zeit haben, empfehle ich folgende Anlagen als Europas schönste Gärten" - sozusagen eine Quintessenz europäischer Gartenkultur. Dann folgen die nach Ländern - innerhalb dieser nach Regionen - aufgeteilten Kapitel mit einer Einführung in die örtliche Gartengeschichte und den Gärten. Mehr als 600 Gärten stellt Quest-Ritson mit seinem breiten botanischen Fachwissen kurz, aber prägnant und mit mindestens einem Foto vor. Symbole charakterisieren wichtige Ausstattungsmerkmale wie vorhandene Parkplätze, Cafe, Pflanzenverkauf usw. Die jedem Kapitel vorausgehende Karte, in der die Gärten eingezeichnet und Regionen mit besonderem Interesse markiert sind, helfen bei der Orientierung und der Reiseplanung. Im Anhang folgt der Hinweis auf Gärten mit besonderen Pflanzensammlungen und ein Glossar mit architektonischen Begriffen von Allee bis Versailler Kübel. Das Register enthält neben den Orten und Namen der Gärten auch Personennamen sowie Pflanzennamen. So ist dieser schöne Bildband nicht nur informativer Reiseführer mit hohem Gebrauchswert und prächtiger Reisebildband, sondern er kann auch dem nicht reisenden Gartenfreak als gartengeschichtliches Nachschlagewerk dienen.Reber, Sabine / Marianne Majerus Traumpaare im Beet. Wer mit wem im Garten - die schönsten Pflanzenkombinationen 144 S. m. 200 Abb. Callwey 2007Die Autorin hat sich den Karl Foerster-Spruch "Man sollte für alle Blütenpflanzen im Garten kontrapunktische Listen aufstellen unter dem Titel: als Vermählte empfehlen sich" zu Herzen genommen und erklärt mit ihren - teils ungewöhnlichen, nicht schon geläufigen - "Traumpaaren" detailliert und mit dem schon aus ihrem ersten Gartenbuch bekannten gehörigen Portion Humor, mit welchen Pflanzkombinationen sich der Garten zu einem harmonischen Ganzen komponieren läßt, welche "Partner" zusammenpassen. Dabei kann es auch zu "Dreiecksbeziehungen" kommen; manche Paare brauchen getrennte Schlafzimmer (stehen im Kübel nebeneinander), andere muß man "verkuppeln", kommen sonst nicht zueinander. Es gibt "einjährige Beziehungen", "Partner auf Zeit", solche, wo die Partner "gemeinsam alt werden", solche, die gemeinsam hoch hinaus wollen (Kletterpflanzen) und "Geschwisterpaare" (Rosen und ihre Sports). Und sie geht auch noch über die "Beetbeziehungen" hinaus - mit Tipps, welche Blumen und Früchte man in der Vase vergesellschaften kann und welche sich in der Küche (!) gut vertragen. Der ausführliche Jahresplaner mit genauen Aussaat- und Pflegedaten, Pflanzanleitungen und Einkaufslisten, Bezugsquellen, Literaturverzeichnis und Register im Anhang helfen bei der praktischen Umsetzung ihrer Vorschläge. Raffiniert sind die eingestreuten Essays über berühmte Paare aus Literatur, Geschichte und Film (z. B. Gertrude Jekyll und Edwin Lutyens, Vita Sackville-West und Harold Nicolson, Kaiserin Josephine und Napoleon)! Und wer noch nicht weiß, was Jäten mit Seelenfrieden zu tun hat, "muß" das hier nachlesen. Die ganz persönliche Sicht zum Gärtnern der Autorin machen den dank der "traumhaften" Fotographien der "Traumpaare" von Marianne Majerus schon prächtigen Bildband auch noch zu einem Schmökerband.Rosenblatt, Lucas / Theres Berweger Minze. Feuer und Eis für Küche und Wohlbefinden 141 S. Hädecke 2007Erst werden 30 gängige, im Handel leicht erhältliche Minzen (es gibt über 300 Sorten) vorgestellt: Wilde, Pfeffrige, Muntermacher, Duftende und Fruchtige. Dann folgen eine Anleitung zum Selberziehen, Wissenswertes rund um den Tee und ätherische Öle sowie über die Minze in der Hausapotheke. Tipps für Bäder, Tees, Öle, Tinkturen, Salben und Anwendungen in der Aromatherapie finden sich ebenso wie eine Liste mit Adressen von Spezialisten und Kräutergärten mit großer Minzsammlung. Die Hälfte des Buches nehmen die traditionellen, vor allem in arabischen Ländern übliche, aber auch ganz neue, moderne Rezepte ein: Grundrezepte, kalte und warme Starter, Fisch-, Geflügel-, Fleischgerichte, Desserts und Getränke - geschmacklich von feurig-scharf bis fruchtig-mild. Da heißt es u. : "Der Aufguss eines Pfefferminzteebeutels verhält sich zu frisch aufgebrühten Minzblättern wie eine Plastikblume zu einer duftenden Rose". Das Deutsche Institut für Koch- und Lebenskunst hat dieses Buch zum Kochbuch des Monats Juli 2007 gekürt.Schulze, Sabine Gärten. Ordnung, Inpiration und Glück 391 S. Hatje Cantz 2006Von Dürer über Monet bis Thomas Struth - ein Überblick über 500 Jahre Gartenmalerei anhand von mehr als 200 Werken bieten sich dem Leser in diesem prachtvollen Band, der die gleichnamige Ausstellung (erst im Städel Frankfurt, dann Lenbachhaus München) dokumentiert.. Das Spektrum reicht dabei vom mittelalterlichen Paradiesgärtlein oder wissenschaftlich detailgetreuen Zeichnungen aus dem Umfeld Albrecht Dürers über höfisch-galante Spiele im Schlosspark von Peter Paul Rubens oder Vincent van Goghs knorrigen Bäumen im Sanatoriumshof bis zu einer Videoinstallation von Fischli/Weiss. Lesenswert auch die Essays zu so reizvollen Themen wie "Gärtnern als künstlerischer Lebensentwurf" oder "Der botanischen Blick der Maler". Auswahl der vorgestellten Maler: Max Beckmann, Joseph Beuys, Arnold Böcklin, Pierre Bonnard, Lovis Corinth, Camille Corot, Jacques-Louis David, Eugène Delacroix, Max Ernst, Fischli/Weiss, Jean-Honoré Fragonard, Lucian Freud, Caspar David Friedrich, Johann Wolfgang von Goethe, Vincent van Gogh, Paul Klee, Max Liebermann, August Macke, Edouard Manet, Henri Matisse, Claude Monet, Berthe Morisot, Edvard Munch, Emil Nolde, Camille Pissarro, Peter Paul Rubens , Pierre-Auguste Renoir, Thomas Struth und Antoine Watteau.Wilde, Kim Gärtnern mit Kindern 128 S. m. zahlr. Farbfotos und Abb. Franckh-Kosmos 2007Viele denken bei dem Namen "Kim Wilde" zunächst an die Sängerin, die in den 1980er-Jahren mit Hits wie "Kids in America" oder "You came" die Charts stürmte. Doch nach der Geburt ihrer beiden Kinder studierte die bekannte Sängerin Gartenbau und Gartendesign. Offenbar ist sie darin ebenso erfolgreich wie im Showgeschäft: in England hat sie mittlerweile zwei eigene Fernsehshows zum Thema Gartengestaltung, schreibt Kolumnen für die Tageszeitung "The Guardian" und gewann auf der Tatton Hall Blumenschau mit ihrem Thema "Alice hinter den Spiegeln" den Preis für den besten Garten. Ihr Buch für das Gärtnern mit Kindern ist sehr persönlich geschrieben und stellt viele Projekte (z. B. Dinosaurier-Garten, Mini-Garten auf der Fensterbank , Action-Dschungel, Schmetterlings-Garten, Weiden-Tipi, Erdbeerturm,Mini-Moor) vor, die sie mit ihren eigenen Kindern oder deren Freunden im Garten umgesetzt hat und die zum Nachahmen verleiten. Dabei weist sie darauf hin, ab welchem Alter die Projekte geeignet sind und auch, worauf man zur Sicherheit der Kinder achten muß. Im Anhang befindet sich dann noch eine Übersicht über "Pflanzen für Kinder". |
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