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Advent, WeihnachtenNatürliche Uhren: Jahresringe von Baumstämmen, Baumringe - "Zeitmesser" für das Alter der BäumeZeit-Adventskalender

Ohne menschliches Zutun laufen die Vorgänge im Zeit-Raum der Natur ab. Sie hinterlassen jedoch Spuren , an denen verflossene, gespeicherte Zeit abgelesen werden kann. An Wunder grenzen die "Naturuhren", die "Fingerabdrücke der Zeit ". Millionen Jahre sind zu sehen in den Versteinerungen, Fossilien; Bohrkerne aus dem Erdinneren zeigen, dass die "Zeit" auch der Boden ist, auf dem wir stehen.

Solche Fingerabdrücke der Zeit sind auch die Jahresringe von Baumstämmen, die eine weitere (neben der Vogeluhr und der Blumenuhr) natürliche Uhr, ein Zeitbestimmungsinstrument darstellen. Der alte Baum, dem man sein Lebensalter ansieht, verweist den Betrachter auf nicht erlebbare Zeithorizonte in Vergangenheit und Zukunft. Für viele Menschen ist das unglaubliche Alter mancher Baumveteranen das Beeindruckendste an Bäumen, was die zahlreichen Publikationen zu diesem Thema und die häufige Abbildung alter und meist mächtiger Baum-Individuen auf Postkarten oder anderen Bildmedien erklärt; man denke auch an die vielen Literatur- und Film-Szenen am Standort großer alter Bäume.

"Als Jahresring oder Jahrring wird die im Querschnitt sichtbare, ringförmige Maserung des Holzes einer mehrjährigen Pflanze, insbesondere eines Baumes bezeichnet. Jahresringe entstehen nur dort, wo es durch die klimatischen Bedingungen zu einer vorübergehenden Ruhe der Teilungsaktivität des Kambiums kommt. Ursächlich dafür können Winter im Jahreszeitenklima sein oder Trockenzeiten in den subtropischen und tropischen Regionen, die auch in halbjährlichem Rhythmus folgen können (Halbjahresringe). ... Ein Jahresring spiegelt die verschiedenen Entwicklungsphasen in einer Vegetationsperiode wieder. Jahrringe erzählen Geschichten, liefern Informationen über die Entwicklung eines Baumes und über die Umwelteinflüsse, denen er ausgesetzt war. Dendrochronologen erlaubt der Vergleich alter Hölzer mit bestehenden Jahrring-Chronologien eine Datierung auf das Jahr genau. Zahlreiche alte Gebäude und Kunstgegenstände, deren Alter strittig war, ließen sich schon mit Hilfe der dendrochronologischen Methode zeitlich genau einordnen. Die Dendrochronologie geht in der Naturwissenschaft weit über die Funktion eines reinen Instruments zur Alterbestimmung von Holz hinaus. So können für die Neuzeit auch anhand der Verknüpfung von Klimadaten mit den Jahrringchronologien Klima-Wachstums-Korrelationen hergeleitet werden, welche die Reaktion der Bäume auf Umwelteinflüsse in Einjahres-Auflösung dokumentieren. Ein Aufgabenfeld dieser Ausrichtung der Dendrochronologie besteht darin, Prognosen für das Wachstum von Bäumen und somit für das Ökosystem Wald bei sich verändernden Klimabedingungen (Klimawandel) zu liefern". (Quelle: Wikipedia Stichworte Jahresring und Dendrochonologie)

Bäume (etwa 30.000 verschiedene Baumarten wachsen auf der Erde) sind uns Menschen nahe, sind unsere "Partner". Als Sitz der Götter, Reich der Feen, Hexen und Dämonen unserer Ahnen, Orte des Gerichts, verkörpern Bäume Kraft und Fruchtbarkeit. Bäume bieten uns mit ihrem Blätterdach im Sommerden erfrischenden schattigen Ruheplatz, spenden mit ihren vielfältigen Früchten Nahrung, sind Grundstoff für viele Hausmittel und Kosmetika, liefern durch ihre Stämme Brenn- und Bauholz, finden sich im Wappen vieler Adels- und Bauerngeschlechter und freier Städte.... Nicht zu vergessen ist der Sauerstoff, den sie produzieren. Ohne den Sauerstoff, ohne ihr Filtersystem für Luft und Wasser könnten wir gar nicht leben. In Mythos, Dichtung und Kunst drückt sich die tiefe Verbindung zum Baum in der Vermenschlichung von Bäumen und umgekehrt in der "Verbäumlichung" von Menschen aus. Redensartlich sprechen wir von einem "baumlangen Kerl", einem "Mann wie ein Baum", von "verwurzelten" oder "entwurzelten" Personen oder von "abstammen" und "aufbäumen", aus "gleichem (oder anderem) Holz geschnitzt sein". Es gibt noch heute Gastwirtschaften mit den einladenden Namen: "Zur Linde"; "Zu den drei Kastanien" oder "Zum grünen Baume".

Unter den christlichen Feiertagen verweist der (katholische) Palmsonntag unmittelbar auf einen Baum; weitere Traditionen im Volksbrauchtum sind das Maibaum-Aufstellen am 1. Mai und das Aufstellen des Weihnachtsbaum am Heiligabend. Im Laufe unsere Lebens begleiten uns die Bäume: Wer erinnert sich nicht an die Bäume der Kindheit, die im Garten oder im Bereich des kindlichen Spielumfeldes lagen, auf die man geklettert, um die man gelaufen, an denen man sich mit anderen getroffen oder deren Früchte man genossen hat. Verliebt trafen wir uns unter Bäumen, ritzten vielleicht in ihre Rinde unseren und den des Partners Namen ein. Wenn wir auch - jedenfalls nicht in Europa - "auf den Bäumen wohnen", so gehört das Holz der Bäume neben Stein und anderem doch noch zu den Grundmateralien für den Hausbau. Wir pflanzen in unseren Garten einen "Hausbaum". Noch - oder wieder - ist Sitte, für jedes Kind einen Baum zu pflanzen, der dann zu seinem "Lebensbaum" wird. Selbst am Ende des Lebens steht der Baum uns nahe - in Europa sind Buchsbaum, Zypresse, Taxus und Palme immer "Totenbäume" gewesen und auf vielen Grabstätten zu finden. Eine neue Form der Bestattung ist Naturbestattung, bei der die Asche Verstorbener an den Wurzeln eines Baumes beigesetzt wird. Der weiter wachsende Baum nimmt diese und damit symbolisch den Verstorbenen in sich auf, statt eines künstlichen Grabmals haben Hinterbliebene die Möglichkeit, dem Verstorbenen am Ort, und wenn man so will, in Gestalt eines lebenden Baumes zu begegnen.

"Wieder ein Jahr als Ring in den Baum gewachsen, der still steht und ahnungslos kreist mit der Erde" heißt es in einem Gedicht von Rose Ausländer und sie vergleicht damit den Menschen mit dem Baum.

Wir Menschen können in den Wurzeln, dem Stamm, ihrer Krone, ihrem Blühen, Fruchtbringen und Verlieren der Blätter Parallelen zu unserem eigenen Leben entdecken. So wie der Baum in der Erde wurzelt, stehen wir mit den Füßen auf der Erde. So wie der Baum sich senkrecht gen Himmel aufrichtet, stehen und gehen wir mit aufgerichteter Wirbelsäule. Bäume verlieren nichts von ihrer Lebensgeschichte. In ihren Jahresringen und in ihrer Rinde bleibt alles sichtbar: die mageren und fetten Jahre, Verletzungen und Verluste. Sie stellen sozusagen eine Biographie dar. Und so wie der Baum seine Krone oben in den Luftraum ausbreitet, so erschließt sich der Mensch den ihn umgebenden Raum mit Hilfe seiner Arme. Und auch wie der Baum sein Wachstum den Umwelteinflüssen angepaßt hat, um leben und sich entwickeln zu können, so ist auch der Mensch ständig zu Anpassungen gezwungen. Auch in unserem Leben gibt es Höhen und Tiefen, auch in unserem Leben können wir "magere" und "fette" Jahre sehen , die an Körper und Seele ihre Spuren hinterlassen haben.

"Jahrringe" am Baum erzählen Geschichten, liefern Informationen über die Entwicklung eines Baumes und über die Umwelteinflüsse, denen er ausgesetzt war.
Die vergangenen Jahre eines Menschen zählen Geschichten, liefern Informationen über seine Entwicklung und über die Umwelteinflüsse, denen er ausgesetzt war.

Baumring-Lesen: Wenn ein alter Baum entfernt werden muß, kann man sich eine Scheibe von ihm abzuschneiden (ergibt abgeschliffen und mit Bienenwachs poliert ein schönes Frühstücksbrett!). Entlang der Jahresringe kann man in der Vergangenheit "lesen" - da ist das Jahr, an dem der (Ur)Opa den Baum gepflanzt hat, das Jahr, an dem man geboren wurde, das Hochzeitsjahr, Jahre der Geburt der Kinder. Man wird sich wundern, wie viele Erinnerungen eine kleine Scheibe Baum hervorrufen kann. Wer mit der Lupe genauer hinschaut, kann vielleicht die schmalen Ringe, die der europaweit extrem trockene Jahrhundertsommer im Jahr 1976 oder das Hitzejahr 2003 bei fast allen Bäumen hinterlassen haben, entdecken.

Bäume müssen "sachgerecht" geschnitten werden, ohne daß sie leiden. Altes Holz muß raus, schwache Zweige ebenfalls.
Auch wir Menschen müssen uns gelegentlich von etwas trennen; nimmt man uns etwas mit Gewalt, tut es weh.

Mensch und Baum - beide sind bemüht, ihre Wurzeln bis zur Wasserquelle auszustrecken, damit sie und ihre Früchte (beim Menschen die Nachkommen), nicht verdorren.

Jahresringe an Baumstämmen - Jahresring beim Menschen... Stoff genug zum Nachdenken...
Bis morgen!

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