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Sowohl Geschmack- als auch der Geruchssinn lassen
im Laufe des Lebensalters nach, lassen sich aber auch grösstenteils
trainieren. Je mehr man "hinriecht" oder "hinschmeckt", desto differenzierter
wird über die Zeit die Wahrnehmung. Der Duft ist nicht bei allen Pflanzen
gleich stark. Aber wie bei allen Sinneswahrnehmungen genügt es uns
oft, schon zu wissen, dass Duft so sein soll, um den Effekt zu erleben.
Das ist das Schöne an unseren Sinnen... sie beflügeln unsere
Phantasie.
Sind Sie "reif für die Insel"? Dann sollten Sie sich eine durch Mauern oder Hecken geschützte Ecke im Garten, die den Wind abhalten, schaffen, wo sich die Düfte nicht so schnell verflüchtigen. Duft hilft hier allen Streß zu vergessen... Was sind aber nun eigentlich Duftpflanzen?
Eine strikte Trennung zwischen beiden ist natürlich nicht möglich; Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel. Oft sind Duft und Aroma in einer Pflanze nämlich vereint zu finden und es gibt Aromapflanzen, die auch ohne verletzt zu werden, unter bestimmten Bedingungen anfangen zu duften z. B. Rosmarin bei Wind, bestimmte Artemisien nach Regen. Es gibt keinen Pflanzanteil, der nicht Duftlieferant
sein kann:
Nach Leitpflanzen benannt, unterscheidet man den Flieder-, Jasmin- (auch bei Maiglöckchen), Lavendel- (auch bei Thymian) -, Mandel-, Minze- (auch bei Salbei und Weinraute), Nelken-, Orangen-, Vanille-, Veilchen-( auch bei Iris florindae), Waldmeister- und Zitronenduft (Aloysia triphylla, Artemisia abrotanum, Melissa officinalis, Mentha i.S., Oenethera, Verbene, Eberraute. Rosenduft wird vielen Pflanzen bescheinigt: bei dem Sedum roseum deutet es der Name schon an. Honigduft bieten: Alyssum saxatile, Buddleia, Filipendula ulmaria, Galanthus, Iberis, Lonicera. Fruchtigen Duft finden Sie bei: Anthemis nobilis, Fragaria Mentha i. S. Salbei i.S. Oder nach einer anderen Aufteilung: betörend, erfrischend, honigsüss, lieblich, narkotisch, orientalisch, schwül, würzig, - wie hätten’s Sie's gern? Alma de l'Aigles legt in ihrem Buch
für das Temperament des Duftes u. a. folgende Begriffe
fest:
Jürgen Dahl spricht vom "genasführten Gärtner", wenn Pflanzen nach etwas anderem duften, als man vermutet. Veilchenduft bieten nicht nur die Veilchen, auch die Zaubernuss (Hamamelis mollis) und die Winterblüte (Chimonanthus praecox) bei den Gehölzen, Die Veilchenwurzeln aus der Apotheke stammen von Iris florentina, der Veilchenduft des Alant (Inula helenium u. a.) bleibt in der Erde verborgen - nur die Wurzeln duften danach! Primelduft bescheinigt man auch dem Crocus chrysanthus und speziell Schlüselblumenduft der Clematis montana. Nelkenduft finden wir auch beim Schnebball (Viburnum carlesii). und beim Gemshorn (Matthiola bicoris). Nach Heu sollen duften das Lobularia maritima und der Waldmeister (Galium odoratum). Die Hebe cupressoides duftet unerwarteterweise nach einer Zeder, ein Thymian foppt uns, indem er kräftigen Kümmelduft verströmt. Der Ananas-Salbei (Salvia rutilans) riecht kein bisschen nach Salbei, sondern eben nach Ananas - und der Duft entströmt - wie oft bei Pflanzen, besonders bei Duftgeranien - nicht der Blüte, sondern den Blättern.
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