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Das Leben der Pariser Kurtisane Alphonsine Plessis (5.1.1824-3.2.1847) lieferte den Stoff für den berühmten Roman von Alexandre Dumas d. J. "Die Kameliendame", in dem sie "Marguerite Gauthier" heißt. Als Giuseppe Verdi das Theaterstück "La Dame aux camélias" im Winter 1852 auf der Bühne erlebte, erkannte er sofort den grandiosen Opernvorwurf. In fünfundvierzig Tagen entstand seine unsterbliche "La Traviata". (Hier heißt die Edeldirne "Violetta Valery"). Etliche Male wurde der Stoff auch verfilmt - u. a. mit Greta Garbo. In ihrem Salon traf sich alles, was Geld und Lebenslust hatte; man nahm es damals auch mit Name und Titel nicht so genau, so wurde aus Alphonsine bald eine Marie Duplessis, was schon bedeutend vornehmer klang. "Wagen Sie nicht, anzunehmen, eine Ausnahme machen zu können. Sie wissen, ich werde krank, wenn ich die Blumen rieche." heißt es in dem Buch. Madame schwärmte aber bekannterweise für rote oder weiße Kamelien, die sie auch als Signal für ihre Liebhaber benutzte; mit roten Blüten (an bestimmten Tagen im Monat)wies sie darauf hin, daß ein Besuch wohl nicht nach Wunsch ausfallen würde, weiße bedeuteten das Willkommensignal. Am 5. Februar 1847 starb sie, erst 23jährig, an der Schwindsucht. Daß ihr Grab ist mit diesen vielsagenden Blumen (roten Porzellan-Kamelien) geschmückt ist, kann als feinsinnige Pikanterie gelten. Sie mochte aber nicht nur Kamelien; Veilchen waren ebenfalls sehr beliebt; ihr ist deshalb die Veilchenhybride `Madame Dumas` gewidmet. Und so ziert auch ein Veilchenkissen ihr Grab auf dem Friedhof Cimetière de Montmartre in Paris. |

