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Tieck,
Ludwig 1773-1850)
Die Blumen
Wer je mit Wollust schaute
In seinem goldnen Strahl
Den hohen Himmelssaal,
Und seinem Licht vertraute;
Wer in der tiefen Nacht
Die goldnen Lichter fühlte,
Mit Augen sehnend zielte
Nach ihrer Liebes-Macht;
Gern Mond und Sonne dann,
Die Stern' all im Gemüth
Verklärt als Liebe sieht:
Der schau' uns Blumen an.
Wir sind nicht hoch, nicht ferne,
Tief, wie ein liebend Herz,
Sich regt ein heitrer Schmerz
Beim Anblick unsrer Sterne.
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