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Muskat (Myristica fragans, engl. ground nutmeg) , das Weihnachtsgewürz ist eine teuflich scharfe "Nuß"Im 18. Jahrhundert trugen die Menschen Muskatnussreiben aus Silber oder Holz und die damals noch sehr teueren, wertvollen Muskatnüsse mit sich, um bei Bedarf nachwürzen zu können. Der deutsche Name "Muskatnuss"
führt etwas in die Irre. Er kommt aus dem Lateinischen: "nuces moschatae"
heißt so viel wie "moschusduftende Nüsse", doch ist das als
Muskatnuss bezeichnete Gewürz keine Nuss.
Die Heilwirkungen vonr Muskat, die schon in alten chinesischen Arzneibüchern erwähnt werden und vor allem heute in Indien genutzt werden, sind beträchtlich. Aus der Macis wird ätherisches Öl, das Oleum Macidis der Apotheker gewonnen. "Und wenn jemand die Muskatnuss isst, öffnet sie sein Herz und reinigt seine Sinne und verschafft ihm durch die gute Wärme und ihre milde Kraft einen guten Verstand“, sagte die Heilige Hildegard von Bingen im Mittelalter und erkannte damals schon die nervenstärkende Wirkung. Muskat hilft aber auch bei chronischen Bronchialerkrankungen, Rheuma und Gicht, hildt bei Blähungen, stärkt den Magen und baut Giftstoffe im Körper ab. Die ätherischen Öle der Muskatnuss (siehe Geschenktipp unten) werden auch in der Aromatherapie - kreislaufunterstützend - eingesetzt. Muskat diente früher
und heute als Rauschmittel und wurden im 9. Jahrhundert "indische Droge"
genannt. Inder wie Araber verwendeten die geriebenen Samenkerne oder
die zerkleinerten Blüten des Muskatbaums als Aphrodisiakum. Damals
wurde es auch für die Reichen zum Modegewürz, das in keiner Speise
fehlen durfte.
Ohne Muskat und Macis gäbe es wohl keinen Nürnberger Lebkuchen, denn Muskat verleiht besonders Lebkuchen und Pfefferkuchen und weihnachtlichen Getränken wie Glühwein, Grog oder Punsch das unverwechselbare Aroma. In der Weihnachtszeit gibt es in vielen Familien Käsefondue; auch da ist das Gewürz gern dabei. Muskat würzt außerdem aber auch Kohlgerichte, Spinat, Obstsalate, Kartoffelgerichte und Backwerk wie Knödel oder Klöße. Helle Saucen und Eiergerichte können ebenfalls damit verfeinert werden. Zum elsässischen Flammkuchen wie auch in den schwäbischen Maultaschen gehört ebenfalls Muskat dazu. Das Aroma ist sehr schnell flüchtig und man sollte möglichst ganze Muskat frischreiben, denn das Pulver hat schon viel an Aroma verloren. Macis hat einen lieblicheren, leicht süßlich bitteren Geschmack und ist feinwürziger als Muskatnuss. Mit gemahlener Macis werden Kuchen, Süßspeisen, Wurst, Fleischgerichte und Suppen gewürzt, mit der ganzen Muskatblüte englische Stews, Suppen, Soßen, Gelees und Curries. Es ist auch im Currygewürz enthalten. Rezepte
mit Muskat
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