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Verlagstext: Dieses Buch lädt dazu ein, die Fülle und Vielfalt der Gärten und ihr Wirken auf unser Inneres in neuer Weise zu sehen und zu erleben. w. o. Der Zauber des Gartens und was er unserer Seele schenkt Kösel München 1999 Die Deutsche Gesellschaft für Gartenkunst und Landschaftskultur, DGGL, widmete ihr Jahrbuch 2008 dem Themenkomplex: Gartentherapie. Vorgestellt werden Klinik-, Kur- und Apothekergärten, es geht um die Gesundheitsvorsorge und Heilkräuterwissen, um neue Volksparks und Kleingärten, aber auch um eine Stadtplanung, die gesundes Wohnen und Arbeiten fördert. Neben Landschaftsarchitekten hat die DGGL auch Ärzte um ihre Einschätzung des Themas gebeten und schlägt damit den Bogen von der Theorie bis zur konkreten Planung eines gesunden Lebensumfeldes. U. a. Aufsätze von Bernd Modrow: "Zur Geschichte der Bäder und Kuranlagen in Deutschland", Klaus-Henning von Krosigk: "Krankenhausgärten", Stefan Leppert:: "Garten ist gesund, Kleingaten ist gesünder", Andreas Niepel: "Heilende Gärten - Garten und Therapie wachsen zusammen". Bei jedem Beitrag sind zahlreiche Literaturhinweise zu finden; leider kein Register. "In jedem von uns liegt tief im Innern ein Garten. Als ein höchst persönlicher Ort erwächst diese Landschaft aus einer vielfältigen Mischung von Zutaten – Vorstellungskraft, Erinnerungsvermögen, Charakter, Vorliebe und Träume, die sich auf wunderbare Weise in unserem innersten Selbst miteinander verbinden. Abgesehen von kurzen Augenblicken, wenn wir tagträumen oder nachdenken, fällt bei den meisten ihr Leben lang kaum ein Blick in diesen Garten..... aber viele von uns sehnen sich danach, diesen imaginären Garten Wirklichkeit werden zu lassen." Anders als die meisten Gartenbücher konzentriert sich die von der japanischen Gartenkunst geleitete Autorin darauf, wie man die Atmosphäre und die Stimmung des "inneren" Gartens in seinem Garten draußen verwirklicht, nicht auf die handwerklichen Aspekte. Ihre Gartenplanung beginnt im Herzen und so entstand hier ein Buch, daß hilft, zu erreichen, was man im Innersten seines Selbst eigentlich will, nicht das, was "die Mode" oder "der Nachbar" vorgibt. Sie spricht von sieben Grundelementen eines Gartens: "Hain, Hütte, Einfriedung, Schwelle, Wiese, Berg und Quelle, leiten sich alle direkt von archetypischen Aussichtspunkten ab, die sich in der Natur und der konstruierten Welt um uns finden. Ein Garten ist im Grunde eine Zierform der Natur". Die wundervollen Fotos sind das Tüpfelechen auf dem I" dieses außergewöhnlichen Bild-Lesebandes. Über seine Arbeit berichtete Niepel schon einmal in einem Buch (siehe unten) - das Anliegen dieser Neuerscheinung ist es, einen Einblick in die Notwendigkeit und die Funktionsweise von Therapie und Barrierefreiheit zu geben, allerdings ohne den Garten als Garten zu vergessen. Gartenarbeit wird einerseits gezielt für Bewegungsübungen eingesetzt, andererseits lernen die Patienten im Garten auch wieder zu kommunizieren, werden dazu angeregt, die nur um die eigene Situation kreisenden Gedanken zu verlassen. Auch das „Kümmern“ um die Pflanzen, das Gefühl gebraucht zu werden, kann dazu beitragen. Das Buch bietet Wissen aus der Garten- und Therapiepraxis, erläutert die aktuellen Themen Sinneswahrnehmung und Barrierefreiheit und bringt schließlich 14 Porträts von therapeutischen Gärten, darunter ein privater Rollstuhlfahrergarten sowie einen Blindengarten, der von Blinden komponiert wurde. Jeder Gartenbesitzer wird einmal alt - und es stellt sich so manche "Barriere" ein. Doch es lohnt in jedem Fall, den eigenen Garten nicht vorschnell aufzugeben, sondern sich die Gartenarbeit zu erleichtern, indem man ein paar Tipps dieses Buches befolgt. So heißt es z. B. daß es sich an Hochbeeten besonders rückenschonend gärtnern läßt, sicheres Hinknien am Beet gelingt mit Hilfe eines umgestülpten Eimers, gegen Unkraut sollte man Rindenmulch auf den Beeten ausbringen; den Obst- und Gemüseanbau reduzieren und sich z.B. auf Kräuter beschränken. Es ist ein Buch von Gärtnern für Gärtner aller Sparten. Darüber hinaus wendet es sich auch an Therapeuten, denen die dem Garten und der Gartenarbeit innewohnenden Möglichkeiten und Potenziale näher gebracht werden sollen. Wünschenswert ist auch, dass nachfolgende Generationen in Elternhaus, integrativem Kindergarten und integrativer Schule, in Ausbildung und/oder Studium sowie der beruflichen Fort- und Weiterbildung in Sachen Barrierefreiheit sensibilisiert und informiert werden. "Der Garten einer Klinik kann dem Patienten jene natürlichen Reize bieten, auf die er im Krankenzimmer oft verzichten muß. Er hat seine vielfältig geformten Oberflächen, seine Gerüche und Geschmäcker, seine Farben und Formen. Es gibt die unterschiedlichsten Materialien, ja selbst Geräusche, denkt man an das Rascheln von Espenlaub oder das Gluckern des Wassers". Der Autor, Planer und Gärtner dieses Klinikgartens berichtet ausführlich über seine Überlegungen und die daraus entstandenen Resultate. So interessant zu lesen, daß man sich fast wünscht, mal in die Klinik eingewiesen zu werden... und aufschlußreich für jeden, der sich mit der Gestaltung eines "Sinnesgartens" beschäftigt. Auszug daraus online Webseite des Autors In dem vorliegenden Buch erläutern 11 Autoren (u. a. Dr. Fritz Neuhauser, Andreas Niepel, Christa Hüneke-Berting) aus verschiedensten Bereichen, warum, wo und wie der Garten und das Gärtnern ihren berechtigten Einsatz auch in Therapie, Pflege und Erziehung gehalten hat. finden können. Huber, Bern 2010 Broschüre über einer der bemerkenswertesten Blindengärten in Deutschland - die Villa Storchennest ,einer Begegnungsstätte für taubblinde und mehrfachbehinderte blinde Menschen in Radeberg bei Dresden. Bezugsquelle Im vorliegenden Band untersucht die Landschaftsplanerin Monika Zebski die Freiraumbedürfnisse einer aufgrund der demografischen Entwicklung immer zahlreicher und für unsere Gesellschaft bedeutsamer werdenden Gruppe: die Senioren. |


Aktualisiert am 03.08.2010