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Gedichte zum Muttertag,
Zitate und Gedichte über Mütter und Mutterliebe
siehe auch: Wissenswertes
zum Muttertag / "Muttertagsrosen"
/ Andersen-Märchen: Die Mutter
Ein Kind ohne Mutter ist eine Blume ohne Regen.
(Aus Indien)
Gott konnte nicht überall zur gleichen Zeit sein, und deswegen
erschuf er die Mütter.
(Jüdisches Sprichwort)

Meine Mutter hatte nichts als Liebe; das
Beste in mir; ich habe es von ihr.
(Peter Rosegger)
Das Mutterherz ist der schönste und unverlierbarste
Platz des Sohnes
selbst wenn er schon graue Haare trägt –
und jeder hat im ganzen Weltall nur ein einziges solches Herz.
(Adalbert Stifter)

Meiner Mutter
Wie oft sah ich die blassen Hände nähen,
Ein Stück für mich – wie liebevoll du sorgtest!
Ich sah zum Himmel deine Augen flehen,
Ein Wunsch für mich – wie liebevoll du sorgtest!
Und an mein Bett kamst du mit leisen Zehen,
Ein Schutz für mich – wie liebevoll du sorgtest!
(Detlev von Liliencron)

Keine Weisheit, die auf Erden gelehrt werden
kann,
kann uns das geben, was uns ein Wort und ein Blick der Mutter gibt.
(Wilhelm Raabe)

Ein Blumenstrauß für Mutterliebe -
das ist ein sehr geringer Dank.
Würd`st du mir glauben, wenn ich schriebe,
daß ich dich lieb, mein Leben lang?
(Verfasser unbekannt)
Das Herz einer Mutter ist
ein Abgrund,
in dessen Tiefe man immer eines findet:
Bereitschaft zum Verzeihen.
(Honore de Balzac)

Meine Mutter
Kein Vogel sitzt in Flaum und Moos
in seinem Nest so warm
als ich auf meiner Mutter Schoß,
auf meiner Mutter Arm.
Und tut mir weh mein Kopf und Fuß,
vergeht mir aller Schmerz,
gibt mir die Mutter einen Kuss
und drückt mich an ihr Herz.
(Friedrich Wilhelm Güll)
Mit einer Kindheit voll Liebe kann man ein halbes
Leben hindurch die kalte Welt aushalten.
(Jean Paul)

Kein Füllhorn, das von allen Schätzen
regnet,
Ist reicher als die Mutterhand, die segnet.
(Anastasius Grün)
Mutter wird manche ungesinnt, aber eine rechte
Mutter sein,
das ist ein schwer Ding, ist wohl die höchste Aufgabe im Menschenleben.
(Jeremias Gotthelf)

An meine Mutter
So gern hätt' ich ein schönes Lied gemacht
Von Deiner Liebe, deiner treuen Weise;
Die Gabe, die für andre immer wacht,
Hätt' ich so gern geweckt zu deinem Preise.
Doch wie ich auch gesonnen mehr und mehr,
Und wie ich auch die Reime mochte stellen,
Des Herzens Fluten wallten darüber her,
Zerstörten mir des Liedes zarte Wellen.
So nimm die einfach schlichte Gabe hin,
Von einfach ungeschmücktem Wort getragen,
Und meine ganze Seele nimm darin:
Wo man am meisten fühlt, weiß man nicht viel zu sagen.
(Annette von Droste-Hülshoff )
Wenn du noch eine Mutter hast, so danke Gott
und sei zufrieden;
nicht allen auf dem Erdenrund ist dieses hohe Glück beschieden.
(Friedrich Wilhelm Kaulisch)

Die Mutterliebe
Ein Kleinod ist das allerbest' das pfleg' ich wohl und halt
es fest
Und halt' es hoch in Ehren: Das ist die Mutterliebe gut,
Die gibt mir immer neuen Mut in allen Lebensschweren.
Und ist dein Herz so freudenleer, und ist dein Aug' so tränenschwer,
Blick' in ihr Aug' hinein: Das hat gar lichten, hellen Strahl
Und trocknet! die Tränen allzumal wie Frühlings-Sonnenschein.
(Joseph Victor von Scheffel)

An meine Mutter
Siehe, von allen den Liedern
nicht eines gilt dir, o Mutter,
dich zu preisen, o glaub's !
bin ich zu arm und zu reich.
Ein noch ungesungenes Lied,
ruhst du mir am Busen,
keinem vernehmbar sonst,
mich nur zu trösten bestimmt,
wenn sich das Herz unmutig
der Welt abwendet
und einsam seines himmlischen Teils
ewigen Frieden bedenkt.
(Eduard Mörike)

Mutterliebe
Süß wie die Mutter ist dem
Kind nichts auf der Erde.
Ja, Kinder, habt die Mutter lieb!
Das Leben bringt euch keine Liebe, die so wohl tut wie diese.
(Euripides )
An meine Mutter B. Heine, geborene van Geldern
Ich bin’s gewohnt, den Kopf recht hoch zu tragen,
mein Sinn ist auch ein bißchen starr und zähe;
wenn selbst der König mir ins Antlitz sähe,
ich würde nicht die Augen niederschlagen.
Doch liebe Mutter, offen will ich's sagen:
Wie mächtig auch mein stolzer Mut sich blähe,
in deiner selig süßen, trauten Nähe
ergreift mich oft ein demutsvolles Zagen.
Ist es dein Geist, der heimlich mich bezwinget,
dein hoher Geist, der alles kühn durchdringet
und blitzend sich zum Himmelslichte schwinget?
Quält mich Erinnerung, daß ich verübet
so manche Tat, die dir das Herz betrübet,
das schöne Herz, das mich so sehr geliebet!
(Heinrich Heine)

An die Mutter
Kennst, teure Mutter, du die schöne Fabel,
wie stets der Sonnengott zur Mutter fliegt,
die jede Nacht in ihrem welken Schoße
den wegemüden Sohn in Schlummer wiegt?
Muß er doch tagelang die Welt durchirren,
hat doch der Arme längst der Fahrt genug
durch graue Nebel, Wetter, düstre Wolken,
ach, fast so viel als je ein Mensch ertrug.
Er legt als Greis sich und ersteht als Jüngling
und strahlt mit neuer Kraft durchs Morgenrot –
O Mutter, Mutter, voller Engelsgüte, -
ich hab' es so wie diese Sonne not!
(Jan Neruda)

Muttersprache
Muttersprache, Mutterlaut,
wie so wonnesam, so traut!
Erstes Wort, das mir erschallet,
süßes, erstes Liebeswort,
erster Ton, den ich gelallet,
klinget ewig in mir fort.
Ach, wie trüb ist meinem Sinn,
wenn ich in der Fremde bin,
wenn ich fremde Zungen üben,
fremde Worte brauchen muß,
die ich nimmermehr kann lieben,
die nicht klingen wie ein Gruß!
Sprache, schön und wunderbar,
ach, wie klingest du so klar!
Will noch tiefer mich vertiefen
in den Reichtum, in die Pracht,
ist mir's doch, als ob mich riefen
Väter aus des Grabes Nacht.
Überall weht Gottes Hauch,
heilig ist wohl mancher Brauch.
Aber soll ich beten, danken,
geb' ich meine Liebe kund:
meine seligsten Gedanken
sprech' ich wie der Mutter Mund.
(Max von Schenkendorf)

Lied für alle Mütter
Unsere Blümlein sie blühen so lieblich im Grün,
Sie brauchen die Sonne zum schönen erblühn und
Der Mensch braucht ein Herz und der Mensch braucht
Ein Herz, dem er seins kann vertraun.
Und die Vöglein sie schweben, so hoch in der Luft,
Sie brauchen zum Leben die Freiheit und Licht,
Doch der Mensch braucht ein Herz, doch der Mensch
Braucht ein Herz, dem er seins kann vertraun.
Suchen wir auf der Erde das Glück dieser Welt,
So streben wir oft nur nach Gut oder Geld,
Doch der Mensch braucht ein Herz, doch der Mensch
Braucht ein Herz, dem er seins kann vertraun.
Wie zum Atmen die Lüfte, zum Trinken den Wein,
So braucht man ein Herz um hier glücklich zu sein,
Ja der Mensch braucht ein Herz, ja der Mensch
Braucht ein Herz, dem er seins kann vertraun.
(Verfasser unbekannt)

Mutters Hände ...
Hast uns Stulln jeschnitten und Kaffee jekocht
und de Töppe rübajeschom, und jewischt und jenäht
und jemacht und jedreht ...
alles mit Deine Hände.
Hast de Milch zujedeckt, uns Bonbons jesteckt
und Zeitungen ausjetragen,
hast de Hemden jezählt und Kartoffeln jeschält ...
alles mit Deine Hände.
Hast uns manches Mal bei jrossem
Schkandal auch'n Katzenkopp jejeben,
hast uns hochjebracht - wir warn Sticker acht,
sechse noch am Leben ?
Alles mit Deine Hände.
Heiß war'n se un kalt.
Nun sind se alt.
Nu biste bald am Ende.
Da stehn wa nu hier,
und dann komm wa bei Dir und streicheln
Deine Hände.
(Kurt Tucholsky)
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