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Foerster, Karl (1874-1970)

Zitate von Astern bis Wühlmäuse...

Ohne Astern, diesem brausenden Anziehungpunkt
für Menschen und Insekten, ist der Herbst in einem der wichtigsten Punkte
sang- und klanglos. Sie verklären den Mollklang des Herbstes.

Die größten Reize der Staudenastern-Sträuße in Vasen gehen von einer Verbindung der kleinen Schleier- und Sternastern mit der großblumigen, niedrigen Amellusaster und den mannigfachen Formen der hohen, großblumigen Aster aus.

Bäume und Sträucher sind das Rückgrat des Gartens.

Wir brauchen im Garten, am Haus oder in nächster Nachbarschaft ein paar alte Bäume, wenn unser tägliches Lebensgefühl nicht unter seiner natürlichen Höhe und Kraft bleiben soll.

Früher oder später muß es dahin kommen, daß kein alter Baum in oder außer dem Walde mehr geschlagen werden darf, ohne daß eine dem betreffenden Landbezirk zugewiesene Menschengruppe aus der Naturschutzbewegung ihr Urteil gesprochen hat.

Man sollte für alle Blütenpflanzen im Garten kontrapunktische Listen
aufstellen unter dem Titel "als Vermählte empfehlen sich"

Alle Blütenpflanzen müsen in genügender Zahl gepflanzt sein.
Die schönsten Blumen bringt man durch zu
kleine oder zu große Mengen um ihr Bestes.
Die Gefahren eines zuviel sind aber viel geringer und seltener.

Die Verlegung oder Verlängerung der Blütezeiten durch Stutzen aller oder einiger Triebe bald oder lang vor der Knospenzeit lassen sich ...einige Staudenarten gelehrig und gutmütig gefallen. Es soll nur an Staudenastern, Rudbeckien, Phlox Arendsii, Helenium, Heliopsis, Solidago und Chrysanthemum indicum erinnert sein. Unter den Nachtkerzen sind Oenothera missouriensis, unter den Taglilien "Maikönigin" die großen Nachblüherinnen.

Die Blume erweist sich als größerer Pionier eines neuen Verhältnisses zwischen Welt und Seele, als wir ahnen. Es gehen unvorstellbare Wirkungen von Gärten und Blumen aus.

Blumen auf dem Eßtisch heben den Wohlgeschmack der Speisen.

Die schönsten Blumen bringt man durch zu kleine oder zu große Mengen um ihr Bestes. ...Die Gefahren eines Zuviel sind aber viel geringer und seltener.

Wie oft hat man Blumen - oder Menschen - eine zu simple oder harmlose Erinnerung abzubitten!

Mit Blumen ist es wie mit Menschen.
Manche verregnen und verknittern,
andere strahlen ins Regenwetter
ja Regenstürme hinein.

Jahrelang habe ich fremde und eigene Blumengärten
denkbar kritisch aus der Nähe und Ferne angesehen,
habe überall zwischen den Blumen herumgesessen
in Stein-, Ufer-, Stauden-, Rosengärten und Einjahresblumenpflanzungen,
um die Überschneidungen der Farben und alle Gefahren zu belauern.

Manch kleine Blumenhorste am Wege überdauern Kaiser und Könige.

Die Düfte treten das Pedal in der Blumenmusik.

Schade um die vielen schönen Dinge, die ungerochen bleiben. Das Musikinstrument der Nase wird erstaunlich wenig benutzt, ein zugeklappter Bechsteinflügel. Noch ahnen die Menschen selten, wieviel Haus- und Gartenmusik das Duftreich der Pflanzen ihnen schon durch ein Gartenzaunbeet schenken könnte.

Die Natur hat lieber jemanden, der sich mit einem fruchtbaren Garteneinfall aus der Hängematte erhebt, als jemanden, der den ganzen Tag ohne Einfall im Garten umherrast.

Eigentlich erst durch Farne verschreibt man sich der letzten
und vollsten Bejahung des Gartenschattens....
Diese Wunderwelt rhythmischer Filigranentfaltung aus schönstem Grün
von Frühling bis Herbst, das in vielen Arten immergrün bleibt,
ist den meisten Gartenmenschen nach wie vor noch unbekanntes Land,
obwohl die Pflanzen mit einer Kraft der Unverwüstlichkeit und Dienstwilligkeit ohne Pflege auf ihre Gartenplätze warten.

"Blumengärten für intelligente Faule": Das Kunstwerk eines Gartens scheint mir erst dann vollkommen, wenn seine Pflegearbeiten und Pflegekosten ganz bestimmte Grenzen einhalten...Ein wahrer Moloch an Zeit und Geldverbrauch ist in vielen Fällen die Schaffung und Erhaltung eines schönen Rasens. Es gibt ungezählte Plätze, wo man den Rasen lieber durch teppichbildende Stauden ersetzt, die gar keine oder nur ganz geringe Pflegearbeit beanspruchen. Neben dem Wurzelelend der Gärten ist als zweites Elend die Unkrautplage zu nennen, der auch viel intelligenter und grundsätzlicher begegnet werden kann, als dies meist geschieht. Hier ist endlose, unproduktive Arbeit druch Pflanzung von bodendeckenden Gewächsen zu sparen. Leider sind die Gartenpfleger meist schwer dazu zu gewinnen, einen geringen Teil der durch Bodendeckungspflanzen ersparten Jätezeit auf die Freihaltung einer kleinen Erdscheibe um jede grüßere Blütenpflanze herum zu verwenden.

Die meisten Gärten sind Dokumente der Andachtslosigkeit, mit denen das Leben gelebt wird

Wenn ich noch einmal auf die Welt komme, werde ich wieder Gärtner - und das nächste Mal auch noch. Denn für ein einziges Leben wird dieser Beruf zu groß.

Zum schönsten Erlebnis des Gärtners gehört die Erfahrung, daß Pflanzen- und Gartenfreude in so hohem Maße menschenverbindend wirkt, ja Menschen aus Stummheiten gegenenander löst! Sie spüren es insgeheim, daß all dies höhere Pflanzenblühen auch auf ein höheres Bluhen der Menschenwelt hinzielt

Wer das Neue im Garten nicht mitmacht, kann seinen alten Lieblingsblumen nicht gerade in die Augen sehen.

Der Garten ist ein Brennspiegel geworden, worin sich Strahlen aus
aller Welt sammeln. Das kleine Stückchen Kosmos um unser Wohnhaus herum wird uns allmählich eine Zauberwerkstatt von immer kostbareren Möglichkeiten.

Auch ein kleiner Garten ist eine endlose Aufgabe.

Es besteht keine Gefahr, daß die Arbeit im Garten allzu gering wird.

Wer mit seinem Garten schon zufrieden ist, verdient ihn nicht

Wir wollen im Garten auch ein freiwilliges Lächeln der Natur, kein ihr allzu mühsam Abgerungenes.

Die Lenkung und Pflege des Gartens müheloser, lohnender und pardiesischer gestalten heißt aber vor allem auch Gartenfreude dem kleinen Geldbeutel, der geringeren Kenntnis, dem kleineren Zeitaufwand und auch zarteren Körperkräften zugänglich machen.

Gemeinsame Gartenfreude mit geliebten Menschen gehört zu den herzbewegensten Hochbezirken des Daseins

Kein Gartenfortschritt ohne Wagnis!

Zum eigentlichen Gartengestalter sollte man die groben und feinen Wünsche der Pflanze ernennen; hieraus entstehen die tiefen Einheitlichkeiten, also auch Stimmungskräfte eines Gartenteils bis in jeden Quadratmeter hinein.

Wer der Gartenleidenschaft verfiel, ist noch nie geheilt worden.
Er fühlt sich immer tiefer in sie verstrickt.

"Ja, aber wo sollen wir all diese schönen Dinge herbekommen?" fragen halb neugierig, halb verdrießlich viele Leser in beengten Lebens- und Gartenverhältnissen. In eine wahre und reiche Gartenzukunft für alle gehört eben - ich sage dies gern noch hundertmal - auch die Ausbildung berufsmäßiger Gartenfürsorger- oder Gartenfürsorgerinnen, die also ein festes Gehalt von den Siedlungen oder aus dem Kreis der "Abonnenten" bekommen müssen und nur die Aufgabe emsiger Betreuung zeitbedrängter Menschen bei deren Schwierigkeiten in Nutzfragen und Schönheitsdingen ihres Gartens haben. Warten doch überall auch viel mehr höhere Bedürfnisse im Menschen, als es oft den Anschein hat, ...

Gras ist das Haar der Mutter Erde. Die Gärten haben es bisher nur im geschorenen Zustand gefeiert. Auch dann ist es unersetzbr schön und bleibt unvergängliches Gartengut. Heute aber beginnen alle Herrlichkeiten und Reize der ungeschnittenen Staudengräser in die Gärten zu ziehen, von den Zwerggräsern bis zu den Riesengräsern. Ees bleibt ihnen in unserem Gartenleben eine Rolle vorbehalten, die noch unabsehbar ist, weil der Einzug der Gräser erst in den allerersten Anfängen steckt.

Es gibt bronzefarbene, bläuchliche, blaugrüne, stahlblaue, weißgelbe, mit Goldleisten oder auch mit Stachelschein-Streifen geschmückte Gräser, die im Vorfrühlung, Frühling, Sommer, Herbst oder Spätherbst erblühen, monatelang im Blütenschmuck stehen, also auch während des Winters, - Gräser, die durch prachtvolle oder leise Herbstfärbungen laufen, Sonne und Trockenheit oder Sumpfboden und Wasserüberflutungen oder tiefen Schatten und Gehölzwurzelfilz, heißen Böschungssand oder Felsgeröll ertragen.

Gräser und Farne bringen in die Gartenbilder das Wunder des Natürlichen.

Gräßlich - ein Garten ohne Gräser!

Gartengräser treiben ihr Spiel in vielen Staudensträußen.

Die Hauptvoraussetzungen für wirksame Zusammenfassung der Farben, Formen und Charaktere sind sowohl im architektonischen Garten als auch im Naturgarten die folgenden: Genaue Kenntnis der Blütezeiten, der Farbenzusammenklänge, der Stimmungseinheiten, wie sie aus den Natur- oder Kulturcharakteren der Pflanzen hervorgehen und dem Charakter des gewählten Gartenplatzes entsprechen.

Die vieljährige Bornimer Zuchtarbeit an dieser für den Garten und den Schnittblumenhandel gleichermaßen wichtigen, absolut unverwüstlichen Staude [Heliopsis - Sonnenauge] hatte die Aufgabe, ihr manche Fehler abzugewöhnen, so den schlechten, wackeligen Bau, die Schüttelflecken an den Blumen nach schwerem Regen und Verkrüppelung vieler Blüten an der alten Pflanze.... Die Heliopsis sind zwar sonnenliebende Rabattenstauden, die frische Böden erwarten. Doch vertragen sie auch Halbschatten. Bei großer Hitze brauchen sie Wassernachhilfe! Langspielplatten!

Wer Herbstgarten sagt, muß auch Silberfahnengras, Kupferhirse und Lampenputzergras sagen.

"Herr Foerster, was machen Sie gegen den Löwenzahn?" - "Lernt den Löwenzahn lieben".

Natur redet eine wunderbare Sprache

Auch nach jahrzehntelangem Leben in freier Natur werden uns immer noch Eindrücke und Anblicke im Kleinen und Großen zuteil,
bei denen wir fühlen: dies sehe oder beachte ich heute zum erstenmal.

Die Natur hat lieber jemanden, der sich mit einem fruchtbaren Garteneinfall aus der Hängematte erhebt, als jemanden, der den ganzen Tag ohne Einfall im Garten umherrast.

Wir sind hochentwickelte Organe jenes Etwas, das hinter dem grünen Blatt der Natur versteckt liegt.

Es handelt sich bei modernen Naturgärtchen nicht um eine bloße Nacherschaffung wilden Naturreizes ...Durch die Hinzunahme eindrucksvollster Pflanzengestalten anderer Länder und Welten entsteht hier ein universales Nachbild der Natur, das uns noch tiefer in seinen Bann zieht, aber von der Dumpfheit eines früheren Bannes befreit.

Leider gehen noch heute die meisten Gartenfreunde durch ihr ganzes schönes Gartenleben ohne Ahnung, daß sie an einem der schönsten Erdteile der Blumenwelt, nämlich der Aristokratie der Paeonia, vorbeisteuerten.

Es gibt nicht nur unter Menschen, sondern auch unter den Pflanzen stille Humusbildner des Glücks.

Das Leben ohne Phlox ist ein Irrtum. Ihm fehlt ein Kronjuwel. Phlox ist das eigentlich große Farbensiegel des Hochsommerglücks. Ich wüßte kaum, von welcher Pflanze in ihren vollen, monatelangen Entfaltungen so viel Farbsensationen und solche Sättigungen des Auges ausgingen wie vom Phlox! Alteingewachsene Pflanzen edelster Phloxe scheinen in den Zeiten ihres Vollflors in einer Glückserfüllung zu stehen, von der ihr Dufthauch eine sommertrunkene Botschaft bringt... Er wird älter als ein Landpfarrer, bedarf allerdings etwas häufigerer Versetzung zur vollen Erhaltung seiner Lebenskraft.

Ein Garten ohne Phlox ist nicht nur ein bloßer Irrtum, sondern eine Versündigung gegen den Sommer.

Die schlechten Phloxe haben vielfach nur 40 Zentimeter hohe, ziemlich ärmliche Büsche hervorgebracht, während die Phlox-Sieger noch im siebten Jahr unberührten Wachstums imponierende Farbenbüsche formten

Sommer und Leben wären wirklich ärmer ohne diesen Duft spendenden Begleiter [Phlox] von fünfzehn Sommerwochen, er hat so recht einen altväterischen Sommerduft, einen Duft, der uns auf Erden heimisch machen will.

Es gehört ja zum größten Reiz des Phloxflors im Garten, daß monatelang immer neue Massen dieser Fesselballons in milden, brennenden, schneeigen oder sonoren Farben aufsteigen, und daß dann auch noch das endlose Spiel des gestutzten Nachflors in reichen Farbenschleiern folgt.

Früher blühte der Rittersporn drei Juniwochen, jetzt dauert der Flor von Ende Mai bis gegen Ende Juli. Im September/Oktober treten dann die neueren Rittersporne zum zweiten Male in Blüte, wenn sie einigermaßen gut genährt sind und nicht zu dicht und trocken stehen; der Nachflor beginnt vierzehn Tage früher, falls gleich nach dem Verblühen der Blütenstiele dicht über dem Boden abgeschnitten wird.

Je schöner ein Garten ist, desto mehr schöne Plätze für Rosen ergeben sich von selbst.

Strauch-Rose - vielgestaltiger Wunderstrauch,
abgerückt von allen Pflanzen der Erde -
nach jahrtausendalter Volkstümlichkeit
noch im Anfang der Entfaltung
voll alljährlicher Überraschung jeder Art

Die Frage der härtesten Polyanthahybriden ist deswegen so wichtig,
weil man ohne Erdbehäufelung auskommt
und deshalb zwischen die Rosen Tulpen und Hyazinthen legen kann

Leben mit Rosen ist nicht nur geistiges Glück sondern geht uns in besonderer Weise ins Blut und bringt etwas wie einen ambrosischen Nervenzustand mit sich, der mit nichts vergleichbar ist.

So hat man das zauberhafte kleine Heldengewächs (Schneeglöckchen] gern in allerlei Varianten und freut sich über die Streckung des Blütenflors, ärgert sich aber immer über die vielen Schneeglöckchentrupps in den Gärten der Welt, denen die nötige farbige Blütennachbarschaft versagt wird

Was wissen wir denn von den Schmetterlingen und Raupen unserer Gärten?
Nicht viel mehr als sie von uns!

Die Sorte ist das Schicksal des Gartens.

An den Aufgaben der Staudenrabatte kann sich der kleinste und der größte Gartenkünstler versuchen. Ihre Fortschritte, Probleme und Reize könnten allein ein ganzes menschlisches Arbeitsleben ernsthaft ausfüllen und in steigendem Maße elektrisieren.

Stauden sind Blumen, die im Winter aus scheußlichem Gestrüpp bestehen oder gar nicht vorhanden sind, falls man nicht in der Erde nachwühlt.
Bei einem Mindestmaß an Freundlichkeit blühen sie jedes Jahr wieder. Hat man sie lieb, bedanken sie sich überschwenglich.

Meine Hinneigung zur Staudenwelt war durch das Landschaftserlebnis entstanden. Sie kam eigentlich aus einer Waldwiesenstaude zwischen Herbstzeitlosen, die im wundervoll fahlen Oktobersonnenschein standen. Die Stauden schienen mir in landschaftsvordergründen Zünder für die feinstens Jahreszeit - und Landschaftserlebnissen und boten die augenscheinliche Möglichkeit, in die kahlen Böden der Gärten Teppiche zu rollen. Allmählich war das alles, verstärkt durch Beobachtungen in Gärtnereien, so deutliches Lebensprogramm geworden, daß nun auch praktisch mit einer kleinen Gärtnerei angefangen werden mußte.

Wer Träume verwirklichen will, muss wacher sein und tiefer träumen als andere.

Trockenblumen ... tragen den Sommer weit in den Winter hinein.

Mit den neuen Tulpenfarben läßt sich unglaublich feine Musik machen; meist wird Paukenmusik gemacht. Die übliche klotzige Massenverwendung bringt uns um die eigentliche beste Tulpenfreude.

Rauhreif benimmt dem Winter alle Erdenschwere. ...Rauhreif ist die Mozartmusik des Winters, gespielt bei atemloser Stille der Natur... Mit ganz anderem, breiten Pinselstrich arbeitet der Schnee und holt eine völlig andere Schönheit aus der Pflanzenwelt heraus. Er stellt viel tiefere Ansprüche an die Schönheit eines Gartens und Parkes, um sein Reich voll entfalten zu können. Je schöner und reicher ein Garten im Sommer ist, desto schöner ist er auch im Schnee. Ganz besondere Träger seiner Schönheit sind aber kahle Gehölze von edler, reicher Verzweigung und Nadelhölzer.

Ein doppelt so langes Vorspiel wie früher leitet den immer festlicheren Blumenreigen des neuen Gartens ein. Wenig Menschen wissen, daß schon in der Schneeglöckchenzeit 40 bis 50 Blütenstauden und Blütensträucher bunte Farben in den winterlichen Garten tragen und uns einen ganzen Gartenblumenmonat mehr bringen können, als unsere Eltern kannten.

"Herr Foerster, was machen Sie gegen Wühlmäuse?" "Wir schimpfen".

Weitere Karl Foerster Zitate
Karl Foerster Kurzbiographie
Karl Foerster Bücher und Veröffentlichungen (Quelle)

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