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Giesskanne - unser Symbol für den gärtnerischen InhaltFoerster, Prof. Dr. hc. Karl (9.3.1874-27.11.1970) Karl Foerster - Copyright Foto Gartenzeitung  berühmter Staudengärtner, Staudenzüchter, Schriftsteller und Gartenphilosoph - Leben und Werk

1874
Am 9. 3. wird Karl Foerster (fälschlicherweise "Förster" geschrieben) als Sohn des Direktors der Königlichen Sternwarte, Wilhelm Foerster und der Malerin Ina Foerster, geb. Paschen  in Berlin geboren.
Foerster hatte noch zwei Brüder und zwei Schwestern. 

1889-1891
nach Besuch des Friedrich-Wilhelm-Gymnasiums in Berlin Gärtnerlehre in Schwerin.
"Ich trat mit regelrechter Gärnerlehre in meinem Beruf ein und suchte jahrelang in ihm herum".
Beginn der fotografischen Arbeit

1892-1903 
Besuch der Gärtnerlehranstalt Wildpark bei Potsdam und "Lehr- und Wanderjahre". 
Als Gehilfe studierte er - u. a. bei dem Pflanzenzüchter und Gartenarchitekten Ludwig Winter in Bordighera an der italienischen Riviera - frühe Naturgartenbeispiele.
Entstehung seiner "Hinneigung zur Staudenwelt"

1903 
Beginn des Aufbaus der eigenen Gärtnerei auf dem elterlichen Gelände in Berlin-Westend
"Spezielles Programm meiner Gärtnerei ist es, ein begrenztes Sortiment aus dem Chaos der Arten und Sorten unter dem Gesichtespunkte des Zusammentreffens der großen Schönheitseigenschaften mit den grossen praktischen Dauer- und Willigkeitseigenschaften herauszuarbeiten". 

1906 
erste Veröffentlichung in der Presse (Pan und Psyche im Feuilleton der Zeitung "Hamburgischer Correspondent").

1907 
erscheint der erste Foerster-Katalog. 

1909 
Erste Veröffentlichung in der Fachpresse: Winterhart ausdauernde japanische Chrysanthemen für trockene Gärten in: Der praktische Ratgeber für Obst- und Gartenbau

1910 
Umzug der Gärtnerei nach Potsdam-Bornim; er verwandelt ein ca. 5000 qm großes Ackergelände zu einem Gartenreich mit dem berühmten Senkgarten. Die Gegend nördlich des Parks von Sanssouci, die sogenannte Bornimer Feldflur, gehört zu der von Peter Joseph Lenné gestalteten Landschaft um Potsdam. 
Schon bald galt es als etwas Besonderes, bei der Gärtnerei Foerster zu arbeiten.
Erster Vortrag: "Einladung zum Vortrag am Freitag, den 11. November 1910: Vortrag des Herrn Karl Foerster, Besitzer von Großkulturen winterharter Blütenstauden in Bornim bei Potsdam, bisher in Westend-Berlin, spricht über: Neueste Fortschritte der Staudenwelt mit besonderer Berücksichtigung des märkischen Gartens. Den Vortrag begleiten cirka 120 farbige Naturaufnahmen nach dem System Lumiere" - einer er ersten von Foerster`s Vorträgen. Aus einem späteren Brief Foersters: "Am 12. Oktober ist also mein Vortrag in der Urania mit 200 Lichtbildern! Ohnmächtige werden kostenlos herausgetragen..."

1911 
Erster Bornimer Katalog

1912 
Foersters erster enzianblauer Rittersporn erhält den Namen `Arnold Böcklin` zu Ehren des Lieblingsmalers seiner Mutter, dessen Gemälde Jagd der Diana er später in seinem Band Von Landschaft, Garten, Mensch" interpretiert.

1916 
bekommt Foerster den Auftrag, Pflanzen für die erste Bepflanzung der Anlagen um Schloß Cecilienhof (heute Gedenkstätte des Potsdamer Abkommens von 1945) zu liefern. 
Eine überlieferte Geschichte erzählt, daß er zu einem Lichtbildvortrag in das Schloß eingeladen wurde und dort in Begleitung von fünf Freundinnen erschien, die er, bar jeder Devotion, bei seinem Vortrag zuhören lassen wollte. Daß dies unmöglich sei, weil es gegen die Etikette verstieß, mußte ihm vom Hofgärtner erst mühsam auseinandergesetzt werden...Dazu paßt auch eine andere Anekdote: Einem Mitglied des preußischen Königshauses, das sich bei einem Besuch der Gärtnerei über die vielen Etiketten auf den Beeten wunderte, antwortete Foerster: "Ja, bei den Stauden ist die Etikettenfrage wichtiger als bei Hofe!"

1917 
Beginn der Freundschaft mit dem Pianisten Wilhelm Kempff
"Vom Blütengarten der Zukunft" erscheint mitten im Krieg, nach Foersters Heimkehr aus dem Militärdienst; das Vorwort verfaßte Willi Lange.
Das Exemplar wurde mit 25.000 Exemplaren an die Verwundeten in den Lazaretten und die Soldaten in den Gefangenenlagern geschickt. Das Buch war, wie Georg Pniover 1959 urteilte, "im besten Sinne zeitgemäß"; es senkte sich "wie ein Samenkorn in die Herzen der Menschen". Viele Menschen, die später in nähere oder engste Verbindung zu Karl Foerster traten, verdanken ihre erste Bekanntschaft mit ihm diesem Buch- z. B. Gartenarchitekt Heinrich Wiepking-Jürgensmann und der Gartenschriftsteller Christian Grunert,der schreibt:
"Mir wurde plötzlich klar: mit dergleichen schönen Dingen geht ein Gärtner um, die schafft er und mehrt damit das Schöne auf Erden. Wäre es nicht vermessen, so würde ich sagen, daß aus einem Saulus ein Paulus wurde".

1920 
Erster züchterischer Erfolg am Rittersporn mit Delphinam elatum `Berghimmel". 
Beginn der Freundschaft mit dem Architekten Otto Bartning, der später das Geleitwort zu seinem Buch "Tröste mich, ich bin so glücklich" schreibt.
Ab April Herausgabe der Zeitschrift "Gartenschönheit" mit Oskar Kühl und Camillo Schneider
Über 1000 Abonnenten waren schon vor Erscheinen sicher. Oskar Kühl, der Verleger, war mit Martha, Foersters jüngsten Schwester verheiratet.
G. Pniower sieht die Herausgabe dieser Zeitschrift , die bis 1941 erschien, heute als "besonders bemerkenswerte Kulturtat" an. 
Fotos der Titelseiten Gartenschönheit Jahrgang 1923

1925 
Beitrag in den Monatsheften von Velhagen & Klasing: "Blumengärten für intelligente Faule!"
(Zitat daraus)
"Unendliche Heimat" erscheint

1927 
heiratet er die - 28 Jahre jüngere - Tochter des Stettiner Kirchenmusikdirektors D. Ulrich Hildebrandt. Eva gab ihm zuliebe ihre Karriere als Sängerin auf; doch ihre Hauskonzerte lockten Wilhelm Kempff, Edwin Fischer und so manch anderen Musiker nach Bornim. 

1928
gründet Foerster gemeinsam mit den Gartenarchitekten Hermann Mattern und der Gartenarchitektin Herta Hammerbacher von der TU Berlin die Arbeitsgemeinschaft "Gartengestaltung in Bornim"
Nun wird Bornim ein "Worpswede der Gartengestalter", es formte sich der "Bornimer Kreis" 
Der Begriff „Bornimer Kreis“ wurde aber wahrscheinlich 1985 erstmalig öffentlich im Rahmen der Bundesgartenschau in Berlin eingeführt. Die Bezeichnung umfasst einen Personenkreis, der vornehmlich in den 20er und 30er Jahren mit Karl Foerster eng zusammenarbeitete, aber auch Freunde, die die Naturphilosophie und den Gartengedanken Foersters teilten. Den Kern bildeten neben Foerster und seiner Frau Eva, Mattern und Hammerbacher die Gartenarchitekten Walter Funcke, Hermann Göritz, Karl-Heinz Hanisch, Richard Hansen, Gottfried Kühn, Alfred Reich und Berthold Körting. Erweitert wurde die Gruppe durch den Architekten und Schriftsteller Otto Bartning, sowie seinen Bruder, den Maler Ludwig und dessen Tochter, Esther Bartning, ebenfalls Malerin, die Architekten Hans Poelzig, Hans Scharoun, die Pianisten Wilhelm Kempff und Edwin Fischer, den Dirigenten Wilhelm Furtwängler, die Schriftstellerin Karla Hoecker, den Kunsthistoriker Edwin Redslob, den Verleger Werner Stichnote und den Maler Sigward Sprotte. Es handelte sich um keine bewusst organisierte Gruppierung, sondern um einen um Karl Foerster gebildeten Freundes- und Arbeitskreis. Die meisten lebten in Potsdam und waren oft bei Foerster zu Gast. Es war vor allem die Persönlichkeit Foersters, die die Menschen faszinierte.  (Quelle)
Zu den "Foersterianern" - eine besondere Gattung von Gärtnern und Gartenarchitekten, die aus diesem Kreis von Architekten, Künstlern und Gärtnern um Karl Foerster hervorgegangen sind, zählen der Potsdamer Gartenarchitekt Walter Funcke und Gottfried Kühn (1912-2002), die Gärtner Hermann Göritz, Richard Hansen und Alfred Reich. Vom Bornimer Kreis kamen belebende Impulse für Gartengestaltung und Pflanzenverwendung wie ausgeprägte Raumbildung und die Berücksichtigung der Lebensgemeinschaften der Pflanze. U. a. entstand nach Entwürfen des Frankfurter Gartenbaudirektors Max Bromme und Künstlern des Bornimer Kreises der 14 Hektar große Park des IG-Farben Baus in Frankfurt (Poelzig-Bau).
Foerster lieferte die Pflanzen für die angefertigten Entwürfe; dabei kam es zur wechselseitigen Beeinflussung. Die Zeit- und Geldersparnis durch die Anlage pflegeleichter "Blumengärten für intelligente Faule" wurde für seine Auftraggeber, meist private Gartenbesitzer, im Zuge der Wirtschaftskrise 1929/1930 immer wichtiger. Der neue Garten sollte nicht nur repräsentativ, sondern vor allem "wohnlich", d. h. vielfältig nutzbar sein. 

1929
Beginn der Vortragstätigkeit im Rundfunk. 
"Der neue Rittersporn - Geschichte einer Leidenschaft" erscheint

1930 
Foerster übernimmt die Gestaltung eines Wochen-Abreiß-Kaleners "Werden und Wachsen" 
auf das Jahr 1931. 
Hermann Göritz kommt zu Foerster

1931 
wird seine Tochter Marianne Foerster  am 1. Januar geboren
Die heutige Hausherrin im Foersterhaus und Garten absolvierte 1947-1950 bei ihrem Vater eine Lehre als Gärtnerin. Nach Aufenthalten in Schweden und in der Schweiz arbeitete siejahrelang  in Belgien als Mitarbeiterin des nahmhaften Gartenarchitekten Professor René Pechère; u. a. bei der gärtnerischen Gestaltung der Brüsseler Weltausstellung. Sie gestaltete den Karl Foerster-Garten auf der Bundesgartenschau in Kassel 1981. Mit Sondergenehmigung der DDR-Regierung konnte sie ihre Eltern regelmäßig besuchen. 
Nach der Wende ist sie zurückgekehrt und hat das gärtnerische Erbe angetreten, führt Gruppen durch den Foersterschen Garten..

1932 
Erste Foerstersche Phlox-paniculata-Sorten kommen in den Handel; die erste Sorte wird "Wennschondennschon" benannt. Auch neue Sorten von Rittersporn, Astern und viele Gräser brachte er heraus. 

1933 
Foersters Mitarbeiter Heinz Hagemann (der sich später selbstständig machte und dessen renommierte Staudengärtnerei inzwischen von Till Hofmann (Traumräume) übernommen wurde) ) bringt Rudbeckia sullivantii `Goldsturm` aus irgendeinem böhmischen Garten mit; sie wird in Bornim getauft und vermehrt.
In der Nazi-Zeit beschäftigten die Foersters in der Gärtnerei jüdische Freunde, die so überleben konnten. Der Gartenarchitekt Walter Funcke, damals Mitarbeiter Foersters, berichtet, daß er als Mitglied der KPD 1933 verhaftet, nach einem halben Jahr entlassen und von Foerster sofort wieder eingestellt worden sei, wozu zweifellos Mut gehörte. 
Als Pflanzenzüchter widersetzte er sich den Forderungen vieler Nationalsozialisten nach einer ausschließlichen Verwendung heimischer "bodenständiger" Pflanzen.
"In unseren nordischen Geistesadern kreist auch Blut südlicher Geisteswelten, auf unserem Mittagstisch stehen Gerichte aus fünf Erdteilen und in unseren Bauerngärten wachsen "althergebrachte" Stauden aus chinesischen Alpenwiesen und amerikanischen Prärien, nämlich Tränendes Herz und Phlox, bodenständige Embleme unseres Heimatgefühls. Also für Heimatpuritaner und ihre Überfremdungsängste haben wir nur ein Lächen und empfinden sie gewissermaßen als vom Sturm der Entwicklung entwurzelter Leute".

1934 
"Der Garten als Zauberschlüssel "erscheint

1935
liefert er die Pläne für die Gartenanlage und Pergola am Wernerwerk-Hochhaus in Siemensstadt

1936 
"Der Steingarten der sieben Jahreszeiten" erscheint. Darin sprach Foerster als erster von "sieben Jahreszeiten" mit Vorfrühling, Frühling, Frühsommer, Sommer, Herbst, Spätherbst und Winter

1937 
"Glücklich durchbrochenes Schweigen" erscheint
Reise zur Weltausstellung nach Paris

1939 
erste Foerster-Heliopsis-Sorte "Goldgrünherz" wird angeboten. 
1940 "Blauer Schatz der Gärten" erscheint;
Erste Foerster-Helenium-Sorte `Kupfersprudel`. 
1941 
"Gleichschaltung" der Zeitschrift "Gartenschönheit" unter dem Titel "Gartenbau im Reich", wobei sie völlig ihre Gesicht verliert.
"Von Landschaft, Garten, Mensch" erscheint; es ist hauptsächlich für die deutschen Soldaten gedacht...
Eröffnung des öffentlichen Schaugartens auf der Potsdamer Freundschaftsinsel.
 Foerster war auch der Initiator der Sichtungsgärten in Bern/Schweiz und Riga /Lettland, nach dem Krieg entstanden der Schau- und Sichtungsgarten Weihenstephan in Bayern, Hannover und Hamburg sowie 1950 speziell für Stauden in Erfurt. 

1943-1945 
Züchtung und Versand liegen brach; es muß Gemüse angebaut werden; 
Aus einem Brief vom 20.5.1944 "Das Unkraut brandet an meine kostbarsten, wichtigesten Neuzüchtungen, und ich bin täglich hinterher, alles Unersetzbare zu schützen und durch den Zeitenstudel zu gelungen"
Beginn des Briefwechsels mit Elisabeth Koch.

1945 
nimmt die sowjetische Militär-Administration "die Gärtnerei als Züchtungs- und Forschungsbetrieb winterharter Blütenstauden" unter Schutz. 

1946 
Beginn am im Auftrag der Akademie der Wissenschaften der UDSSR zu verfassenden Manuskript "Meine Lebensarbeit 1907-1946 an der Veredlung und Ertüchtigung der winterhart ausdauernden Stauden" 

1947
nimmt der Zuchtbetrieb nach dem Krieg erneut seine Arbeit auf. Das Kaiserreich, die Weimarer Republik, das „Dritte Reich“  jetzt die DDR vier politische Systeme, darunter zwei Diktaturen, hat er also erlebt.

1948
Foerster restauriert den Goethe-Garten in Weimar.
Goethe war eine Leitfigur für Foerster. Wie dieser wollte er das Nützliche mit dem Schönen verbinden und so mag es ihm gefallen haben, daß er 1948 den Auftrag erhielt, den Garten des Dichters zu restaurieren.Die Umwandlung des Schwertlilienrondells vor dem Haus in eine Rabatte geht auf ihn zurück. Foerster stellte auch fest, daß ein großer Teil der Rasenflächen mit Giersch durchwachsen war; "es müßten 1000 qm Rasenfläche und 35o qm Pflanzfläche eineinhalb Spaten tief umgegraben werden". Aus seiner Gärtnerei stammen viele der Pflanzen, die wir heute noch im Goethe-Garten vorfinden. Foerster lieferte u. a. 60 Iris germanica in 9 Sorten, 65 Phlox in 8 Sorten, 46 Delphinum in 4 Sorten und 50 Farne.
"Gestern komme ich aus Weimar, wo ich den Goethe-Garten zu restaurieren habe. Welch herrliche Frühlingsstadt der uralten Bäume und Gesträuche...Conferierte lange mit Erfurts Oberbürgermeister..(über) Bau eines großen dauernden Ausstellungsgarten, lebende Mustermesse des Gartenfortschritts aller Erdteile unserer Nordzone". (Brief vom 16.5.1948)
Peter Altmann (1915-2005) tritt in den Foersterschen Betrieb ein
Er war der letzte der bedeutenden Gärtner aus der engen Umgebung Karl Foersters. 

1949 
beginnt wieder der Staudenversand; der erste Nachkriegskatalog erscheint. 
Zu DDR-Zeiten war es die einzige Staudengärtnerei und sie belieferte das ganze Land.

1950 
erhält Foerster die Ehrendoktorwürde der Berliner Humboldt-Universität

1952 
"Neuer Glanz des Gartenjahres" erscheint

1955 
Verleihung des Nationalpreises III. Klasse
Gespräch mit Professor Hansen über die Realisierung von Staudensichtung - auch auf der Freundschaftsinsel Potsdam - in Gegenwart von Peter Altmann 
"Offiziell konnten wir nichts vom Westen übernehmen..." (Peter Altmann)

1957 
"Einzug der Gräser und Farne in die Gärten" erscheint
Eröffnung des Karl-Foerster-Gartens in Erfurt

1959 
wird Foerster anläßlich seines 85. Geburtstags Ehrenbürger der Stadt Potsdam
(es gibt in Potsdam eine Karl-Foerster Grundschule). 
"Warnung und Entmutigung" erscheint.
Die Gärtnerei wird in eine Kommanditgesellschaft mit staatlicher Beteiligung umgewandelt. 

1962 
"Ferien vom Ach" erscheint
1964 
wird er anläßlich seines 90. Geburtstags zum Professor ernannt.

1965 
Gründung der "Karl-Foerster-Stiftung 
für angewandte Vegetationskunde zur Förderung von Arbeiten in seinem Sinne" auf Initiative von Professor Hermann Mattern, TU Berlin-West. 
Foerster spielt die "Hauptrolle" (als 91jähriger!)  im von Gerhard Jentsch gedrehten Kurzfilm "Verliebt in Stauden", 
der auch anläßlich der BUGA 2001 im Filmmuseum gezeigt wird.

1966 
Wahl zum ersten Ehrenmitglied der Internationalen Staudenunion.

1967 
Foerster wird Außerordentliches Mitglied der Akademie der Künste Berlin (West). 

1968 
"Es wird durchgeblüht" erscheint.

1969 
Verleihung des Titels "Verdienter Züchter".
Gestaltung des Staudengartens von Fabrikbesitzer Krauss Schwarzenberg am Wannsee
Zum 95. Geburtstag: 
Ausstellung "Gartenfreude für alle" im Hans-Marchwitza-Haus in Potsdam und Ausstrahlung des von Annelies und Ernst Laude gedrehten Farbfilms "Ein Leben für die Blumen" mit Karl und Eva Foerster 

1970 
Ausstellung über Leben und Werk Karl Foersters in der Deutschen Staatsbibliothek in Berlin im September /Oktober.
Karl Foerster stirbt im 27. November 96jährig in seinem Haus in Bornim. 
Zuletzt hatte Foerster sich im Rollstuhl am 20.11. in seinen Garten fahren lassen, " immer noch mit Energie und schafem Blick sich über fehlende Etiketts geärgert, die Obergärtner zusammengerufen und kraftvoll den Dirigentenstab geführt". Das Manuskript , das ihn zuletzt beschäftigte, "Urgeleise" war noch nicht fertiggestellt...(ein Teil davon ist in dem Buch: Ein Garten der Erinnerung"enthalten.)
Beigesetzt wird er auf dem Alten Bornimer Friedhof. 

Im Tierpark-Gelände Berlin-Lichtenberg steht ein Karl-Foerster-Denkmal, etliche "Karl Foerster Gärten" erinnern an ihn - so auf dem Ausstellungsgelände der Erfurter Garten- und Ausstellungs-GmbH Cyriaksburg (ega), im Britzer Park, im Berliner Erholungspark Marzahn und im Palmengarten Frankfurt. Foerster erhielt viele Ehrungen: er war Ehrenmitglied der Internationalen Stauden-Union, der Alpine Garden Society und der Österreichischen Gartenbau-Gesellschaft. Außerdem gibt es eine "Karl-Foerster-Anerkennung" für "hervorragende Pflanzenverwendung" im Rahmen des Peter-Joseph-Lenné-Preises des Landes Berlin. Zahllos dieReden, die bei den verschiedenen Gelegenheiten zu Ehren Karl Foersters gehalten wurden, zahllos die Artikel über ihn, in der Tagespresse wie in Fachzeitschriften...

"Schon die letzten Jahrzehnte haben, allem Sturm zum Trotz, unsere Gärten um ungeahnte Schätze aus allen Weltgegenden bereichtert. Was erst mag im kommendem Jahrhundert dem Garten beschieden sein!"

Karl Foerster gewidmete Pflanzen: Karl Foerster Kordes-Rose Foto Wolfgang BrandtRose 'Karl Foerster' / Molinia arundinacea `Karl Foerster` / Calamagrostis x acutiflora `Karl Foerster`

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