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- und die Freundschaftsinsel in Potsdam |
"Vor fünf Jahren überreichte ich
dem Oberbürgermeister eine Denkschrift, die sich mit der Wichtigkeit
eines großen Schau- und Sichtungsgartens über die Hochqualitäten
des deutschen Gartenblumenreiches in Potsdam beschäftigte und über
Potsdam hinaus von der notwendigen Vielheit solcher etwa 30-40 Morgen großen
Gemeinschaftsgärten durch ganz Deutschalnd hin handelte. Ich schlug
damals das Gelände westlich des Neuen Palais vor. General Friedrichs
ging den Möglichkeiten der Planverwerwirklichung nach und erwählte
schließlich die mit Laubengärten und Boostwerften und malerischem
Geruümpel dicht bestandene Freundschaftsinsel, deren 40-60 Bewohner
entschädigt wurden und den Platz für viele Tausende und ihre
Freunde am ernsthaften Kulturwerk der Garten- und Pflanzenveredlung freimachten".
(Karl Foerster 1942, aus: Der Inselgärtner). Hier setzte Foerster seine Vision für
Schau- und Sichtungsgärten um, die zum Vorbild für andere Schau-
und Sichtungsgärten in Deutschland wie auch in anderen Ländern
wurde. Staudenarten aus aller Welt und neue Züchtungen sollten systematisch
gesammelt und beobachtet werden, wobei der Schaugarten gleichzeitig Information,
Freude und Erholung für Fachleute und Laien bieten sollte. Vorbild
waren der Sichtungsgarten in Wisley, der Palmengarten in Frankfurt, die
botanischen Gärten in München-Nymphenburg und Dresden, das Rosarium
in Sangerhausen. 1941 fand die Eröffnung statt.
Seit Herbst 1997 wurden vom Sanierungsträger Potsdam 7,5 Millionen Mark Fördermittel des Landes in die Insel investiert, um sie pünktlich zur BUGA wieder zu dem zu machen, was sie einmal war: ein Gartenjuwel mitten in der Stadt, jetzt umzäunt, um neuem Vandalismus vorzubeugen. Zwei Jahre lang wurden in einer europaweiten Suche alle noch auffindbaren Staudenzüchtungen Foersters zusammengetragen und gepflanzt. 362 waren bekannt, 204 hat man gefunden, Phloxe vor allem, Astern und Rittersporne, Sonnenauge und Palmlilie. Der jetzige "Inselgärtner" Jörg Näthe, der auch über die Insel führt, freut sich über den reichhaltigsten Bestand an Foerster-Stauden in Deutschland. Insgesamt sind 100.000 Stauden (1200 Sorten), Farnen und Gräsern angepflanzt. Kostenfrei zugänglich. |
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