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- Kaminer, Wladimir Mein
Leben im Schrebergarten 224 S. m. Zeichn. v. Vitali Konstantinov Goldmann 2009
Wladimir Kaminer (1967) gilt als einer der erfolgreichsten Jungautoren
in Deutschland. In seinen Büchern beschreibt er mit dem Blick des
russischen Emigranten und eigensinnigem Humor alltägliche und absonderliche
Begebenheiten in Berlin; die Szene in Berlin begeisterte er mit seinen
"Russendisko". In diesem Buch stürzt er sich 2006 als Inhaber der
Parzelle 118 in der Berliner Kleingartenkolonie "Glückliche Hütten"
mit seiner Frau Olga und den beiden Kindern in das "Abenteuer Schrebergarten".
Olga will vom Liegestuhl aus den Rosen beim Blühen zusehen und denkt
an gesellige Grillabende, während Wladimir an seinem nächsten
Buch arbeiten will. Die Kinder werden sich hoffentlich selbst beschäftigen
können. Doch die erhoffte Idylle bleibt aus, die naive Vorstellung
vom Wochenendparadies lässt sich schnell schon nicht mehr aufrechterhalten.
Es kommt u. a. zu Konfrontation mit kleinbürgerlicher deutscher Regelungswut
( z. B. die Häufigkeit des Rasenmähens, das Verbot des Anpflanzen
bestimmer Pflanzen, das Benutzen einer Biotoilette und vor allem die Nichtbeachtung
des Rhabarbers) und anderen unerwarteten Schwierigkeiten. Kaminer berichtet
auch von Fruchtfliegen, und seinem Nachbarn Günther Grass (nein, nicht
"der"), seinen Kampf mit unsichtbaren Unkrautwurzeln, die Segnungen einer
unübersehbaren Apfelernte, die Eigenheiten seiner Gartenfreunde und
die Vollversammlung des Kleingartenvereins, auf der die „Schurkenparzellen“
angeprangert werden. Diese Geschichten, bei denen man oft lauthals lachen
kann, nehmen aber leider nur einen kleinen Teil des Buches ein, denn der
Autor entfernt sich immer weiter von seinem ursprünglichen Thema und
berichtet dann mehr von seinen anderen Erlebnissen im (Fußball)jahr
2006. Viel schöner hören sich die Geschichten jedenfalls vom
Autor selbst vorgelesen als an; das habe anläßlich seiner Lesung
während des Ippenburger Gartenfestivals 2008 feststellen können.
Also mein Rat, wenn, dann kaufen Sie sich das Hörbuch!
- Kaschnitz, Marie Luise Der alte Garten DTV München 1995
Zwei abententeuerlustige Kinder dringen in einen verwilderten Garten
mitten in der Grossstadt ein...und die Natur wehrt sich gegen die ungestümen
Eindringlinge ... Ein literarisches Gleichnis für den sorglosen Umgang
mit unserer Welt.
- Katz, Richard Besprechung hier: Übern
Gartenhag
- Keeble, Midge Ellis Tottering
in My Garden: A Gardener's Memoir 224 S. Camden House 1994
- Kellaway, Deborah Virago
Book of Women Gardeners 320 S. Virago Press 1996
- Keller, Claudia Frühstück
unterm Fliederbusch Dtv München 1993
Eine Familie aus dem Rheinland verschlägt es durch einen neuen
Arbeitsplatz des Vaters ins Schwabenland, das die Familie durch mehrere
Urlaube zu kennen meint. Natürlich muß auch ein eigener Garten
her, auch wenn man nichts vom Gärtnern versteht. Aber bis es schließlich
sogar bis zum eigenen Haus kommt, kann die Familie dort dann schließlich
denb Nachbar gute Ratschläge bezüglich der Gartengestaltung und
-pflege geben. Leichte, unterhaltsame Lektüre.
- Keller, Gottfried Der
grüne Heinrich 955 S. Reclam 2003
Der grüne Heinrich – so wird er genannt, weil ihm seine Mutter
Anzüge aus der Schützenkleidung seines früh verstorbenen
Vaters schneidert – will Kunstmaler werden. Seine Mutter unterstützt
ihn mit ihren Ersparnissen. Heinrich verlässt seinen Geburtsort in
der Schweiz und versucht, sich in einer süddeuschen Residenzstadt
als Landschaftsmaler zu etablieren. Durch Zufall gerät er unterwegs
an den Grafen Dietrich und dessen Pflegetochter Dorothea ("Dortchen").
Der aufgeschlossene Gönner ermutigt seinen Gast, die künstlerische
Tätigkeit nicht aufzugeben und lädt ihn ein, den Winter im Gartenhaus
seines Schlosses zu verbringen....
- - Schumacher, Hans Ein
Gang durch den Grünen Heinrich (Gottfried Kellers) Insel Frankfurt
1976
Gedichte von Keller
in der Leselaube
- Kern, Judith Das
Leuchten des Sanddorns 576 S. Droemer/Knaur 2009
Drei Generationen von Frauen, die Anfang des letzten Jahrhunderts
auf der Insel Rügen leben, stehen im Mittelpunkt dieses Unterhaltungsromans.
Judith Kern erzählt ihre Geschichte, von ihren Liebesbeziehungen,
ersten Bemühungen um die Gleichberechtigung, den Problemen mit dem
beginnenden Tourismus und den Kriegsängsten. Durch die poetischen
Landschaftsbeschreibungen bekommt man Lust, die Insel zu besuchen...
- Kidd, Sue Monk Granatapfeljahre: Vom Glück, unterwegs zu sein 384 S. btb 2010
Gemeinsam mit ihrer Tochter Ann erzählt die Autorin von ihren Reisen durch Griechenland. Sue hatte Probleme mit dem Älterwerden, fühlte sich ausgelaugt und Ann mußte die Trennung von ihrem Freund und die Ablehnung durch die Uni verarbeiten. Gemeinsam brachen sie auf in das Land der Granatäpfel – einer Frucht, die für Leben und Fruchtbarkeit steht, um sich neu zu orientieren, zu finden. Sie besuchen Museen, Kultstätte, bereisen Landschaften. Dieses Buch ist weniger ein Roman, eher ein Reisebericht und / oder ein Erfahrungsbericht über eine Mutter-Tochter-Verbindung, der viele Infos über Mythologie - allerdings nur wenig das Mythische in der Pflanzenwelt - enthält.
- Kincaid , Jamaica (Hrsg.) My
Favorite Plant: Writers and Gardeners on the Plants They Love 329 S.
Farrar Straus Giroux 1998
- w. o. Mein
Garten(Buch) Heinrich & Hahn 2005
- Kleeberg, Michael Ein
Garten im Norden 590 Seiten DTV München 2001
Michael Kleeberg "spielt" in diesem Buch mit der Figur des als Symbol
für Weltoffenheit und Verständigung geltenden bekannten französischen
Juden Albert Kahn (1860-1940), einer der großen Industriearchitekten
seiner Zeit, Philosph, Musik- und Kunstliebhaber und Mäzen, der einen
berühmten Park
schuf (den man heute besichtigen kann). Albert Kahn hatte zwei Leidenschaften:
seinen Garten und das Filmen und Fotografieren. Das zwischen 1910- und
1929 entstandene "Archiv des Planeten", eine umfassende Dokumentation der
Länder der Welt zu seiner Zeit mit 72.000 Autochromplatten und 170.000
n Filme ist ein Beispiel für den Versuch, durch das Filmen fremder
Sitten und Gebräuche Verständnis für fremde Völker
zu wecken und dadurch Kriege zu verhindern. In Kleebergs auf zwei Ebenen
spielenden Roman, thrillerhaft spannend geschrieben, heißt der Held
allerdings Albert Klein. Dieser kehrt in den neunziger Jahren des letzten
Jahrhunderts von Frankreich nach einer mißglückten Liebe zrück
in das eigentlich verhaßte Deutschland. Er flieht schon bald nach
Prag. Dort bekommt er von einem Prager Antiquar ein leeres Buch geschenkt.
"Was immer Sie hineinschreiben, wird Wirklichkeit geworden sein, wenn
Sie das Buch beendet haben". Und so schreibt er in diesem Buch sich
sein Wunschbild eines anderen Deutschland von der Seele. Eines, wie es
hätte sein können. "Ich will andere Erinnerungen, um eine
andere Gegenwart zu haben"... Verkörpert wird dieses erträumte Deutschland durch die
Person des ebenfalls Albert Klein heißenden Bankiers der Zwischenkriegszeit,
der sich vom kleinen Bankboten am Anfang des Jahrhunderts durch Börsenspekulationen
zum Millionär hocharbeitet. Dieser baut in den 20er Jahren einen verzauberten
Garten in Berlin, der zum Treffpunkt der intellektuellen Elite Europas
wird und der Sitz einer Stiftung namens "Zirkel um die Welt" ist, die jungen
Leuten zur Bewußtseinserweiterung ein Stipendium für eine Weltreise
vergibt und "Planetarische Archive" zur Dokumentation der Weltkulturen
unterhält. "Einst gab es, mitten in der Reichshauptstadt, einen
seltsamen Park. Er war von hohen Mauern umgeben, über die im Frühjahr
der Duft von Geißblatt, Flieder und Harz wehte." Dieser Park
verändert die Mentalität all derer, die ihn besuchen - vielleicht
einige Menschen so sehr, daß der Aufstieg Hitlers verhindert wird?
Der Autor läßt in diesem in der Öffentlichkeit unbekannten
"Zaubergarten" unbekümmert Briand und Stresemann, Thälmann und
Lasalle aufeinandertreffen, erfindet einen Philophen Heidegger, der über
Kaffeehäuser schreibt und in einem Bordell lebt, einen Komponisten
Wagner, der eine Oper über die Pariser Kommune schreibt.... Der Held
des Buches indessen wandelt auf den Spuren seiner Familiengeschichte -
bis hin in die Zeit nach der Wende - sodaß sich der Kreis - auf unerwartete
Weise - am Ende schließt. Dieses Buch ist derart facettenreich mit
den verschiedenen Personen, Epochen und Handlungen, daß ich, total
in seinen Bann geschlagen, nicht aufhören konnte zu lesen, ehe ich
am Ende angelangt war. Um dann von vorne anzufangen und noch einmal vor
allem die literarisch anspruchsvollen Sprachformulierungen in Ruhe zu genießen,
Es wird zwar in den Medien hauptsächlich als politisches Buch herausgestellt
und ich lese eigentlich keine politischen Bücher, trotzdem zählt
es zu zu meinem Lieblingsbüchern des Jahres 2002.
- Klein, Wolf Begegnungen
im Blumenladen 104 S. beton + garten 2008
Kurzbeschreibung: Der Blumenladen ist eigentlich ein ganz normaler
Blumenladen, bis auf einen kleinen Unterschied, alle Blumen sind ausschließlich
fotografiert. Die Ware, die Sie im Blumenladen kaufen können, ist
die Fotografie der Blume. Der Blumenladen ist dabei keine Galerie oder
Ausstellung, sondern eine Art ‚stationäre Performance’. Es geht um
die Handlung, einen Laden zu führen, der wie ein Laden aussieht und
wie ein Laden funktioniert. In diesem Laden gibt es Blumen, die wie Blumen
aussehen und (visuell) wie Blumen funktionieren. Kann die Ware Fotografie-einer-Blume
als Ware funktionieren? Das ist die Primär-Ebene des Blumenladens,
die direkte Begegnung. Entstanden ist aber auch eine Meta-Erzählung.
Die wirklich reiche Ernte ist eine Sammlung an Geschichten, kleinen Begegnungen
ganz unterschiedlicher Welten, zwischen-menschlich, inter-subjektiv, manchmal
schmerzhaft, manchmal banal und dröge. Und auch so absurd und reichhaltig.
- Koch, Rudolf / Fritz Kredel Das
kleine Blumenbuch 70 S. Insel Frankfurt 1998
Zauberhaft die Illustrationen von Fritz Kredel!
- Kochenderfer, Lee The
Victory Garden 176 S. Yearling 2003
- König, Kai / Mary Clare Smith Viel
Glück: BiblioPhilia 128 S. Coppenrath, Münster 2008
Die fröhlich, liebevoll detailliert illustrierten Gedichten
und Gedanken bekannter Autoren dieses neuen Geschenkbuches aus der Reihe
"BiblioPhilia" animieren förmlich zum Glücklichsein (auch im
Garten) und überbringen damit gleichzeitig alle guten Wünsche
an einen lieben Menschen.
- Kohaupt, Ursula Blumengrüße
240 S. Groh 2009
Dieses Spiralbuch zum Umblättern bringt den Zauber der Blumenin
die Wohnung - mit wunderschönen Fotos und inspirierenden Aphorismen
berühmter Personen.
- Koppenfels, Werner von Barocke Gärten
der Literatur: Eine europäische Anthologie 206 S. Dieterich'Sche
Verlagsbuchhandlun 2007
Unter den derzeit so beliebten Garten-Anthologien
fehlt bislang eine umfassende, die europäische Fülle des vorhandenen
spiegelnde Sammlung der sprachlich glanzvollsten Texte zum Thema: Barocke
Literatur – Gärten in Vers und Prosa. Die vorliegende „Blütenlese“
reicht von Tassos Liebesgarten bis zu Miltons Verlorenem Paradies. Hier
findet sich Gryphius in der Gesellschaft Góngoras, Donne neben Racine,
Sir Thomas Browne neben Angelus Silesius, Marino neben Paul Gerhardt.
- Krätschmar, Tania Die
Wassergärtnerin 288 S. Knaur 2008
Die Gärtnertochter Tinke Wiesgrund von der Insel Langeoog ist
es leid, mit Pflanzen ihr Leben zu verbringen und ergreift die Gelegenheit,
nach Berlin zu ihrer Freundin zu ziehen, um sich innerhalb eines Jahres
darüber klar zu werden, was sie denn eigentlich machen möchte.
Aber - inmitten des Großstadtdschungels und bei der Arbeit im Second-Hand-Shop
der Freundin - erkennt sie, daß sie ja doch eine Leidenschaft für
die grüne Welt hat und diese ihr wichtig ist. Dazu tragen ein idyllischer
Balkon, elf Dünenrosen auf der Terrasse eines Künstlers und die
geheimnisvollen Garden Guerillas von Berlin, die bevorzugt verwilderte
Plätze aufblühen lassen, bei. Und die Liebe spielt natürlich
ebenfalls eine nicht unerhebliche Rolle. Tolle Lektüre - ich freue
mich schon auf den auf den angekündigten Folgeroman!
- w o. Seerosensommer
318 S. Knaur 2009
Als "Fortsetzung" von der "Wassergärtnerin" kommt Tinke selbst
nur kurz in diesem Buch vor, deshalb ist der Roman auch gut verständlich
zu lesen, ohne den ersten Band zu kennen. Diesmal geht es bei Tania Krämer,
die abwechelnd in Berlin und auf einem Bio-Bauernhof in der Mark Brandenburg
lebt, nicht so sehr um das Thema Garten, sondern mehr um Landschaft und
Natur - und die Küche. Die charmante Josephine will nach dem Tod ihres
Mannes, einem Drei-Sterne-Koch, aus dem erinnerungsreichen Berlin weg.
Sie gründet ein sehr persönlich geführtes romantisches Restaurant
in einem alten Haus an einem verträumten Seerosenteich, das man am
liebsten gleich besuchen möchte, auch wenn die interessant klingenden
Rezepte, die jedem Kapitel vorangestellt sind, nicht unbedingt nachkochbar
(essbar) sind. Doch zwei ehrgeizige Männer haben mit dem idyllischen
Gelände ganz andere Pläne, denn das Restaurant liegt leider auf
der falschen Seite des Naturschutzgebiets der Müritz. So entwickelt
sich der Roman mit den wunderschönen Naturbeschreibungen - in der
auch die Liebe und der Humor nicht zu kurz kommen - mit krimihafter Spannung.
Ich habe es in einem Zug durchgelesen. Für gärtnernde Köche
(Köchinnen) und kochende Gärtner(innen), Natur- und Landschaftsliebhaber!
(Nächstes Jahr soll es einen weiteren Folgeband geben... wieder ein
Grund zur Vorfreude!). Der Roman ist fürs ZDF verfimt worden und wird 2011 zur besten Romantik-Sendezeit: Sonntagabend ausgestrahlt.
- w. o. Winterherz 288 S. Knaur 2010
Keine Fortsetzung, bis auf die Tatsache, daß die Biologin Ella Josephines Schwester aus Band 3 ist. Ella hat eine besondere Leidenschaft: Wölfe. Sie ist glücklich über ihre berufliche Aufgabe, möglichen Überlebensraum der Tiere nordöstlich von Berlin zu finden und zu sichern und liebt ihren Mischling aus Wolf und Hund, mit dem sie in einer einsamen Hütte lebt. Als sie den Museumsleiter Sander kennenlernt, fühlt sie sich von ihm stark angezogen. Und auch er mag sie, das merkt sie doch... Aber warum ist er so unglaublich zurückhaltend, warum hat er eine solch starke Abneigung gegen Wölfe? Eine spannende Liebesgeschichte mit vielen Infos über Wölfe und über Landschaft. Webseite
der Autorin
- Krätz, Otto
Gartengeflüster:
Pikantes und Unterhaltsames aus der Geschichte der Gärten 157
S. m. 200 Abb. Callwey 2009
Zahlreiche Geschichten ranken sich um Menschen und ihre Gärten,
unzählige literarische Werke erzählen von der Gartenleidenschaft
ihrer Autoren. Hier findet man bekannte, aber auch unbekannte Episoden
aus der Gartengeschichte der letzten Jahrhunderte einmal in einem wunderschönen,
aufwendig illustrierten, mit Lesebändchen ausgestattetem Bildband
(viele wohl auch bisher unveröffentlichten Fotos) vereint. Vom Geheimnis
der Kameliendame, vom Tulpenwahn, der Kaiserin Josephine auf der Jagd nach
der Pfingstrose, vom ehelichen Rosenkrieg in Pommern, den Anfängen
des Rasenmähers oder von König Ludwigs Wintergarten erzählt
der Autor. Otto Krätz war Hauptabteilungsleiter am Deutschen Museum
in München und bekam für sein Buch "Casanova und die Naturwissenschaften"
den Preis "Wissenschaftsbuch des Jahres 1996. Seine auf den ersten Blick
manchmal nicht "gartenrelevanten" erscheinenden Themen (Abgepackte napoleonische
Helden") und Anlässe sind vielfältig gestreut, sie führen
an viele Orte und Schauplätze, erinnern an geschichtliche Ereignisse
und haben doch immer einen Protagonisten - den Garten bzw. "seine Abbleger".
Gut gefallen haben mir auch die Hinweise am Ende jeden Kapitels: "Lesen
sie auch...", die auf andere Episoden verweisen. Und so blättert man
hin und her, liest sich fest, liest noch einmal, amüsiert sich über
die feinen Sticheleien des Autors, staunt über die historischen Abbildungen
- kurzum: dies ist ein Lese- und Schauvergnügen für alle Gartenbegeisterte! Podcasts
zum Reinhören
- Krohn, Leena / Elina Kritzokat Stechapfel
222 S. Blumenbar 2006
Eine Frau erprobt die Wirkung des Stechapfels
- Krott, Jules: Verliebte
Botanik. Von Blumen, Sträuchern und Gärten 160 S. m. 34 farb.
Zeichn. v. Pia Roshardt Claasen 1956
- Krug, Volker Krieg
der Gartenzwerge 220 S. Engelsdorferr 2003
Eine bitterböse Satire auf Kleingeisterei und Mediengesellschaft,
in der sich zwei Nachbarsfamilien mit Gartenzwergen bekämpfen.
- Kulessa, Hanne (Hrsg.) Grüne
Liebe, Grünes Gift. 129 S. Heinrich & Hahn, Frankfurt am Main
2006
Eine amüsante Sammlung von 13 persönlichen Geschichten
und eines Gedichts (von Christa Reinig) - diesmal Beiträge zum Thema Balkon-
und Zimmerpflanzen! Da schlägt sich Hanne Kulessa mit der von ihrem Geliebten geschenkten
Yuccapalme herum, Martin Brinkmann verliebt sich in die leisen Töne
exotischmelodischer Pflanzennamen; Olga Martynova versucht die "Zähmung
der Widerspenstigen [Geranien]". Mit Lesebändchen (heute höchst selten, diese nette Zugabe)
- Lachauer, Ulla Der
Akazienkavalier. Von Menschen und Gärten 256 S. Rowohlt 2009
18 Geschichten der in Mannheim lebenden freien Journalistin, Bestsellerautorin
und Dokumentarfilmerin, die in Deutschland und in Ungarn, Ostpreußen,
Paris oder an der Costa de Sol spielen. Hier stehen bis auf eine Ausnahme
(Colette) nicht "berühmte" Gärtner(innen) im Vordergrund und
keine "gartenpraktischen" Erkenntnisse oder Geschichten über die Entwicklung
von Gärten. "Gärten sind Seelenlandschaften und Schicksalsorte.
Sie wirken als Lebensquell und können ein Glück vollkommen machen.
Sie können Verzweifelte trösten und Feindschaften mildern. In
schweren Zeiten sind sie überlebenswichtig" - in diesem Sinn hat sie
mit Menschen gesprochen, mit Großstädtern oder Dorfmenschen,
einem Dichter, Comedy-Star, Bettler, einer Hebamme und mehreren Kriegsgefangenen,
die zusammen im Feindesland Gärten bearbeiten mußten. Ein Birnbaum
steht z. B. im Mittelpunkt einer bewegten Familiengeschichte und auf der
Schwäbischen Alb züchtet ein aus Ungarn vertriebener Bauernsohn
Paprika als Erinnerung an seine Heimat. Eine blinde Gärtnerin spricht
von den Farben der Pfingstrosen und Odessa im Mai ist Schauplatz einer
seltsamen - der titelgebenden - Liebesgeschichte: "Der Akazienkavalier".
Ein fesselnder Lesegenuss für Literaturfreunde und - mal ganz anderer
Art - auch für Garten- und Pflanzenliebhaber!
- w. o. Magdalenas Blau: Das Leben einer blinden Gärtnerin 352 S. Rowohlt 2011
Ulla Lachauer widmete dem Leben der 1933 geborenen Frau, die als Kind schlecht sehen kann, aber die Blumen liebt und trotz fortschreitender Blindheit eine begeisterte Gärtnerin wird, in ihrem obigen Buch "Der Akazienkavavlier" schon eine lange Geschichte. Jetzt hat sie sich von der inzwischen fast achtzigjährigen (deren Name sie im Buch geändert hat) ihr ganzes Leben erzählen lassen und beschreibt es, unsentimental, witzig und poetisch. Mit vier Jahren kennt Magdalena viele verschiedene - titelgebende - Blaus wie Taubenblau, Enzianblau, Tintenblau, weil ihr Großvater, ein Freiburger Malermeister, sie in seine Farbtöpfe schauen lässt und ihr zugleich beibringt, die von Geburt an schwachen Augen zu nutzen. Bei Spaziergängen mit ihm lernt sie Steine, Bäume und Pflanzen kennen, in seinem Garten, sich frei zu bewegen. "Ich bewegte mich im Garten ganz, ganz vorsichtig. Ich roch an den Blüten, fasste sie an. Besonders liebte ich dieses Zarte, Seidige vom Mohn.... Oft hab ich mich mit Blumen geschmückt, dieses Gefühl auf der Haut, das war das Größte." Sie kann sogar lesen, mit dem linken Auge direkt auf dem Papier, bevor sie völlig erblindet. Und doch "sieht" sie mehr als mancher Sehende und gärtnert, später an der Seite ihres (sehenden) Mannes, eines Dorfschullehrers, in "ihrem Laufstall", wie sie ihren blühenden Raum begrenzter Weite nennt, tastend, fühlend und hörend mit einer großen "Beobachtungsgabe" und intensiven Naturerfahrung. Auch dieses Buch von Ulla Lachauer, bei dem man staunend - nicht nur die Gartenwelt - neu "sehen" lernt, ist wieder ein fesselnder literarischer Lesegenuss!
- Lacy, Allen In
a Green Shade: Writings from Homeground 288 S. Houghton Mifflin Company
2000
- Landwehr-Engle, Debra Grace
from the Garden 224 S. Rodale Press 2003
- Lawrence, Elizabeth / Bill Neal Through
the Garden Gate 270 S. University of North Carolina Press 1990
- LeCarre, John Der
ewige Gärtner. 557 S. List 2002
- w. o. DVD
Der Ewige Gärtner mit Ralph Fiennes
Justin Quayle, wenig ambitionierter Diplomat in Nairobi, ist an
seinen Pflanzen mehr interessiert als am Rest des Lebens. Bis seine geliebte,
unkonventionelle und politisch engagierte Frau tot aufgefunden wird...
- Leith, Prue A
Lovesome Thing 397 S. Penguin Books 2004
- Lenz, Siegfried / Lenz, Lieselotte Waldboden 64
S. DTV München 1981
40 Farbstiftzeichnungen mit einem Text von Siegfried Lenz.
- w. o. Exerzierplatz 464 S. dtv 1989
"Wir werden ihnen zeigen, was sich aus diesem Land machen läßt, das nur Kommandos und genagelte Stiefel kennt". Konrad Zeller, durch den Krieg heimatlos geworden, gelingt es tatsächlich, das Gelände eines ehemaligen Exerzierplatzes in eine blühende Baum- und Pflanzenschule zu verwandeln. Sein unermüdlichster Helfer ist der etwas einfältige, von allen gehänselte Bruno, dem er auf der Flucht das Leben gerettet hat.
- Linder, Gisela Roter
Mohn. Texte und Bilder 71 S. Insel, Frankfurt 1998
Klatschmohn, Feld- und Gartenmohn - Blume
der Leidenschaft, der Liebe - und des roten Mohns blasser Bruder, der Schlafmohn,
der Schmerz nimmt, Vergessen schenkt - sie sind Dichtern und Malern Versuchung
und Faszination zugleich.
- Lowman, Margaret D. Die
Frau in den Bäumen Fischer Frankfurt 2003
Eine Biologin erforscht das Leben in den Baumkronen - die Autorin
war die erste, die das Leben in den Laubdächern des Regenwaldes und
damit verbundene ökologische Zusammenhänge erforscht hat. In
ihrer Autobiographie schildert sie ihr Leben, das sich durch ihren Beruf
oft in schwindelnder Höhe abspielt. Dabei erfährt man natürlich
einiges von ihrer wissenschaftlichen Arbeit, doch es ist auch ein Bekenntnis
einer Frau, die zwischen ihrer Rolle als Hausfrau und Mutter und ihrem
wissenschaftlichem Drang hin und her schwankt und oft von Schuldgefühlen
geplagt ist. Wie die Besprechung der Amazon.de-Redaktion sagt: "Margaret
Lowman .... zeigt, wie der Umgang mit den emotionalen Herausforderungen
genauso hart oder sogar härter sein kann, als an einem unsicheren
Ast zu baumeln und Käfer zu zählen oder Auge in Auge mit einer
tödlichen Seeschlange auf Tuchfühlung zu gehen"... Spannende
Lektüre!!
- Maasch, Erik Dahlien
pflanzt man nicht im März. 240 S. Lübbe Bergisch-Gladbach
1988
Ein heiterer Roman aus dem Berliner Laubenpiepermilieu. Mit den
vom kleingärtnerischen Schicksal arg gebeutelten Ehepaar Polke und
einer Fülle kauziger Typen aus der Gartenkolonie "Zufriedenheit e.V."
- Maaser, Eva Der
Paradiesgarten 694 S. m. 14 Zeichn. Aufbau Berlin 2003
Roman um den Gärtnerjungen Christoph bei den Benediktinern
am Tegernsee, der sich im 13. Jahrhundert auf die Suche nach dem "Garten
Eden" macht, sich dem vierten Kreuzzug anschließt und so auch den
Orient und seine Gärten kennenlernt. Christoph wird durch seine unzähligen
Reisen Zeuge aller wichtigen Gartenbauepochen, denn durch einen Zaubertrank
ist er unsterblich geworden und erwacht nach jahrzehntelangen Schlaf jeweils
wieder. Eine belletristische Einführung in die Gartengeschichte sozusagen...
- Mahood, M. M. The
Poet as Botanist 304 S. Cambridge Univ Press 2008
Pflanzen spielen in der literarischen Arbeit
vieler Schriftsteller eine Rolle - Baudelaire, Blake, Burns, Clusius, Plath,
Rousseau, Shakespeare, aber auch Botaniker wie Clusius oder Mendel sind
hier vertreten.
- Matzig, Gerhard Meine
Frau will einen Garten: Vom Abenteuer, ein Haus am Stadtrand zu bauen
256 S. Goldmann 2010
Der Autor ist Redakteur im Feuilleton der „Süddeutschen Zeitung”.
Er will seiner Frau einen Wunsch erfüllen: sie träumt als Großstadtmensch
von einem Haus mit eigenem Garten auf dem Land. Dabei geht es allerdings
mehr um Problemgrundstücke, zwar sensiblen Architekten, aber unsensiblen
Nachbarn, haarsträubende Widrigkeiten beim Hausbau und absurde Begegnungen
als um den Garten. Trotzdem: humorvolle Lektüre für ein paar
Stunden.
- Maier, Andreas / Christine Büchner Bullau
- Versuch über Natur 160 S. Heinrich & Hahn 2006
Anhand von Spaziergängen in der Wetterau und im Wendland, in
Südtirol und im Odenwald beschreiben die beiden Autoren ihre sehr
persönliche Erinnerung an das altmodische Fach Naturkunde.
- Maletzke, Elsemarie (Hrsg.) Literarische
Gartenlust Heinrich & Hahn 2005
"In der vorliegenden "Gartenlust", der jedes Jahr ein neuer Band
folgen soll, schreibt Arthur Miller schreibt über Gemüse, Eva
Demski über lügnerische Samentütchen, Martin Mosebach über
Gärten auf Capri. Die Olive wird ebenso geehrt wie die Frankfurter
Grüne Soße.. Die Schnecke und die Stinkmorchel erfahren auáergewöhnliche
Würdigung. Vita Sackville-West und Alma de l'Aigle treten den Rosen
ganz nahe, und in den Büschen singt die Nachtigall, wie Eduard Mörike
sie notiert hat: Tiuu tiuu tiuu / Spe tiu zqua .."
- w. o. Neue
Literarische Gartenlust 220 S. Heinrich & Hahn 2006
Diese Gartenlust, Nachfolgerin des ersten Bandes und Vorgängerin
weiterer Bände, versammelt wieder Texte rund ums Grüne. Eva Demski richtet den Forscherblick auf das
Paradiesgärtlein des ober-rheinischen Meisters im Frankfurter Städel
im Kapitel "Von Engeln und Gewürm" (Eva Demski). Elke Loewe klärt
einen botanischen Giftmord hinter ihrer Gartenpforte an der Oste auf. Marcel
Proust besucht in einem fast verschollenen Text die Quellen des Loir, der
zu seiner Zeit noch ein männlicher Fluß und so geheimnisvoll
wie ein römischer Gott war. Der frühe F.W. Bernstein hat Bock
auf die Gärtnerin, gräbt aber trotz geiler Gesten vom Nachbargrundstück
schwitzend seine Kartoffelbeete um. Mit Knüßchens fürs
Pfläumchen grüßt Gärtner Kurt Weill seine Lotte Lenya.
Und Poetry-Slam-Champion Alexander Dreppec läßt bei schönem
Wetter dann die Hosen wohl im Rosenkohl. Und die "Sklaverei des Jätens"
wird literarisch gesehen von E. Skasa-Weiß.
- w. o. Seht meinen Garten! 139 S. Unionsverlag 2010
Texte aus den Bänden der "Literarischen Gartenlust" des inzwischen
aufgelösten Heinrich & Hahn Verlages - hier in einem kleinen in
Leinen gebundenen, mit Lesebändchen versehenen Geschenkbändchen.
- w. o. Literarische
Gartenlust: Rausch & Rache 225 S. Heinrich & Hahn 2008
Rausch und Rache und die heiklen Nachbarn sind das Leitmotiv der
vierten literarischen Gartenlust - und der Garten erweist sich darin als
ein irdisches Paradies, aus dem man im Handumdrehen vertrieben werden kann.
- w. o. Grüne
Fluchten. Literarische Gartenkunst 240 S. Heinrich & Hahn 2007
Und wieder eine literarische Anthologie, die die Vorlieben und Abneigungen
der gärtnernden Zunft zum Thema hat.Diesmal geht es um Pflanzen, die
stören, die ergötzen und Tiere, die nerven und wolche, die willkommen
sind. So schwärmt Susanne Wiborg etwa für Hornissen, während
F. W. Bernstein an höchster Stelle sogar die Entfernung der Maulwurfsgrille
beantragt. Oliver Sacks erklärt, warum ihm dezente Farne lieber sind
als Pflanzen, die ihr Liebesleben öffentlich machen; Maurice Maeterlinck
hingegen ist hingerissen von den schamlosen Sexualpraktiken der Orchideen.
Eva Demski erbarmt sich der floralen Sozialfälle, die vor den Supermärkten
um Hilfe rufen, und Robert Gernhardt läßt den endgültigen
Sympathieträger aufmarschieren, einen Zentaur mit Blümchen.
- w. o. Gartenglück
160 S. Schöffling 2010
In diesem Band berichtet Elsemarie Maletzke, die schon mehrere Anthologien
zusammenstellte, selbst über ihr "Gartenglück" - über ihre
Reisen quer durch europäische Gärten. "Über den Zaun" zu
schauen ist immer wieder reizvoll, ob in berühmte oder weniger bekannte
Gärten. Sie besuchte u. a. Landhaus Ettenbühl, das Rosenparadies
von Stefanie Körner und John Scarman ("Die Namen der Rosen") , nahm
an einer Gartenreise nach Dänemark teil ("Bitte rühren Sie die
Pflanzen") , lernte "Die nackten Gärtner von Abbey House" kennen und
wandelte auf Linnés Spuren ("Die Liebe kommt sogar zu den Pflanzen").
Eine unterhaltsame Lektüre und Anregung, selbst auf Gartenreise zu
gehen, ein schöner Geschenkband für Gartenfreunde und Reiselustige!
- Mansfield, Katherine Das
Gartenfest und andere Erzählungen Insel Frankfurt 1998
"The Garden Party" ist heute in vielen Anglistik-Studiengängen
und im Englisch-Unterricht der gymnasialen Oberstufe Pflichtlektüre.
In der Titelgeschichte werden die Gäste eines Gartenfestes mit dem
tragischen Tod eines weniger privilegierten Mannes konfrontiert.
Zitate von Katherine Mansfield
- Marcelli, Stefano / Irmgart Eichen Der
Junge, der die Bäume liebte. Ein mutiges Buch vom Anderssein 240
S. Reclam 2004
Der psychoanalytiker Veritier wird mit einem Fall konfrontiert, der ihn als Analytiker und als mensch in tiefste Verwirrung stürzt: Er lernt einen Jungen kennen, der eine libidinöse Beziehung zu Bäumen pflegt.
- Marini, Lorenzo Der
Tulpenmaler Goldmann 2005
Amsterdam, 1636 - eine Stadt im Tulpenfieber. Brave Bürger,
Händler und Halunken spekulieren mit der neuen Blumenart, die aus
dem fernen Osten stammt. In dieser fiebrigen Atmosphäre verliebt sich
ein gut aussehender, talentierter Maler in eine verheiratete Frau. Eine
tragische Leidenschaft nimmt ihren Lauf...
- Marranca, Bonnie American
Garden Writing Taylor Trade Publishing 2003
- Martens, Agnes Der
Maulbeerbaum in unserem Garten: Meine Geschichte 192 S. zahlreiche
s/w Fotos Brunnen-Verlag 2008
Agnes wird 1930 in der Ukraine geboren. Ihr Vater, der deutsche
mennonitische Geologe weckt früh in ihr und ihrem Bruder das Interesse
am Lernen und Neugier auf das Leben, vor allem auch an der Natur. Als sie
sechs Jahr ist, wird er von den Stalinisten er verhaftet und für seine
Familie beginnt ein weiter Weg der Flucht, der sie schließlich über
einige Umwege nach Paraguay führt, wo sich ansiedeln und von der Landwirtschaft
ernähren können. Früher oft verbreitet, heute selten angepflanzt,
spielt der Maulbeerbaum im heimatlichen Garten eine Rolle in diesem Roman
um Agnes, die schließlich Lehrerin wird und sich in einen Spanier
verliebt...
- Maser, Chris u. Zane /Leslie Edgington The
World Is in My Garden: A Journey of Consciousness 232 S. White Cloud
Press 2005
- Mayer-Skumanz, Lene / Käthe Recheis Besprechung hier: Weißt du, daß die Bäume reden? Weisheit der Indianer
- McAuley, Roisin Wilde
Astern 432 S. Droemer/Knaur 2009
Die Filmproduzentin Louise ist auf der Suche nach einem ganz besonderen
Drehort. Als sie zufällig auf Wooldene Hall stößt, ist
sie sofort begeistert: Das ist es! Doch noch ahnt sie nicht, dass Wooldene
schon bald zur Bühne für dramatische Ereignisse in ihrem eigenen
Leben werden wird, für Hass und Rache, Trauer – und die Liebe. Romantik
& Leidenschaft, englische Landschaft...
- McDowell, Marta Emily
Dickinson's Gardens: Discovering the Flowers That Inspired Her Poetry
176 S. Mcgraw-Hill 2004
- McGregor, Tom / Craig Ferguson / Mark Crowdy Grasgeflüster
270 S. Heyne 2000
Eine Witwe rettet sich aus dem Schuldenerbe
durch den Anbau von Marihuana-Pflanzen... Film-DVD Grasgeflüster zu genießen
- Meyer, Kai Das
Buch von Eden Lübbe Tb 2006
Der Garten Eden ist vor langer Zeit durch
die Schuld der Menschen verschwunden. Nur eine einzige, völlig unscheinbare
Pflanze ist übrig geblieben: die Lumina. Ihre Hüterin, die 16-jährige
Favola, lebt Mitte des 13. Jahrhundert als Novizin in Frankreich. Nach
einem Überfall auf das Kloster flieht sie, zusammen mit dem auch damals
schon berühmten Mönch und Gelehrten Albertus
Magnus (eine historische Figur also). Mit dem Novizen Aelvin, den blinden
Ritter Corax und dessen Tochter Libus suchen sie den sagenumwobenen Garten
Eden, wo die Lumina eingepflanzt werden und damit der Menschheit das Paradies
zurückgebracht werden soll....
Webseite
des Autors und Entstehungsgeschichte des Buches.
- Michalski, Liz / Sabine Maier-Längsfeld Rückkehr nach Evenfall 352 S. rororo 2011
Die Frauen der Murphy-Familie hatten nie Glück in der Liebe. Die junge Andrea kehrt nach einer gescheiterten Beziehung zurück in ihre Heimat nach Evenfall in Connecticut, wo sie als Kind viele glückliche Sommer verbrachte. Dort lebt nur noch ihre Tante Gertie - mit gebrochenem Herzen, seit sie in den Wirren des Zweiten Weltkriegs von ihrer großen Liebe getrennt wurde; ihr Verlobter Frank heiratete ihre Schwester. Trotzdem lebten sie jahrzehntelang unter einem Dach. Nun ist nach ihrer Schwester auch Frank gestorben. Gertie will das alte Gemäuer verkaufen, muß es aber vorher renovieren. Mit Hilfe von Andrea räumt sie vor allem auf und dabei drängen sich die Schatten der Vergangenheit ans Licht. Doch Frank`s Gefühle für Gertie reichen über den Tod hinaus. Er ist es, der als umherwandernder Geist schließlich dem Glück der Murphy-Frauen endlich auf die Sprünge hilft.
- Midda, Sara In
and Out of the Garden 128 S. Workman Publishing 1989
Weisheiten aus alten englischen Gartenbüchern, Zitate und eigene
Gartentäume kalligraphisch aufbereitet und illustriert
- Mills, Magnus / Katharina Böhmer Die
Herren der Zäune 216 S. Suhrkamp 2009
Einen Zaun zu bauen ist eigentlich eine simple Angelegenheit: Man
gräbt Löcher in die Erde, setzt einen Pfahl hinein und dann noch
einen und noch einen, dann spannt man Drähte dazwischen usw. Hat man
es allerdings mit Zaunbauern wie Tam und Richie zu tun, wortkargen Heavy-Metal-Fans,
die immer im Doppelpack auftreten und sich nur widerwillig von Schottland
nach England versetzen lassen, dann wird so ein Zaunbau zu einer bizarren
Unternehmung.
- Mills, Mark / Anke und Dr. Eberhard Kreutzer Die siebte Stufe 384 S. Blessing 2009
1958 reist der junge Kunsthistoriker Adam Strickland von London in die Toskana, um den außergewöhnlich gestalteten Renaissancegarten der Fürstenfamilie Docci zu untersuchen. Vom ersten Augenblick an ist Adam wie gefangen von der melancholischen Schönheit des Gartens und dem geschichtsträchtigen Leben der Doccis.
- Mittermaier, Bruno Aus
gutem Holz geschnitzt. Geschichten, Gedichte, Weisheiten, Bilder, Märchen
und Lieder über Bäume 84 S. Probst 2001
In seiner Kurzgeschichte "Aus gutem Holz geschnitzt"
schildert der Orgelbauer Bruno Mittermaier aus Sinsheim/Reihen einfühlsam
die Geschichte einer Kiefer von 1766 bis in die Gegenwart - vom Samen bis
zur Verwendung des gefällten Baumes als Orgelgehäuse. Eingebettet
ist diese Kurzgeschichte in Gedichte, Weisheiten, Bilder, einem Märchen
und Lieder über Bäume.
- Morton, Diana
Der
verborgene Garten 640 S. Diana 2010
Die junge Australierin Cassandra zerbricht sich über die Erbschaft
ihrer Großmutter Nell - ein Cottage in Cornwall- den Kopf. Denn sie
weiß nicht einmal, daß diese jemals in England war. Auf der
Beerdigung erfährt sie dann von ihren Tanten ein lang gehütetes
Geheimnis der Familie. Und sie beginnt, in der Familiengeschichte zu recherchieren.
In diesem Roman, der sich über mehrere Generationen erstreckt und
auf drei Zeitebenen (vom England um 1900 bis 2005 in Australien) erzählt
wird, geht es um einen "verborgenen Garten", der atmosphärisch an
den Roman "Der geheime Garten"
von Frances Hodgson Burnett´ erinnert und dessen Labyrinth, Blumenpracht,
pflegenden Gärtner und Gestalter immer wieder zur Sprache kommen.
Phantasievoll engeflochten sind die Märchen der Geschichtenerzählerin
Eliza. Gefühlvoll mit seinen Liebesgeschichten, packend und spannend
von der ersten bis zur letzten Seite (die Lösung des Geheimnisses
ist an keiner Stelle vorhersehbar) ist dies mit den Landschafts- und Gartenschilderungen
eine wunderbare Lektüre für alle Gartenliebhaber!
- Müller, Roland Die
Töchter des Pflanzenjägers 348 S. Limes 2003
Gottfried Wilhelm Hegenberg, ein besessener
Pflanzenjäger, nimmt seine beiden erwachsenen Töchtern Mitte
des 19. Jhds. mit auf die Suche nach einer seltenen Orchidee in in den
noch unerforschten Regenwald Neuseelands, wo sich ein Kampf um Leben und
Tod entwickelt.
- Müller, Walter E. / Ernst Pöppel Ginkgo.
Der Baum des Lebens 92 S. Insel Frankfurt 2003
Ein Lesebuch mit Märchen und Haikus aus Japan und China, mit
Texten von Siegfried Unseld, Günter Eich, Peter Härtling, Felix
Pollak und vielen anderen
- Müller-Kampel, Beatrix / Wolfgang
Schmutz Williges
Fleisch, schwaches Federvieh. Das österreichische Literaturkochbuch
303 S. Mandelbaum 2009
In der österreichischen Literatur begegnet man einer Vielzahl
an Speiseszenarien und eingehenden Beschreibungen von Gerichten, doch meistens
sind sie nur als kurze Textauszüge Beiwerk zu einer Rezeptsammlung.
Diese Anthologie geht den umgekehrten Weg und erschließt die heimische
Küche über die Literatur; hier steht der literarische Text im
Vordergrund, jeweils versehen mit literarischen Anmerkungen und historischen
oder gegenwärtigen passenden Rezepten aus allen Regionen Österreichs,
von der bäuerlichen bis zur Wiener Kaffeehausküche. Vertreten
sind Autoren wie Abraham a Sancta Clara, H.C. Artmann, Thomas Bernhard,
Elias Canetti, Marie von Ebner-Eschenbach, Ernst Jandl, Franz Kafka, Johann
Nestroy, Helmut Qualtinger, Joseph Roth, Arthur Schnitzler, Friedrich Torberg
und viele andere. Im hervorragend ausgestatteten Anhang befinden sich Kurzbiografien
der Autor(innen), ein Quellenverzeichnis, ein Verzeichnis der verwendeten
Kochbücher, ein Glossar (für Nicht-Österreicher - z. B.
Busserl: sind keine Küßchen, sondern runde kleine Plätzchen
in Häufchenform), ein Abkürzungsverzeichnis sowie ein alphabetisches
und thematisches Rezeptverzeichnis. Sehr schönes, mit Lesebändchen
gestaltetes Buch, daß für jeden Literaturfreund und kochenden
Gartenfreund ein "genüsslicher Leseschmaus" ist! -
- Mündl , Kurt Nachbarin
Natur 159 S. Brandstätter 2002
Kurt Mündl lädt den Leser zu einem Rendezvous mit der
Natur ein, läßt in informativen Texten und außergewöhnlichen
Bildern den Jahresablauf vor unseren Augen abrollen und zeigt uns, wo und
wie wir die Wunder der Natur miterleben können.
- Neuendorf, Corinna Die Rebenprinzessin: Historischer Roman 537 S. Ullstein 2010
Handlungsorte sind zwei Weingüter im Rheingau im 15. Jahrhundert. Martin, ein Weinbergerbe, wird von seinem Vater gezwungen, seine Studien in Padua zu unterbrechen und zum väterlichen Gut zurückzukkehren, ohne den eigentlichen Grund dafür zu erfahren. Der verwitwete Graf von Katzenburg, der mit einer neuen Rebsorte - dem Riesling - experimentiert und der mit Martins Vater stark verfeindet ist, holt zur gleichen Zeit seine schöne Tochter Bella aus dem Kloster, in dem sie acht Jahre lang lebte. Sie wünscht sich nichts sehnlicher, als das Anwesen des Vaters zu übernehmen, doch als Frau bleibt ihr das versagt. Sie hat schon als Kind und auch im Kloster auf dem Weinberg mitgeholfen, kennt sich mit den Arbeiten der Weinherstellung aus, doch ihr Vater will sie mit einem - allerdings weintechnisch kenntnislosen - Günstling des Königs verheiraten und ihm die Führung übertragen. Der arrogante, habgierige und grausame Fürst Roland von Hohenstein gefällt Bella überhaupt nicht und als ein neuer Knecht an den Hof kommt, findet sie in ihm entgegen aller Vernunft die Liebe ihres Lebens. Zum Ärger ihres Vaters widersetzt Bella sich der arrangierten Heirat und flieht mit ihrem Geliebten, der, wie Bella dann feststellen muß, gar kein gewöhnlicher Knecht ist und dessen Vater ebenfalls gegen die Heirat protestiert. Warum wohl? Es ist Martin... Man merkt an den liebevollen Beschreibungen der Weinberge, der Weinherstellung und vielen Fachbegriffen aus dem Winzerbereich, dass die Autorin gut recherchiert hat. So kann ich diesen - spannend geschriebenen historischen - Roman durchaus für Weinliebhaber empfehlen, auch wenn ich mich frage, ob sich eine Frau im 15. Jahrhundert wirklich so verhalten hätte wie Bella. Zu bemängeln ist auch der Klappentext, der mit dem Inhalt einfach nicht übereinstimmt (wie kann so etwas passieren?). Stilecht zu lesen mit einem guten Glas Riesling!
- Noelle, Hermann Der
Blumennarr oder Der heimliche Garten 252 S. Hohenstaufen Esslingen
1964
Die Geschichte eines närrischen Weisen namens Caesar Schlotterbeck
in einem Garten, den er durch eine dichte Hecke von der Außenwelt
abgeschlossen hat. Seiner Absonderlichkeit und seiner Verehrung der Blumenschönheit
wegen heißt er allgemein nur der "Blumennarr" Nach der Erinnerung
erzählt für Leute, die immer noch mit einem Auge lachen können.
- Nooteboom, Cees / Helga van Beuningen
Roter
Regen Der Gärtner ohne Garten 239 S. m. Zeichn. von Jan Vanriet
Suhrkamp 2007
Schmerzlich komme ihm manchmal zu Bewusstsein, schreibt Nooteboom,
dass er ein Doppelleben führe, eines in Amsterdam und eines - im Winter
- auf der Insel Menorca. Dort hat er einen Garten, der nach vielen Jahren
der "Übung" jetzt den "Groll ob meiner Abwesenheit ertragen kann",
denn er ist von Austrocknung bedroht während seiner Abwesenheit und
verwildert jedesmal. In seinem neuen Buch bindet er einen Strauß
sehr persönlicher Geschichten um diesen Garten und anderer Erlebnisse
im Laufe seines Lebens, mehrheitlich jedoch aus dem letzten Jahres des
über Siebzigjährigens. Für Literaturliebhaber.
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