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Albertus Magnus (Biographie siehe im Ökumenischen Heiligenlexikon) wurde 1931 heiliggesprochen und zum Kirchenlehrer erhoben. Er stammte aus angesehenem Adelsgeschlecht und hat die Werke Aristoteles dem christlichen Abendland zugänglich gemacht, dabei aber auch seine eigenen Beobachtungen einfließen lassen. Man kann sein Buch über Pflanzen und Züchtung "Naturalia", das weit über die Erkenntnisse der damaligen Zeit hinausging, als den ersten Versuch einer Pflanzenphysiologie bezeichnen. Die Beschreibung seines Gartens ist einer der wichtigsten Zeugnisse mittelalterlicher zur Gartenkunst. Er war erstmals ein "Lustgarten", ein Garten, der nicht zum Nutzen, sondern zur Erholung diente. Eine Rasenfläche, um die Augen zu erfrischen, eine Rasenbank zum Ausruhen, eine Quelle und ein Kräuter- und Duftgarten zur Belebung der Sinne, das alles von Bäumen gegen Sonne und kalte Winde geschützt, gehörte dazu. Dabei berücksichtigte er Sonnenstand und Wind, Duft- und Farbwirkung der Pflanzen auf eine Weise, die heute an die Weisheiten des Feng shui erinnert. Bisher hatten eigentlich nur Pflanzen Beachtung gefunden, die einen gewissen Nährwert hatten, über Heilkräfte verfügten oder sonst irgend einen Nutzen brachten. Nun aber hatten sie auch wegen ihrer Schönheit eine Daseinsberechtigung. Eine große Vielfalt von bisher unbekannten Gewächsen aus römischen Gärten begeisterte zuerst Forscher und Botaniker, dann das gehobene Bürgertum, schließlich hielt sie auch in die einfachen Gärten Einzug. Um 1250 berichtet Albertus Magnus, daß es in Deutschland Rosa alba, Rosa rubiginosa, Rosa arvensis und Varietäten von Rosa canina gab. Er vertrat dabei die Ansicht, daß vor dem Tode Christi alle Rosen weiß waren und erst das von Christus zur Erlösung der Menschheit vergossene Blut rote Rosen hervorgebracht hat... Seit 1941 gilt Albertus Magnus als Patron der Naturwissenschaftler, weitere Patronate sind die Theologen, Philosophen und Studenten, die Bergleute. Sein Tag im Kalender der Heiligen und Seligen ist der 15. November. In Österreich gedenkt man seiner am 16. November, damit sein Festtag nicht mit dem des österreichischen Nationalheiligen Markgraf Leopold III. kollidiert. Buchtipps:
Der Garten des Albertus Magnus - einer der wichtigsten Zeugnisse mittelalterlicher zur Gartenkunst.- war erstmals ein "Lustgarten", ein Garten, der nicht zum Nutzen, sondern zur Erholung diente. Eine Rasenfläche, um die Augen zu erfrischen, eine Rasenbank zum Ausruhen, eine Quelle und ein Kräuter- und Duftgarten zur Belebung der Sinne, das alles von Bäumen gegen Sonne und kalte Winde geschützt, gehörte dazu. Dabei berücksichtigte er Sonnenstand und Wind, Duft- und Farbwirkung der Pflanzen auf eine Weise, die heute an die Weisheiten des Feng shui erinnert. Albertus Magnus beschreibt und gibt Empfehlungen zur Anpflanzung von Wein, 14 Obstbaumsorten, verschiedener Gemüsepflanzen, 13 Gewürzpflanzen (z.a . Safran) , neun Arzneikräuter ( Petersilie, Koriander oder Liebstöckel). Schließlich aber werden auch einige Zierpflanzen aufgeführt: Rosa Hortensis, Madonnenlilie, Pfingstrose, Ringelblume, die schon damals bekannte Narzisse, die Raute und als Zierstrauch den Buchs. Bisher hatten eigentlich nur Pflanzen Beachtung gefunden, die einen gewissen Nährwert hatten, über Heilkräfte verfügten oder sonst irgend einen Nutzen brachten. Nun aber hatten sie auch wegen ihrer Schönheit eine Daseinsberechtigung. Eine große Vielfalt von bisher unbekannten Gewächsen aus römischen Gärten begeisterte zuerst Forscher und Botaniker, dann das gehobene Bürgertum, schließlich hielt sie auch in die einfachen Gärten Einzug. Die Autorin führt den Leser / die Leserin anhand von Albertus´ Beschreibung und mit historischen Abbildungen in die Gartenwelt von Albertus Magnus und gibt praktische Anregungen, welche Elemente sich auch heutigen Gärten verwirklichen lassen. Im Anhang enthält der Band den Originaltext des Albertus mit Übersetzung, der lange Zeit für Laien praktisch unzugänglich war. Die stimmungsvollen Abbildungen machen den Band zu einer Oase für die Sinne. |
© Text und Design 1999-2010: Maria Mail-Brandt | © Musik: B. Krueger | URL: http://www.garten-literatur.de