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Das Markus- und Lukasevangelium berichten, daß Jesus den Tag über im Tempel lehrte und abends mit seinen Jüngern in den Gethsemane-Garten ging.
"Und da sie den Lobgesang gesprochen hatten, ging Jesus hinaus mit seinen Jüngern über den Bach Kidron, da war ein Garten, darein ging Jesus und seine Jünger. Judas Ischariot aber, der ihn verriet, wußte den Ort auch; denn Jesus versammelte sich oft daselbst mit seinen Jüngern.". (Siehe Gedicht, Rilke, Der Ölbaumgarten)

Der deutsche Name "Judasbaum" für Cercis siliquastrum bezieht sich auf Judas Iskariot, der Christus für 30 Silberlinge verraten hat: Die rundlichen Blätter erinnern an die Silbermünzen. Der Legende nach soll es zudem dieser Baum gewesen sein, an dem er sich danach erhängt hat

Und so wurde im Garten Gethsamene Jesus nach dem Verrat von Judas von den Häschern festgenomenn. Heute wird der etwa sechzig Meter in unregelmäßigem Geviert messende Garten von Franziskanermönchen betreut. Den Garten umfriedet eine Maurer, an der die vierzehn Stationen des Leidenswegs Christi gezeigt werden. Die alten Ölbaume im Garten sind allerdings keine Zeugen dieser Ereignisse, denn der Römer Titus ließ bei der Zerstörung Jerusalems im Jahre 70 n. Chr. alle Bäume umhauen. Video: Garten von Ghetsemane

Gründonnerstag kommt von lateinisch "dies viridium"; "Grünes" Essen ist nach altem Brauch am heutigen Tage - meist mit neunerlei Kräutern üblich (man kennt den Ausruf: "Ach du grüne Neune"). Die Suppen aus siebenerlei, neunerlei oder gar zwölferlei Kräutern sollten Gesundheit für das ganze Jahr bringen. In Österreich werden auf den Wochenmärkten folgende Zutaten für die "Neun-Kräuter-Suppe" oder "Gründonnerstagssuppe" angeboten: Schafgarbe, Gundermann, Löwenzahn, Brennnessel, Sauerampfer, Spitzwegerich, Veilchenblüten, Huflattichknospen und Gänseblümchenrosetten; aber Borretsch, Kerbel, Petersilie, Pimpinelle, Sauerampfer, Schnittlauch, Zitronenmelisse kommen auch in Frage.

Der Gründonnerstagskohl wurde aus Nesseln und grünem Kohl gekocht.
Im Schwarzwald wurden Pfannkuchen mit Schnittlauch gebacken, im Elsass Brennnesselküchlein.
In Sachsen gab es einen Salat aus grünen Rüben, in Hessen Gemüse aus neunerlei Grün, in Bern backte man Krautkuchen, und in Schwaben kamen am Gründonnerstag "Laubfrösche und Maultaschen", eine Gemüsevariante der italienischen Ravioli, auf den Tisch. In Nordwestdeutschland nimmt man u. a. auch den Giersch für die "Grüne Suppe".
Gründonnerstagskringel wurden überall in Ostpreußen gebacken. Es gab sie als kleine Kringel und als Exemplare von ein paar Pfunden. Sie wurden knusprig braun gebacken, mit viel gerösteten Mandeln und Zitronat bestreut oder mit Marzipan gefüllt.
Kerbelsuppe steht nach süddeutschem Brauch heute auf der Speisekarte.

Die traditionsreichste Speise an diesem Tag ist die Frankfurter Sosse mit Pellkartoffeln; im hessischen Raum gibt es sie sogar als Fertigpackung zu kaufen - und hier als Samenmix. Klassische Zutaten für die Frankfurter Sosse ("Grie Soß" auf hessisch) sind: Sauerampfer, Borretsch, Kerbel, Petersilie, Pimpinelle, Schnittlauch, Kresse, Estragon und Zitronenmelisse.
2007 wurde der Frankfurt Soße zu Ehren sogar ein Denkmal in den Oberräder Feldern gesetzt.
Das Grüne-Soße-Denkmal ist über die Straßenbahnlinie 16, Haltestelle "Bleiweißstraße", erreichbar; vorn der Haltestelle ein kurzes Stück entlang der Offenbacher Landstraße zurückgehen, dann in die Speckgasse und dort am Ende der Bebauung links in den Feldweg einbiegen. Foto

Es ist überliefert, dass Johann Wolfgang von Goethe an diesem Tag seineFrankfurter Soße grüne Soße verlangte und Alexander von Humboldt verfasste eine genaue Anweisung für die königliche Hofküche in Potsdam, welche Kräuter für die an diesem Tag zu servierende Kräutersosse aus der Hofgärtnerei geliefert werden mussten.
Wenn Ostern später ist, dürfte es gar kein Problem sein, die Zutaten verfügbar zu haben; im März ist es aber nicht ganz einfach, das Gemüse aus dem eigenen Garten zu holen. Deshalb wurde Wildgemüse gesammelt.

Buchtipps: Grüne-Soße-Bibel: Variationen einer Frankfurter Nationalspeise von Bert Bresgen / Anton Le Goff
Grüne Soße. Die besten Rezepte von Ingrid Schick


Am Gründonnerstag wurde auch gepflanzt, was grünen sollte, Zimmerpflanzen wurden umgetopft und es wurde ausgesät. Die am Gründonnerstag gesäten Kräuter und Pflanzen gelten als widerstandfähig; die Heilkräuter, die an diesem Tag gesetzt oder gesät werden, sollen eine besonders starke Heilkraft haben. Aus ihnen und aus Frühlingsblumen wird ein Kranz (Antlass-Kranz) gebunden, der aufgehoben wird und zusammen mit einem Antlass-Ei in den Erntekranz gebunden wird.
Wer sich das Gärtnern für den Karfreitag aufhebt, wird – so der Volksmund – enttäuscht, denn angeblich gedeihen die dann gesäten Pflanzen nicht.


In den Kirchen verstummen heute nach dem "Gloria" die Glocken. Man sagt: "Die Glocken fliegen nach Rom." Blumenschmuck und Kerzen werden entfernt. Bis zur Osternacht wird jetzt mit hölzernen Ratschen und Klappern zur Messe gerufen. Dieser Brauch war schon zu Zeiten Karl des Großen bekannt.


Buchtipps:
Die Grüne-Soße-Bibel: Variationen einer Frankfurter Nationalspeise von Bert Bresgen / Anton Le Goff
Grüne Soße. Die besten Rezepte von Ingrid Schick
Mord mit Grüner Soße von Andrea Habeney

Bauernregeln zum Gründonnerstag

Am Gründonnerstag und Karfreitag Regen, gibt selten Erntesegen.
Ist der Gründonnerstag weiß, wird der Sommer sicher heiß.

Weil die Osterfeiertage "bewegliche" Festtage sind, bewahrheiten sich diese Wetternregeln aber nur selten!

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