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-sammler
In der jetzigen Zeit ist es mal was Neues,
beim Alten zu bleiben
(Wilhelm Raabe)
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Kurzgefaßt, aber umfassend werden die historischen Entwicklungsschritte der Gartenkunst und die Entstehung der berühmten Parks und Gärten (mit Lageplänen und historischen Abbildungen) in Europa, Amerika und im Orient dargestellt. Ausführliche Zeittafeln verdeutlichen dann Einflüsse von Politik, Kultur- und Kunstgeschichte. Streifzug durch die schönsten Gärten Europas bis nach Rußland mit phantastischen Luftaufnahmen. Man erfährt auch Interessantes und Wissenswertes zu den dazugehörigen Schlössern und Herrenhäusern und deren Geschichte. Schwerpunkt liegt auf der Zeit von 1500 bis 1850. Der Hamburger, berühmt durch sein Lied: Lilli Marleen schrieb in diesem Buch "Hamburger Gartengeschichte"... Die Entwicklung höfischer Gartenkunst wird veranschaulicht durch die Planung und Realisierung ausgewählter Gartenanlagen in Frankreich und im Deutschen Reich. 7 Miniaturen von der Liebe der historisch Großen zu den Pflanzen. Ähnlich aufgebaut wie in seinem ersten Buch Im Garten der Nymphen berichtet der Autor diesmal u. a. von Alexander dem Großen, Kleopatra, Isabella von Kastilien und Napoleon und Josephine und ihrer Liebe zu den Pflanzen. Dabei führen die Geschichten geographisch durch Europa, Asien, Afrika und Amerika. Botanische Hinweise runden die Biographien ab. Wiederum In sieben Miniaturen erzählt der promovierte Physiker und Gartenliebhaber Holger Lundt mit botanischem Hintergrundwissen über Persönlichkeiten der Weltgeschichte, die mit Pflanzen zu tun hatten. Diesmal rüstet u. a. die Pharaonin Hatschepsut eine Expedition aus, um Weihrauch aus dem legendären Land Punt zu besorgen, Suleiman der Prächtige erfreut sich am Farbenspiel seiner Tulpen, und der amerikanische Präsident Jefferson kultiviert Tomaten und Auberginen. Von all den Burggärtlein und Klostergärten, Paradiesgärten und Obstgärten des Mittelalters blieb keiner original erhalten, doch prächtige Mille-fleurs-Tapisserien und Kräuterbücher aus der Zeit legen Zeugnis ab, welche Blumen in den Gärten wuchsen. Die Autoren, zwei der führenden modernen Landschaftsarchitekten Frankreichs, schufen mit dem Garten des Musée National du Moyen Age in Paris den Prototyp einer mittelalterlichen Gartenanlage und berichten in diesem Buch anhand rekonstruierter Gartenanlagen in aller Welt mit spürbarer Begeisterung und profundem Wissen von den verschiedenen Formen des mittelalterlichen Gartens. Die prachtvollen Farbfotos vervollständigen den faszinierenden Bild- und Textband. Aus dem Inhalt: Das Mittelalter heute / Die Natur als Garten /Streuwiesen (Mille fleur) /Saat und Ernte / Der Wein des Herrn / Der Garten der Seele / Klostergarten / Paradiesgarten / Die Jungfrau in ihrem Garten / Pflanzen im Mariengarten / Die Königin der Blumen / Der Garten des Herzens / Im Liebesgarten / An den Quellen des Orients / Der Garten des Körpers / Aus der Sicht des Kochs / Aus der Sicht des Gärtners / Aus der Sicht des Hexenmeisters / Der Garten des Geistes / Der Garten des Alchemisten / Der Garten des Menschen Ein großformatiger Bild- und Textband, der 298 verschiedene Themen behandelt... Faszinierende Studie der großen, für die berühmten Gärten und Parks zuständigen Gärtner Englands, die dem Gartenbau zu seinem großem heutigen Ansehen verhalfen. Webseite des Autors Eine Kulturgeschichte der Liebesgärten (selbst in Zeiten der Bigotterie gab es sie) mit vielen zeitgenössischen Darstellungen und Zitaten aus der Literatur (z. B. von Vergil und Boccaccio). Die erotische Symbolträchtigkeit von Gartenmotiven wie Laubengängen, beschnittenen Hecken, Gartenlauben und vor allem Statuen und Skulpturen in berühmten Parks wie Bomarzo bei Rom, Versailles, Sanssouci und Wörlitzer Parke bis hin zum Tarot Garten der Niki de Saint-Phalle werden hier "entschlüsselt". Dabei begegnet man zwangsläuftig den Göttern der Gärten - Amor, Adonis, Venus... Darin u. a. : Fiedler, Florian: Dezallier d’Argenville und seine Bedeutung für die moderne Gartendenkmalpflege / Herzog, Rainer: Die Behandlung von Alleen des 18. Jahrhunderts in Nymphenburg, Ansbach und Veitschöchheim / Jong, Robert de: Het Loo, Vorbild der niederländischen Gartendenkmalpflege? / Meyer, Margita M. Der Gottorfer Fürstengarten in Schleswig / Nath-Esser, Martina Die Blumenbücher des Landgrafen Johannes von Hessen-Nassau Ein Spaziergang - mit zeigenössischen Abbildungen - in die verzauberte Welt der geistlichen und weltlichen Gärten des Mittelalters, in einen Zufluchtsort voll symbolischer und spiritueller Bedeutung. Wieder ein Buch zu einer Ausstellung, der vielfältigen Verwendung von Pflanzen aus den Brandenburgischen Kloster-, Schloss- und Küchengärten gewidmet, die ich gern gesehen hätte! Ob Hopfen aus Hoppegarten, Rübchen aus Teltow, Wein aus Werder oder Ananas aus den Gewächshäusern von Sanssouci, hier werden Aspekte der Gartengeschichte Berlin-Brandenburgs ausführlich und mit vielen Illustrationen aus historischen Gartenbau-Büchern und Museen dargestellt. Ausgehend vom Mittelalter, Reformation über das 17. Jhdt / 18 Jhdt / 19. Jhdt endet der Band mit einem Ausblick auf die Zukunft (mit Aufsätzen von Hans-Dieter Krausch, Clemens Alexander Wimmer, H. Walter Lack, Bernhard Zepernick und anderen bekannten Autoren). Keuschlamm (Vitex agnus-castus) - eine kleine Kulturgeschichte der Pflanze / Johann Sigismund Elsholtz - Botanicus, Medicus des Großen Kurfürsten / Orangenerien am brandenburgisch-preußischen Hof / Erdbeere ist nicht gleich Erdbeere / Ananas, eine königliche Frucht / Chamissos Wirken in Berlin / Kornblumen und Königin Luise / Die spät erkannte Nützlichkeit der Tomate sind nur einige der Kapitel, die mich besonders gefesselt haben. Das Literaturverzeichnsi (sehr umfangreich, sehr verführerisch zum Weiterlesen) und ein Pflanzenregister beschließen den inhaltsreichen Band. Katalog einer Ausstellung - mit Bibliographie In this, the bicentennial year of the Royal Horticultural Society, "Gardens Through Time celebrates 200 years of gardening--the people, the ideas, and the inventions behind the passion. 1597 war es bekannterweise Mode, Parterrre-Gärten zulegen - in abgezirkelten, immer komplizierter werdenden, von Quadrat, Kreis und Rhombus abgeleiteten Formen. Der Magister und Dorfpfarrer Peschel hatte ein Faible für Geometrie und legte deshalb mit Freuden für den sächsischen und thüringischen Landadel solche Gärten an. Hier findet man also - eine der damaligen Zeit entsprechend etwas umständliche, aber genaue - Anleitung für den Nachbau dieser "Muster"gärten. Peschels Buch war aber lt. Wimmer gleichzeitig auch das erste Buch, das über Gartentheorie geschrieben wurde. Ein schönes Faksimilie! Sechs chronologisch geordnete Kapitel zeigen Formen und Stile der Gartenarchitektur in Europa und vom 19. Jahrhundert auch in Amerika. Plinius beschrieb im ersten Jahrhundert nach Christus in seinem enzyklopädischen natur- und kulturgeschichtlichen Werk so ziemlich alle Kulturpflanzen des Reiches in Aussehen, Wirkung und Nutzen. Gärten haben auch eine politische Dimension - der luftige, kühle Garten der italienischen Renaissance etwa öffnete den Blick in die Landschaft und war damit ein Gegenentwurf zu den engen, stinkenden Städten der Zeit; der prunkvolle Park von Versailles spiegelte mit seinen schnurgeraden Wegen, glatten Heckenwänden und Wasserspielen die absolutistische Macht Ludwig XIV. wider - bis die Revolution die Anlagen, in denen einst Könige und Adlige lustwandelten, in öffentliche Stadt- und Volksparks verwandelte. Herausgegeben von der Kulturhistorikerin Brita Reimers liefern, locker chronologisch geordnet, Botaniker, Pflanzenforscher, Landschaftsarchitekten, Kunsthistoriker, Philosphen, Dramaturgen und Journalisten (die im Anhang auch kurz vorgestellt werden) historische und aktuelle Perspektiven auf den Garten und das Gärtnern und ihr Verhältnis zur Politik. Sie spannen dabei einen Bogen von der Renaissance bis zur Gegenwart, vom humanistischen Garten bis heute. Ihre Blicke richten sich auf traditionelle Parks und städtebauliche Anlagen, vom Fürstengarten über den Revolutionsberg bis zum Volkspark, von der Gartenstadt bis zur Stadtlandschaft. Klassische Kleingärten wie Haus-, Pacht- und Mietergärten werden ebenso beleuchtet wie alternative Gartenkulturen, die den Gemeinschaftsgarten als innerstädtischen Raum nutzen (wie etwa die in New York entstandenen Community Gardens) oder auch die neu entstandenen Integrationsprojekte wie die interkulturellen Migrantengärten. Der Text „Vom Gartenkind zum Weltbürger – Natur als éducation politique“ von der Herausgeberin selber beschäftigt sich mit Alma de l’Aigle und beginnt mit der politischen Geschichte des Gartens über den Kauf des Grundstücks. Weiter erfährt der interessierte Leser, wie die Ende des 20. Jahrhunderts mittlerweile in einem teuren Hamburger Stadtteil liegende Parzelle kurz vor Bewilligung einer Eigentumswohnungsüberbauung wenigstens zu einem Viertel der Bodenspekulation entzogen werden konnte. Eingeflochtene Anekdoten lockern das informationsreiche Buch, das viele neue Erkenntnisse vermittelt, auf. Indem sie auf ironische Art Pflanzenmetaphern katalogisieren, untersuchen die Autore in ihrer wissenschaftlich fundierten Geschichte vom Menschen über und durch Pflanzen generiertes Wissen und die geisteswissenschaftliche Fundierung von Pflanzen und deren Namensgebung. Gefragt wird unter anderem danach, ob Menschen die Pflanzen oder ob Pflanzen die Menschen kultivieren. Nach einer Sendereihe des Hessischen Rundfunks wurden hier Beiträge von kompetenten Fachleuten zusammengestellt: Brodersen, Kai: Die Hängenden Gärten von Babylon / Brix, Michael: Französische Gärten/ Buttlar, Adrian von: Englische Gärten / Carroll-Spillecke, Maureen: Antike griechische Gärten / Dzionara, Karin: Der Garten im alten Ägypten / Glaser, Hermann: Schreber- und Nutzgarten / Heckmann, Herbert: Walafrid Strabos Hortulus: der ideale Klostergarten / Kuhnke, Rainer W.: Byzanz und die Islamischen Gärten / Meier, Christian: Der römische Garten / Schmidt, Loki: Der Botanische Garten / Schwarz, Martin Maria: Tugendbrunnen und Disneyland: Englischer und französischer Garten in der Literatur des 18. und 19. Jhs. / Steingräber, Erich: Erinnerungen an das verlorene Paradies: Alte Gärten im Spiegel der Kunst / Wuthonow, Ralph-Rainer: Der japanische Garten. Eine Fundgrube für jeden, der sich für die Geschichte der Gartenkunst interessiert, die manch Anschaffung eines weitaus teureren Buches erspart! Geschichte, der Verbreitung und der Bedeutung von Labyrinthen und Irrgärten: von den frühen Ursprüngen der Labyrinthe in Europa, aber auch in Asien und Amerika über die mittelalterlichen Labyrinthe zu den neuzeitlichen Rasen- und Steinlabyrinthen zu den Gartenlabyrinthen und Irrgärten der letzten 2 Jahrhunderte. Als Top-Gartenbuch 2005 von der Deutschen Gartenbau Gesellschaft ausgezeichnet. Hervorragender Bildband mit zahlreichen Erstveröffentlichungen von insgesamt 30 Autoren, der in 32 Beiträgen eine erste Gesamtdarstellung des reichen gärtnerischen Erbes der Region von den preußischen Gärten und Parks bis zur Buga 2001, mit Ortsverzeichnis und Auswahlbibliographie.. Anlass für das Entstehen des Buches waren die gärtnerischen Höhepunkte in Brandenburg zum Jahrtausendwechsel, die großen Landes- und Bundesgartenschauen im Land. Beginnend von den slawischen Anfängen über die berühmten Gartenanlagen der Hohenzollern, die Bürgerparks von Berlin, die Entwicklung des Erwerbsgartenbaus bis zur brandenburgischen Gartenschau in Luckau 2000 und 2002 in Eberswalde sowie der Bundesgartenschau in Potsdam 2001 spannt sich der Bogen. Mitglieder der Lenné-Akademie konnten als Autoren gewonnen werden oder haben das Entstehen dieses Buches begleitet. Nicht nur die historischen Abbildungen - teils dem heutigen Zustand gegenüber gestellt, zu betrachten, macht Freude, lesenswert sind auch die Beiträge wie: Karn, Susanne: Landschaftsarchitektur der DDR: Walter Funckes Arbeiten prägten die Aufbauzeit in Brandenburg / Koch, Gisela: Grüne Klassenzimmer: Schulgärten in Brandenburg als Teil der Umwelterziehung / Martin, Baldur ; Brudel, Fritz: Das Havelland: Werder als Zentrum des brandenburgischen Obstbaus. / Schade, Jens-Uwe: Der "Lausitzer Pharao": Fürst Hermann Graf von Pückler Muskau und seine Parkschöpfung in Cottbus-Branitz / Wendland, Folkwin Ziergärten und Parks auf dem Land: Eine vergessene Welt grüner Oasen in Brandenburg. / Friedrich, Achim: Gartenkolonien am Rande der Stadt: Vor mehr als 100 Jahren entstanden die ersten Kleingärten in der Region / Heinz Dieter Krausch: Bauerngärten : Ihre für Brandenburg typische Form und Bepflanzung.n Darüberhinaus enthält es Kurzbiographien von Clemens A. Wimmer z. B. über Karl Foerster oder die Inhaber der berühmten Späth-Baumschule, Artikel über Verbreitung und Produktion von Zier- und Nutzpflanzen von Heinz Dieter Krausch und viele andere höchst interessante Beiträge, die nicht nur für Brandenburger oder Berlin interessant sein dürften. Ein prächtiges, inhaltsreiches Buch! Kulturgeschichtliches in unterhaltsamer Weise erzählt. Mit Register der lateinischen und deutschen Pflanzennamen Eine - ganz besondere - Kulturgeschichte der Gartenkunst in der typisch poetischen Sprache des Autors. weitere Bücher von Schnack Die Gartenkunst des Absolutismus zeichnete sich dadurch aus, dass sie die Natur bändigte, sie besiegte, indem sie von Gartenkünstlern überformt wurde. Die Natur wurde zum Bestandteil des höfischen Zeremoniells.Niederwürzbach war eine dieser frühen Anlagen - wenig auffallend, wenig sensationell, eben weil die Natur im Vordergrund stand. Und dennoch war dies das Spektakuläre, zumal die Natur zum Teil mit den modernsten Baustoffen inszeniert wurde, die es damals gab: Gläserne Dächer mit gusseisernen Säulen ermöglichten in Schloss Philippsburg Ausblicke, die vorher nicht denkbar waren. Gotische Schlösser und Ruinen durchzogen die Gärten, angereichert durch fernöstlichen Gartenzauber. Herrschaftliche Landhäuser paarten sich mit ökonomischer Nutzung. Dieser prachtvolle Band als Begleitband zur gleichnamigen Ausstellung (heute als Daueraustellung im Hofgärtnermuseum Glienecke untergebracht) ist Sachbuch, Nachschlagewerk und Katalog in einem und umfasst den Zeitraum vom Großen Kurfürsten bis 1945. So liefert er einen Überblick über die Entstehung und Entwicklung des Hofgärtnerwesens in Preußen, porträtiert seine wichtigsten Vertreter und widmet sich ihrer gesellschaftlichen Stellung und ihrer vielfältigen Tätigkeiten. Beiträge zu Hofgärtnern in Frankreich und in Bayern liefern exemplarisch Ausblicke auf das europäische Hofgärtnerwesen andernorts. Der Beschreibung der Exponate folgt ein ausführlicher Anhang, der ein Verzeichnis der Hofgärtnerreviere, die Stammtafeln der wichtigsten preußischen Hofgärtnerfamilien, Übersichten zur Verwaltungsstruktur des preußischen Hofgärtnerwesens und ein biographisches Lexikon der Hofgärtner umfasst. Eine Fundgrube für Interessierte! Dieser herrliche Bildband enthält zunächst eine Einführung in die Zeit Karls des Großen und seine Landgüterverordnung, die uns als Handschrift erhalten ist und in der er dezidiert aufgelistet hat, welche Obstgehölze, Gemüse, Heil- und Würzkräuter das Volk damals (damit es ausreichend mit Nahrungs- und Heilmitteln versorgt war) in seinem Garten haben sollte. Im zweiten Teil des Buches, das in Zusammenarbeit mit dem Freundeskreis Botanischer Garten Aachen e.V. und dem Labor für Archäobotanik des Instituts für Ur- und Frühgeschichte der Universität zu Köln entstand, werden die noch existierenden "Karlsgärten" in Aachen und Paderborn vorgestellt. Es schließt mit etwa 90 Pflanzenportraits (z.B. Bärlauch, Anis) aus der Zeit Karl des Großen, die detailliert Auskunft geben von ihrer botanischen Bestimmung über ihre Nutzung in Altertum, Mittelalter und Neuzeit bis zur heutigen Bedeutung und Verwendung, mit vielen heute in Vergessenheit geratenen Wirkungen und Bedeutungen für das körperliche und geistige Wohlbefinden gemäß des Diktums des Hippokrates: "Der Mensch ist, was er isst" - ein heute wieder aktuelles Thema! Ergänzt werden diese Portraits durch Hinweise auf Funde dieser Pflanzen in archäologischen Ausgrabungen. Nicht nur für geschichtlich interesssierte Gartenfreunde interessant, denn zahlreiche Rezepte verhelfen zu einem besonderen Geschmackserlebnis und die Abbildungen sind ein Augen-Genuss! Hier liegt - soweit ich es beurteilen kann, erstmals - ein Lexikon vor mit 550 Begriffen und Personen, die uns in Büchern, Vorträgen oder Gesprächen immer wieder begegnen, von denen man oft aber nur eine vage Ahnung hat, was genau sie denn bedeuten. In der Einleitung werden die Gartenstile Europas kurz, aber gründlich-kenntnisreich wie unterhaltsam erklärt - der manieristische Garten, der französische Garten, der englische usw. Dann folgt -nach der Erklärung der verwendeten Abkürzungen -das Wörterbuch von A-Z. Beim Blättern darin (man wird es kaum von vorn bis hinten lesen...) stellen sich viele "Aha-Effekte" ein. Nicht nur sachliche Begriffe, auch einzelne Gärten und Parks sowie wichtige Persönlicheiten werden - unterschiedlich ausführlich - erläutert. Natürlich ist nicht alles "perfekt" - so widmet man - für mich jedenfalls unverständlich - Fürst Pückler von Muskau 18 Zeilen, Johann Conrad Schlaun aber 26 ...Durch die vielen Querverweise hilft Büchlein sogar, sich zu einem Thema umfassender zu informieren, denn auch technische Details, ästhetische Aspekte oder geistesgeschichtliche Perspektive und kunsthistorische Zusammenhänge werden erläutert. Schließlich folgt eine Aufzählung ausgewählter Gärten in Europa (die man dann unter dem Stichwort näher erläutert findet) und eine Liste mit Literaturhinweisen. Zu den Autoren: Michaela Kalusok (1961) studierte Kunstgeschichte, Geschichte und Archäologie in Würzburg und ist heute wissenschaftliche Mitarbeiterin beim Aufbau des Gartenkunstmuseums Schloss Benrath in Düsseldorf. Gabriele Uerscheln (1948) ist nach ihrem Studium der Kunstgeschichte, Philosophie, Pädagogik und Psychologie seit 2000 Leiterin von Schloss Benrath und dem Museum für Europäische Gartenkunst.; seit 1999 Lehrauftrag an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Dieses sehr preiswerte Büchlein gehört meiner Meinung zur Grundausstattung der Bibliothek eines Gartenfreaks! Seit April 2002 ist im östlichen Kavaliersflügel von Schloss Benrath bei Düsseldorf das Museum für Europäische Gartenkunst beheimatet. Das Haus gehört zu der weltweit kleinen Gruppe von drei Museen, die mit ihren Aktivitäten die Gartenkunst wissenschaftlich erforschen und anschaulich vermitteln. Das Museum präsentiert die Geschichte dieser naturverbundenen Kunstform auf einer Ausstellungsfläche von etwa 2 000 Quadratmetern durch zahlreiche Skulpturen, Gemälde, Grafiken, Porzellan, bibliophile Bücher, Modellen und moderne Medien. Die Publikation, die die Leiterin von Schloß Benrath und des Museums, Frau Uerscheln, hier vorstellt, berichtet mit ihren wissenschaftlich orientierten Beiträgen (Frau Uerscheln, Karl Matthias Berg, Margitta Dobrileit, Eva-Maria Gruben, Sabine Schroyen, Kerstin Walter, Ruth Wessel) die Geschichte von der Idee bis zur Ausführung und führt in 4 Rundgängen mit 41 Textbeiträgen durch alle Räume des Schloßmuseums, den Park und abschließend durch Düsseldorf, die "Gartenstadt" als Ausblick in zeitgemäße Gartenkultur. So ergibt sich ein informativer Gang durch Stile und Themen der europäischen Gartenkunst von der Antike bis zur Gegenwart. Berühmte Anlagen wie die Parks von Versailles werden dabei mit der gleichen Aufmerksamkeit beschrieben wie das wenig behandelte, reizvolle Thema Märchen und Mythen. Die reiche Bebilderung unterstützt den Streifzug durch die Welt der "grünen Paradiese". Leider fehlt ein Register, mit dem man nach der Lektüre noch einmal gezielt nachschlagen könnte und nach Informationen wie Adresse, Öffnungszeiten sucht man ebenfalls vergeblich; doch trotz dieser Mängel ist das Buch für gartengeschichtlich Interessierte und Kunstliebhaber eine Fundgrube und es machte mir jedenfalls Lust, mir die Originale einmal anzusehen... Broschüren mit Themen wie „Die Gärten der Antike“ (die Luxusgärten der Römer), „Die Küche in der Antike“ (die Kochrezepte des Apicius) und „Die Heilkunst in der Antike“(von Umschlägen, Pflastern, Pastillen und Salben), „Die Schönheit in der Antike“ (Kosmetik) - Fotos, Rezepte und Zitate. Hier erhältlich: Museum und Park Kalkriese Entwicklung des europäischen Gartens, dessen Wurzeln im alten Ägypten und in hellenistischer Zeit liegen. Vorgestellt werden mehr als 40 Theorien mit ihren Autoren und deren Texten - von der Antike bis zur Gegenwart. Mit Literaturverzeichnis u. Sachregister. Zaunstöck, Holger / Christiane Holm Frauen und Gärten um 1800: Weiblichkeit - Natur - Ästhetik 120 S. m. zahlr. Abb. Mitteldeutscher Verlag 2009 Präsentiert werden in diesem Paperback die wissenschaftlichen Ergebnisse der Jahrestagung der Dessau-Wörlitz-Kommission im Jahr 2008 . Sie beleuchten nach einer Einleitung und Einführung in das Thema der Tagung "Frauen im Gartenreich - Weiblichkeit und Naturästhetik im 18. Jahrhundert" mit historischen Abbildungen und Literaturhinweisen das Verhältnis zwischen Frauen und Gärten aus natur-, literatur-, sowie kunstwissenschaftlicher Perspektive. Im Blickpunkt stehen vor allem Zugänge zu Porträts und Erzähltexten, die Frauenfiguren mit dem Garten kunstvoll in Beziehung setzen. Einen breiten Raum nimmt dabei Louise von Anhalt-Dessau und das Gartenreich Dessau-Wörlitz ein; erstmals konnte hier die transkribierte Gesamtfassung des Tagebuchwerkes der Fürstin Louise der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Leider kein Register; für speziell an diesem Thema Interessierte. Geschenktipp: Geschichte am laufenden Meter. Der Historische Zollstock![]() Empfehlen Sie uns per E-Mail weiter | zurück an den Anfang Kategorien Homepage Garten Literatur: Gartenbücher | Leselaube (Gedichte, Zitate) | Pflanzen | Gartenkalender | Gartenpersönlichkeiten | Gartenküche | Linktipps Besuchen Sie auch: Gartenblog | Gartenreise-Blog | Reisefotos | Kostenloser Grußkartenservice | Facebook Maria Mail-Brandt | Twitter GartenLiteratur © Text und Design 1999-2010: Maria Mail-Brandt | © Musik: B. Krueger | URL: http://www.garten-literatur.de Aktualisiert am 17.07.2010 |