Als es noch keine zentrale Wasserversorgung gab,
war gutes Wasser eine besondere Kostbarkeit. Aus dieser Zeit stammt der
Brauch, die lebenserhaltenden Quellen zu schmücken. Aus der Fränkischen
Schweiz stammt der Brauch, "Osterbrunnen" (Dorfbrunnen) zu schmücken.
In über 200 Orten der Fränkischen Schweiz sind von Karfreitag
bzw. Ostersamstag an bis etwa 2 Wochen nach Ostern oder bis Christi Himmelfahrt
zahllose Brunnen mit Tausenden buntbemalter Eierschalen, mit Blumen, Kränzen
und Girlanden geschmückt. Inzwischen hat sich - als Touristenattraktion
- der Brauch auch in andere Gegenden Deutschlands verbreitet.
Buchtipp: Fränkische
Osterbrunnen. Volksbrauch und Volkskunst. Claudia Schillinger Bayer
2000