![]() Karl Foerster
Goethe als Gartenfreund:
Hebel | Hesse
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| Am 28. 8. 1749 wird Johann Wolfgang von Goethe ("von" ab 1782) in
Frankfurt am Main geboren.
1775 erste Begegnung mit Frau Charlotte von Stein (1742-1827). Ihr schrieb er im Laufe seines Lebens mehr als 800 Briefe; ihre bevorzugte Bank im Ilm-Park schmückte Goethe mit einer Inschrift. Erste Reise in die Schweiz. 1776 wurde Goethe durch ein Geschenk des Herzogs Besitzer eines Häuschens in einem verwilderten Gartenstück an der Ilm außerhalb von Weimar. Nach eigenem Entwurf gestaltete er den "Garten am Stern" (später als "untern Garten" bezeichnet) als Parkgarten. Ein rechter Gelehrtengarten, nahe genug der Stadt, um ihn leicht
erreichen zu können und doch entfernt genug, um dem Staub und Lärm
zu entgehen;
Musterbeispiel der Gartengestaltung Goethes war die mit hohen Malven in Safran, Lila und Pink bepflanzte Allee, die den Hauptweg zu beiden Seiten vom Haus bis zum Gedenkstein des guten Glücks entlang schmückte. Mit einem Feingefühl für die Eigenart der Pflanze hatte er sie nicht in den Hausgarten gepflanzt, sondern sie in die landschaftlichen Rahmen seines Parkgartens am Stern gestellt. Im August widmete er dieser Pflanze sogar oft ein eigenes Fest, wie seine Tagebucheintragungen belegen. In seinem Herbarium fand man ein Blütenblatt seiner geliebten Blume. Ihm zu Ehren wurden die Goethea-Arten benannt, ein Malvengewächs ( 'Goethea cauliflora') und Goethea strictiflora (heute: Pavonia strictiflora). Die Entstehung des Landschaftsparkes im Ilmtal war eng mit Goethes Leben und Wirken in Weimar verbunden. Der Freitod der siebzehnjährigen Christel von Laßberg in der Ilm im Januar 1778 veranlaßte Goethe zum Anlegen eines Gedenkplatzes, des sogenannten "Nadelöhrs" (1778). Als Geburtsstunde des Parkes wird das Fest zum Namenstag der Herzogin Luise am 9. Juli 1778 bezeichnet. Die zu diesem Fest errichtete Einsiedelei (heute das Borkenhäuschen) und die angelegten Wege und Plätze wurden in den darauffolgenden Jahren durch das Bestreben von Goethe durch weitere Anlagen wie Denkmäler, Dekorationen und Pflanzungen ergänzt, 1784 gemahnt er mit einer künstlichen Ruine im Park an Ilm an die Vergänglichkeit alles Irdischen. Sechs Jahre lang wohnt er im Gartenhaus inmitten der Ilmaue. Übermütig sieht's nicht aus,
1782 wird er durch Kaiser Joseph II. geadelt, übernimmt die
Finanzverwaltung und zieht - durch die zunehmenden gesellschaftlichen Verpflichtungen
sozusagen gezwungenermaßen - in das palastartige Haus am Frauenplan.
1783-1785 Reise in den Harz. Goethe nimmt naturwissenschaftliche, botanische und geologische Studien auf. 1785 begegnet er dem Malern Johann Heinrich Wilhelm Tischbein (1751-1829)
der ihn am Fenster malt.
Am 3. September 1786 macht sich Goethe als Kaufmann unter dem Pseudonym Johann Philipp Möller heimlich zu einer lang ersehnten Italienreise auf - mehr hier 1788, wieder in Weimar, löste sich schon bald die Verbindung
zwischen Goethe und Charlotte von Stein.
Gedicht:
GefundenSeine erste Bekanntschaft mit Wilhelm von Humboldt (1767-1835) führt zu einer langen Freundschaft.. 1790 nimmt er seine Studien zur Farbenlehre auf und beginnt mit dem "Versuch, die Metamorphose der Pflanzen zu erklären", Reisen nach Venedig und Schlesien. Herzog Carl August schenkt 1792 Goethe das Haus am Frauenplan, das dieser bis dahin zur Miete bewohnt hatte. Am 20./23. Juli 1792 Beginn der Freundschaft mit Schiller (1759-1805) nach einer Unterredung im Zusammenhang mit Goethes Vortrag über die Urpflanze in einer Sitzung der Naturforschenden Gesellschaft in Jena. 1797 besucht Goethe den bedeutendsten Botaniker des 18. Jhdts, Johann Hedwig (1730-1799, Begründer der wissenschaftlichen Mooskunde, genannt der "Linne der Moose"), und erfreute sich den "schönen Präparationen und Zeichnungen". 1798 Entstehung der Elegie "Die Metamorphose der Pflanzen" und Goethe kauft das Gut Oberroßla mit einer Hopfenpflanzung, das er bis 1803 besaß und dann an den früheren Pächter verkaufte. Bei seinem Aufenthalt in Göttingen im Jahre 1801 besuchte Goethe den Direktor des Botanischen Gartens, Georg Franz Hoffmann, der sich besonders mit Kryptogamen (Pilze, Flechten und Moose) bschäftigte; "ward den Kryptogamen, die für mich immer eine unzugängliche Provinz gewesen, näher bekannt". Goethe wird mit der Oberaufsicht der naturwissenschaftlichen Institute der Universität Jena beauftragt. 1806 heiratet er Christine Vulpius, 1810 erfolgt der Abschluß der Farbenlehre. 1814 Reise in die Rhein- und Maingegenden. Am 18. Oktober 1814 trifft der Dichter im Willemerhäuschen, dem Sachsenhäuser Gartenhäuschen des Frankfurter Bankiers Johann Jakob Willemer, mit dessen Tochter Marianne Willemer zusammen, um dort den Jahrestag der Völkerschlacht bei Leipzig zu feiern. Sie inspirierte ihn zu einem seiner schönsten Liebesgedichte - (Gingko biloba) und Marianne wurde seine Suleika. Am 6. Juni 1816 stirbt seine Frau Christiane. 1817 beginnt er die "Geschichte seines botanischen Studiums "Zeitschrift Zur Naturwissenschaft überhaupt, besonders zur Morphologie" (bis 1824). Goethe als Botaniker Am 22. März 1832 stirbt Goethe in Weimar und wird in der Fürstengruft beigesetzt. Vor allem das Tagebuch, seine Briefe an Freunde und Bekannte sowie zeitgenössische Schilderungen und natürlich auch seine Werke sind die wichtigsten Zeugnisse über Goethes Gartenliebe, der sich wünscht: Wollte, Gott hätte mich zum Gärtner
Goethes Gärten sind
heute der Öffentlichkeit zugänglich.
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