![]()
Altmann | Benary | Besler Karl Foerster
Weitere Kategorien: |
|
|
Früchte bringet das Leben dem Mann;
doch hangen sie selten
Kürbisranken schmiegten sich auf am veralteten Stamme.
Wo ich wohne
Aus Jena - wo er sich im Pfirsichanbau unterweisen ließ - holte Goethe sich Pfirsiche und band die Bäumchen selbst fächerartig an. In seinen Werken, Briefen und Tagebüchern finden sich Hinweise auf etwa 100 Speisen, die der Dichter bevorzugte, so z. B. auf die geliebte Frankfurter grüne Sauce. Goethe, der große Frauenheld,, eroberte die Herzen auch mal mit einem Gebinde selbstgezogenen Spargels oder mit einem Korb frischer Artischocken. Die Artischocke:
Die Artischocke und der nah verwandte Cardy waren den Herrenhäusern
der damaligen Zeit vorbehalten; sie mußten in Glashäusern herangezogen
werden. So ließ Goethe "seinen" Cardy in den Glashäusern der
Fürstlichen Hofgärtnerei in Belvedere anbauen und bleichen, damit
die fleischigen Blattstiele ihre Bitterkeit verlieren. Die Artischocke
nannte man seinerzeit die "Königin der Gemüse"; diese ließ
er sich aus seiner Heimatstadt Frankfurt am Main schicken, denn das Klima
war dort milder und dadurch die Blüten größer.
Aus seinen Tagebuchaufzeichnungen:
Über den Spargel, eines seiner Lieblingsgerichte, schrieb Goethe
Topinambur, Rapontica und Pastinake heißen drei Klassiker aus
dem Garten des Geheimrates.
Die Gartenkresse war zur Zeit des Dichters ein beliebtes "Frühjahrskräutlein" - auch Goethe ließ Garten- sowie Kapuzinerkresse in seinem Garten anbauen. Während seiner Arbeit zur "Metamorphose der Pflanzen" stellte er auch Keimversuche mit der farbenfrohen Kapuzinerkresse an. Die Kartoffel war im 18. Jahrhundert allerdings noch eine Rarität. Im Garten am Frauenplan wurde Löwenzahn (heute als "Un"kraut verschrien) in Reih' und Glied angebaut, denn die Felder waren noch nicht so stark gedüngt, und so war dieses kleine Kraut eine Seltenheit, das der Dichter als Spinat oder im Wildsalat schätzte. Goethe lobte die gesundheitsfördernde Wirkung der Zwiebel.
Er schwärmte vom Weimarer Zwiebelmarkt; so ließ er die gekauften
Zwiebelrispen an seinem Schreibtisch befestigen, schmückte sein Haus
mit ihnen muss in einen regelrechten Zwiebelzopfkaufrausch geraten
sein, denn sein Freund, der Komponist Karl Friedrich Zelter schrieb
1827 an seine Tochter: „Heute ist hier das große weimarische Landesvolksfest,
der Zwiebelmarkt....Zu allen Toren der Stadt kamen heute....große
Fuhren von Zwiebeln...,die an beiden Seiten des Frauenplans, an der Straße
und der Esplanade appetitlich ausgelegt sind. Die blanken Zwiebeln sind
an langen Fäden wie Perlschnüre aufgezogen und nehmen sich gar
artig aus. Goethe ...hing sie an seinem Fenster patriotisch auf, was einiges
Aufsehen machte...
Schon 1776 befaßte Goethe sich mit den Büchern "Anleitung zum Hopfenbau", sowie "Land- und Gartenschatz von Christian Reichard. Goethe kauft 1798 das Gut Oberroßla mit einer Hopfenpflanzung, das er bis 1803 besaß und dann an den früheren Pächter verkaufte. Am 03.und 04.08.1822 ließ sich Goethe in Falkenau, einem damals bekanntem Hopfenanbaugebiet, durch Bergrat Lößl über den Hopfenbau unterrichten. Außerdem veranlaßte er den Naturdichter Anton Fürnstein, ein Gedicht über den Hopfenbau zu verfassen. Goethe ließ sich Teltower Rübchen, "die feinste Rübenart und ein Leckerbissen" und eine brandenburgische Spezialität, von seinem Berliner Freund Zelter über viele Jahre hinweg nach Weimar schicken. Seine Briefe an Zelter strotzen vor überschwänglicher Begeisterung: "...zu unserer Danknehmigkeit sind die köstlichen Rübchen angelangt; sie behaupten auch diesmal ihre alten Tugenden", schrieb er. Quelle) siehe auch Zitat: Küchengarten |
