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Wiener Botaniker und Dendrologe, freischaffender Gartenarchitekt und
-Schriftsteller, Pate des DDG-Förderpreises, in Sachsen geboren ,
Lehre in der Baumschule Hermann in Zeitz 1892-94. Camillo Schneider wurde
Sekretär der Dendrologischen Gesellschaft für Österreich-Ungarn,
unternahm zahlreiche Forschungsreisen nach Asien und auf den Balkan, war
von 1915-19 am Arnold Arboretum der Harvard University in Massachusetts
tätig. 1913 war er in China , um Pflanzen und Samen zu sammeln
für die Gesellschaft, ihren Präsidenten Graf Silva Tarouca in
Pruhonitz bei Prag und auch die Baumschule Späth in Berlin.
Durch den Ausbruch des 1.Weltkrieges wurde ihm eine Rückkehr erst
1919 möglich. 1921 zog er nach Berlin, wo er bis zu seinem Tod als
Redakteur und Gartenarchitekt tätig war. 1921 wurde Schneider neben Karl Foerster Mitherausgeber der "Gartenschönheit".
Camillo Karl Schneider (* 7. April 1876 in Groeppendorf, Sachsen; † 5. Januar 1951 in Berlin) war ein deutscher Botaniker mit Schwerpunkt auf Dendrologie, Gartenarchitekt und Schriftsteller. Sein offizielles botanisches Autorenkürzel lautet „C.K.Schneid.“. 1907 bis 1908 unternahm er eine Reise nach Bulgarien, Serbien und dem Kaukasus; 1913 bereiste er Westchina. 1915 bis 1918 war er am Arnold Arboretum in Boston im US-Bundesstaat Massachusetts tätig. Schneider verfasste eine Vielzahl von botanischen und gärtnerischen Schriften. Eines seiner Hauptwerke ist Illustriertes Handbuch der Laubholzkunde (1904-1912). Er war auch Mitherausgeber der Zeitschrift Gartenschönheit (1920-1942). Zusammen mit Ernst Graf Silva Tarouca schrieb er die Handbücher Freiland-Stauden (1910), Freiland-Laubgehölze (1912) und Freiland-Nadelhölzer (1913). Camillo Karl Schneider arbeitete mit anderen Landschaftsarchitekten und Adolf Loos zusammen an einer Gartenkonzeption der Müllerova vila in Prag. Die Deutsche Dendrologische Gesellschaft verleiht Camillo Karl Schneider
zu Ehren jährlich einen mit 2500 Euro dotierten Nachwuchsförderpreis
für herausragende wissenschaftliche Arbeiten zur Dendrologie. Hierbei
sollen Arbeiten von Studierenden und Doktoranden ausgezeichnet werden,
die im Zusammenhang mit Gehölzthemen stehen.
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