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Silvester-Feuerwerk für Garten- und Literaturfreunde Teil 3
Man nehme 12 Monate, putze
sie sauber von Neid, Bitterkeit, Geiz, Pedanterie und zerlege sie in 30
oder 31 Teile, so daß der Vorrat für ein Jahr reicht.
Andersen, Hans Christian (1805-1875)Das kleine Mädchen mit den SchwefelhölzernDa ging nun das kleine Mädchen auf den
nackten zierlichen Füßchen, die vor Kälte ganz rot und
blau waren. In ihrer alten Schürze trug sie eine Menge Schwefelhölzer
und ein Bund hielt sie in der Hand. Während des ganzen Tages hatte
ihr niemand etwas abgekauft, niemand ein Almosen gereicht. Hungrig und
frostig schleppte sich die arme Kleine weiter und sah schon ganz verzagt
und
In einem Winkel zwischen zwei Häusern, von denen das eine etwas weiter in die Straße vorsprang als das andere, kauerte es sich nieder. Seine kleinen Beinchen hatte es unter sich gezogen, aber es fror nur noch mehr und wagte es trotzdem nicht, nach Hause zu gehen, da es noch kein Schächtelchen mit Streichhölzern verkauft, noch keinen Heller erhalten hatte. Es hätte gewiß vom Vater Schläge bekommen, und kalt war es zu Hause ja auch; sie hatten das bloße Dach gerade über sich, und der Wind pfiff schneidend hinein, obgleich Stroh und Lumpen in die größten Ritzen gestopft waren. Ach, wie gut mußte ein Schwefelhölzchen tun! Wenn es nur wagen dürfte, eins aus dem Schächtelchen herauszunehmen, es gegen die Wand zu streichen und die Finger daran zu wärmen! Endlich zog das Kind eins heraus. Ritsch! wie sprühte es, wie brannte es. Das Schwefelholz strahlte eine warme helle Flamme aus, wie ein kleines Licht, als es das Händchen um dasselbe hielt. Es war ein merkwürdiges Licht; es kam dem kleinen Mädchen vor, als säße es vor einem großen eisernen Ofen mit Messingbeschlägen und Messingverzierungen; das Feuer brannte so schön und wärmte so wohltuend! Die Kleine streckte schon die Füße aus, um auch diese zu wärmen - da erlosch die Flamme. Der Ofen verschwand - sie saß mit einem Stümpchen des ausgebrannten Schwefelholzes in der Hand da. Ein neues wurde angestrichen, es brannte, es leuchtete, und an der Stelle der Mauer, auf welche der Schein fiel, wurde sie durchsichtig wie ein Flor. Die Kleine sah gerade in die Stube hinein, wo der Tisch mit einem blendend weißen Tischtuch und feinem Porzellan gedeckt stand, und köstlich dampfte die mit Pflaumen und Äpfeln gefüllte, gebratene Gans darauf. Und was noch herrlicher war, die Gans sprang aus der Schüssel und watschelte mit Gabel und Messer im Rücken über den Fußboden hin; gerade die Richtung auf das arme Mädchen schlug sie ein. Da erlosch das Schwefelholz, und nur die dicke kalte Mauer war zu sehen. Sie zündete ein neues an. Da saß die Kleine unter dem herrlichsten Weihnachtsbaum; er war noch größer und weit reicher ausgeputzt als der, den sie am Heiligabend bei dem reichen Kaufmann durch die Glastür gesehen hatte. Tausende von Lichtern brannten auf den grünen Zweigen, und bunte Bilder, wie die, welche in den Ladenfenstern ausgestellt werden, schauten auf sie hernieder, die Kleine streckte beide Hände nach ihnen in die Höhe - da erlosch das Schwefelholz. Die vielen Weihnachtslichter stiegen höher und höher, und sie sah jetzt erst, daß es die hellen Sterne waren. Einer von ihnen fiel herab und zog einen langen Feuerstreifen über den Himmel. ![]() "Wenn ein Stern fällt, steigt eine Seele zu Gott empor!" Sie strich wieder ein Schwefelholz gegen die Mauer; es warf einen weiten Lichtschein ringsumher, und im Glanze desselben stand die alte Großmutter hell beleuchtet mild und freundlich da. "Großmutter!" rief die Kleine, "oh, nimm mich mit dir! Ich weiß, daß du verschwindest, sobald das Schwefelholz ausgeht, verschwindest, wie der warme Kachelofen, der köstliche Gänsebraten und der große flimmernde Weihnachtsbaum!" Schnell strich sie den ganzen Rest der Schwefelhölzer an, die sich noch im Schächtelchen befanden, sie wollte die Großmutter festhalten; und die Schwefelhölzer verbreiteten einen solchen Glanz, daß es heller war als am lichten Tag. So schön, so groß war die Großmutter nie gewesen; sie nahm das kleine Mädchen auf ihren Arm, und hoch schwebten sie empor in Glanz und Freude; Kälte, Hunger und Angst wichen von ihm - sie war bei Gott. Aber im Winkel am Hause saß in der kalten
Morgenstunde das kleine Mädchen mit roten Wangen, mit Lächeln
um den Mund - tot, erfroren am letzten Tage des alten Jahres. Der Morgen
des neuen Jahres ging über der kleinen Leiche auf, die mit den Schwefelhölzern,
wovon fast ein Schächtelchen verbrannt war, dasaß.
Flüchtig verrinnen
die Jahre!
Tipps gegen den Kater / Katzenjammer am nächsten TagDas Knabbern von Nüssen, Oliven, Chips, belegten Brötchen usw hilft, den Katzenjammer im Zaum zu halten. Wer gleich viel Wasser wie Alkohol trinkt, konsumiert insgesamt über den Abend weniger Alkohol. Außerdem wird dadurch die Alkoholmenge verdünnt. Und vor dem zu Bett gehen sollte man noch einmal möglichst viel Mineralwasser trinken! Mitternachtssuppen schmecken nicht nur gut, sie helfen ebenfalls, einem Kater vorzubeugen... Rezept I / Rezept II / Rezept III
Scherzfragen für Pflanzen- und Tierfreunde2) Was wird zuerst gelesen, danach verspeist? 3) Es gibt ein Laub, welches jeder gerne hat. Es wächst nirgend wo. Wenn man es hat, wird es von Tag zu Tag weniger! Hmmmm? 4) In welchem Monat essen Österreicher am wenigsten? 5) Er sitzt auf einer Birke und ruft: "Uha, Uha"! Was ist das? 6) Was haben Baum und Buch im Sommer gemeinsam? 7) Welches Obst bevorzugt Dracula? 8) Welche Rosen haben keine Dornen, duften aber gut? 9) Welcher Vogel kommt niemals auf einen grünen Zweig? 10)Wann schmecken die kleinsten Kartoffeln am Besten? ![]() Empfehlen Sie uns per E-Mail weiter | zurück an den Anfang Kategorien Homepage Garten Literatur: Gartenbücher | Leselaube (Gedichte, Zitate) | Pflanzen | Gartenkalender | Gartenpersönlichkeiten | Gartenküche | Linktipps Besuchen Sie auch: Gartenblog | Gartenreise-Blog | Reisefotos | Kostenloser Grußkartenservice | Facebook Maria Mail-Brandt | Twitter GartenLiteratur © Text und Design 1999-2010: Maria Mail-Brandt | © Musik: B. Krueger | URL: http://www.garten-literatur.de Aktualisiert am 20.07.2010 |
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