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Sterben und Vergehen ist in der Natur
ist eine wichtige Voraussetzung für neues Leben...
Passende Trauermusik (Midi von Hermann Oettjes)
Auf den Festtag Allerheiligen folgend, ist dies im Festjahr der römisch-katholischen Kirche der Gedenktag,
der dazu gedacht ist, durch Gebet, Almosen und Fürbitte die Leiden
der Armen Seelen (der Verstorbenen im Fegefeuer) zu erleichtern, und der
dem Gedächtnis an die Verstorbenen dient. Das Fest wurde im 10. Jahrhundert
durch den Abt der Benediktiner von Cluny zum Feiertag erhoben. Es wird
vor allem in den Alpenländern mit zahlreichen Volksbräuchen verbunden.
In der römisch-katholischen Kirche hat der Allerseelenablass eine
besondere Bedeutung. Wo die Gräbersegnung nicht bereits am Nachmittag
des Hochfests Allerheiligen stattgefunden hat, findet sie an Allerseelen
statt, wohin sie eigentlich gehört. (Quelle und mehr Wikipedia)
Wenn
an Allerheiligen noch eine Rose im Garten blüht, so stirbt jemand
aus der Familie.
Die Aster wird im Volksbrauchtum auch Allerseelenblume
genannt.
Bauern- und
Wetterregel zum Allerseelentag
Allerseelengebäck,
Allerseelenzopf, Seelenwecken, Seelenbrot, Totenbrot
Früher wurden für Allerseelen bzw. Allerheiligen reich
ein verziertes Kultgebäck gebacken: Allerseelenzopf, Seelenwecken, Allerheiligenstriezel, Seelenbrot oder auch Totenbrot genannt. Die Kinder bekamen in Bayern von ihren Paten den Allerseelenzopf, auch Godelwecken, Seelenspitze, Seelenbrot oder Allerseelenbrezel genannt, der aus Hefeteig hergestellt wurde und viele Rosinen enthielt. Der Zopf wurde kurz vor dem Kirchgang angerührt und für einige Stunden in den Ofen gestellt. Wenn man dann von der Andacht kam, konnte man ihn essen.
Rezept
und mehr Info
Weil man glaubte, dass an diesem Tag die "Armen
Seelen" der Toten aus dem Fegefeuer entlassen würden, legte man sie
über Nacht auf den Tisch in der Wohnstube,
damit sie etwas zu Essen vorfänden. Die
Stube wurde an diesem Tag auch zum ersten Mal geheizt, damit die "Armen
Seelen" es warm hatten.
Am nächsten Tag gab man das Gebäck
an "Seelenleute" (Arme, Bedürftige). Jedes "Vergelt´s Gott"
für jene Spende erlöste eine Seele aus dem Fegefeuer.
Es ist in der Oberpfalz sowie Niederbayern
heute noch bekannt und beliebt, insbesondere im Münchener Raum.
Die genaue Zusammensetzung der Zutaten variiert
je nach Region. In manchen Gegenden wurde der Seelenzopf auch auf das Grab
gelegt,
damit die Seelen der Verstorbenen in der Nacht
von Allerheiligen auf Allerseelen an den Ort des irdischen Wirkens zurückkehren
und sich von den bereitgestellten Speisen
nehmen können.
Totensonntag, Ewigkeitssontag
Der Totensonntag, der auch Ewigkeitssonntag genannt
wird, ist ein alter Feiertag der evangelischen Kirche. König
Friedrich Wilhelm der II. von Preußen hat diesen Tag 1816 für
die evangelische Kirche in preußischen Gebieten eingeführt.
Er war der Meinung, dass ein Tag zum Totengedenken im Kirchenjahr fehlt
(die katholische Kirche feiert ja Allerseelen - siehe 1.11.. Daher hat
er den letzten Sonntag vor dem 1. Advent zum Totensonntag erklärt.
Später haben auch die anderen deutschen Länder diesen Feiertag
übernommen.(Quelle
und mehr )
Der Brauch, die Gräber verstorbener Angehöriger
zu pflegen, ist im christlichen Kulturkreis weit verbreitet ...hier
mehr lesen: Totenblumen
Allerseelen
Die Männlein, Weiblein, traurige Gesellen,
Sie streuen heute Blumen blau und rot
Auf ihre Grüfte, die sich zag erhellen.
Sie tun wie arme Puppen vor dem Tod.
O! wie sie hier voll Angst und Demut scheinen,
Wie Schatten hinter schwarzen Büschen
stehn.
Im Herbstwind klagt der Ungebornen Weinen,
Auch sieht man Lichter in die Irre gehn.
Das Seufzen Liebender haucht in Gezweigen
Und dort verwest die Mutter mit dem Kind.
Unwirklich scheinet der Lebendigen Reigen
Und wunderlich zerstreut im Abendwind.
Ihr Leben ist so wirr, voll trüber Plagen.
Erbarm' dich Gott der Frauen Höll' und
Qual,
Und dieser hoffnungslosen Todesklagen.
Einsame wandeln still im Sternensaal.
(Georg Trakl)
Auf
meinem Grabe
Auf meinem Grabe
sollen rote Rosen stehn,
die roten Rosen,
die sind schön.
(Hermann Löns)
Die allerletzten
Blumen
Die allerletzten Blumen,
Die Ringelblumen, pflück ich mir;
Sie blühen auf dem Grab der Liebe,
Denn heute muß ich fort von Dir.
(Hermann Löns)
Und wenn ich einst
von dannen fahre
Und wenn ich einst von dannen fahre,
so wünsch ich Rosen auf der Bahre.
(Johann Christian Günther)
Vier Mond sind entflohn
Vier trübe Monde sind entflohn
Seit ich getrauert hab
der falbe Wermut grünt schon
auf meiner Freundin Grab
(Ludwig Christian Hölty)
Stell' auf den Tisch die
duftenden Reseden,
Die letzten roten Astern trag herbei
Und lass uns wieder von der Liebe reden,
Wie einst im Mai.
Gib mir die Hand, dass ich sie heimlich drücke,
Und wenn man's sieht, mir ist es einerlei;
Gib mir nur einen deiner süssen Blicke,
Wie einst im Mai.
Es blüht und funkelt heut auf jedem Grabe,
Ein Tag im Jahre ist den Toten frei;
Komm an mein Herz, dass ich dich wieder habe,
Wie einst im Mai.
(Hermann von Gilm)
Video Lied von Richard Strauss
Die menschenblassen
Rosen legte ich
auf deine kalten Hände
und strich dein Haar zurück und pflegte
dich
ob ich dein jubelnd Leben widerfinde.
(Detlev Liliencron)
Die Friedhöfe in
anderen Teilen der Erde sind so eingerichtet, daß sie den Lebenden
Freude gewähren.
Es lebt viel auf ihnen, Pflanzen und Vögel,
und der Besucher, als einziger Mensch unter so viel Toten, fühlt sich
davon aufgemuntert und gestärkt
(Elias Canetti: Die Stimmen von Marrakesch,
S. 52)
Du weißt nicht
mehr wie Blumen duften,
kennst nur die Arbeit und das Schuften,
so gehn sie hin die schönsten Jahre,
am Ende liegst du auf der Bahre
und hinter dir da grinst der Tod:
Kaputtgerackert - Vollidiot!
(Joachim Ringelnatz)
Das Grab der Liebe
Es steht ein Fels von der Wog' umrauscht,
In Provincia's purpurnen Fluthen,
Da hab' ich einst Seel' um Seele getauscht
In liebezerschmelzenden Gluthen!
Es schwebten im ewigen Reihentanz
Die Sternlein auf mondlicher Wogen Glanz,
O heilige Stunde der Liebe!
Die Nachtigall sang im Myrtenhain
Aus den abendrothglühenden Schatten;
Es rief daß girrende Täubelein
Zur Liebe, zur Liebe den Gatten!
Und fernher ertönte von Thal und Höh'n
Ein flötendes schmachtendes Sehnsuchtsgetön
Aus liebedurchathmeten Schatten!
Ein Kirchlein steht auf des Felsens Haupt,
Der so prachtvoll die Fluthen umschauet;
Die Stirn vom flüsternden Ölbaum
umlaubt,
Den Fuß von Wogen umgrauet!
O Trauter komm, steig' auf des Felsens Höh'!
Dort schau'n wir in die unendliche See,
Unendlich gleich unserer Liebe!
Sie leitet ihn schnell den Fels hinan,
(O wie klopfet's im liebenden Herzen!)
Er folgt auf der dornenumrankten Bahn,
Den Busen voll seliger Schmerzen!
Es blickte der Mond aus dem Wolkenkranz
Durchstrahlte der Bebenden Seelen ganz
Mit flammenden Pfeilen der Liebe.
Geschmiegt an's Herz das klopfende Herz,
Und die Wang' an die Wange gelehnet,
Zerflossen beid' im unendlichen Schmerz,
Die schmachtenden Augen bethränet!
»In der Tiefe wohnt die selige Ruh'!«
So sang's, so tönt' es den Liebenden
zu
Aus den silberglänzenden Wogen!
O Mutter der Lieb', in deinen Arm
Nimm huldreich die liebenden Seelen!
So schwindet der bittere finst're Harm,
Worin sie sich ängstlich zerquälen.
Sie sinken vereint vor dem Felsaltar,
Ein reines geweihetes Opferpaar,
Empfange sie Mutter der Gnaden!
»Und nun zurück in die öde
Welt,
In die trübenden Fluthen des Lebens,
An starre Klippen das Herz zerschellt,
Und Lieb' und Treue vergebens!
O wogende Fluth und o sternige Höh',
O tiefer Schooß der unendlichen See,
Ihr endet die Qualen der Liebe!«
Und zögernd wanken sie Arm in Arm
Zu des Felsens tiefstürzendem Hange:
»Maria, der Liebenden dich erbarm',
Sie liebten und litten zu lange!«
Und fest sich umschlingend und heiß
umarmt,
Und Herz an klopfendem Herzen erwarmt,
So verschlangen sie schäumende Wogen!
(Friederike Brun)
Der
Sämann säet den Samen
Der Sämann säet den Samen,
die Erde empfängt ihn, und über
ein kleines
keimet die Blume herauf.
Du liebtest sie. Was auch das Leben
sonst für Gewinn hat, war klein dir geachtet,
und sie entschlummerte dir.
Was weinest du neben dem Grabe
und hebst die Hände zur Wolke des Todes
und der Verwesung empor?
Wie Gras auf dem Felde sind Menschen
dahin, wie Blätter, nur wenige Tage
gehn wir verkleidet einher!
Der Adler besucht die Erde,
doch säumt er nicht, schüttelt vom
Flügel den Staub und
kehret zur Sonne zurück.
(Matthias Claudius)
Auf
den Tod eines Kindes
Du kamst, du gingst mit leiser Spur,
ein flücht'ger Gast im Erdenland.
Woher? Wohin? Wir wissen nur:
aus Gottes Hand in Gottes Hand.
(Ludwig Uhland)
siehe auch: Andersen,
Das stumme Buch
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