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384 S. m. 500 Farbfotos und zahlr. historischen Abb. Wißner 2008
Als häufige Besucherin der Webseite, Leserin der vielen hilfreichen
Ratschläge Christines in verschiedenen Foren und Besitzerin der zwei
vorhergehenden Bücher habe ich nicht daran gezweifelt, daß dieses
angekündigte Buch etwas Besonderes sein wird, doch übertrifft
es meine Erwartungen sogar noch. Hier bestätigt sich, daß Christine
Meile nicht nur als Fotografin Profi ist; auch als Schreiberin versteht
sie ihr Metier. Obwohl ich mich schon jahrelang mit Rosenbüchern beschäftige,
fand ich noch neue Informationen über Rosen, Züchter, Namensgebung
und historische Hintergründe. Die Fotos sind, ergänzt durch viele
historische Abbildungen, wie nicht anders erwartet, hinreißend schön,
vollendet fotografiert und auch layoutmäßig ansprechend gesetzt.
Die detaillierten Rosenbeschreibungen der vorgestellten 400 Schönheiten
(alle im Handel, wenn auch nicht überall, erhältlich), aus merkbar
eigener Erfahrung mit bayrisch-sibirischen Witterungsvrhältnissen
geschrieben. Der "Rose im Winter" ist sogar ein ganzes Kapitel gewidmet.
Durch die dargestellten Erkenntnisse mit der Frosthärte hebt es sich
wohltuend von den englischen oder französischen Rosenbüchern
ab und man kann sich vertrauenswahl "seine" Rosen für den eigenen
Garten aussuchen. Am Ende jeder Rosenbeschreibung noch einmal jeweils ein
kurzer Steckbrief, wie man ihn von der Webseite der Autorin her kennt:
Blüte - Farbe - Duft - Laub - Stacheln - Früchte - Höhe
- Frosthärte - Klimazone. Vor allem die Ergebnisse gezielter Recherchen
zur Sortenechtheit und zur Geschichte bzw. Namensgebung der Rosen prägen
diese nach den geschichtlichen Klassen geordneten Porträts, bei denen
man sich wie persönlich durch den Garten der Autorin geführt
fühlt. Dabei erklärt sie auch die Schwierigkeit der "gesicherten"
Klassenzuordnung. Jede Klasse wird eingehend "beleuchtet". Remontantrosen
z. B. sind für Christinedie "Mensch-ärgere-Dich-nicht-Rosen,
"Schöneres als die französischen Rosen kann es nicht geben"
bescheinigt sie den Gallica-Rosen. Im Kapitel "Rosen für die dritte
Dimension" geht sie ausführlich auf die Rosen und das Leben der Rosenzüchter
Lambert und Geschwind ein. Das Kapitel "Rosenschreibern aus alter Zeit
- Hintergründe und Lebensbilder" ist etwas ganz Besonderes:
"Gehölzsammler und Baumschuler", "Vom Sammelsurium der Kaiserin Josephine",
"Kundenwechsel - von der Fürstenrose zur Bürgerblume", "Das ganze
Vaterland ein Garten - Handelsware und Sammelcharme" lauten hier die Überschriften
für eine Fülle von sorgfältig recherchierten Informationen
über Rosenentdecker, Rosenzüchter, Rosenbuchautoren und Rosensammler.
"Rosen im Museum" berichtet über die Geschichte des Europa-Rosariums
in Sangerhausen. "Rosen auf Papier" schließlich ist - in seiner Ausführlichkeit
ein bisher ebenfalls nicht angetroffenes - Literaturverzeichnis. Chronologisch
geordnet fängt es 1600-1798 mit "Bibliografien und bibliografischen
Artikeln" an, geht über "Gesamtlisten historischer Rosennamen, Florilegien,
Lexika, Baumschulkataloge" (1799-1815) , Veröffentlichungen von Rosenkennern,
Sammlern und Rosenfreunden (1816-1839) , Künstlern, Systematikern,
Handelsgärtnern (1840-1869) bis hin zum Thema " Sortenvielfalt, Züchtung,
Wettbewerb "(1870-1945) "Vereine, Journale, Rosarien". Ab 1945 ist es dann,
jeweils alphabetisch sortiert, unterteilt in die Themen: "Geschichte,
Botanik, Blumen, Garten" sowie " Kultur-, Kunst- und Weltgeschichte". Perfekt
auch der 24 seitige "Anhang" mit einem Rosen-Register, in dem die
Hauptnamen und Seitenzahlen mit Abbildungen sogar fett gedruckt sind, einem
Personen-Index, einer Auswahl an "rosigen" Internetadressen, einer Auflistung
von Bezugsmöglichkeiten auch seltenerer Alter Rosen und einer ausführlichen
Danksagung (eine heutzutage kaum noch übliche, aber lobenswerte
Geste). Mit dem Kleinen Prinzen von Saint-Exupery (Die Zeit, die du für
deine Rose verloren hast...") , beginnt im Vorwort und endet im "Nachhall"
dieser Prachtband auf hochwertigem Papier zum Schwelgen, Nachschlagen und
Schmökern. Unerläßlich für Liebhaber(innen) Alter
Rosen und solche, die es werden wollen (oder sollen) und vor auch - als
Quelle - für Rosenbuchsammler - einfach ein "Muß-man-haben-Buch"
(dessen Preis-Leistungsverhältnis übrigens ebenfalls stimmt)
! Erhielt den 2. Platz des Deutschen Gartenbuchpreises 2009 in der Kategorie:
Bestes Buch über Gartengeschichte.
Ich
habe die Lust zu reisen gegen einen Rosenstrauch eingetauscht
72 S. mit 35 Abb., davon 12 gzs. Rosenaquarelle v. Hans G. Meile edition
rosetum 1992. Die Autorin, vielen meiner Besuchern sicher aus ihren Forumsbeiträgen
bekannt, erzählt Geschichten und Legenden von Rosen aus ihrem privaten
Rosenparadies mit mehr als 240 Alten Rosen. Die traumhaften Bilder v. Hans
Meile sind in der Technik der alten Meister des 17. u. 18. Jhdts angefertigt.
Durch den Einband mit Kordel sind diese unbschädigt zum Rahmen herauszunehmen.
Ich
habe die Träume meiner Kindheit in einem Garten wiedergefunden
116 S. m. 160 Fotos, Zeichn. v. Hans G. Meile edition Rosetum 1992.
Garten- und Rosenträume im Lauf der Jahreszeiten, teilweise aus der
Sicht der kleinen Besucherin Marie, ein Buch zum Entspannen und Freuen,
in dem aber auch der lästige Giersch, der sich in dem märchenhaften
Rosengarten mit über 300 Sorten ausbreitet, nicht übergangen
wird.
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Aktualisiert am 26.06.2010 |