Aprilis kommt von aperire = öffnen zurück, es ist die Zeit
der Öffnung bzw. des Aufblühens. Es öffnet sich die Natur,
die Blüten und Knospen; darauf beziehen sich auch die Namen Knospenmonat
und
Keimmonat. Möglicherweise wurde der April aber auch nach der griechischen
Göttin Aphrodite benannt. Sie ist die Göttin über Liebe
und Tod. Schon die Römer feierten um diese Zeit zu Ehren der Göttin
„Aprilis“ Feste. Der altgermanische Name Ostaramanoth stammt von der Germanengöttin
Ostara, Göttin der Morgenröte; Launing ist durch Launenhaftigkeit
des Aprils ("Der April macht was er will") leicht erklärbar. Aber
auch Ostermond bzw. Ostermonat sind geläufige Namen, weil häufig
Ostern (frühestens am 22.3 - spätestens am 29.4. ) in diesen
Monat fällt.
April, der buntgeschmüeckte, schön
befranste, goss Mut der Jugend aller Wesen ein! (Shakespeare)
Wer auf Narren hoffend blickt, wird in den April
geschickt (Sprichwort)
Der 1. April ist der Tag, an dem wir uns erinnern sollen, was wir 364 Tage im Jahr sind: nämlich Narren. (Mark Twain) Heute ist der 1. April, da schickt man den
Narren, wohin er will; die Schadenfreude eines Jeden darf heute befriedigt
werden. Schaden, sei es persönlich noch materiell, sollte dagegen
nicht zugefügt werden! In Deutschland ist dieser Brauch seit dem 17.
Jh. bezeugt. In England heißt der Genarrte Aprilnarr, in Frankreich:
Aprilfisch. Weiterlesen
2010
ist am 1.4. Gründonnerstag
Gründonnerstag kommt von lateinisch "dies
viridium"; "Grünes" Essen ist nach altem Brauch am heutigen Tage -
meist mit neunerlei Kräutern üblich (man kennt den Ausruf: "Ach
du grüne Neune"). Die Suppen aus siebenerlei, neunerlei oder gar zwölferlei
Kräutern sollten Gesundheit für das ganze Jahr bringen. Weiterlesen
Charles
Baudelaire (1821-1867) geboren am 9.4.
2.
Internationaler
Kinder- und Jugendbuchtag "Andersentag" - Hans
Christian Andersen (1805-1875) geboren am 2.4.
Am 2. April 1805 wurde Hans Christian Andersen
in Dänemark geboren. Weltruhm erlangte der Sohn eines Schuhmachers
mit seinen 168 Märchen.
Von der Unesco wurde der „Andersentag“ 1967 zum "Internationalen Kinder-
und Jugendbuchtag" erklärt, der mit Lesungen, Buchausstellungen, Gewinnspielen
und weiteren literarischen Veranstaltungen gefeiert wird. "Das schönste
Märchen", soll er gesagt haben, "ist das Leben, denn darin kommen
wir selbst vor." Der Hans-Christian-Andersen
Preis wird auch als "kleiner Nobelpreis" bezeichnet. Andersen
Buchtipps
Anna
Maria Sybilla Merian (1647-1717) - Naturforscherin geboren am 2. April
Die Mutter, Naturforscherin, Malerin, Stecherin,
Reisende, Pionierin, Unternehmerin, Begründerin der Insektenforschung
hat ihren Platz in der Kunstgeschichte wie in der Geschichte der Botanik
und Zoologie, denn ihr Mut, in einer Epoche, in der Naturforschung nahezu
ausschließlich von Männern betrieben wurde, die Flora und Fauna
Mittelamerikas in ihrer Artenvielfalt zu erforschen und bildhaft in ihren
Kupferstichen zu dokumentieren, war beispielhaft. DenHöhepunkt ihres
Lebens bildete die abenteuerliche Schiffsreise in das ferne und exotische
Surinam (Niederländisch-Guayana). Sie widmete sich dort zwei Jahre,
wie stets in ihrem Leben, mit großer Leidenschaft, der Welt der Pflanzen
und Insekten. Weiterlesen Buchtipps Linktipps: Leben und
Werk Artikel
der Rhein-Zeitung (mit Bild: Weinrebe)
2010
ist am 2.4. Karfreitag
Am Trauertag der Christen sind alle Blumen und
Pflanzen aus der Kirche verbannt! In Luxemburg ziehen die Kinder mit Schlehdornzweigen
singend und klappernd durch die Straßen. Die Zweige sind mit bunten
Bändern und Blumen aus Papier geschmückt und werden abends nach
alter Tradition verbrannt. Weiterlesen
3.
2010
ist am 3.4. Karsamstag
Die Osterfeuer in der Nacht von Ostersamstag auf
Ostersonntag wurden bereits in heidnischer Zeit praktiziert. Man glaubte,daß
der Schein des Feuers eine reinigende Wirkung hätte und die keimende
Saat vor bösen Geistern schütze und so galten sie auch als Kult
zur Sicherung der Fruchtbarkeit, des Wachstums, der Ernte... Diesen Brauch
haben die Christen dann übernommen; bei ihnen wurde der Samstag zum
Karsamstag. Weiterlesen Helmut Kohl (1930) geboren am 3.4. - 80. Geburtstag 2010 Der deutsche CDU-Politiker war von 1969 bis 1976 Ministerpräsident
des Landes Rheinland-Pfalz und von 1982 bis 1998 der sechste, bis jetzt
am längsten regierende, Kanzler der Bundesrepublik Deutschland ("Kanzler
der Einheit in des wiedervereinigten Deutschlands"). 1996 zu seinem 5.
Amtsjubiläum wurde Kohl von dem deutschen Züchter Tantau eine
Rose gewidmet 'Helmut-Kohl-Rose', eigenhändig von ihm ausgesucht und
persönlich am 8. 9. 1995 auf der Bundesgartenschau in Cottbus getauft.
Im April des folgenden Jahres pflanzte er dann diese Rose im Garten des
damaligen Bundeskanzleramt in Bonn. Mehr
lesen
4.
2010
ist am 4.4. Ostersonntag
wünsche
ich allen Besuchern! Die meisten Frühlingsblüher stehen
als traditionelle Osterblumen in Verbindung mit dem christlichen Osterfest,
das die Auferstehung von Jesus feiert, also die Freude symbolisiert. So
auch die Rose von Jericho (Selaginella lepidophylla), die volkstümlich
auch "Auferstehungspflanze" genannt wird. Oder die Osterglocken (Narzissen)
- die das Fest schon im Namen tragen... Weiterlesen
Bettina
(Bettine) von Arnim (1785-1859) geboren am 4.4. - 225.
Geburtstag 2010
Ein nahezu in Vergessenheit geratener Brauch auf
Ostermontag ist der sogenannte "Emmausgang" oder"Emmaus Osterspaziergang"
zur Erinnerung an den Gang der beiden Jünger Christi von Jerusalem
nach Emmaus. Weiterlesen
Löwenzahn
Taraxacum officinale (vulgare)
Der Löwenzahn ist eine der Pflanzen mit den
meisten Volksnamen; es soll über 500 Bezeichnungen für ihn geben!
Sein lateinischer Name geht auf "tarakshaqum" aus dem Arabischen zurück
und bedeutet: bitteres Kraut. "Bettpisser" weist auf seine harntreibende
Eigenschaft hin; "Bayrischer Enzian" ist die spöttische Bezeichnung
für die überall häufige Pflanze, "Brummer" nannte man ihn,
weil sich aus den hohlen Stängeln Blasinstrumente herstellen lassen;
"Hahnenspeck", weil die Blätter von Hühnern mit Vorliebe gefressen
werden. Sein Milchsaft heilt heute noch Warzen und er ist in der Küche
hervorragend für die Blutreinigungskur im Frühjahr. In der Küche
ist er vielfältig verwendbar - wenn denn schon als "Un-kraut" gejätet
- nicht wegwerfen, sondern aufessen!
Weiterlesen
6. 30. Jahrestag der Einführung der Sommerzeit in der Bundesrepublik
und der DDR 2010 - hier
mehr lesen
Eduard
Mörike (1804-1875)
Frühlingssonne Grausame Frühlingssonne, Du weckst mich vor der Zeit, Dem nur in Maienwonne Die zarte Kost gedeiht! Ist nicht ein liebes Mädchen hier, Das auf der Rosenlippe mir Ein Tröpfchen Honig beut, So muss ich jämmerlich vergehn Und wird der Mai mich nimmer sehn In meinem gelben Kleid.
7.
Weltgesundheitstag
Überall geht ein frühes Ahnen dem späten
Wissen voraus" - dieser Ausspruch Alexander
von Humboldts hat sich oft als wahr erwiesen, wenn man an die vielen
Heilpflanzen denkt, die man ja früher instinktiv, ohne wissenschaftliche
Kenntnis anwandte. Heilpflanzen können viel für unsere Gesundheit
tun... Weiterlesen Webtipps
zu Heilpflanzen Heilpflanzenbücher
Jo Hanns
Rösler (eigentl. Johannes Oswald, 1899-1966) geboren am 7.4.
Ein Mensch ohne Garten geht im Frühling
spazieren, sitzt in der Sonne und freut sich an den im
Frühling blühenden Bäumen. Ein Mensch mit Garten aber hat keine
Zeit, die Bäume zu betrachten und in der Sonne
zu sitzen; er muß umgraben, auspflanzen, Rosen
beschneiden, säen, setzen, zusammenrechen, Maulwurfshügel
abtragen und die blühenden Blüten vor Frost
schützen. (aus: Der
unvollkommene Gärtner)
8.
Humboldt, Wilhelm (1767-1835) gestorben am 8.4. - 175.
Todestag 2010
Die Natur gefällt, reißt an sich, begeistert, nur, weil sie Natur ist.
Narzissen,
Narcissus ssp. Osterglocken
Die Narzisse gilt als Sinnbild des Frühlings
und des Brautstandes. Die Legende erzählt, daß der atemberaubend
schöne Grieche Narziß, der Sohn des Flußgottes Kephios,
die Liebe der Bergnymphe Echo verschmähte. Diese verzehrte sich daraufhin
vor Gram derart, daß sie zum Felsen wurde, dem nur noch die Stimme
übrigblieb (daher der name "Echo"). Um die Herzlosigkeit des jungen
Mannes zu vergelten, schritt Nemesis ein und bestrafte ihn damit, daß
er in unstillbarer Liebe zu sich selbst entbrannte. Als er sein Spiegelbild
in einer Quelle erblickte, war es um ihn geschehen. Schließlich bereiteten
die mitleidigen Götter seinen Qualen ein Ende, indem sie ihn in eine
Narzisse verwandelten. Weiterlesen
9.
Baudelaire,
Charles (1821-1867) geboren am 9.4.
Es gibt Düfte, frisch wie Kinderwangen Süss wie Oboen, grün wie junges
Laub Verderbte Düfte, üppige, voll Prangen Wie Weihrauch, Ambra, die zu uns im Staub den Atemzug des Unbegrenzten bringen Und unserer Seele höchste Wonnen singen (aus: Die
Blumen des Bösen)
Das ([der April] ist der rechte und gesegnete
Monat des Gärtners. Die Verliebten sollen uns ungeschoren lassen mit
ihrem vielgepriesenen Mai; im Mai blühen die Bäume und Blumen
nur, aber im April schlagen sie aus; glaubt mir, dieses Keimen und Ausschlagen,
diese Knospen, Knosplein und Keimlinge sind die größten Wunder
der Natur. Weiterlesen.
Wer einmal Vergißmeinnicht im Garten hat,
besitzt es für immer, denn es samt sich reichlich aus. Viel bedacht
in alten Schriften, Legenden und Volksliedern, die von Trennung, Liebe
und ewiger Erinnerung singen, ist das Sumpf-Vergißmeinnicht (M. palustris)
- doch werden die Mythen auch auf das Garten-Vergissmeinnicht (M. sylvatica)
übertragen. Heinrich IV aus England wählte es gar als Wappenblume.
Weiterlesen
12.
Gänseblümchen,
Bellis perenis
Wer kennt das bekannte Frühlingsblümchen
nicht aus zahlreichen Liedern und Reimen der Kinderzeit? Es ist eine "Spielpflanze"
- früher haben Kinder damit Kränze geflochten oder Verliebte
haben durch Abzupfen der Blüten orakelt: "Er liebt mich, er liebt mich nicht..." "Bellis"
kommt von bellus (= hübsch, niedlich), "perennis" heißt ausdauernd,
weil es so lange blüht. Der deutsche Name ergibt sich wohl daraus,
weil es von den Gänsen als Leckerbissen verzehrt wird. Es soll die einzige Blume auf der Welt sein,
die jeder überall ungestraft pflücken darf - so habe ich es mal
gelesen, mir leider die Quelle nicht notiert. Weiterlesen
13.
Tulpen,
Tulipa ssp.
Die Tulpe stammte ursprünglich aus
der Türkei. "Tulpe" heißt die Pflanze übrigens, weil so
ihr Spitzname im Türkischen lautete: tülbent war das Wort für
eine alte türkische Kopfbedeckung, die ganz ähnlich aussieht
wie die Blume. Geschichtlich nachzuweisen ist, daß
der Franzose Charles de L’Écluse (lat. Carolus Clusius) sie im Jahr
1593 in die Niederlande gebracht hat. Nach Clusius benannt ist die "Tulipa
clusiana".. Weiterlesen Buchtipps: Die
Tulpe - Eine Kulturgeschichte der englischen Journalistin Anna Pavord Tulpenwahn.
Die verrückteste Spekulation der Geschichte von Mike Dash List Tb.
2001
14.
Georg Friedrich Händel (1686-1759)
gestorben am 14. April
Mitte April erreicht der Kuckuck von Afrika her kommend wieder Deutschland.
Der Vogel ist dabei meistens so pünktlich, dass der 14.4. /bzw. 15.
4 (je nach Quelle) im Volksmund auch „Kuckuckstag“ heißt.
Weiterlesen
Theodor
Fontane (1819-1898)
Frühling Nun ist er endlich kommen doch In grünem Knospenschuh; "Er kam, er kam ja immer noch" Die Bäume nicken sich's zu.
Sie konnten ihn all erwarten kaum, Nun treiben sie Schuß auf Schuß; Im Garten der alte Apfelbaum, Er sträubt sich, aber er muß.
Wohl zögert auch das alte Herz Und atmet noch nicht frei, Es bangt und sorgt; "Es ist erst März, Und März ist noch nicht Mai."
O schüttle ab den schweren Traum Und die lange Winterruh: Es wagt es der alte Apfelbaum, Herze, wag's auch du.
Greta
Garbo (1905 -1990) gestorben am 15.4. - 20. Todestag 2010
Die Tochter eines Seemannes, geboren als Greta
Lovisa Gustafsson, entschloss sich sehr früh, Schauspielerin zu werden.
Schon während der Ausbildung wurde sie von dem international bekannten
schwedischen Regisseur Mauritz Stiller entdeckt, der ihr 1923 eine wichtige
Nebenrolle in "Gösta Berling" gab und für sie den Künstlernamen
Garbo erfand. Über dessen Herkunft wurde früh viel spekuliert;
eine Version war, daß sein Ursprung in dem Wort gaborn („Waldgeist“)
liegt. Mit Filmen wie "Mata
Hari", "Anna Karenina" nach dem Roman von von Leo Tolstoi und "Ninotschka"
stieg sie dann in den 30er Jahren zum Weltstar auf. Von "Anna
Karenina" wurden zwei alternative Enden gedreht: für den amerikanischen
Markt, umbenannt und mit dem einfachen Slogan "Gilbert and Garbo in Love"
beworben, ein glückliches Ende, während der Rest der Welt, der
mit Tolstois Werk eher vertraut war, den tragischen Schluss der Vorlage
zu sehen bekam. Mit dem Aufkommen des Tonfilms schien Garbos Stellung als
einer der Topstars des Studios in Gefahr. Andere europäische Schauspieler
der Zeit wie Pola Negri scheiterten an der Herausforderung, ein verständliches
Englisch zu sprechen. Doch sie schaffte es. Ihr heute noch bekanntester
Film (von 1936) ist "Die Kameliendame", der das Schicksal der Kurtisane
Madame
Alphonsine Plessis (Duplessis) nach dem Roman
von 'Alexandre
Dumas' d. J. (1824-1895) verarbeitet. Ihr Partner war Hollywoods neuester
Star, Robert Taylor. Ihren immensen Erfolg verdankte sie vor allem der
Begeisterung, die sie bei den Frauen auslöste; eine Rose, von der
Garbo geküsst, brachte 3000 Mark (Quelle).
Wie zahlreiche andere Hollywoodstars ließ sie sich ihre Roben vom
Couturier 'Givenchy'
nicht nur sprichwörtlich auf den Leib schneidern. Sie gilt als eine
der größten Filmlegenden, die Hollywood je hervorgebracht hat.
Ihre Beinamen waren "Die Göttliche", "schwedische Sphinx" oder "Traumprinzessin
der Ewigkeit ". Garbo gab ihre Hollywoodkarriere nach 1942 völlig
auf. Bis zu ihrem Tod lebte sie zurückgezogen abwechselnd in ihrer
New Yorker Wohnung sowie in Klosters in der Schweiz. Dank guter Investments
verfügte sie zeitlebens über ein komfortables Einkommen. Sie
reiste viel; legendär wurden ihre täglichen langen Spaziergänge
quer durch New York. Garbo hatte eigentlich nicht die Absicht, sich dauerhaft
von der Leinwand zu verabschieden, doch ein Comeback gab es nicht. Buchtipp: Greta
Garbo von Paul Duncan Taschen Verlagr 2007 Linktipps: Greta
Garbo bei Wikipedia / Filmplakat
Kameliendame mit Greta Garbo
Frühlings-Schlüsselblume,
Primula veris
Der Gattungsname Primula, die Verkleinerungsform
des lateinischen prima (die erste)und der Artname veris vom lateinischen
ver (Frühling) sind beide Hinweis auf die ersten unter den Frühlingsblumen.
Den gleichen Sinn hat auch ihre englische Bezeichnung: "Primrose" oder
- französisch: "Primevere" . Im 16. Jahrhundert nannte man sie volkstümlich
auch "Bärenohr" (Oreille d'ours') oder "Kuckucksblume" (Coucon). Die
Bezeichnung Schlüsselblume geht auf den einem Schlüsselbund ähnlichen
Blütenstand zurück. Im Mittelalter galt die Schlüsselblume
als magischer Schlüssel zum Heben verborgener Schätze. Primula
veris war eine Zeitlang auch: Primula "officinalis" - Medizin-Primel, d.
h. sie wurde (im Mittelalter bei Gicht) und wird auch heute noch (bei Kopfschmerzen,
Schwindel, Herzschwäche) zu medizinischen Zwecken verwendet und zwar
mit allen Teilen: Blüten und Wurzelstock. Weiterlesen 16.
Sir Peter
Ustinov (1921-2004) geboren am 16.4.
Vorurteile sind ein undefinierbares Unkraut, das auf den grünsten Rasenflächen am heimtückischsten wuchert.
Nikolaus
Lenau (1802-1850)
Primula veris Liebliche Blume, Bist du so früh schon Wiedergekommen? Sei mir gegrüßet, Primula veris! (Das
ganze Gedicht lesen)
Karen Blixen, eigentlich Karen Christence von Blixen-Finecke, geborene
Dinesen war eine dänische Schriftstellerin. Sie hatte viele verschiedene
Pseudonyme; ihr Pseudonym auf dem deutschen Buchmarkt ist meist Tania Blixen.
Mit ihrem Mann wanderte sie nach Kenia aus und betrieb dort ein Farm bei
Nairobi. Die Ehe ware nicht glücklich, 1925 wurde sie geschieden.
Nach der Ehescheidung lebt ihre große Liebe, Finch Hatton, ein Großwildjäger
und Safariführer, wenn er nicht auf Safari war, auf ihrer Farm bei
den Ngong Hills. 1931 war ihr Unglücksjahr - ihr Geliebter stürzte
mit seinem Flugzeug tödlich im Tsavo-Park ab und die Farm geht in
den Bankrott. Karen kehrte nach Dänemark zurück und lebte bei
ihrer Famlie auf dem alten Familiensitz Rungstedlund etwa 20 Kilometer
nördlich von Kopenhagen. Dort ist heute das Karen
Blixen Museum untergebracht. 1937 veröffentlichte sie ihren Roman
"Out of Africa ("Die afrikanische Farm, Afrika, dunkel lockende Welt",
der ihr Leben in Kenia schildert und der unter dem Titel Jenseits
von Afrika" mit Meryl Streep erfolgreich verfilmt wurde. Der dänische
Rosenzüchter Poulsen widmete ihr 1993 die Rose 'Karen Blixen' (die
in Deutschland allerdings 'Roy Black' heißt). Karen Blixen Familiensitz in Rungstedlund Schreibmaschine im Karen-Blixen-Museum
Anemone
nemorosa Buschwindröschen
Anemonen haben ihren Namen von "anemos", dem griechischen
Wort für Wind. Wenn sie blühen, sind die Bäume noch unbelaubt.
Der Wind hat freien Zutritt, bläst kräftig und verwehtdabei die
zarten Blütenblätter. Nemorosa bedeutet so viel wie "hainbewohnend"
und meint damit den natürlichen Standort: den des lichten Laubwaldschattens.Anemonen
sind sehr anspruchslose und pflegeleichte Stauden. Anemone blanda, die
Strahlenanemone, reckt bei milden Frühlingstemperaturen schon ab Februar
Blütenköpfchen hoch, Anemone nemorosa, das Buschwindröschen
bedeckt im März / April dieWaldlichtungen mit seinem weißen
Blütenteppich. Weiterlesen
Friederike
Kempner (1836-1904)
Der Lenz ist gekommen Und mit ihm das Glück, Doch wer es nicht glaubet, Dem weicht es zurück. O, weiche nicht, bleibe O, weich' nicht zurück, Was Einer auch treibe, Er brauchet das Glück.
Die Brennessel ist eine sehr weit verbreitete
Pflanze (Stickstoffzeigerpflanze!) und wird meist als "Unkraut" angesehen.
Dabei sind sowohl ein kalt hergestellter Sud aus Brennesseln oder eine
Brennesseljauche hervorragende Spritzmittel für Gartenpflanzen, um
Schädlinge zu vertreiben oder fernzuhalten und als Schutz vor Pilzbefall...
Außerdem ist sie eine wichtige Pflanze für einige Schmetterlingsarten.
Junge Blätter und Triebe besitzen noch keine Brennhaare, so dass sie
als nährstoffreiches Gemüse oder Salat verzehrt werden können.
Die Brennessel ist als Heilpflanze eine der bekanntesten Kräuter in
unseren Breiten. Weiterlesen Buchtipp: Reingruber, Sandra Die
Brennessel als Heilkraut Anwendungen von A bis Z - 54 S. Battert Baden-Baden
2000 Brennesselgedichte
- und märchen
19.
Franz
von Gaudy
(1800 - 1840) geb. am 19.4.
Wasserrose Im waldgeschützten Grunde ein stiller
Weiher ruht, Von Abendsonnenstrahlen glimmt rosigroth die
Fluth, Viel breite glänzende Blätter, die
schwimmen auf dem Teich Und träumend schließt die Krone,
die Wasserrose bleich.
Buchtipp:Venetianische
Novellen von Franz von Gaudy Alle sind in Europa in Laubmischwäldern und Gebüschen
heimisch. Das "officinale" Lungenkraut wurde wegen der Ähnlichkeit
seiner Blätter ("Signaturpflanze") mit der Lunge ( lateinisch pulmo
= Lunge) für Lungenkranke benutzt; Paracelsus machte auf seine günstigen
Wirkungen auf die Atemwege aufmerksam. Heute wird es in einigen Medikamenten
verwendet, da seine Heilkraft durch wissenschaftliche Untersuchungen bewiesen
wurden. Weiterlesen
20.
Allium
ursinum, Bärlauch
Der Name Bärlauch kommt angeblich von der
beobachteten Angewohnheit der Bären, sich nach dem Winterschlaf den
Bauch mit diesem Kraut vollzuschlagen. Man glaubte, der Bär verleihe
seine Kräfte bestimmten Pflanzen und wenn diese Pflanzen durch den
Menschen verzehrt werden, gehen die Kräfte auf ihn über. Bärlauch
wächst in frühjahrsfeuchten, schattigen Wäldern, Gebüschen
und unter Sträuchern in Parks und Gärten. Man erntet die Blätter
der noch nicht blühenden Pflanzen im Mai und Juni. Danach blüht
er weiß und die Blätter sind nicht mehr so aromatisch. Alle
Teile der Pflanze riechen stark knoblauchartig ("Waldknoblauch"). Weiterlesen 21.
Christian
Morgenstern (1871-1914)
Frühlingsahnung Rosa Wölkchen überm Wald wissen noch vom Abendrot dahinter - überwunden ist der Winter, Frühling kommt nun bald.
Unterm Monde silberweiß, zwischen Wipfeln schwarz und kraus flügelt eine Fledermaus ihren ersten Kreis...
Rosa Wölkchen überm Wald wissen noch vom Abendrot dahinter - überwunden ist der Winter, Frühling kommt nun bald.
Mark Twain (eigentl. Samuel
Langhorne Clemens, 1835 -1910) gestorben am 21.4. - 100. Todestag 2010
Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden. Samuel Langhorne Clemens, besser bekannt unter seinem Pseudonym
Mark Twain (das er 1863 zum ersten Mal verwendete), war ein US-amerikanischer
Schriftsteller. Twain, der mit 12 Jahren die Schule abbrach, wurde Goldgräber
und Silberschürfer, Flusslotse, Conférencier, Drucker, Verleger,
Reisender und Journalist. Er veröffentliche übrigens auch den
berühmten Aufsatz: "The Horrors of the German Language" (Die schreckliche
deutsche Sprache). "Die deutsche Sprache sollte sanft und ehrfurchtsvoll
zu den toten Sprachen abgelegt werden, denn nur die Toten haben die Zeit,
diese Sprache zu lernen" und übersetzte den Struwwelpeter ins
Englische. In Charles Dudley Warner`s (1829-1900) " Mein
Sommer in einem Garten" erfährt man, daß er die letzten
zwanzig Jahre Garten an Garten mit Mark Twain lebte. Der Schweizer Rosenzüchter
Huber widmete ihm 2000 zum 90. Todestag eine Rose 'Mark Twain' -
mehr
lesen
22.
Tag
der Erde (Earth-Day)
Seit 1970 wird der Earth-Day in den USA am 22.4.
gefeiert und seit 1990 auch in anderen Ländern. In Deutschland finden
zum Tag der Erde vielfältige Aktionen zum Thema "Klimaschutz" statt.
2008 lautete das Motto: "Wir haben den Mut zur Nachhaltigkeit: Unsere Stadt
wird zukunftsfähig" und 2010: "Wir haben
Lust auf grüne Zukunft! Wir wollen klug verbrauchen, um nachhaltig
zu leben!" Weiterlesen
23.
Welttag
des Buches, Georgstag
Wer Bücher liest, schaut in die Welt und nicht nur bis zum Zaune. (Johann Wolfgang von Goethe)
In Anlehnung an eine alte katalanische Tradition feiert man seit
1995 am 23.4., dem Namenstag des Hl. Georgs, den Welttag des Buches. Dort
ist es üblich, an diesem Tag eine Rose und ein Buch zu verschenken.
Weiterlesen Linktippa: Literarische
Zitate
24.
Waldmeister,
Galium odoratum
Der Waldmeister blüht von Ende April bis
in den Juni. Unter Sträuchern und Bäumen (vielleicht unter einer
"Baumbank"?) ist eine Unterpflanzung mit Waldmeister gut möglich.
Als frischer Teppich breitet auch er sich so dicht aus, daß unter
Laubbäumen (die ihm auch das notwendige Licht gönnen, das er
braucht, und den garantiert lockeren, humosen und feuchten Boden) das vorjährige
braune Laub fast verschwindet. Der angenehme Duft (auch der Waldmeisterbowle)
geht auf das Konto von Cumarin; in kurzer Zeit entwickelt die Pflanze so
viel davon, daß man durch den aromatischen Duft angelockt wird. Weiterlesen
25.
Tag
des Baumes
Der Tag des Baumes (Arbor-Day) in den Ländern
der Erde an unterschiedlichen Tagen gefeiert - dient dazu, auf die Bedeutung
des Waldes für Mensch und Wirtschaft hinzuweisen und auf die Verantwortung
des Menschen dem Baum gegenüber. Am 25. April 1952 pflanzte der erste
Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland, Prof. Dr. Theodor
Heuss, zusammen mit Innenminister Dr. Robert Lehr, Präsident der Schutzgemeinschaft
Deutscher Wald (SDW), im Bonner Hofgarten einen Baum. Diese Aktion war
der Startschuss für den „Tag des Baumes“ in Deutschland, der seitdem
am 25.4. stattfindet. Das Motto lautet: Tag des Baumes - "verschenken,
pflanzen, begießen, schützen Sie einen Baum!" Weiterlesen
26.
Arno
Holz (1863-1929) geboren am 26.4.
Dicke, gelbe Butterblumen! Der Rasen blinkt, die Götter glänzen. Eine nackte Venus untersucht ihr Knie, ein
steinerner Hercules schlägt die Leyer. Die Wasser stürzen, die Wolken eilen, die Welt voll Sonne. Frühling! In meinem Herzen träumt das Bild eines kleinen Mädchens mit geöffneten Lippen und lachenden Augen. Weitere
Gedichte von Arno Holz Buchtipp: Schönes,
grünes, weiches Gras von Arno Holz Fibre 2002
Franz
Heinrich Siesmayer (1817- 1900) geboren am 26.4.
Der talentierte, gottesfürchtige "Selfmademan",
Gärtner, Handelsgärtner und Gartenarchitekt war einer der ersten
Absolventen der von Lenné gegründeten Gartenbaulehranstalt
in Potsdam und arbeitete sich vom Handelsgärtner zum königlich-preußischen
Gartenarchitekten empor. Mit seinem Bruder Nikolaus (1815-1898) gründete
er das Familienunternehmen "Gebrüder Siesmayer". Franz Heinrich Siesmayer
gilt als der Schöpfer des Frankfurter Palmengartens, dessen erster
Direktor er war. Ihm wurde die Rose 'Heinrich Siesmayer' gewidmet, seiner
Schwiegertochte die gelbe Rose 'Frau Phillip Siesmayer'.
Weiterlesen 27.
Julius Sterling
Morton (1832-1902) gestorben am 27.4.
Der Begründer des "Tag des Baumes" (siehe
25.4.) studierte an der Universität von Michigan und zog dann mit
seiner jungen Ehefrau nach Nebraska.Nebraska war damals arm an Bäumen.
Morton pflanzte als erster auf seinem Anwesen vieleSträucher und Bäume
als guten Erosionsschutz gegen den Wind an und forderte immer wieder auf,
Bäume zu pflanzen. Anfang 1872 forderte er in seiner "Arbor Day- Resolution",
einen jährlichen "Tag des Baumes" zu gestalten.
Weiterlesen
28.
Maiglöckchen,
Convallaria majalis
Der sprichwörtliche Duft des Maiglöckchens,
einer Modepflanze Ende des 19. Jahrhunderts, "bricht das Eis des Winters
und der Herzen" stellte Heinrich Heine fest. Die im Winter schmückenden
Beeren enthalten allerdings ähnliche Giftstoffverbindungen wie der
Fingerhut. Einzeln stehende Pflanzen blühen übrigens nicht gern,
deshalb sollte man Maiglöckchen immer in größeren Gruppen
zusammensetzen - und sich so eine "Maiglöckchenwiese" schaffen. Sie
verbreiten sich sehr schnell (wie die unbeliebte Quecke!) durch unterirdische
Ausläufer bzw. Rhizome. Weiterlesen
29.
Novalis
(eigentl. Friedrich Freiherr von Hardenberg, 1772-1801)
Zum 29. April, dem Tage des Gartenkaufs In diesem Saeculo im Jahre Siebenneunzig Starb hier ein Advokat, in seiner Rasse einzig, In praxi wohlgeübt ein Phönix seltner
Art, In welchem Redlichkeit mit Klugheit sich gepaart. Der Witwe hinterließ er nicht das Geld
bei Haufen, Drum suchte sie sogleich den Garten zu verkaufen, Mit Bäumen gut besetzt und einen Acker
groß, Verwahrt mit roter Tür und einem großen
Schloß. Die Frau Kreisamtmannin ersuchte den Kreisamtmann Den Garten zu erstehn – Sie sprach so sanft:
"Verdammt, Mann! Ein jedes hat allhier so einen Gartenfleck, Und wir – was haben wir? – wir haben einen
– Es ist nicht auszustehn, wo soll ich Kaffee
trinken? Und muß die Stube nicht mir an im Sommer
stinken?" Der Ehherr rief den Schmidt aus Konfraternität, Gab ihm den Auftrag, und des Preises Quantität. Der Auktionstermin ließ immer auf sich
warten, Indes wir, voll Reform, auf die Entscheidung
harrten. Der Garten ward besehn, bewundert und gelobt, Und dann voll Ungeduld nach Weiberart getobt. Den neunundzwanzigsten April vergeß
ich nimmer. Apollo reiche mir zuvor den Saitenstimmer! Das
ganze Gedicht lesen
Tauftag
der Rose 'Peace' / 'Gloria Dei'
Die Taufzeremonie von 'Peace' fand durch einen
sonderbaren Zufall gerade auf denjenigen Tag, als die russischen und alliierten
Truppen Berlin einnahmen und dadurch das Kriegsende greifbar nahe rückte.
Einige Wochen später bei der Gründungsversammlung der Vereinigten
Nationen in San Franzisko, fand jeder Chef der 49 Delegationen in seinem
Hotelzimmer eine kleine Vase mit der Rose 'Peace' sowie die folgende Botschaft
vor: "Das ist die Rose 'Peace', die in Pasadena in Kalifornien an dem Tag
getauft wurde, als Berlin fiel". In Deutschland immer noch als "Gloria
Dei" gehandelt wird, wurde in den ersten zehn Friedensjahren etwa 30 Mill.
mal verkauft!
Weiterlesen
30.
Walpurgisnacht
(Walburgisnacht)
Am Abend vor dem ersten Mai fanden - und finden-
die großen Frühlingsfestlichkeiten der Hexen statt. Der Walpurgisnacht
entspricht
Halloween am entgegengesetzten Pol
des Jahres. Die Heilige Walburga (Walpurga, Walpurgis) sollte - nach Meinung
der katholischen Kirche - vor Hexen beschützen. Mythen und Sagen ranken
sich um den Brocken. Er war Schauplatz vieler berühmter Dramen und
Geschichten. Noch heute wird jedes Jahr in mehr als 35 Harzgemeinden die
traditionelle - heute allerdings wohl mehr als Volksvergnügen gefeierte
- Walpurgisnacht veranstaltet. In dieser Nacht wird auch sonst allerlei
Unsinn getrieben -z. B. das Aushängen der Gartentüren oder Verstecken
von Schub- oder Mistkarren auf Bäumen. Weiterlesen Bücher- und CD-Tipps Gustav Meyrink Walpurgisnacht
Vitalis
Furth 208 S. Vitalis 2003 Rudolf Steiner Zur
klassischen Walpurgisnacht Rudolf Steiner Verlag 1982 Felix Mendelssohn Bartholdy: CD
Walpurgisnacht mit den Bamberger Symphonikern
Stier
19./20. April–20./21. Mai Stier - ist ein gutmütiger Menschen,
aber reizbar. Attribut: Pfingstrose (Pfingstrosen sollte man - wie ihn
- in Ruhe lassen) Eichen, Maiglöckchen, Hortensien, Lilien, Hyazinthen,
Mohn, Rosen, Iris, rote Zinnien, lila Phlox, Schafgarben, Veronica.
Liebt Rosenduft.