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 Der
etwas andere "Gartenkalender"
Geburtstage und Todestage bekannter Persönlichkeiten, Gedenktage,
Feiertage, Brauchtum, Gedichte, Zitate u.v.m.
Monatsthema:
Zauberpflanzen
Mit Musik: Tschaikowsky
Mai Starlight Nights © B.
Krueger
Maius ist der griechischen Göttin für Wachstum und Vermehrung
Maia gewidmet; bei den Römern war es Gott Jupiter bzw. Maius - der
wachstumsbringende Gott; dementsprechend gibt es die Bezeichnungen Blütenmonat,
Blumenmonat oder auch Wonnemond bzw. Wonnemonat. Das germanischen Wort
Mai bedeutet: jung (junges Mädchen = Maid). Weidemonat nennt man ihn,
weil das Vieh geht jetzt auf die Weide oder gar auf die Alm zurückkehrt.
Walpurgismonat stehen in alten Kalendarien, weil am 31. die Walburgisnacht
stattfindet. Marienmonat heißt er in der katholischen Kirche. In
fast jeder Kirche findet sich jetzt, der „Maialtar”, eine besonders mit
Blumen und Kerzen geschmückte Marienstatue, die optisch den Mittelpunkt
der Maiandachten zu Ehren der heiligen Gottesmutter Maria bilden, der dieser
Monat geweiht ist.
Dieser Monat ist der Kuss, den der Himmel
gibt der Erde. (Friedrich von Logau)
Maigedichte
Rezept des Monats:
Salbeimäuschen
Bücherliste des Monats: Zauberpflanzen-Bücher
Gartentipp: Nach den Eisheiligen können die Balkonkästen mit Sommerblumen bepflanzt werden!
Kennen Sie schon die neuartigen Balkonkästen "Flower Bridge"? - Und hier gibt es Büchertpps für Balkon und Terrassengestaltung!
1.
Maifeiertag
Es ist heute der 1. Mai.
Wie ein Meer des Lebens ergiesst sich
der Frühling in die Erde,
der weisse Blütenschaum bleibt an den Bäumen hängen.
Es ist ein schöner Tag.
(Heinrich Heine)
Woran denken Sie? An rote Fahnen und Gewerkschaftsumzüge
zum Tag der Arbeit, an den zusätzlichen Feiertag - oder an aufkommende
Frühlingsgefühle, Vogelgezwitscher und Wonnemonat? Maibäume,
Maifeuer und Maitanz? "Pflanze des Tages" ist jedenfalls die Nelke! Mehr zum Maifeiertag.
Zauberpflanze Maiglöckchen 
Diese uralte Kulturpflanze ist immer ein Glücks- und Liebessymbol
gewesen, weshalb sie z. B. in den Brautsträußen steckt. In der
Blumensprache drücken Maiglöckchen "innige Liebe" aus. Das Grün
der Blätter steht für Hoffnung, das Weiß der Blüten
signalisieren Reinheit. Wer Maiglöckchen am 1. Mai bei sich trägt, soll das ganze
Jahr Glück haben - deshalb ist es heute noch in Frankreich Sitte,
am "Maiglöckchentag" (jour de muguet) auf allen Straßen Maiglöckchensträuße
als Glücksbringer (porte-bonheur) zu verkaufen. Früher wurde in jedem katholischen Haus im Mai ein Maialtar errichtet - mit einer Madonnafigur und oft den Maiglöckchen als Zierde. Mehr zum Maiglöckchen.
2.
Novalis (eigentl. Friedrich Freiherr
von Hardenberg, 1772-1801) geboren am 2.5.
Es färbte sich die Wiese grün
Und um die Hecken sah ich blühn,
Tagtäglich sah ich neue Kräuter,
Mild war die Luft, der Himmel heiter.
Ich wußte nicht, wie mir geschah,
Und wie das wurde, was ich sah.
(Das ganze Gedicht lesen)
Weitere Novalis
Gedichte und Zitate
Buchtipps:
Novalis Blaue
Blume und Karfunkelstein. Geträumte Märchen.
Aphorismen
von Novalis
Fitzgerald, Penelope Die
blaue Blume
3.
Wilhelm Busch (1832-1908)
Sei mir gegrüßt, du lieber Mai,
mit Laub und Blüten mancherlei!
Seid mir gegrüßt, ihr lieben Bienen,
vom Morgensonnenstrahl beschienen!
Wie fliegt ihr munter ein und aus
in Imker Dralles Bienenhaus
und seid zu dieser Morgenzeit
so früh schon voller Tätigkeit.
Für Diebe ist hier nichts zu machen,
denn vor dem Tore stehn die Wachen.
Und all´ die wacker´n Handwerksleute
die hauen, messen stillvergnügt,
bis daß die Seite sich zur Seite
schön sechsgeeckt zusammenfügt.
Schau! Bienenlieschen in der Frühe
bringt Staub und Kehricht vor die Tür;
Ja! Reinlichkeit macht viele Mühe,
doch später macht sie auch Pläsier.
August von Kotzebue (1761-1819) geboren am 3.5.
Um der Schönheit willen heiraten ist ebensoviel,
wie um der Rosen willen ein Landgut kaufen.
Ja, das letztere wäre noch vernünftiger,
denn die Rosenzeit kommt doch jährlich wieder.
Der Maler Carl Spitzweg hat sein berühmtes Bild "Der arme Poet" wahrscheinlich von August von Kotzebues Schauspiel "Der arme Poet"
aus dem Jahr 1812 entlehnt. Kotzebue, ein deutscher Dramatiker und Schriftsteller, war auch als russischer Generalkonsul tätig. Seine Ermordung diente als Rechtfertigung der Karlsbader Beschlüsse.
4.
Was sind eigentlich Zauberpflanzen?
Man teilt die Zauberpflanzen nach alter Überlieferung in folgende
Kategorien (wobei sich natürlich oft Mehrfachzuordnungen ergeben)
Amulette und Talismane / Beruf- und Beschreikräuter / Heilpflanzen
/ Hexenkräuter/Teufelskräuter / Liebespflanzen / Orakelpflanzen
/ Räucherpflanzen / Weihkräuter / Wetterpflanzen - mehr zu dem Begriff Zauberpflanzen.
5.
Europatag
Als Europatag werden zwei Tage des Jahres bezeichnet, Am 9. Mai gedenkt
man derSchuman-Erklärung, der 5. Mai jedes Jahres erinnert an die Gründung des Europarates. Zum Europatag der Hinweis auf "Europarosen".
6.
Christian Morgenstern (1871-1914) geboren am 6.5.
Der Duft der Dinge
ist die Sehnsucht,
die sie uns
nach sich erwecken.
(aus: Gesammelte
Werke in einem Band)
Buchtipps:
Gedichte
von Christian Morgenstern 956 S. Insel 2004
Galgenlieder
von Christian Morgenstern 126 S. Piper 2002
rororo
Monographien Christian Morgenstern 167 S. Rowohlt 2006
Marlene Dietrich (1901-1992) gestorben am 6.5.
Die deutsch-amerikanische Schauspielerin und Sängerin aus Berlin wurde seit ihrem 1930 gedrehten Film "Der blaue Engel", der auf dem Roman "Professor Unrat" von Heinrich Mann basiert, der "Blonde Engel" genannt. Ihr gelang in den frühen 1930er Jahren der Aufstieg zur international berühmten Künstlerin. Sie war damit die erste Deutsche, die in Hollywood ein Star wurde. Ab 1962 trug Marlene Dietrich mit ihrer Interpretation des Antikriegsliedes "Sag mir wo die Blumen sind" maßgeblich zum Welterfolg des Titels
bei. Wie Lale Andersen wurde sie auch mit dem Lied "Lili Marleen" dem eine Rose gewidmet ist, berühmt.
MuSuMa.de - die grosse deutsche MUsik-SUch-MAschine
Alexander Freiherr von Humboldt
(1769-1859) gestorben am 6.5.
Friedrich Heinrich Alexander Freiherr von Humboldt war ein deutscher
Naturforscher und Entdecker , der jüngere Bruder des deutschen Gelehrten
und Staatsmanns Wilhelm von Humboldt und wohl - der letzte - Universalgelehrte:
Anthropologe, Botaniker, Ethnograf, Geologe, Mineraloge, Philanthrop.,
Physiker und Vulkanologe, Begründer der Geografie, Klimatologie und
Ozeanografie. Seine Forschungsreisen nach Mittel- und Südamerika (1799-1804)
und Zentralasien (1829) machten ihn bereits zu seinen Lebzeiten weltberühmt.
Der berühmte Naturwissenschaftler brachte von seinen Forschungsreisen
viele Pflanzen nach Europa. Mehr über Alxenader von Humboldt.
Buchtipp: Botting, Douglas Alexander
von Humboldt Biographie eines großen Forschungsreisenden.
Henry David Thoreau (1817-1862) gestorben am 6.5.
Gute Bücher
sind etwas ebenso Natürliches und Urtümliches,
Geheimnisvolles und Wunderbares, und Fruchtbares
wie Pilze und Flechten.
weitere Thoreau-Zitate
Zum 150. Todestag gibt es eine kleine Sensation: die deutsche Erstausgabe seiner Aufzeichnungen "Wilde Früchte". Liebevoll und detailgenau begleitet Thoreau Erwachen, Wachsen und Reifen der heimischen Natur. Nach seinem Tod blieben seine Aufzeichnungen unveröffentlicht, da sie unsortiert waren. Lediglich die Notizen über Früchte hatte Thoreau bereits zur Publikation aufbereitet. Im Jahr 2000 gelang Thoreau-Forscher und Herausgeber Bradley Dean in mühevoller Kleinarbeit die Transkription und späte Edition des Werkes. Den Band ergänzen ein botanisches Glossar, ein umfassender Anmerkungsapparat und exklusiv angefertigte Illustrationen.
Linktipp: Aus Thoreau`s Tagebücher 1837-1861
Ludwig Börne (1786-1837) geboren am 6.5.
Ruhe ist Glück -
wenn sie ein Ausruhen ist, wenn wir sie gewählt,
wenn wir sie gefunden, nachdem wir sie gesucht;
aber Ruhe ist kein Glück,
wenn sie unsere einzige Beschäftigung ist..
(aus: "Aus meinem Tagebuch")
Sigmund Freud (1856-1939) geboren am 6.5.
Österreichischer Arzt und Tiefenpsychologe, Begründer der Psychoanalyse, prägte u. a. den Begriff Narzissmus.
Blumen anschauen
hat etwas Beruhigendes:
Sie kennen weder Emotionen
noch Konflikte.
Buchtipps:
Freud. Eine Biographie für unsere Zeit von Peter Gay Fischer 2006
Der Seele dunkle Pfade. Ein Roman um Sigmund Freud von Irving Stone Rowohlt 2001
7.
Zauberpflanze Helleborus Christrose / Lenzrose
Die Christrose war in alten Zeiten Bestandteil der Hexensalben. Das
geriebene Pulver der Pflanze reizt zum Niesen, daher der Name "Nieswurz".
Diese Eigenschaft verhalf z.B. in dem Märchen 'Zwergnase' von Wilhelm
Hauff der armen verzauberten Hauptperson Jakob wieder zu wahrem Aussehen.
Mit der "Nieswurz" putzte man sich - allerdings des Giftes wegen nicht
ganz ungefährlich - die Nase frei und meinte, damit böse Geister
und Krankheiten auszuniesen. Die pulverisierten Rhizome der Christrose
sind heute noch Bestandteile von Schnupftabaksorten (z. B. Schneeberger)
und Niespulvern. Für den Gärtner gilt: "Helleborus muß man einfach im Garten haben"! (Lestrieux) - mehr über Helleborus.
Rabindranath Tagore (1861-1941) geboren am 7.5.
Dumme rennen,
Kluge warten,
Weise gehen
in den Garten.
Johannes Brahms (1833 - 1897) geboren am 7.5. - 180. Geburtstag 2013
Johannes Brahms, der deutsche Komponist, Pianist und Dirigent
der Romantik galt als musikalisches Wunderkind und sammelte am Hof von
Detmold erste Erfahrungen als Chordirigent. Dann wurde er Leiter der Wiener
Singakademie. Seine Karriere begann, als er von Robert Schumann "entdeckt"
und gefördert wurde, mit dessen Frau Clara ihn eine lebenslange Freundschaft
verband. Brahms war einer der ersten Komponisten, die nicht mehr auf "Ehrengeschenke"
hoher Gönner angewiesen waren, sondern durch seine (Verlags-) Honorare
ein Auskommen hatte. Seine Aufenthaltsorte wechselten oft durch Konzertreisen
im Winter und Sommeraufenthalten in der freien Natur, in Baden-Baden, Pörtschach,
Thun oder Ischl. Man spricht vom "Sommerkomponisten", weil er hier seine
wichtigsten Werke schuf - Volkslied vertont von Johannes Brahms. Ihm ist die Rose Johannes Brahms gewidmet.
MuSuMa.de - die grosse deutsche MUsik-SUch-MAschine
8.
Henri Dunant (1828 -1910) geboren am 8.5. - Weltrotkreuztag
Der Schweizer Geschäftsmann und ein Humanist christlicher Prägung gilt als Gründer der Roten Kreuz Hilfsorganisation. Die in Deutschland unter dem Namen 'Duftfestival' verbreitete Rose heißt in der Schweiz ihm zu Ehren Dunant'.
Zauberpflanze
Gewöhnlicher Frauenmantel Alchemilla vulgaris
Der botanische Name des Frauenmantels leitet sich vom arabischen alkemelych
(Alchemie) ab. Die Alchemisten versuchten, "Gold" aus seinen "Tautropfen"
zu gewinnen... Der Frauenmantel scheidet das Wasser durch feine Poren am
Blattrand aus. Diese "Gutatationstropfen" an den Blättern, aktiv von
der Pflanze ausgeschiedenes Wasser, wurde auch "Tau" genannt und wahrscheinlich
kommt daher der Ausdruck. Daß Alchemilla vor allem die Krankheiten
der Frauen in Gesundheit wandeln kann, sieht man dem schüsselartigen
Blatt, in dessen Mitte eine Wasserperle ruht, schon an - es erinnert an
den weiblichen Schoß - mehr zum Frauenmantel.
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9.
2013 ist am 9.5. Christi Himmelfahrt - Vatertag
"Himmelfahrtskränzchen" (Kränze aus Wiesenblumen, die um diese
Zeit meist so schön blühen) sollen nach altem Brauch Segen bringen.
Himmelfahrtssymbole sind u.a. der Baum, der Pfeil oder der Berg; sie repräsentieren
den Anstieg des Lebens, Entwicklung zur Höhe, die Hinwendung zum Himmel
u.ä. Wo es noch Himmelfahrtsprozessionen gibt, findet man die Blumen
als unentbehrlichen Schmuck! Umgangssprachlich bezeichnet man in Deutschland
den zweiten Donnerstag vor Pfingsten, das Fest Christi Himmelfahrt auch
als "Vatertag". An diesem Tag wird vielerorts die so genannte "Herrenpartie"
zelebriert, die auf heidnische Flurbegehungen zurückgeführt wird.
Früher wurde dabei um den Segen für die Saaten gebetet. Heute
dient der Tag meist nur noch dem Zuspruch zum Alkohol. Mehr über Christi Himmelfahrt.
Geschenkideen für Väter / Großväter
Zauberpflanze
Alraune Mandragora officinarum / vernalis
Die berühmteste aller Zauberpflanzen ist die Alraune, deren Wurzel
recht deutlich eine Menschengestalt erkennen läßt.
Diese Eigenschaft war der Anlaß, dieser Pflanze viele magische
Eigenschaften zuzuweisen. Keinem anderen Gewächs wurde so viel Interesse
und Beachtung geschenkt. Das liegt wohl auch daran, daß man sie im
Laufe der Zeit in Volkserzählungen mit so viel Mysterium umgab, daß
sie mehr und mehr nicht nur für die mächtigste, sondern auch
für die gefährlichste aller Zauberpflanzen gehalten wurde - mehr zur Mandragora.
10.
Johann Peter Hebel (1760-1826)
geboren am 10.5.
Johann Peter Hebel wurde am 10. Mai 1760 in Basel geboren. Der Sohn
armer Dienstboten, verlebte seine Kindheit zur Hälfte in der Stadt,
zur anderen Hälfte in Hausen im Wiesental (Kreis Lörrach), dem
Heimatdorf seiner Mutter Ursula, in dem sein Vater im Winter als Weber
arbeitete. Wie sich später in Hebels Werk zeigte, war Hebel sowohl
von Erinnerungen an das städtische Basel als auch an das ländliche
Wiesental geprägt (dort wird seit 1860 das Hebelfest
am 10. Mai gefeiert). Von klein auf liebte und beobachtete
Hebel die Natur: die Pflanzen und Tierwelt, Sonne Mond und Sterne. Mehr zu Hebel
Das Lied vom Kirschbaum
Zum Frühling sagt der liebe Gott
"Geh, deck dem Wurm auch seinen Tisch!"
Gleich treibt der Kirschbaum Laub um Laub,
vieltausend Blätter, grün und frisch.
(Das ganze Gedicht
lesen)
Buchtipp: Glück und Verstand: Minutenlektüren von Johann Peter Hebel Hoffmann und Campe 2009
2013 ist der 80. Jahrestag der Bücherverbrennung in Berlin
Kurz nach der „Machtergreifung“ der Nationalsozialisten im März
1933 kam es im Zuge einer „Aktion wider den undeutschen Geist“ zu einer
organisierten und systematisch vorbereiteten Verfolgung jüdischer,
marxistischer und pazifistischer Schriftsteller. Höhepunkt waren die
am 10. Mai 1933 auf dem Berliner Opernplatz und in 21 anderen deutschen
Städten groß inszenierten öffentlichen Bücherverbrennungen,
bei denen zehntausende Werke verfemter Autoren von Studenten, Professoren
und NS-Organen ins Feuer geworfen wurden. Zu den verbrannten Dichtern zählten u. a. auch Joachim
Ringelnatz. und Kurt
Tucholsky.
Buchtipp:
Das
Buch der verbrannten Bücher von Volker Weidermann 256 S. Kiepenheuer
& Witschz 2008
11.
Rose Ausländer (1901-1988) geboren am 11.5.
"Im seidigen Grün einer Mainacht" wurde die Jüdin Rose Ausländer in Czernowitz in der Bukowina (Österreich / Ungarn) geboren. Sie ist eine der bedeutendsten deutschsprachigen Lyrikerinnen des 20. Jahrhunderts. Das viersprachige Czernowitz war eine musische Stadt, die viele Künstler, Dichter, Kunst-, Literatur- und Philosophieliebhaber beherbergte; dort stammen u. a. auch die Dichter Alfred Margul-Sperber (der ihre ersten Gedichte publizierte), Paul Celan (den sie im Ghetto kennenlernte) und Gregor von Rezzori her. Nach der Emigration lebte
sie in Österreich, USA, Rumänien und nach 1965 in Deutschland. Die Nomadin versuchte, nach dem Verlust der Heimat zwischen Europa und Amerika pendelnd, sich an einem Ort dieser Erde erneut zu "verwurzeln". Nach dem Krieg fühlte sie sich lange Zeit unfähig, ein Gedicht in deutscher Sprache zu schreiben, schrieb englische Gedichte, doch "Schreiben war Leben. Überleben!" Erst 1956 fkehrte sie zurück zu ihrer Muttersprache. "Die Rosen schmecken ranzig-rot / es ist ein saurer Sommer in der Welt" - so beginnt ihr Gedicht: "Blinder Sommer", in dem sie auf die Judenvernichtung hinweist. Ihren Lebensabend verbrachte sie im Nelly-Sachs-Haus in Düsseldorf, dem Elternhaus der jüdischen Gemeinde in Düsseldorf,
das gegenüber dem Nordpark gelegen ist. Diesen geliebten Park thematisiert sie in zahlreichen Gedichten. Weitere Gedichte "Cézanne im Central Park", "Dennoch Rosen"
Buchtipps: Wir pflanzen Zedern: Gedichte / Brief aus Rosen / Blumenworte welkten: Identität und Fremdheit in Rose Ausländers Lyrik v. Jens Birkmeyer
Linktipp: Gedichte im Frauen-Kultur-Archiv
Zauberpflanze
Ginkgo biloba Fächerblattbaum
Der Ginkgo (chin.: "Silberaprikose") ist ein altes asiatisches Heilmittel
und in China und Japan heilig. Er ist durch die Form des geteilten Blattes
und seine Zweihäusigkeit zum Sinnbild des dialektischen Yin und Yang
der chinesischen Philosophie und damit des weiblichen und männlichen
Prinzips, des Tages und der Nacht, von Freud und Leid und Leben und Tod
geworden. Es ist eine ganz besondere Pflanze, denn er ist weder ein Nadel- noch ein
Laubbaum und einer der ältesten Bäume der Erde. Mehr zum Ginkgo.
12.
Die Eisheiligen (12.-15.Mai)
Je nach Region werden die "Eisheiligen" Pankratius, Servatius und Bonifatius
auch "die drei Gestrengen", "Eismänner" oder "gestrenge Herren" genannt.
Dazu kommt noch die kalte Sophie. Gemeint ist die letzte mögliche
Kälteperiode mit Nachtfrostgefahr um Mitte Mai - was der Vorsichtige
weiss und den Leichtsinnigen (nachher) ärgert. "Die Eisheiligen abwarten"
sagen erfahrene Gärtner - Mehr über die Eisheiligen.
Internationaler Museumstag 12.05.2013
Zahlreiche Museen – von den Heimat- und Regionalmuseen bis hin zu den großen staatlichen Einrichtungen – präsentieren sich 2013 unter dem Motto "Vergangenheit erinnern - Zukunft gestalten: Museen machen mit!" mit besonderen Aktionen wie Sonderführungen, einem Blick hinter die Kulissen, Workshops, Museumsfesten, langen Museumsnächten oder freiem Eintritt. Heute dazu mein Linktipp: Museen für Garten- und Literaturfreunde
2013 ist am 12.5. Muttertag
Immer am zweiten Sonntag im Mai feiert man den Muttertag. Er ist "ein
Fest, das von dem Brauch des Mutterkults im alten Griechenland abgeleitet
wurde. Ein förmlicher Mutterkult mit Zeremonien für Kybele oder
Rhea, die große Göttermutter, wurde an den Iden des März
in ganz Kleinasien getrieben." (Quelle: Encyclopädia Britannica, 1959).
Heute ist der Muttertag ein aus Amerika transportierter Feiertag, der dort
erstmals 1914 eingeführt wurde - mehr zum Muttertag / "Muttertagsrosen"
Internationaler Tag der Pflege
The "International
Nurses Day", in Deutschland "Tag der Krankenpflege" oder "Tag der Pflegenden"
wird am Geburtstag von Florence
Nightingale gefeiert, an die eine Rose erinnert.
13.
Papst Pius IX (1792-1878) - geboren am 13.5.
Pius IX (eigentlich Giovanni Maria Mastai-Ferretti war Papst von 1846 bis 1878 - bisher das längste
historisch nachweise Pontifikat in der Geschichte der Römisch-Katholischen Kirche. Er wurde im Jahr 2000 von Johannes Paul II. selig gesprochen - ihm wurde die Rose 'Pius XI' gewidmet.
Maria Theresia von Österreich (1717-1780) geboren am 13.5.
Maria Theresia von Österreich, die Königin von Ungarn und Böhmen, Herzogin von Schlesien, Ober- und Niederösterreich,
Steiermark, Kärnten und Krain zählt zu den prägenden Monarchen.
Der Botanische Garten der Universität Wien wurde 1754 während
ihrer Regierungszeit auf einem Grundstück, das sie gekauft hatte,
angelegt. 2003 widmete der Rosenzüchter Tantau ihr eine Rose - 'Maria Theresia'.
14.
Ludwig Bechstein (1801-1860)
gestorben am 14.5.
Ludwig Bechstein (1801-1860) war ein deutscher Schriftsteller, Bibliothekar und Archivar. Seine patriotische
Lyrik und seine historischen Erzählungen sind heute kaum noch bekannt.
Geblieben sind seine Märchensammlungen
Buch- und Cd-Tipps:
Der Verdrüssliche: Mit dem Gedicht "Der Verdrüssliche"
von Ludwig Bechstein ill. von Axel Scheffler Jacoby & Stuart 2010
Eine Nacht im Spessartwalde: Wandergeschichte von Ludwig Bechstein m.
Ill. von Konrad Franz Logo 2005
Märchen
von Ludwig Bechstein ill. v. Ludwig Richter Vialis 2001
CD
Die schönsten Märchen von Ludwig Bechstein Argon 2003
Zauberpflanze
Glechoma hederacea Gundermann
Der Name Gundermann spielt auf seine Anwendung gegen Vereiterungen (althdt.
gund, „Eiter”) an, " Erd- Efeu" kommt vom lateinischen Zusatz „hederacea“
- Efeu kriecht bekannterweise meist in die Höhe, Gundermann aber auf
der Erde. . Gundermann durchwuchert mit seinen Ausläufern den feucht-kühlen
Boden unserer Hecken, findet sich an Zaunrändern und alten Mauern.
Er wird von manchen leider als "Un-kraut" definiert, dabei ist er aber
ein "angenehmer" Wucherer, der sich in einem Kübel „bändigen"
läßt. Mehr zum Gundermann.
15.
Emily Dickinson (1830-1886) gestorben am 15.5.
Wenn ich ein Buch lese und es macht meinen ganzen
Körper so kalt,
dass kein Feuer jemals mich wärmen könnte,
weiß ich,
das ist Dichtung.
Wenn ich es physisch spüren kann,
dass meine Schädeldecke abgenommen wird,
weiß ich,
das ist Dichtung.
Nur auf diese Art weiß ich es.
Gibt es denn eine andere?
Amulette
und Talismane
Das Amulett,ein an Ketten oder Bändern am Körper getragener
Anhänger, schützt als ein passiv wirkender, magischer Schutz
vor bösen Einflüssen und stärkt die Lebenskraft; er soll
die Liebe und Romantik heraufbeschwören. Ein Talisman gilt als aktiv
wirkender Gegenstand, dem Zauberkraft zugeschrieben wird und der seinem
Träger Glück, Reichtum und Erfolg bringt. Beide sind bei fast
allen Kulturen und Völkern der Erde seit altersher im Gebrauch. Mehr über Talismane und Amulette.
16.
Johannes Nepomuk (um 1350-1393) Namenstag am 16.5.
Johannes Nepomuk war ein böhmischer Priester und Märtyrer. Er wurde 1729 von Papst Benedikt XIII. heilig gesprochen Sein auf der Karlsbrücke in Prag errichtetes Standbild fand zahlreiche Nachbildungen und sorgte dafür, dass er bald der beliebte "Brückenheilige" wurde. Er gilt u.a. als Schutzheiliger gegen alle Wassergefahren. Mit seinem Festtag beginnt besonders in den Alpenländern die so genannte Bitt- und Kreuzwoche, zu der Bittprozessionen gegen Hagelschauer gehören - siehe auch Bauernregeln zum Nepomuktag
Wurzel- und Unkrauttag
Von der Natur her gesehen, gibt es kein Unkraut und doch ist „Unkraut“
eines der Hauptprobleme im Garten. Das Wort ist eine vom Menschen geschaffene
Definition. Jedenfalls ist damit die vom Menschen als störend empfundene
Pflanze gemeint... den einen stört sie mehr, den anderen weniger.
Sie wird dann zum Unkraut, wenn sie mit anderen Pflanze in Konkurrenz um
Wachstumsfaktoren tritt (z.B. Nährstoffe, Licht, Wasser), so z. B.
wenn die Nutzpflanze nicht den erwünschten Ertrag bringt oder die
Zierpflanze den ästhetischen Aspekt im Ziergarten stört. Mehr zum Unkrauttag.
Friedrich Rückert (1788-1866) geboren am 16.5. - 245. Geburtstag 2013
Maililien, ihr schüttelt eure Glocken
wen wolltet ihr zur Maienandacht laden?
weitere Friedrich Rückert Gedichte und Zitate
Buchtipp: Gedichte
von Friedrich Rückert
17.
Zauberpflanze
Weide Salix ssp.
Es gibt etwa 300 bekannte Weidenarten. Bei allen erscheinen die Blüten als "Weidenkätzchen"
vor oder mit dem Austreiben der Blätter. Die Weide war im Volksglauben
der Baum der Hexen und Geister und hatte den Ruf, Unfruchtbarkeit und Impotenz
zu bewirken. Sie wurde deshalb immer mit Kummer und verlorener Liebe verbunden.
Die "Zauberstäbe" waren einst oft aus Weidenholz - Mehr zum Weidenbaum.
Sandro Botticelli (1445 -1510) - gestorben am 17.5.
Botticelli war ein italienischen Maler und Zeichner der frühen Renaissance. In
seinem berühmten Bild Geburt der Venus regnet es bei der Geburt der Liebesgöttin Venus (Aphrodite)
Rosen vom Himmel herab . 2004 widmete ihm die französische Rosenzüchterfamilie
eine Rose:
Rose Botticelli
Buchtipps:
Botticelli Bildnis, Mythos, Andacht hrsg. v. Andreas Schumacher Hatje Cantz 2009
Botticelli:
Der Maler und die Medici. Eine Biographie von Ulrich Rehm Reclam 2009
Kreuter, Marie-Luise (1937-2009)
gestorben am 17.5.
Schon lange bevor "Ökö" und "Bio" Bestandteile gängiger
Werbeslogans wurden, bewirtschaftete Marie-Luise Kreuter ihren Garten im
Oberbergischen Land biologisch und als sie in den 80er Jahren mit dem Buch
"Der
Biogarten" (inzwischen millionenfach verkauft) das Konzept vom Gärtnern
nach den Regeln der Natur entwickelte, traf sie den Nerv der Zeit.
Im Mai 2007 wurde eine neue Bio-Rosenzüchtung der Rosenschule
Ruf in Bad Nauheim anläßlich des Gartenfestivals
im Schlosspark zu Ippenburg auf ihren Namen getauft: 'Marie
Luise Kreuter'. - Buchtipps Marie Luise Kreuter.
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18.
FASCINATION OF PLANTS DAY 2013
Die Europäische Organisation für Pflanzenwissenschaften (EPSO) koordiniert den zweiten Aktionstag zur Bedeutung von Pflanzen für unsere Welt - mehr Informationen hier
Zauberpflanze
Juniperus communis Wacholder
Der Name Juniperus ist schon bei den Römern in Gebrauch gewesen
und ist abgeleitet vom lateinischen juvenis = Jüngling / Mädchen
und parere = gebären; das ist auf die abtreibende Wirkung der Beerenzapfen
zurückzuführen. Aus dem Bayerischen kommt die Bezeichnung Kranewitt
(Kranewitter, Kranewitterbeere), die aus dem Althochdeutschen krano ("Kranich")
und witu ("Holz") entstanden ist. Wenn man mit den Nerven fertig ist, der
Stress überfordert oder einem alles über den Kopf wächst,
beruhigt und entkrampft sein Rauch auch die Seele. Mehr zum Wacholder.
Gustav Mahler (1860-1911) gestorben am 18.5.
Gustav Mahler war ein österreichischer Komponist, einer der berühmtesten
Dirigenten seiner Zeit und als Operndirektor ein bedeutender Reformer des
Musiktheaters. Einige Werke: Lied "Maitanz im Grünen", Liederzyklus
"Kindertotenlieder" nach Texten einer gleichnamigen Gedichtsammlung von
Friedrich Rückert und Lied " Ich ging mit Lust durch einen grünen Wald" aus "Des Knaben Wunderhorn" (Waldvögelein) aus der gleichnamigen Gedichtsammlung von Clemens Brentano und Achim von Arnim. Sein Werk "Das Lied von der Erde" wurde posthum im am 20. November 1911 uraufgeführt.
Buchtipp: Gustav
Mahler: Visionär und Despot. Porträt einer Persönlichkeit
von Constantin Floros Arche 1998
19.
Nellie Melba (1861-1931) geboren am 19.5.
Nellie Melba, eigentlich Dame Helen Porter Armstrong, geb. Mitchell war eine australische Opernsängerin (Sopran) schottischer Herkunft. Da sie in Melbourne 1884 ihr erstes Konzert gegeben hatte und glühende Verehrerin der australischen Hauptstadt war, wählte sie "Melba" als Künstlernamen. Sie gastierte vor allem in den drei bedeutendsten Opernhäuser der Welt: in der Mailänder Scala, Metropolitan Opera in New York und immer wieder im Londoner Covent Garden. Einer ihrer größten Anbeter war der dänische Märchendichter Hans Christian Andersen. Nellie erteilte nach einer Premiere in London dem Koch Escoffier im 'Savoy Hotel' die Erlaubnis, das für sie kreiierte Dessert (nach dem wiederum eine Rose benannt wurde) wie auch einen Toast nach ihr benennen zu dürfen - mehr zur Nellie Melba .
20.
2013 ist am 20.5. Pfingsten / Pfingstsonntag
Am 50. Tag nach Ostern wird das Pfingstfest gefeiert. Es leitet sich
vom griechischen Wort pentekoste = der Fünfzigste ab. In Süddeutschland
ist es Brauch, an diesem Tag den "Frühlingsgeist" aus dem Wald abzuholen.
Eine große Gestalt, die mit viel Birkenreisig und frischem Laub verkleidet
ist, wird durch das Dorf geführt, damit alles blüht und wächst.
"Pflanzen des Tages" sind die Pfingstrose und das Pfingstveilchen. Mehr zum Pfingstfest
"Rosentag"
Der "Dies rosarius" oder "Dies rosae" (übersetzt "der Rosentag")
war das Totenfest der Römer, woraus bei den Italiener "Pasqua rosa"
wurde - das heutige Pfingstfest. Rosentag
Pfingstgedichte
Pfingstrosen
Pfingstveilchen
Honoré de Balzac (1799-1850)
geboren am 20.5.
Blumen und Bücher sind vielen Menschen
ebenso unentbehrlich wie das tägliche Brot.
Buchtipp: Balzac.
Eine Biographie von Stefan Zweig
Zauberpflanze Bärlauch Allium ursinum
Bärlauch im Mai erspart das ganze Jahr den Arzt und die Arznei
(Bauernregel)
Der Name Bärlauch kommt angeblich von der beobachteten Angewohnheit
der Bären, sich nach dem Winterschlaf den Bauch mit diesem Kraut vollzuschlagen.
Man glaubte, der Bär verleihe seine Kräfte bestimmten Pflanzen
und wenn diese Pflanzen durch den Menschen verzehrt werden, gehen die Kräfte
auf ihn über. Im Zauberglauben sollte er – wie Knoblauch – Vampire
vertreiben, aber auch Hexen und Schlangen abwehren und auch als Aphrodisiakum
war Bärlauch ein geschätztes Kräutlein - mehr zum Bärlauch
21.
Wolfgang Borchert (1921-1947) geboren am 21.5.
Das Werk von Kurzgeschichten, Gedichten und einem Theaterstück machte den deutschen Schriftsteller Wolfgang Borchert nach dem Zweiten Weltkrieg zu einem der bekanntesten Autoren der so genannten Trümmerliteratur. Seine Erlebnisse im Nürnberger Militärgefängnis bildeten die Basis der Kurzgeschichte "Die Hundeblume" in seinem Werk "Draußen vor der Tür". Sie handelt von einem Gefangenen, der sich bei der monotonen Hofrunde nach dem am Rand wachsenden Löwenzahn sehnt.
Albrecht Dürer der Jüngere (1471-1528) geboren am 21.5.
Willst Du wissen, was Schönheit ist,
so gehe hinaus in die Natur;
dort findest du sie.
Ein berühmtes Bild des deutschen Malers, Grafikers, Mathematikers und Kunsttheoretikers Albrecht Dürer ist sein Rasenstück. Die Brennnessel betrachtete er als eine "von Gott geschenkte Pflanze".
Zauberpflanze Dachwurz Sempervivum tectorum
Karl der Große
hat in seiner Landgüterverordnung (Capitulare de villis) sozusagen
befohlen, gewisse Pflanzen anzupflanzen. "Ein Kaiser ernährt sein
Volk" hieß es. Zu den verordneten Pflanzen gehörte auch die
Hauswurz (Sempervivum), die zum Schutz vor Blitzschlag auf jedes Dach zu pflanzen war!
Und so bildet seit Jahrtausenden die Hauswurz dichte Polster auf Torbögen,
Mauerpfosten, Dächern und Scheunen. Mehr zu Sempervivum.
22.
Internationaler Tag der biologischen Vielfalt
Am 29. Dezember 1993 trat die Konvention der Vereinten Nationen über die biologische Vielfalt in Kraft. Ab 2001 wird der Internationale Tag der biologischen Vielfalt stets am 22. Mai eines Jahres begangen. Mehr zum Tag der biologischen Vielfalt.
Richard Wagner (1813-1883) geboren am 22.5. - 200. Geburtstag 2013
Der in Leipzig geborene deutsche Komponist, Dramatiker, Philosoph, Dichter, Schriftsteller, Theaterregisseur und Dirigent Richard Wagner ist selbst (Richard Wagner) und durch etliche nach Werken bzw. Figuren benannte Rosen geeehrt worden: 'Alberich', 'Freya', 'Lohengrin', 'Parsival', 'Rheingold' und 'Walküre'. Die Verehrung Richard Wagners durch König Ludwig II. von Bayern (1845-1886) lässt sich noch heute in dessen Schlössern nachvollziehen.
Victor Hugo (1802-1885) gestorben am 22.5.
Victor Hugo gilt als einer der bedeutendsten französischen Schriftsteller;
vielen Franzosen gilt er als ihr größter Autor überhaupt. Berühmt und erfolgreich verfilmt sein "Glöckner von Notre Dame", nach deren Hauptfigur eine Rose benannt wurde: Esmeralda. Hugo wurde mit einem Kakteengewächs, Epiphyllum
('Victor Hugo') und einer Rose geehrt:
Rose Victor Hugo
Zitate von Victor Hugo
Buchtipp:
Victor
Hugo Biografie von Jörg W. Rademacher / Martin Sulzer-Reichel
192 S. DTV 2002
DVD: Les
Misérables (2 DVDs) Film mit Gérard Depardieu und Jeanne
Moreau
23.
Carl von Linné (Carl Linnaeus, Carolus Linnaeus, 1707-1778) geboren am 23.5.
Als Dozent am Botanischen Garten in Uppsala unternahm Carl von Linné
(Carl Linnaeus, der später geadelt wurde für seine Verdienste
um die Botanik und Zoologie), Sohn eines schwedischen Pfarrers und Hobbygärtners,
Arzt, Botaniker, Naturforscher, "Taufpate der Pflanzen" 1732 im Auftrag
der schwedischen Krone seine berühmte lappländische Reise, die
ihn zu einer bahnbrechenden Entdeckung führte: Sex als Ordnungsprinzip
der Natur! Damit erregte er bei seinen prüden Zeitgenossen natürlich
Aufsehen. Mehr über Carl von Linne.
24.
Annette von Droste-Hülshoff (1797-1848) gestorben am 24.5. - 165. Todestag 2013
Da gab es doch ein Sehnen,
ein Hoffen und ein Glüh'n,
als noch der Mond durch Tränen,
in Fliederlauben schien.
Als man dem milden Sterne
gesellte, was da lieb,
und Lieder in die Ferne
auf sieben Meilen schrieb.
weitere Droste-Gedichte
Buchtipps:
Sämtliche
Gedichte von Annette von Droste-Hülshoff
Auf
Annette von Droste- Hülshoffs Spuren. m. Fotografien von Urike
Romeis
Europäischer
Tag der Parke
Im Jahr 1999 erklärte der EUROPARC
Deutschland - eine 1991 gegründete gemeinnützige Organisation
zur Überwachung deutscher Naturschutzgebiete - den 24. Mai zum "Europäischen
Tag der Parke". Seitdem finden an diesem Tag in 34 europäischen Ländern
zahlreiche Aktivitäten wie Exkursionen, geführte Wanderungen,
Ausstellungen oder Konzerte statt. Der 24. Mai wurde gewählt, weil
das Land Schweden im Jahr 1909 neun Naturlandschaften zu Nationalparken
erklärt hatte. Mein Linktipp heute: Webtipps Parks
und Gärten
25.
Ralph Waldo Emerson (1803-1882) geboren am 25.5. - 210. Geburtstag 2013
Mensch sein heißt Gärtner sein.
Buchtipp: Emerson, Ralph Waldo Die
Natur. Ausgewählte Essays
Annette von Droste-Hülshoff (1797-1848) gestorben am 25.5. - 165. Todestag 2013
Weit geh ich selten, denn mein Garten ist doch
immer mein liebster Aufenthalt.
Die deutsche Dichterin sammelt um 1813 in ihrer Heimat Märchen für die Brüder Jacob und Wilhelm Grimm. 1825 erwarb ihr Vater, Hausherr von Burg Hülshoff, Freiherr Clemens August von Droste-Hülshoff, das
elegante, von Schlaun
gebaute Landhaus Haus Rüschhaus im Stadtteil Nienberge bei Münster.
Nach dem Tod ihres Vaters 1826 zog die Dichterin hier mit ihrer Mutter
und ihrer Schwester Jenny ein und wohnte dort bis 1846. Im Haus Rüschhaus
entstanden u. a. ihre Balladen und Vers-Epen und ihr wohl bekanntestes
Werk "Die
Judenbuche". Mehr zu Annette von Droste-Hülshoff
Annette von Droste-Hülshoff-Gedichte
Buchtipp: Auf Annette von Droste- Hülshoffs Spuren
Urbanstag Todestag von Papst Urban I.
Der Urbanstag ist dem Andenken an den heiligen Papst Urban I. gewidmet, der an einem 25. Mai enthauptet worden sein soll. Bei den Winzern hat der Urbanstag eine besondere Bedeutung als Wetterregel - siehe heutige Bauernregeln. Am heutigen Tag gibt es vielerorts Bittgänge durch die Weingärten, um für das noch durch Spätfrost gefährdete bereits ausgetriebene Grün der Reben zu beten.
26.
2012 ist am 26.05. Dreifaltigkeitssonntag, Trinitatisfest,
Goldener Sonntag
Am Sonntag nach Pfingsten (zwischen dem 17. Mai und 20. Juni) ist der
Dreifaltigkeitssonntag, in der katholischen Kirche das Fest der der Dreifaltigkeit
(Trinität), also des einen Gottes in drei Personen. Am "Goldenen Sonntag",
wie man ihn auch nennt, blüht nach alter Sage die goldene Wunderblume
auf, mit der verwunschene Jungfrauen erlöst werden können. Damit
die Saat gut aufgeht, spritzt man an diesem Tag geweihtes Wasser auf die
Felder. In einigen Gegenden heißt der Tag - wie Mariä Himmelfahrt
(15.8.) - auch "Kräutersonntag". Mehr zum Dreifaltigskeitssonntag.
Zauberpflanze
Atropa belladonna Tollkirsche
Ab Ende Mai blüht die Tollkirsche; im Juli erscheinen die namengebenden
schwarzglänzenden Beeren. Die "Königin der Nachtschattenpflanzen"
ermöglichte durch den in Euphorie versetzenden Wirkstoff (Alkaloid
Atropin) den Hexen zum Fliegen. Die gesamte Pflanze wirkt narkotisch und
krampflösend; sie wird in Mittel- und Südeuropa als Tee genossen
oder geraucht. Mehr zur Tollkirsche.
27.
Zauberpflanze
Petersilie Petroselinum ssp.
Die vitamininreiche Petersilie wird in der Kräuterheilkunde angewendet
bei Leberleiden (Gelbsucht), Erkrankungen des Urogenitaltraktes (Zystitis,
Prostatis). Das Küchenkraut läuft - in der richtigen Verwendung - zum
außergewöhnlichen Stimulans auf. Mehr über die Petersilie.
28.
Zauberpflanze
Linde Tilia ssp.
Die Linde, ein weitverbreiteter Hausbaum, gilt als Freund des Menschen,
als Glücksbringer. Botanisch unterscheidet man die Sommerlinde (platyphyllos)
und die Winterlinde (cordata). Wie tief die Linde im Volksleben verwurzelt ist,
zeigt auch die große Zahl von Flur- und Familiennamen. Mehr zur Linde.
29.
Zauberpflanze Taxus baccata Eibe
Die Eibe gilt als der Charakterbaum der germanischen Wälder. Den Kelten
war sie heilig; sie fertigten daraus ihre Zauberstäbe. Mit aus Eibenholz
gefertigten Amuletten vertrieb man Geister oder räucherte sie aus.
Aus Eibenholz ist der Stab von Lord Voldemort in den Harry
Potter Büchern gefertigt. In der modernen Medizin werden die Inhaltstoffe
der Eibe vor allem in der Homöopathie und in der Krebsforschung eingesetzt
- Hoffnung für die Zukunft! Mehr zur Eibe.
Buchtipp: Haschler-Böckle, Magie des Eibenwaldes
30.
2013 ist am 30.5. Fronleichnam
Einen ganz wesentlichen Bestandteil des "Fronleichnam"-Festes bildet
traditionell die Fronleichnams-Prozession. In manchen - meist ländlichen
Gegenden - bewegt sich der Zug betend und singend durch mit Blumen (Blumenteppichen)
oder Birkenbäumchen geschmückte Straßen, wo die angrenzenden
Häuser ebenfalls mit mit grünen Girlanden oder Blumensträußen
geschmückt sind. Mehr zum Fronleichnamsfest.
Francois Marie Arouet Voltaire (1694-1778) gestorben am 30.05. - 235. Todestag 2013
Voltaire war einer der einflussreichsten Autoren
der europäischen Aufklärung. Mit 64 Jahren befolgte Voltaire
das Schlusswort seines Werkes "Candide ("Il faut cultiver notre jardin"
- "wir müssen unseren Garten bestellen") und kaufte im französischen
Grenzgebiet nahe Genf die Landgüter Ferney und Tourney. Mehr zu Voltaire.
Voltaire-Zitate
Buchtipps:
Sämtliche
Romane und Erzählungen von Voltaire
Das
Leben des Voltaire von Jean Orieux
Zauberpflanze
Corylus ssp. Haselnuß
Der Haselstrauch galt als Abwehrmittel gegen Hexen und böse Geister
und war den Kelten und Wikingern heilig. Die Wünschelruten fertigt
man oft aus Haselnußholz, weil es als das beste energieleitende Holz
gilt. Kinder benutzen die Hasel für Pfeil- und Bogenspiele. Die Haselnuß ist eine
sogenannte Pionierpflanze; das heißt, sie bereitet den Boden für
andere Pflanzen vor. Mehr zur Haselnuss.
31.
Peter Frankenfeld (1913-1979) geboren am 31.5. - 100. Geburtstag 2013
Wenn eine Frau dem Mann reinen Wein einschenkt, dann ist es bestimmt eine Spätlese.
Dem Pionier des Radio- und TV-Entertainments in Deutschland gewidmet ist die Rose (dort mehr über ihn) Peter Frankenfeld
Zauberpflanze
Hedera helix Efeu
Der Name "hedera "aus dem griechischen wird auf die altindische Wurzel
"ghedh" zurückgeführt(=fassen, umklammern) - oder auf die germanische
Wurzel "iwe" ( = ewig) und knüpft damit an seine wintergrünen
Blätter an. In der Heilkunde wurde er bereits von Hippokrates und
Dioskurides empfohlen. Wenn Efeu Halt gefunden hat, kann ihn nichts mehr
von seinem Partner trennen - deshalb wurde er zum Symbol der Treue und
Unsterblichkeit. Mehr zum Efeu.
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Mai
Schulferien
2013
Das
aktuelle Wetter
Bauern-, Wetterregeln,
Lostage Mai
Phänologischer Kalender
Aktueller
Pollenflugkalender
Aktuelle
Gartentermine
Gärtnern
mit dem Mond Mai
Geschenktipps des Monats:
Muttertag
- Geschenkideen
-
CD
Im Wunderschönen Monat Mai von B. Sukowa / R.de Leeuw / Schönberg
/ F. Schubert /R. Schumann
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Das
Buch vom schwärmerischen Mai von Liane Dirks u. Klaus Modick
Erzählende Buchtipps des Monats:
-
Die
Magermilchbande. Mai 1945. Fünf Kinder auf der Flucht nach Hause
von Frank Baer
Der
fünfunddreißigste Mai oder Konrad reitet in die Südsee
von Erich Kästner
Ein
Donnerstag im Mai: Bremen-Krimi
von Dierk Rohdenburg
1968:
Ein kurzes Lächeln im langen Mai von Michael Amon
Der
schöne Monat Mai: Eine Erinnerung von Walther Klaus
Keltisches Baumhoroskop:
Pappel 1. 5. – 14. 5.
Kastanie 15. 5. – 24. 5.
Esche 25. 5. – 31. 5.
Tierkreiszeichen des Monats:
Stier
19./20. April–20./21. Mai
Der Stier ist ein gutmütiger Menschen,
aber reizbar. Attribut: Pfingstrose (Pfingstrosen sollte man - wie ihn
- in Ruhe lassen) Eichen, Maiglöckchen, Hortensien, Lilien, Hyazinthen,
Mohn, Rosen, Iris, rote Zinnien, lila Phlox, Schafgarben, Veronica.
Liebt Rosenduft
Zwillinge
20./21. Mai–20./21. Juni
Der Zwilling ist ein kreativer,
an allem interessierter,
wißbegieriger Mensch,
aber rastlos und schnell aufgebend. Attribut: Mohn
(wie dieser lodert er in der Blüte, erlischt dann aber auch
schnell). Forsythien, Haselnuss,
Lavendel, Rittersporn, Vergissmeinnicht,
Glockenblumen.
Liebt Wacholderduft
 

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