Maius ist der griechischen Göttin für Wachstum und Vermehrung
Maia gewidmet; bei den Römern war es Gott Jupiter bzw. Maius - der
wachstumsbringende Gott; dementsprechend gibt es die Bezeichnungen Blütenmonat,
Blumenmonat oder auch Wonnemond bzw. Wonnemonat. Das germanischen Wort
Mai bedeutet: jung (junges Mädchen = Maid). Weidemonat nennt man ihn,
weil das Vieh geht jetzt auf die Weide oder gar auf die Alm zurückkehrt.
Walpurgismonat stehen in alten Kalendarien, weil am 31. die Walburgisnacht
stattfindet. Marienmonat heißt er in der katholischen Kirche. In
fast jeder Kirche findet sich jetzt, der „Maialtar”, eine besonders mit
Blumen und Kerzen geschmückte Marienstatue, die optisch den Mittelpunkt
der Maiandachten zu Ehren der heiligen Gottesmutter Maria bilden, der dieser
Monat geweiht ist.
Dieser Monat ist der Kuss, den der Himmel
gibt der Erde. (Friedrich von Logau)
Es ist heute der 1. Mai. Wie ein Meer des Lebens ergiesst sich der Frühling in die Erde, der weisse Blütenschaum bleibt an den Bäumen hängen. Es ist ein schöner Tag. (Heinrich Heine) Woran denken Sie? An rote Fahnen und Gewerkschaftsumzüge
zum Tag der Arbeit, an den zusätzlichen Feiertag - oder an aufkommende
Frühlingsgefühle, Vogelgezwitscher und Wonnemonat? Maibäume,
Maifeuer und Maitanz?"Pflanze des Tages"
ist jedenfalls die Nelke! Weiterlesen
2.
Novalis (eigentl. Friedrich Freiherr
von Hardenberg, 1772-1801) geboren am 2.5.
Es färbte sich die Wiese grün Und um die Hecken sah ich blühn, Tagtäglich sah ich neue Kräuter, Mild war die Luft, der Himmel heiter. Ich wußte nicht, wie mir geschah, Und wie das wurde, was ich sah. (Das ganze Gedicht lesen)
Sei mir gegrüßt, du lieber Mai, mit Laub und Blüten mancherlei! Seid mir gegrüßt, ihr lieben Bienen, vom Morgensonnenstrahl beschienen! Wie fliegt ihr munter ein und aus in Imker Dralles Bienenhaus und seid zu dieser Morgenzeit so früh schon voller Tätigkeit. Für Diebe ist hier nichts zu machen, denn vor dem Tore stehn die Wachen. Und all´ die wacker´n Handwerksleute die hauen, messen stillvergnügt, bis daß die Seite sich zur Seite schön sechsgeeckt zusammenfügt. Schau! Bienenlieschen in der Frühe bringt Staub und Kehricht vor die Tür; Ja! Reinlichkeit macht viele Mühe, doch später macht sie auch Pläsier.
4.
Was
sind Zauberpflanzen?
Man teilt die Zauberpflanzen nach alter Überlieferung in folgende
Kategorien (wobei sich natürlich oft Mehrfachzuordnungen ergeben)
Amulette und Talismane / Beruf- und Beschreikräuter / Heilpflanzen
/ Hexenkräuter/Teufelskräuter / Liebespflanzen / Orakelpflanzen
/ Räucherpflanzen / Weihkräuter / Wetterpflanzen
Weiterlesen
5.
Europatag
Als Europatag werden zwei Tage des Jahres bezeichnet, Am 9. Mai gedenkt
man der Schuman-Erklärung,
der 5. Mai jedes Jahres erinnert an die Gründung des Europarates. Als "Pflanze des Tages" könnte
man vielleicht die Iris nehmen, die es in blau und gelb,, farblich also
wie die Europaflagge) gibt. Linktipps:Europa-Rosarium
Sangerhausen / "Europarosen"
Die berühmteste aller Zauberpflanzen ist die Alraune, deren Wurzel
recht deutlich eine Menschengestalt erkennen läßt. Diese Eigenschaft war der Anlaß, dieser Pflanze viele magische
Eigenschaften zuzuweisen. Keinem anderen Gewächs wurde so viel Interesse
und Beachtung geschenkt. Das liegt wohl auch daran, daß man sie im
Laufe der Zeit in Volkserzählungen mit so viel Mysterium umgab, daß
sie mehr und mehr nicht nur für die mächtigste, sondern auch
für die gefährlichste aller Zauberpflanzen gehalten wurde. Sie
war ein sehr wirksamer Bestandteil von Hexensalben und -tränken..
Weiterlesen
Alexander Freiherr von Humboldt
(1769-1859) gestorben am 6.5.
Friedrich Heinrich Alexander Freiherr von Humboldt war ein deutscher
Naturforscher und Entdecker , der jüngere Bruder des deutschen Gelehrten
und Staatsmanns Wilhelm von Humboldt und wohl - der letzte - Universalgelehrte:
Anthropologe, Botaniker, Ethnograf, Geologe, Mineraloge, Philanthrop.,
Physiker und Vulkanologe, Begründer der Geografie, Klimatologie und
Ozeanografie. Seine Forschungsreisen nach Mittel- und Südamerika (1799-1804)
und Zentralasien (1829) machten ihn bereits zu seinen Lebzeiten weltberühmt.
Der berühmte Naturwissenschaftler brachte von seinen Forschungsreisen
viele Pflanzen nach Europa. Weiterlesen Buchtipp: Botting, Douglas Alexander
von Humboldt Biographie eines großen Forschungsreisenden.
Sigmund Freud (1856-1939)
geboren am 6.5.
Österreichischer Arzt und Tiefenpsychologe, prägte u. a. den
Begriff Narzissmus,
Begründer der Psychoanalyse.
Die Christrose war in alten Zeiten Bestandteil der Hexensalben. Das
geriebene Pulver der Pflanze reizt zum Niesen, daher der Name "Nieswurz".
Diese Eigenschaft verhalf z.B. in dem Märchen 'Zwergnase' von Wilhelm
Hauff der armen verzauberten Hauptperson Jakob wieder zu wahrem Aussehen.
Mit der "Nieswurz" putzte man sich - allerdings des Giftes wegen nicht
ganz ungefährlich - die Nase frei und meinte, damit böse Geister
und Krankheiten auszuniesen. Die pulverisierten Rhizome der Christrose
sind heute noch Bestandteile von Schnupftabaksorten (z. B. Schneeberger)
und Niespulvern. Für den Gärtner gilt: "Helleborus muß
man einfach im Garten haben!" (Lestrieux). Die meisten Arten bilden Rhizome,
mit denen sich die Pflanzen unterirdisch ausbreiten, wie Helleborus niger.
Für die zweite Gruppe ist die Bildung eines oberirdischen Stammes
typisch wie bei der heimischen und der korsischen Nieswurz. Weiterlesen
Johannes Brahms (1833 - 1897) geboren
am 7.5.
Johannes Brahms, der deutsche Komponist, Pianist und Dirigent
der Romantik galt als musikalisches Wunderkind und sammelte am Hof von
Detmold erste Erfahrungen als Chordirigent. Dann wurde er Leiter der Wiener
Singakademie. Seine Karriere begann, als er von Robert Schumann "entdeckt"
und gefördert wurde, mit dessen Frau Clara ihn eine lebenslange Freundschaft
verband. Brahms war einer der ersten Komponisten, die nicht mehr auf "Ehrengeschenke"
hoher Gönner angewiesen waren, sondern durch seine (Verlags-) Honorare
ein Auskommen hatte .Seine Aufenthaltsorte wechselten oft durch Konzertreisen
im Winter und Sommeraufenthalten in der freien Natur, in Baden-Baden, Pörtschach,
Thun oder Ischl. Man spricht vom "Sommerkomponisten", weil er hier seine
wichtigsten Werke schuf.. Die Kompositionen umfassen - bis auf die Oper - alle Gattungen der
Musik, Bekannt sind vor allem seine Volkslieder, wie "Guten Abend, guten
Abend", das seit 2008 vom Glockenspiel des Heidelberger Rathaustürmchens
gegen 19 Uhr erklingt., "Dort in den Weiden steht ein Haus", "Es saß
ein schneeweiß Vögelein", "Heidenröslein" (nach Goethes
Gedicht) und - zum Monat Mai passend: "Maienkätzchen" und "Unter Blüten
des Mai’s spielt’ ich mit ihrer Hand".
Der botanische Name des Frauenmantels leitet sich vom arabischen alkemelych
(Alchemie) ab. Die Alchemisten versuchten, "Gold" aus seinen "Tautropfen"
zu gewinnen... Der Frauenmantel scheidet das Wasser durch feine Poren am
Blattrand aus. Diese "Gutatationstropfen" an den Blättern, aktiv von
der Pflanze ausgeschiedenes Wasser, wurde auch "Tau" genannt und wahrscheinlich
kommt daher der Ausdruck. Daß Alchemilla vor allem die Krankheiten
der Frauen in Gesundheit wandeln kann, sieht man dem schüsselartigen
Blatt, in dessen Mitte eine Wasserperle ruht, schon an - es erinnert an
den weiblichen Schoß. Wegen seiner Kraft gegen Frauenleiden weihten
die vorchristlichen Hebammen und Kräuterweiber den späteren "Unser
Frowen Mantel" der Liebes- und Fruchtbarkeitsgöttin Frigga.
Weiterlesen
Immer am zweiten Sonntag im Mai feiert man den Muttertag. Er ist "ein
Fest, das von dem Brauch des Mutterkults im alten Griechenland abgeleitet
wurde. Ein förmlicher Mutterkult mit Zeremonien für Kybele oder
Rhea, die große Göttermutter, wurde an den Iden des März
in ganz Kleinasien getrieben." (Quelle: Encyclopädia Britannica, 1959).
Heute ist der Muttertag ein aus Amerika transportierter Feiertag, der dort
erstmals 1914 eingeführt wurde. Es war Brauch, an diesem Tage eine
farbige Nelke zu Ehren der lebenden Mütter zu tragen oder eine weiße
in Angedenken für die bereits gestorbenen.
Weiterlesen Linktipps: "Muttertagsrosen"
Sophie Scholl ((1921-1943)
geboren am 9.5.
"Die weiße Rose" war der Name und das Symbol der Widerstandsgruppe
um die Geschwister Hans und Sophie Scholl aus München während
der Zeit des Nationalsozialismus. Der deutsche Rosenzüchter Schultheis
gab 2005 eine Rose zu ihrem Gedenken heraus, die beide am 22.2.1943 hingerichtet
wurden. Weiterlesen Buchtipp: Ich
würde es genauso wieder machen' Sophie Scholl von Barbara Leisner
List 2001
10.
Johann Peter Hebel (1760-1826)
geboren am 10.5. - 250. Geburtstag 2010
Johann Peter Hebel wurde am 10. Mai 1760 in Basel geboren. Der Sohn
armer Dienstboten, verlebte seine Kindheit zur Hälfte in der Stadt,
zur anderen Hälfte in Hausen im Wiesental (Kreis Lörrach), dem
Heimatdorf seiner Mutter Ursula, in dem sein Vater im Winter als Weber
arbeitete. Wie sich später in Hebels Werk zeigte, war Hebel sowohl
von Erinnerungen an das städtische Basel als auch an das ländliche
Wiesental (dort wird seit 1860 das Hebelfest
am 10. Mai gefeiert) geprägt. Von klein auf liebte und beobachtete
Hebel die Natur: die Pflanzen und Tierwelt, Sonne Mond und Sterne. mehr
lesen Das Lied vom Kirschbaum Zum Frühling sagt der liebe Gott "Geh, deck dem Wurm auch seinen Tisch!" Gleich treibt der Kirschbaum Laub um Laub, vieltausend Blätter, grün und frisch. (Das ganze Gedicht
lesen) Buchtipp: Glück
und Verstand: Minutenlektüren von Johann Peter Hebe Hoffmann und
Campe 2009
10.5.1933 Bücherverbrennung in Berlin
Kurz nach der „Machtergreifung“ der Nationalsozialisten im März
1933 kam es im Zuge einer „Aktion wider den undeutschen Geist“ zu einer
organisierten und systematisch vorbereiteten Verfolgung jüdischer,
marxistischer und pazifistischer Schriftsteller. Höhepunkt waren die
am 10. Mai 1933 auf dem Berliner Opernplatz und in 21 anderen deutschen
Städten groß inszenierten öffentlichen Bücherverbrennungen,
bei denen zehntausende Werke verfemter Autoren von Studenten, Professoren
und NS-Organen ins Feuer geworfen wurden. (Mehr
bei Wikipedia) Zu den verbrannten Dichtern zählten u. a. auch Joachim
Ringelnatz. und Kurt
Tucholsky. Buchtipp: Das
Buch der verbrannten Bücher von Volker Weidermann 256 S. Kiepenheuer
& Witschz 2008 11.
Zauberpflanze
Ginkgo biloba Fächerblattbaum
Der Ginkgo (chin.: "Silberaprikose") ist ein altes asiatisches Heilmittel
und in China und Japan heilig. Er ist durch die Form des geteilten Blattes
und seine Zweihäusigkeit zum Sinnbild des dialektischen Yin und Yang
der chinesischen Philosophie und damit des weiblichen und männlichen
Prinzips, des Tages und der Nacht, von Freud und Leid und Leben und Tod
geworden. In China wird er hauptsächlich gegen Asthma, Bronchitis
und Hautunreinheiten eingesetzt. In Europa wird Ginkgo meist für die
bessere Durchblutung vor allem des Gehirns und gegen Arteriosklerose eingenommen.
Es ist eine ganz besondere Pflanze, denn er ist weder ein Nadel- noch ein
Laubbaum und einer der ältesten Bäume der Erde. Weiterlesen
12.
Die Eisheiligen (12.-15.Mai)
Je nach Region werden die "Eisheiligen" Pankratius, Servatius und Bonifatius
auch "die drei Gestrengen", "Eismänner" oder "gestrenge Herren" genannt.
Dazu kommt noch die kalte Sophie. Gemeint ist die letzte mögliche
Kälteperiode mit Nachtfrostgefahr um Mitte Mai - was der Vorsichtige
weiss und den Leichtsinnigen (nachher) ärgert. "Die Eisheiligen abwarten"
sagen erfahrene Gärtner, das heisst, mit dem Auspflanzen von Sommerblumen
und der Aussaat von empfindlichen Sämereien bis Mitte Mai abzuwarten.
Weiterlesen
Internationaler Tag der Pflege
The "International
Nurses Day", in Deutschland "Tag der Krankenpflege2 oder "Tag der Pflegenden"
wird am Geburtstag von Florence
Nightingale gefeiert, an die eine Rose erinnert.
13.
2010 ist am 13.5.
Christi Himmelfahrt - Vatertag
"Himmelfahrtskränzchen" (Kränze aus Wiesenblumen, die um diese
Zeit meist so schön blühen) sollen nach altem Brauch Segen bringen.
Himmelfahrtssymbole sind u.a. der Baum, der Pfeil oder der Berg; sie repräsentieren
den Anstieg des Lebens, Entwicklung zur Höhe, die Hinwendung zum Himmel
u.ä. Wo es noch Himmelfahrtsprozessionen gibt, findet man die Blumen
als unentbehrlichen Schmuck! Umgangssprachlich bezeichnet man in Deutschland
den zweiten Donnerstag vor Pfingsten, das Fest Christi Himmelfahrt auch
als "Vatertag". An diesem Tag wird vielerorts die so genannte "Herrenpartie"
zelebriert, die auf heidnische Flurbegehungen zurückgeführt wird.
Früher wurde dabei um den Segen für die Saaten gebetet. Heute
dient der Tag meist nur noch dem Zuspruch zum Alkohol.
Weiterlesen
Maria Theresia
von Österreich geboren am 13.5.
Maria Theresia von Österreich (1717- 1780), die Königin von
Ungarn und Böhmen, Herzogin von Schlesien, Ober- und Niederösterreich,
Steiermark, Kärnten und Krain zählt zu den prägenden Monarchen.
Der Botanische Garten der Universität Wien wurde 1754 während
ihrer Regierungszeit auf einem Grundstück, das sie gekauft hatte,
angelegt. 2003 widmete der Rosenzüchter Tantau ihr eine Rose - Weiterlesen
14.
Ludwig Bechstein (1801-1860)
gestorben am 14.5. - 150. Todestag 2010
Ludwig Bechstein (* 24. November 1801 in Weimar; † 14. Mai 1860 in Meiningen)
war ein deutscher Schriftsteller, Bibliothekar und Archivar. Seine patriotische
Lyrik und seine historischen Erzählungen sind heute kaum noch bekannt.
Geblieben sind seine Märchensammlungen Buch- und Cd-Tipps: Der Verdrüssliche: Mit dem Gedicht "Der Verdrüssliche"
von Ludwig Bechstein ill. von Axel Scheffler Jacoby & Stuart 2010 Eine Nacht im Spessartwalde: Wandergeschichte von Ludwig Bechstein m.
Ill. von Konrad Franz Logo 2005 Märchen
von Ludwig Bechstein ill. v. Ludwig Richter Vialis 2001 CD
Die schönsten Märchen von Ludwig Bechstein Argon 2003
Zauberpflanze
Glechoma hederacea Gundermann
Der Name Gundermann spielt auf seine Anwendung gegen Vereiterungen (althdt.
gund, „Eiter”) an, " Erd- Efeu" kommt vom lateinischen Zusatz „hederacea“
- Efeu kriecht bekannterweise meist in die Höhe, Gundermann aber auf
der Erde. . Gundermann durchwuchert mit seinen Ausläufern den feucht-kühlen
Boden unserer Hecken, findet sich an Zaunrändern und alten Mauern.
Er wird von manchen leider als "Un-kraut" definiert, dabei ist er aber
ein "angenehmer" Wucherer, der sich in einem Kübel „bändigen"
läßt. Weiterlesen
15.
Amulette
und Talismane
Das Amulett,ein an Ketten oder Bändern am Körper getragener
Anhänger, schützt als ein passiv wirkender, magischer Schutz
vor bösen Einflüssen und stärkt die Lebenskraft; er soll
die Liebe und Romantik heraufbeschwören. Ein Talisman gilt als aktiv
wirkender Gegenstand, dem Zauberkraft zugeschrieben wird und der seinem
Träger Glück, Reichtum und Erfolg bringt. Beide sind bei fast
allen Kulturen und Völkern der Erde seit altersher im Gebrauch. Weiterlesen
16.
Wurzel- und Unkrauttag
Von der Natur her gesehen, gibt es kein Unkraut und doch ist „Unkraut“
eines der Hauptprobleme im Garten. Das Wort ist eine vom Menschen geschaffene
Definition. Jedenfalls ist damit die vom Menschen als störend empfundene
Pflanze gemeint... den einen stört sie mehr, den anderen weniger.
Sie wird dann zum Unkraut, wenn sie mit anderen Pflanze in Konkurrenz um
Wachstumsfaktoren tritt (z.B. Nährstoffe, Licht, Wasser), so z. B.
wenn die Nutzpflanze nicht den erwünschten Ertrag bringt oder die
Zierpflanze den ästhetischen Aspekt im Ziergarten stört. Weiterlesen
Vom Ursprung der Rose Den Rosenzweig benagt ein Lämmchen auf der Weide, Es tuts nur sich zur Lust, es tuts nicht ihm zuleide. Dafür hat Rosendorn dem Lämmchen abgezwackt Ein Flöckchen Wolle nur; es ward davon nicht nackt. Das Flöckchen hielt der Dorn in scharfen Fingern fest; Da kam die Nachtigall und wollte baun ihr Nest. Sie sprach: "Tu auf die Hand und gib das Flöckchen mir, Und ist mein Nest gebaut, sing ich zum Danke Dir". Er gab, sie nahm und baut, und als sie nun gesungen, Da ist am Rosendorn vor Lust die Ros entsprungen!
Es gibt etwa 300 bekannte Weidenarten - am bekanntesten sind wohl die
oben genannten... Bei allen erscheinen die Blüten als "Weidenkätzchen"
vor oder mit dem Austreiben der Blätter. Die Weide war im Volksglauben
der Baum der Hexen und Geister und hatte den Ruf, Unfruchtbarkeit und Impotenz
zu bewirken. Sie wurde deshalb immer mit Kummer und verlorener Liebe verbunden.
D "Zauberstäbe" waren einst oft aus Weidenholz - so sind auch die
Stäbe von Lily Potter und Ron Weasley (sein zweiter ) in den Harry
PotterBüchern aus Weide! Die Weide ist Demeter geweiht, der Göttin
der Fruchtbarkeit der Erde. Weiterlesen
Kreuter, Marie-Luise (1937-2009)
gestorben am 17.5.
Die 1937 geborene "Biogärtnerin" arbeitete nach einer journalistischen
Ausbildung als freie Redakteurin für Zeitschriften und Rundfunkanstalten
und war eine der ersten, die die Aufmerksamkeit auf das biologische Gärtnern
lenkte. Schon lange bevor "Ökö" und "Bio" Bestandteile gängiger
Werbeslogans wurden, bewirtschaftete Marie-Luise Kreuter ihren Garten im
Oberbergischen Land biologisch und als sie in den 80er Jahren mit dem Buch
"Der
Biogarten" (inzwischen millionenfach verkauft) das Konzept vom Gärtnern
nach den Regeln der Natur entwickelte, traf sie den Nerv der Zeit. Im Mai 2007 wurde eine neue Bio-Rosenzüchtung der Rosenschule
Ruf in Bad Nauheim anläßlich des Gartenfestivals
im Schlosspark zu Ippenburg in Niedersachsen auf ihren Namen getauft:
'Marie
Luise Kreuter'. Weiterlesen
und Buchtipps
Der Name Juniperus ist schon bei den Römern in Gebrauch gewesen
und ist abgeleitet vom lateinischen juvenis = Jüngling / Mädchen
und parere = gebären; das ist auf die abtreibende Wirkung der Beerenzapfen
zurückzuführen. Aus dem Bayerischen kommt die Bezeichnung Kranewitt
(Kranewitter, Kranewitterbeere), die aus dem Althochdeutschen krano ("Kranich")
und witu ("Holz") entstanden ist. Wenn man mit den Nerven fertig ist, der
Stress überfordert oder einem alles über den Kopf wächst,
beruhigt und entkrampft sein Rauch auch die Seele. Weiterlesen
19.
Sophie
Charlotte von Mecklenburg-Strelitz (1744-1818) geboren am 19. Mai
Die Rose Queen Charlotte ist der Frau des englischen König und
Kurfürsten von Hannover Georg III. (1738-1820), der aus Deutschland
stammenden Prinzessin Sophie Charlotte von Mecklenburg-Strelitz (1744-1818)
geboren in Mirow / Mecklenburg anläßlich der 250-Jahrfeier der
von ihr eingerichteten Entbindungsklinik gewidmet. Weiterlesen
20.
Honoré de Balzac (1799-1850)
geboren am 20.5.
Blumen und Bücher sind vielen Menschen ebenso unentbehrlich wie das tägliche Brot.
Bärlauch im Mai erspart das ganze Jahr den Arzt und die Arznei
(Bauernregel) Der Name Bärlauch kommt angeblich von der beobachteten Angewohnheit
der Bären, sich nach dem Winterschlaf den Bauch mit diesem Kraut vollzuschlagen.
Man glaubte, der Bär verleihe seine Kräfte bestimmten Pflanzen
und wenn diese Pflanzen durch den Menschen verzehrt werden, gehen die Kräfte
auf ihn über. Im Zauberglauben sollte er – wie Knoblauch – Vampire
vertreiben, aber auch Hexen und Schlangen abwehren und auch als Aphrodisiakum
war Bärlauch ein geschätztes Kräutlein. Eine Hexenzwiebelsuppe
an Walpurgis hielt böse Geister fern. Mehr
lesen
21.
Zauberpflanze
Dachwurz Sempervivum tectorum
Semper = immer, vivus = lebend - also sind Semperviven (im deutschen
Sprachgebrauch die Pluralbildung, korrekt eigentlich Semperviva) "die ewig
Lebenden". Der englische Name "hen-and-chicks" beschreibt zutreffend, wie
diese Pflanze sich vermehrt - durch Stolonen, Ableger. Karl der Große
hat in seiner Landgüterverordnung (Capitulare de villis) sozusagen
befohlen, gewisse Pflanzen anzupflanzen. "Ein Kaiser ernährt sein
Volk" hieß es. Zu den verordneten Pflanzen gehörte auch die
Hauswurz, die zum Schutz vor Blitzschlag auf jedes Dach zu pflanzen war!
Und so bildet seit Jahrtausenden die Hauswurz dichte Polster auf Torbögen,
Mauerpfosten, Dächern und Scheunen. Weiterlesen
22.
Internationaler
Tag der biologischen Vielfalt
Am 29. Dezember 1993 trat die Konvention der Vereinten Nationen über
die biologische Vielfalt in Kraft. Ab 2001 wird der Internationale Tag
der biologischen Vielfalt stets am 22. Mai eines Jahres begangen. Weiterlesen
Victor Hugo (1802-1885) gestorben
am 22.5. - 125. Todestag 2010
Victor Hugo gilt als einer der bedeutendsten französischen Schriftsteller;
vielen Franzosen gilt er als ihr größter Autor überhaupt.
Berühmt und erfolgreich verfilmt sein "Glöckner
von Notre Dame", nach deren Hauptfigur eine Rose benannt wurde: Esmeralda.
In seiner zweiten Lebenshälfte wandte sich Hugo verstärkt sozialkritischen
Themen zu. Mit dem Roman Les Misérables (Die Elenden, 1862) brachte
er die soziale Frage des 19. Jahrhunderts auf eine ähnlich eindringliche
Weise ins öffentliche Bewusstsein, wie es einige Jahre zuvor Charles
Dickens mit Oliver Twist gelungen war. Darin findet sich das Zitat: "Der
Geist ist ein Garten". Victor Hugo widmete der französische Rosenzüchter
1884 die Rose 'Victor
Hugo'; außerdem wurde er mit einem Kakteengewächs, Epiphyllum
('Victor Hugo') geehrt. Zitate von Victor Hugo Buchtipp: Victor
Hugo Biografie von Jörg W. Rademacher / Martin Sulzer-Reichel
192 S. DTV 2002 DVD: Les
Misérables (2 DVDs) Film mit Gérard Depardieu und Jeanne
Moreau
23.
2010 ist am 23.5. Pfingsten
/ Pfingstsonntag
Am 50. Tag nach Ostern wird das Pfingstfest gefeiert. Es leitet sich
vom griechischen Wort pentekoste = der Fünfzigste ab. In Süddeutschland
ist es Brauch, an diesem Tag den "Frühlingsgeist" aus dem Wald abzuholen.
Eine große Gestalt, die mit viel Birkenreisig und frischem Laub verkleidet
ist, wird durch das Dorf geführt, damit alles blüht und wächst.
"Pflanzen des Tages" sind die Pfingstrose und das Pfingstveilchen...
Weiterlesen Pfingsten =- "Rosentag" Der "Dies rosarius" oder "Dies rosae" (übersetzt "der Rosentag")
war das Totenfest der Römer, woraus bei den Italiener "Pasqua rosa"
wurde - das heutige Pfingstfest. Weiterlesen Pfingstgedichte Pfingstrosen Pfingstveilchen
Carl von Linné
(Carl Linnaeus, Carolus Linnaeus, 1707-1778) geboren am 23.5.
Als Dozent am Botanischen Garten in Uppsala unternahm Carl von Linné
(Carl Linnaeus, der später geadelt wurde für seine Verdienste
um die Botanik und Zoologie), Sohn eines schwedischen Pfarrers und Hobbygärtners,
Arzt, Botaniker, Naturforscher, "Taufpate der Pflanzen" 1732 im Auftrag
der schwedischen Krone seine berühmte lappländische Reise, die
ihn zu einer bahnbrechenden Entdeckung führte: Sex als Ordnungsprinzip
der Natur! "Die Blütenblätter", so schrieb er, "dienen lediglich
als Hochzeitsbetten, die der große Schöpfer so herrlich hergerichtet
hat, damit das Paar dort seine Hochzeit mit einer erhöhten Feierlichkeit
begehen kann." Damit erregte er bei seinen prüden Zeitgenossen natürlich
Aufsehen. Weiterlesen Buchtipps:Carl
von Linne. Arzt, Naturforscher, Systematiker 1707 - 1778 von Heinz Goerke
1997) Botanik
und weltweiter Handel. Zur Begründung eines Natürlichen Systems
der Pflanzen durch Carl von Linne (1707-78)
24.
Annette von Droste-Hülshoff
(1797-1848) gestorben am 24.5.
Da gab es doch ein Sehnen, ein Hoffen und ein Glüh'n, als noch der Mond durch Tränen, in Fliederlauben schien. Als man dem milden Sterne gesellte, was da lieb, und Lieder in die Ferne auf sieben Meilen schrieb. weitere Droste-Gedichte Buchtipps: Sämtliche
Gedichte von Annette von Droste-Hülshoff Auf
Annette von Droste- Hülshoffs Spuren. m. Fotografien von Urike
Romeis
Europäischer
Tag der Parke
Im Jahr 1999 erklärte der EUROPARC
Deutschland - eine 1991 gegründete gemeinnützige Organisation
zur Überwachung deutscher Naturschutzgebiete - den 24. Mai zum "Europäischen
Tag der Parke". Seitdem finden an diesem Tag in 34 europäischen Ländern
zahlreiche Aktivitäten wie Exkursionen, geführte Wanderungen,
Ausstellungen oder Konzerte statt. Der 24. Mai wurde gewählt, weil
das Land Schweden im Jahr 1909 neun Naturlandschaften zu Nationalparken
erklärt hatte. Linktipps: Reiseziel Parks
und Gärten Reiseshop
- Bücher, Accessoires und mehr
Ab Ende Mai blüht die Tollkirsche im Juli erscheinen die namengebenden
schwarzglänzenden Beeren. Die "Königin der Nachtschattenpflanzen"
ermöglichte durch den in Euphorie versetzenden Wirkstoff (Alkaloid
Atropin) den Hexen zum Fliegen. Die gesamte Pflanze wirkt narkotisch und
krampflösend; sie wird in Mittel- und Südeuropa als Tee genossen
oder geraucht. Der Name "belladonna" = schöne Frau" erscheint bereits
in Kräuterbüchern des 16. Jhdts. und geht wohl darauf zurück,
daß der Saft, in die Augen getröpfelt, die Pupillen vergößert.
Früher haben sich - vor allem italienische - Frauen deshalb Tollkirschensaft
in die Augen geträufelt. Medzinisch wird der Wirkstoff Atropin heute
noch in der Augenheilkunde zur Pupillenerweiterung genommen. Weiterlesen
27.
Zauberpflanze
Petersilie Petroselinum ssp.
Die vitamininreiche Petersilie wird in der Kräuterheilkunde angewendet
bei Leberleiden (Gelbsucht), Erkrankungen des Urogenitaltraktes (Zystitis,
Prostatis); Der Preßsaft von frischen Blättern der Petersilie
schützt die Haut vor Mückenstichen. Petersilie ist eines der
beliebtesten konventionellen Küchenkräuter der Gegenwart, das
man frisch (aus dem Garten von April bis Oktober) oder getrocknet verwenden
kann. Das Küchenkraut läuft - in der richtigen Verwendung - zum
außergewöhnlichen Stimulans auf. Lechthaler überschreibt
eines seiner Kapitel in einem Kochbuch: "Der sündige Sud des Suppenkrauts
oder warum ausgekochte Liebende darin den idealen Treibstoff für Triebe
erkennen". Weiterlesen
28.
Zauberpflanze
Linde Tilia ssp.
Die Linde, ein weitverbreiteter Hausbaum, gilt als Freund des Menschen,
als Glücksbringer. Botanisch unterscheidet man die Sommerlinde (platyphyllos)
und die Winterlinde (cordata). Möglicherweise steht der deutsche Name
in Beziehung zu lind (weich, geschmeidig), wegen des geschmeidigen Basts
oder des weichen Holzes. Wie tief die Linde im Volksleben verwurzelt ist,
zeigt auch die große Zahl von Flur- und Familiennamen. Aus der Lindenblüte
wird der "Haustee" aus Omas Apotheke zubereitet, der sich auch mit anderen
Kräutern vermischen läßt. Im Winter heiß getrunken
aufwärmend, im Sommer kalt getrunken mit Pfefferminzblättern
garniert sehr erfrischend.
Weiterlesen
29.
Zauberpflanze
Taxus baccata Eibe
Die Eibe gilt als der Charakterbaum der germanischen Wälder.
Die langlebigen Eibenbäume, die nicht selten mehrere tausend Jahre
alt werden, signalisieren im Volksglauben "ewigem Lebes", Tod und Wiedergeburt.
Um das Haus gepflanzt diente sie als Schutz vor Hexen und bösen Geistern
und man glaubte, das es Unglück bringt, sie zu fällen. Den Kelten
war sie heilig; sie fertigten daraus ihre Zauberstäbe. Mit aus Eibenholz
gefertigten Amuletten vertrieb man Geister oder räucherte sie aus.
Aus Eibenholz ist der Stab von Lord Voldemort in den Harry
Potter Büchern gefertigt. In der modernen Medizin werden die Inhaltstoffe
der Eibe vor allem in der Homöopathie und in der Krebsforschung eingesetzt
- Hoffnung für die Zukunft! Weiterlesen Buchtipps: Haschler-Böckle, Magie
des Eibenwaldes Scheeder, Thomas Die
Eibe - Hoffnung für ein fast verschwundenes Waldvolk
30.
2010 ist am 30.5. Dreifaltigkeitssonntag, Trinitatisfest,
Goldener Sonntag
Am Sonntag nach Pfingsten (zwischen dem 17. Mai und 20. Juni) ist der
Dreifaltigkeitssonntag, in der katholischen Kirche das Fest der der Dreifaltigkeit
(Trinität), also des einen Gottes in drei Personen. Am "Goldenen Sonntag",
wie man ihn auch nennt, blüht nach alter Sage die goldene Wunderblume
auf, mit der verwunschene Jungfrauen erlöst werden können. Damit
die Saat gut aufgeht, spritzt man an diesem Tag geweihtes Wasser auf die
Felder. In einigen Gegenden heißt der Tag - wie Mariä Himmelfahrt
(15.8. ) - auch "Kräutersonntag". Weiterlesen
Zauberpflanze
Corylus ssp. Haselnuß
Der Haselstrauch galt als Abwehrmittel gegen Hexen und böse Geister
und war den Kelten und Wikingern heilig. Die Wünschelruten fertigt
man oft aus Haselnußholz, weil es als das beste energieleitende Holz
gilt. Kinder benutzen die Hasel für Pfeil- und Bogenspiele. Der Gattungsname
Corylus (Korys, griech.= Hut, Helm) deutet auf die helmartige Fruchthülle
der Haselnuss hin. Haselnüsse haben einen sehr hohen Anteil an Vitamin
E, B1 und B2, sind aber sehr kalorienreich. Die Haselnuß ist eine
sogenannte Pionierpflanze; das heißt sie bereitet den Boden für
andere Pflanzen vor. Weiterlesen
31.
Zauberpflanze
Hedera helix Efeu
Der Name "hedera "aus dem griechischen wird auf die altindische Wurzel
"ghedh" zurückgeführt(=fassen, umklammern) - oder auf die germanische
Wurzel "iwe" ( = ewig) und knüpft damit an seine wintergrünen
Blätter an. In der Heilkunde wurde er bereits von Hippokrates und
Dioskurides empfohlen. Wenn Efeu Halt gefunden hat, kann ihn nichts mehr
von seinem Partner trennen - deshalb wurde er zum Symbol der Treue und
Unsterblichkeit. Weiterlesen
Zwillinge 20./21. Mai–20./21. Juni Zwilling - ist ein kreativer, an allem interessierter, wißbegieriger Mensch, aber rastlos und schnell aufgebend. Attribut: Mohn (wie dieser lodert er in der Blüte, erlischt dann aber auch
schnell). Forsythien, Haselnuss, Lavendel, Rittersporn, Vergissmeinnicht, Glockenblumen. Liebt Wacholderduft