Martius ist nach Mars, dem römischen Gott des Krieges und der
Vegetation benannt. Es ist der Monat des Kampfes und des Umbruchs in der
Natur und der Frühling (Frühlingsmonat) wird über den Winter
siegen. Lenz , Lenzmond,, Lenzmonat sowie Lenzing gehen auf das aus dem
althochdeutschen: „lenzo“ was soviel wie „Längerung“, längerer
Tag bedeutet, zurück. Oft liegt die in der katholischen Kirche verordnete
Fastenzeit in diesem Monat; deshalb Fastenmonat. Oft fällt Ostern
in diesen Monat (frühestens am 22.3 - spätestens am 29.4.).
Der polnische Komponist, dessen Geburtsdatum nicht wissenschaftlich
gesichert ist, war ein polnischer Komponist, Pianist und Pädagoge.
Er ist einer der einflussreichsten und beliebtesten Klavierkomponisten
des neunzehnten Jahrhunderts und gilt als bedeutendste Persönlichkeit
in der Musikgeschichte Polens. In seiner "Regentropfen-Prélude"
oder der Konzertetüde "Waldesrauschen" verwandelt er die Melodien
der Natur in Musik. Chopin verstarb im jungen Alter von 39 Jahren. Der
polnische Rosenzüchter Zyla widmete Chopin 1988 eine Rose: 'Frederyk
Chopin'. Mehr
lesen Porzellanbüste
- F. Chopin Buchtipp: Chopin:
Oder Die Sehnsucht. Eine Biographie von Eva Gesine Baur 564 S. Beck
2009 CD- und DVD-Tipps Chopin
Collection von Artur Rubinstein Frederic
Chopin - Sein Leben - Seine Musik. von Karlheinz Böhm Spannender
Hörspiel Spaß mit vielen Musikstücken und dem Erzähler
Karlheinz Böhm Verliebt
in Chopin Film über die Beziehung zweichen Geroge Sand und Chopin.
mit Judy Davis, Hugh Grant, Mandy Patinkin
2.
Viola
odoráta, odorata Duftveilchen
Das wohl bekannteste Veilchen aus der Gattung
Viola L. ist das staudige, immergrüne Duftveilchen. Mit dem Leberblümchen
teilt sich dieses Veilchen in der Natur den Lebensraum "Waldrand mit lichtem
Schatten" und so fühlt es sich im lichten Schatten in einem ausreichend
nahrhaften Lehmboden auch im Garten wohl. (In Katalogen heißt das
dann als Kürzel: Gr/ Fr2). Das Veilchen kommt aber auch mit einem
sonnigem Standort zurecht, wenn er nicht zu heiß und trocken ist.
Weiterlesen
Das
Veilchen im Volksbrauchtum
Das Veilchen ist Symbol für Bescheidenheit,
Demut, Jungfräulichkeit, Paradies, Frühling, Hoffnung, Fruchtbarkeit,
Treue und Liebe. Marianne Beuchert weist in ihrem Buch "Symbolik
der Pflanzen" daraufhin, dass diese symbolische Zuordnung "wohl von
keinem erfahrenen Gärtner stammen kann", denn das Veilchen ist sehr
zäh, setzt sich sogar im Rasen durch und verbreitet sich sehr schnell.
Sigmund Freund sah darin sogar ein Sexsymbol und brachte es mit dem englischen
"violate" = "vergewaltigen" in Zusammenhang! Weiterlesen
3.
Tag
des Artenschutzes
Der Tag des Artenschutzes wird seit dem Washingtoner
Artenschutz-Übereinkommen von 1973 begangen. Ziel des Übereinkommens
war es, den internationalen Handel soweit zu kontrollieren, dass das Überleben
von wildlebenden Tier- und Pflanzenarten nicht gefährdet wird. Der
Wirkungsbereich des Artenschutzes hat sich seitdem enorm erweitert und
führte zur Biodiversitäts - Konvention 1992 in Rio de Janeiro.
Ziel ist es heute, die Artenvielfalt als Ganzes zu erhalten und damit auch
den natürlichen Lebensraum der Arten zu schützen. Linktipp: Welt
online zum Tag des Artenschutzes
Hannelore
"Loki" Schmidt (1919) - Pflanzenschützerin geboren am 3.3.
Hannelore "Loki" Schmidt (geb. Glaser) war Lehrerin
und traf schon mit 10 Jahren auf der Lichtwarkschule auf ihren späteren
Mann Helmut Schmidt. Ihr eigentlicher Berufswunsch, Biologin zu werden,
scheiterte an den Studiengebühren. Zwischen 1974 und 1982, den Jahren der Kanzlerschaft
ihres Mannes, nahm sie protokollarische Aufgaben wahr und baute sich ein
eigenes Betätigungsfeld auf, den Pflanzenschutz. Anfangs noch belächelt,
dann aber mit beachtlichem Erfolg, hat sich die naturwissenschaftliche
Autodidaktin weltweit für den Artenschutz engagiert: Auf ihre Initiative
gehen zahlreiche Stiftungsaktivitäten für den Naturschutz zurück.
Seit 1980 stellt sie jeden Herbst die "Blume des Jahres" vor, seltene und
gefährdete Pflanzen, deren Lebensräume bedroht sind; 2002 war
es das Hain-Veilchen - Viola riviniana. Weiterlesen
4.
Stiefmütterchen
- Viola tricolor / V. wittrockiana syn. V. tricolor maxima
Das wilde Stiefmütterchen (Viola tricolor),
eine alte Heilpflanze und wächst in ganz Europa auf Wiesen, Weiden
und Äckern. Der Name tricolor heißt lateinisch = dreifarbig;
weil das Stiefmütterchen in der Natur in drei Farben vorkommt: gelb,
weiß und violett. Ist kurzlebig, samt sich aber reichlich aus. Aus
zahlreichen Kreuzungen der Wildform mit anderen Arten und Auslesen sind
die Kulturformen, die Gartenstiefmütterchen (Viola x wittrockiana)
entstanden, die als Einjährige oder Zweijährige kultiviert werden.
Wenn
man Verblühtes sofort abknipst, blühen sie besonders lange. Weiterlesen
5.
Friedrich
Schnack (1888-1977) gestorben am 5. 3.
Frühlingsfestlich und erregt verbreitet das
Märzveilchen seinen durchdringenden Duft. Ehe noch der Blick die Blume im Gras entdeckt, hat bereits der Geruchssinn die Nähe
der Lieblichen wahrgenommen. Veilchenduft ist sinnlich und geistig. Aus dem blauen Äther scheint er hervorzuwehen. (aus: Sybille
und die Feldblumen)
Felsweihe Veilchen bring ich dir, getragen junge Blüten zu dir daß dein moosig Haupt ringsum bekränze ringsum dich weihe Felsen des Tals.
7.
Volkslied
Auf! Kinder, zum Tanze, Der Frühling bricht an; Es blühen zum Kranze Die Veilchen heran. Die Vögel sind munter Und singen ein Lied; Das Fröschlein quakt drunter Und freuet sich mit. Wißt, Kinder, daß Veilchen Nicht lange mehr blüh'n; Sie duften ein Weilchen, Dann welken sie hin.
8.
Frauentag
Am ersten Frauentag 1911 stand die Forderung nach
dem Wahlrecht für Frauen im Mittelpunkt; seit 1921 ist der 8.3. "Internationaler
Frauentag", der meist politisch gestaltet wird. "Wo Frauen gärtnern, gibt es Blumen.
Als Gärten ein und ein halbes Jahrhundert eine Männerleidenschaft
wurde, verschwanden sie, Männer pflanzen Bäume und Sträucher."
(Gabriele Tergit) "Gärtnerische" Zitate
zum Frauentag, Buch- und Linktipps
9.
Bartholomäus
Anglicus (um 1190 -nach 1250)
Was schlägt die Erdenuhr? Veilchenzeit, Veilchenzeit! Die blauen Frühlingsaugen schauen aus dem Gras hervor!
Prof.
Dr. hc. Karl Foerster (1874-1970) geboren am 9.3.
Joseph
Freiherr von Eichendorff (1788-1857) geboren am 10.3.
Schneeglöckchen `s war doch wie ein leises Singen In dem Garten heute nacht, Wie wenn laue Lüfte gingen: "Süße Glöcklein, nun erwacht, Denn die warme Zeit wir bringen, Eh's noch jemand hat gedacht." (Das
ganze Gedicht lesen)
"Das Veilchen sandte ungesehen ...süßen
Duft durch die Luft" dichtete Nikolaus Lenau, die Bauern sagen, viel
weniger poetisch: "es riecht so laut", denn selbst im Verborgenen meldet
sich das Duftveilchen (allerdings nur bei größeren Beständen)
mit seinem Duft, in mageren Böden übrigens stärker. Man zählt Veilchenduft (den aber nur
das Duftveilchen, V. odorata bietet) zur "aromatischen" Duftgruppe, zu
der auch Balsam, Kiefer, Mandel, Nelke, Weihrauch und Vanille gehören.
Weiterlesen
12.
Viola
cornuta Staudiges Hornveilchen
Die frostharte Art aus den Pyrenäen hat stiefmütterchenähnliche,
aber kleinere Blüten und gedeiht am besten auf frischen Böden
im Randbereich des Staudenbeetes. Der deutsche Name wurde vom lateinischen
(cornuta = gehörnt) abgeleitet. Das Hornveilchen eignet sich auch
hervorragend zur Unterpflanzung für größere Pflanzen, auch
als Begleitpflanze für Rosen, soweit es genug Sonne bekommt, denn
es ist der Vertreter der Veilchen, der Sonne braucht. Es duftet nur ganz
ganz leicht, bietet immergrünes Laub und bringt nach seiner langen
Blüte (5-8) vielleicht im Okt./Nov. sogar noch einmal Blüten,
wenn man es nach der Blüte zurückschneidet; außerdem bleiben
die Pflanzen dann kompakter und leben länger. Weiterlesen
André
Le Nôtre, (Le Notre, 1613-1700) geboren am 12.3.
Wer Frankreichs berühmte Gärten besucht,
kommt an André Le Nôtre nicht herum. Der französische
Gartenarchitekt, Sohn des Gartenbaumeisters des Königs, der die Nachfolge
seines Vaters antrat, gilt als einer der Hauptmeister der barocken Gartenkunst.Le
Nôtre entstammte einer der Hand voll von bestimmenden Gärtner-Dynastien
im Frankreich des 16. und 17. Jahrhunderts, die im Dienst des französischen
Königshauses standen. Und so arbeitete er auch er für den Monarchen
- für Ludwig XIV, den Sonnenkönig und schuf für ihn den
berühmten Garten von Versailles. Weiterlesen Buchtipp: Jeannel, Bernard André
Le Nôtre
Paul Gerhardt
(1607-1676) geboren am 12.3.
Paul Gerhardt, geboren in Gräfenhainichen bei Wittenberg, gehört
zu den bedeutendsten deutschen Dichtern des Barock. In einer der ältesten
Kirchen Berlin - der Berliner Nikolaikirche - wirkte er zwischen 1657 und
1667 als Pfarrer und schuf hier gemeinsam mit dem Kantor Johann Crüger
jene weltbekannten Kirchenlieder die bis heute seinen Ruhm begründen
wie „Nun ruhen alle Wälder“
oder: Geh aus mein Herz und suche Freud In dieser lieben Sommerszeit An deines Gottes Gaben; Schau an der schönen Gärtenzier Und siehe, wie sie mir und dir Sich ausgeschmücket haben. (das
ganze Lied lesen)
13.
Viola
suavis Blaues Veilchen, Parmaveilchen
Die sommergrüne Art mit kurzen unterirdischen
Ausläufern trägt im März und April duftende blaue Blüten
mit deutlichem weißem Zentrum. Gefüllte Formen sind als Parma-Veilchen
bekannt. Sie hatten mit ihrem typischen, überwältigenden Goldlackduft
einst eine große Karriere. Da gab es um Toulouse/Frankreich ganze
Gärtnereien, die sich nur der Kultur dieser Veilchenart verschrieben
hatten und sie auch zu Schnittzwecken anbauten! Viel in einen Topf geworfen
mit den Parma-Veilchen werden die im vorigen Jahrhundert in England gezüchteten
Hybriden von V. suavis (vorwiegend) mit V. odorata. Sie werden als "Russische
Veilchen" bezeichnet und sind heute fast ausgestorben. Weiterlesen
14.
2010
ist am 14.3. Rosensonntag (Lätare)
Am 3. Sonntag vor Ostern wurde zwischen dem 11.
und 19. Jahrhundert alljährlich die "Goldene Rose" oder Tugendrose"
vom Papst im Petersdom geweiht, eine aus Gold gearbeitete, diamantenbesetzte
Rose, deren Goldknospe mit Balsam und Moschus gefüllt ist. Sie wurde
verliehen an besonders verdiente „Kämpfer im Glauben“, Personen, die
sich um die Katholische Kirche verdient gemacht hatten. Weiterlesen
Friedrich
Gottlieb Klopstock (1724-1803) geboren am 14.3.
Schön ist, Mutter Natur, deiner Erfindung Pracht auf die Fluren verstreut. Schöner ein froh Gesicht, das den großen Gedanken deiner Schöpfung
noch einmal denkt.
Heilige
Gertrud von Nivelles ( 626- 659, St. Gertrud) gestorben am 17.3.
Gertud von Nivelles, Patronin der Gärtner(innen)
und der Feld- und Gartenfrüchte, war Äbtissin des Klosters Nivelles
(im heutigen Südbrabant / Belgien). Ihr Gedenktag, der 17. März,
markierte früher den Beginn der ländlichen Frühjahrsarbeit,
weswegen man Gertrud von Nivelles als Frühlingsbotin, „Sommerbraut“
oder „erste Gärtnerin“ betrachtete. Es ist übrigens derselbe
Tag, an dem auch die germanische Göttin Freya ihren besonderen Tag
hatte; die Aufgaben dieser vorchristlichen Göttin sind zum Teil auf
Gertrud übertragen worden. An diesem Tag endete dann auch die Spinnstubenzeit,
die Felder wurden bei Prozessionen gesegnet. Und nur an diesem Tag gibt
es den "Gertrudenschnaps"... Weiterlesen
Andreas [Anders]
Dahl (1751-1789) geboren am 17. 3.
1770 schrieb sich der Schwede Andreas Dahl an der Universität Uppsala
als Student ein. Einer seiner dortigen Lehrer war Carl von Linné.
Nach dem Tod seines Vaters 1771 musste er sein Studium zunächst beenden,
konnte dann später doch sein Medizinstudium abschließen und
wurde durch die Unterstützung von Linnée als Kurator im privaten
Naturalienkabinett von Claes Alströmer. 1786 erhielt er an der Universität
Kiel den Ehrendoktor in Medizin, wurde 1787 als Professor für Medizin
und Botanik an die Akademie von Turku (heute Universität Helsinki)
berufen. Ihm wurde die Gattung der Dahlien gewidmet. Weiterlesen
18.
Hans
Christian Hebbel (1813-1863) geboren am 18.3.
Peter Altmann, gelernter Gärtner, fand nach
seinem Kriegsdienst und Gefangenschaft 1948 eine Stellung bei Karl Foerster
in Potsdam-Bornim. 1966 wurde Altmann vom VEB Grünanlagen Potsdam
als Gärtnermeister übernommen. Von da an er war er offiziell
bis zu seinem Ruhestandsantritt 1980 der "Inselgärtner" auf der Freundschaftsinsel
in Potsdam. Sein Garten in Caputh am Schwielowsee war - ist, da er auch
nach seinem Tod noch besichtigt werden kann - eine touristische Attraktion.
Weiterlesen
20.
Friedrich
Hölderlin (1770-1843) geboren am 20.3.
Der Frühling
Die Sonne glänzt, es blühen die Gefilde, Die Tage kommen blütenreich und milde, Der Abend blüht hinzu, und helle Tage
gehen Vom Himmel abwärts, wo die Tag entstehen.
Das Jahr erscheint mit seinen Zeiten Wie eine Pracht, wo sich Feste verbreiten, Der Menschen Tätigkeit beginnt mit neuem
Ziele, So sind die Zeichen in der Welt, der Wunder
viele.
St. Benedikt von Nursia
(um 480-547) gestorben am 21.3.
Soll das Korn gar üppig stehen, so soll man es an St. Benedikt
säen Nachdem der heilige Benedikt
von Nursia (Benedikt = der "Gesegnete") zum Patron Europas erklärt
wurde, wurde der liturgische Festtag auf den 11.7. gelegt, damit er nicht
mehr in die Fastenzeit fiel. Die Benediktinerklöster, vor allem Monte
Cassino, blieben beim ursprünglichen Termin im März. Die traditionellen
Wetterregeln beziehen sich natürlich
auch auf den alten Termin. Die als Heilpflanze genutzte
Cnicus
benedictus heißt volkstümlich Benediktendistel; Benedikt
gilt als Begründer der organisierten klösterlichen Pflege. Das
englische Wort für Krankenschwester, "nurse", leitet sich von seinem
Namen ab. Der Helige hat viel beachtete Regeln
geschrieben, die nach ihm benannte Ordensgemeinschaft der Benediktiner
hat er aber nicht selbst gegründet. Joseph
Ratzinger wählte den Namen des Benedikt als 16. Papst für
sein Amt. Buchtipp: Benedikt
von Nursia von Anselm Grün Herder 2006
Rosenzüchter
Reverend George Schöner (Schoener, 1864-1941) geboren am 21.3.
Der als "Rosenpfarrer von Steinach" bekannte,
im Ortsteil Lachen (nordwestlich von Steinach) geborene Deutsche Georg
Schöner wanderte 1890 nach Amerika aus, weil seine Tante (aus Bollenbach
bei Haslach) ihm in den USA in der Nähe von Pittsburgh (Pennsylvania)
das erstrebte Theologiestudium ermöglichte und so konnte er im April
1892 in Pittsburgh Primiz zu feiern. 1911 verschlug es ihn nach Brooks
(Oregon); dort war das Schlüsselerlebnis für seine Rosenliebe
- das Rosenfestival in Portland, das jedes Jahr die Stadt zu einem "Mekka
der Rosen" werden ließ. 1915 erreichte er in San Francisco auf der
Panama-Pacific International Exposition eine Goldmedaille; fortan widmete
er sich nur noch der Rosenzucht, wobei er erstmals die Mendel`schen Regeln
anwandte.
Weiterlesen
22.
Johann
Wolfgang von Goethe (1749-1832) gestorben am 22.3., der Veilchenliebhaber
Bild
vom Grab Der Dichter und Gärtner Goethe trug auf
seinen Spaziergängen rund um Weimar stets Veilchensamen in der Rocktasche,
um diese an geeigneten Stellen auszusäen und so seine geliebte Pflanze
"zur Verschönerung der Welt" zu verbreiten. Bis heute nennen manche
Weimaraner deshalb ihre Veilchen stolz "Goetheveilchen". Oft schickte er
von seinen Reisen seiner Frau Samen oder Pflanzen - so auch Samen von Viola
x wittrockiana „sehr wenig, weil er selten ist. Lasst also den Raum
unter dem Stein graben, von Unkraut reinigen und recht sauber zurechtemachen
und besät ihn weitläufig mit dem wenigen“. Weiterlesen Veilchengedichte
von Goethe Weitere
Veilchenliebhaber
23.
Veilchen
in der Medizin, als Heilpflanze einst und heute
Bei den Römern und Römerinnen galt das
Veilchen als ein beliebtes Katermittel! Lange Zeit waren die Veilchenblüten
als Flores Violarum, das Kraut als Herba Violariae "officinell",
d. h. offiziell als Heilpflanze anerkannt und wurde in Apotheken verkauft.
Heute heißt die Droge: Viola odoratae herba cum flos. Noch zur Jahrhundertwende
wurde das Veilchen auf vielfache Weise medizinisch genutzt. Weiterlesen
Weltwettertag
Mit dem Wetter verhält es sich wie mit abstrakten
Bildern: dem einen regen sie die Galle an, dem andern die Phantasie. Wetter
und Wetter ist nämlich zweierlei: es kommt entscheidend darauf, für
wen! Die Einstellung des Gärtners zum Wetter ist jedenfalls eine besondere.
Wetterbedingungen, die für die eine Pflanze günstig sind, können
für eine andere Pflanze jedoch ungünstig sein. Goethe nahm's
mit Humor: "Lass regnen, wenn es regnen will, dem Wetter seinen Lauf; denn
wenn es nicht mehr regnen will, so hört's von selber auf!" Weiterlesen Linktipp: Wettershop
24.
Veilchen
in der Küche
Auch in der Küche kann das kleine Blümchen
Viola (auch: die Geige) die "erste Geige" spielen. Aber nur Viola odorata
bietet das richtige Aroma! Ihren Höhepunkt erreichte die Verwendung
von Veilchen vermutlich im 15. und 16. Jahrhundert. Die Blumen wurden in
Honig gekocht, in Öl eingeweicht, mit Mandeln und Rosenwasser zu einer
Art Marzipan verarbeitet oder in Essig eingelegt. Zur Zeit von Königin
Viktoria war es in England "en vogue", kandierte Veilchen zu naschen. Kandiert
gelten Veilchen nach wie vor als wichtiger Bestandteil von manchem klassischen
Gebäck, das vor allem in Toulouse / Frankreich, der Veilchenstadt,
angeboten wird. Allgemein bekannt ist auch heute noch die Verwendung der
frischen Blüten als appetitanregende Dekoration Manchmal sind es die
Kleinigkeiten, die unsere Alltagsküche aus dem Einerlei herausheben
und unsere Veilchen- Rezeptsammlung, - das Veilchen zum Essen und Trinken
- bietet solch ganz einfache Anregungen, aber auch extravagante Rezepte.
Weiterlesen
25.
Novalis
(eigentl. Friedrich Freiherr von Hardenberg, 1772-1801) gestorben am 25.3.
Nur wir genießen die Natur mit vollen Sinnen, weil sie uns nicht von Sinnen bringt, weil keine Fieberträume uns ängstigen und helle Besonnenheit uns zuversichtlich
und ruhig macht....
26.
Namensgebung
der Veilchen
Der Name Viola ist der lateinische Diminutiv
des griechischen
íon, ursprünglich víon,nach
Jon, dem Gründer Athens, dem ionische Nymphen diese Blumen brachten.
Die altnordische Bezeichnung
tysfiola, lateinisch Viola Martis,
geht auf den Kriegsgott Tyr (Thor) zurück; in Island heißt das
Veilchen noch heute Tyrsfolia. Aus dem "Veilchen des Kriegsgottes Mars"
bildete sich der Name "Mars" -Veilchen und wurde später zum
"Märzveilchen" (für Viola odorata) gemacht. Man kann aber bei
der Namensergründung auch durchaus an via = Weg denken, an dessen
Rand das Veilchen mit seinem Duft grüßt, ohne daß man
es sieht. Weiterlesen
27.
Adalbert
von Chamisso (1781-1838)
Märzveilchen Der Himmel wölbt sich rein und blau, der Reif stellt Blumen aus zur Schau Am Fenster prangt ein flimmernder Flor, ein Jüngling steht betrachtend davor. Und hinter den Blumen blühet noch gar, ein blaues, ein lächelndes Augenpaar. Märzveilchen, wie jener noch keine gesehn! Der Reif wid angehaucht zergehn. Eisblumen fangen zu schmelzen an, und Gott sei gnädig dem jungem Mann!
28.
M.
von Strantz (1807-1885)
Lenzesweben tönt hinaus Und aus grünen Decken, Veilchenköpfe frisch und kraus Ihre Hälse strecken. Doch sie brechen mag ich nicht, Lass sie ruhn am Herzen, D´raus sie sproßten hell und licht, Wie ein lieblich Festgedicht Uns geweiht im Märzen.
2010
ist am 28.3. Palmsonntag
Palmsonntag (lateinisch dies florum, dies palmarum),
am Sonntag vor Ostern gefeiert, wird auch der "Blumensonntag", "Blumostertag",
"Blumostern", "dies florum et ramorum" genannt. Im Gedenken an den Einzug
Jesu in Jerusalem, wo Palmzweige auf dem Weg dorthin lagen, werden heute
noch in den Kirchen "Palmzweige" geweiht. Weiterlesen
29.
Viola
sororia Pfingstveilchen, Woolly Blue Violet
Durch die kräftigen verzweigten Rhizome bilden
Pfingstveilchen (kein Duft, Blüte Mai / Juni) mit einem starken Ausbreitungsdrang
schnell kräftige Polster und sind deshalb als Bodendecker für
kleinere Flächen geeignet. Sie brauchen aber einen geschützten,
warmen Platz und sollten im Winter abgedeckt werden. Weiterlesen
Friedrich
Schiller (1759-1805)
Den blut`gen Lorbeer geb ich hin mit Freuden für das erste Veilchen, das der März uns bringt!
30.
Vincent
van Gogh (1853-1890) geboren am 30.3.
Die Zypressen beschäftigen mich dauernd,
...... es wundert mich, daß man sie noch nicht
gemalt hat, wie ich sie sehe. In den Linien und Proportionen so schön
wie ein ägyptischer Obelisk. Und das Grün ist so ein ganz besonders
feiner Ton. Es ist der schwarze Fleck in einer sonnenbeschienenen
Landschaft, aber es ist einer der interessantesten schwarzen
Töne, doch ich kann mir keinen denken, der schwieriger
zu treffen wäre. (Vincent van Gogh an seinen Bruder Theo,
Brief 596) Weitere
Van-Gogh-Zitate Buchtipp: Leeman, Fred Der
Sämann - Vincent van Gogh
31.
Franz Josef Haydn (1732 - 1809)
geboren am 31.3.
Josef Haydn (er benutzte den Vornamen Franz nie),
der führende österreichische Musiker, Komponist und Musiktheoretiker
der Wiener Klassik war neun Jahr lang Wiener Sängerknabe. Den größten
Teil seines Lebens verbrachte Haydn als Kapellmeister und Komponist in
den drei Hauptresidenzen der wohlhabenden Familie Esterházy: dem
Familiensitz in Eisenstadt, dem Winterpalast in Wien, und auf Schloß
Eszterháza im ländlichen Ungarn. Als Haydn mit seiner Gattin
Anna Aloysia 1766 nach Eisenstadt zog, erwarb er ein eigenes Haus in der
Nähe des Franziskanerklosters und ein "Kuchlgärtl" außerhalb
der Stadtmauern. 2002 gestaltete man diesen Kräutergarten mit den
bekanntesten Pflanzen aus der "Haydn-Zeit" und machte ihn öffentlich
zugänglich. 2006 widmete ihm der deutsche Hobbyzüchter Heinz
Roy eine Rose 'Joseph Haydn' und im Haydn-Jahr 2009 wurde eine Orhidee
(Phalaenopsis) auf den Namen 'Joseph
Haydn' getauft. Weiterlesen Buchtipps: Mit
einem Fuß in der Frühlingswiese: Ein Spaziergang durch Haydns
Jahreszeiten mit Sprachbildern von Nikolaus Harnoncourt von Sabine
M. Gruber / Tomek Luczynski 144 S. Residenz 2009 Das
Haydn-Kräutergärtlein: Barocke Pflanzengeheimnisse neu entdeckt
von Sigrid Weiß / Emmerich Mädl 128 S. Kneipp, Wien 2009 Linktipp: Video Joseph
Haydn Lied "Rose Rot, Rose Weiss" gesungen von Fritz Wunderlich
Christian
Morgenstern (1871-1914) gestorben am 31.3
Frühlingsahnung Rosa Wölkchen überm Wald wissen noch vom Abendrot dahinter - überwunden ist der Winter, Frühling kommt nun bald.
Unterm Monde silberweiß, zwischen Wipfeln schwarz und kraus flügelt eine Fledermaus ihren ersten Kreis...
Rosa Wölkchen überm Wald wissen noch vom Abendrot dahinter - überwunden ist der Winter, Frühling kommt nun bald.
Widder
20./21. März–19./20. April Widder - sprüht meist vor Lebenslust,
ist kampfbereit (Hörner des Widders), machtgierig. Attribut: Tulpe
(liebt wie sie die Alleinstellung). Zypressen, Berberitzen, Eisenhut, Nelken,
Mohn, Disteln, Kakteen, Ginster, Ringelblumen, Goldlack, Lilien, Veilchen,
Weissdorn. Liebt Lavendelduft.