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Gartenkalender mit Bauernregeln, Wetterregeln, Geburtstagen, Todestagen, Gedenktagen, Festtagen, Feiertagen, Volksbräuchen im JahreskreisKalenderblätter März  Thema VeilchenDer etwas andere "Gartenkalender"
Geburtstage und Todestage bekannter Persönlichkeiten, Gedenktage, Feiertage, Brauchtum, Gedichte, Zitate u.v.m.

VeilchenMonatsthema: Veilchen

Mit Musik: Tschaikowsky March Song of the Larch © B. Krueger

Martius ist nach Mars, dem römischen Gott des Krieges und der Vegetation benannt. Es ist der Monat des Kampfes und des Umbruchs in der Natur und der Frühling (Frühlingsmonat) wird über den Winter siegen. Lenz , Lenzmond,, Lenzmonat sowie Lenzing gehen auf das aus dem althochdeutschen: „lenzo“ was soviel wie „Längerung“, längerer Tag bedeutet, zurück. Oft liegt die in der katholischen Kirche verordnete Fastenzeit in diesem Monat; deshalb Fastenmonat. Oft fällt Ostern in diesen Monat (frühestens am 22.3 - spätestens am 29.4.).

Märzgedicht: Storm, März

Veilchengedichte
Veilchenliteratur
Veilchenrezepte
Veilchen im Pflanzenshop

Rezept des Monats: Veilchengemüse

1.


Frédéric Francois Chopin (1810-1849) geboren am 1.3. - 200. Geburtstag 2010Rose Frederyk Chopin  Foto Brandt

Der polnische Komponist, dessen Geburtsdatum nicht wissenschaftlich gesichert ist, war ein polnischer Komponist, Pianist und Pädagoge. Er ist einer der einflussreichsten und beliebtesten Klavierkomponisten des neunzehnten Jahrhunderts und gilt als bedeutendste Persönlichkeit in der Musikgeschichte Polens. In seiner "Regentropfen-Prélude" oder der Konzertetüde "Waldesrauschen" verwandelt er die Melodien der Natur in Musik. Chopin verstarb im jungen Alter von 39 Jahren. Der polnische Rosenzüchter Zyla widmete Chopin 1988 eine Rose: 'Frederyk Chopin'. Mehr lesen
Porzellanbüste ChopinPorzellanbüste - F. Chopin
Buchtipp:
Chopin: Oder Die Sehnsucht. Eine Biographie von Eva Gesine Baur 564 S. Beck 2009
CD- und DVD-Tipps
Chopin Collection von Artur Rubinstein
Frederic Chopin - Sein Leben - Seine Musik. von Karlheinz Böhm Spannender Hörspiel Spaß mit vielen Musikstücken und dem Erzähler Karlheinz Böhm
Verliebt in Chopin Film über die Beziehung zweichen Geroge Sand und Chopin. mit Judy Davis, Hugh Grant, Mandy Patinkin

Musichits.de

2.

VeilchenViola odoráta, odorata Duftveilchen

Das wohl bekannteste Veilchen aus der Gattung Viola L. ist das staudige, immergrüne Duftveilchen. Mit dem Leberblümchen teilt sich dieses Veilchen in der Natur den Lebensraum "Waldrand mit lichtem Schatten" und so fühlt es sich im lichten Schatten in einem ausreichend nahrhaften Lehmboden auch im Garten wohl. (In Katalogen heißt das dann als Kürzel: Gr/ Fr2). Das Veilchen kommt aber auch mit einem sonnigem Standort zurecht, wenn er nicht zu heiß und trocken ist. Weiterlesen

VeilchenDas Veilchen im Volksbrauchtum

Das Veilchen ist Symbol für Bescheidenheit, Demut, Jungfräulichkeit, Paradies, Frühling, Hoffnung, Fruchtbarkeit, Treue und Liebe. Marianne Beuchert weist in ihrem Buch "Symbolik der Pflanzen" daraufhin, dass diese symbolische Zuordnung "wohl von keinem erfahrenen Gärtner stammen kann", denn das Veilchen ist sehr zäh, setzt sich sogar im Rasen durch und verbreitet sich sehr schnell. Sigmund Freund sah darin sogar ein Sexsymbol und brachte es mit dem englischen "violate" = "vergewaltigen" in Zusammenhang! Weiterlesen

3.

Tag des Artenschutzes

Der Tag des Artenschutzes wird seit dem Washingtoner Artenschutz-Übereinkommen von 1973 begangen. Ziel des Übereinkommens war es, den internationalen Handel soweit zu kontrollieren, dass das Überleben von wildlebenden Tier- und Pflanzenarten nicht gefährdet wird. Der Wirkungsbereich des Artenschutzes hat sich seitdem enorm erweitert und führte zur Biodiversitäts - Konvention 1992 in Rio de Janeiro. Ziel ist es heute, die Artenvielfalt als Ganzes zu erhalten und damit auch den natürlichen Lebensraum der Arten zu schützen.
Linktipp: Welt online zum Tag des Artenschutzes

Hannelore "Loki" Schmidt (1919) - Pflanzenschützerin geboren am 3.3.

Hannelore "Loki" Schmidt (geb. Glaser) war Lehrerin und traf schon mit 10 Jahren auf der Lichtwarkschule auf ihren späteren Mann Helmut Schmidt. Ihr eigentlicher Berufswunsch, Biologin zu werden, scheiterte an den Studiengebühren.
Zwischen 1974 und 1982, den Jahren der Kanzlerschaft ihres Mannes, nahm sie protokollarische Aufgaben wahr und baute sich ein eigenes Betätigungsfeld auf, den Pflanzenschutz. Anfangs noch belächelt, dann aber mit beachtlichem Erfolg, hat sich die naturwissenschaftliche Autodidaktin weltweit für den Artenschutz engagiert: Auf ihre Initiative gehen zahlreiche Stiftungsaktivitäten für den Naturschutz zurück. Seit 1980 stellt sie jeden Herbst die "Blume des Jahres" vor, seltene und gefährdete Pflanzen, deren Lebensräume bedroht sind; 2002 war es das Hain-Veilchen - Viola riviniana. Weiterlesen

4.

VeilchenStiefmütterchen - Viola tricolor / V. wittrockiana syn. V. tricolor maxima

Das wilde Stiefmütterchen (Viola tricolor), eine alte Heilpflanze und wächst in ganz Europa auf Wiesen, Weiden und Äckern. Der Name tricolor heißt lateinisch = dreifarbig; weil das Stiefmütterchen in der Natur in drei Farben vorkommt: gelb, weiß und violett. Ist kurzlebig, samt sich aber reichlich aus. Aus zahlreichen Kreuzungen der Wildform mit anderen Arten und Auslesen sind die Kulturformen, die Gartenstiefmütterchen (Viola x wittrockiana) entstanden, die als Einjährige oder Zweijährige kultiviert werden. Wenn man Verblühtes sofort abknipst, blühen sie besonders lange. Weiterlesen

5.

VeilchenFriedrich Schnack (1888-1977) gestorben am 5. 3.

Frühlingsfestlich und erregt verbreitet das Märzveilchen seinen durchdringenden Duft.
Ehe noch der Blick die Blume im Gras entdeckt,
hat bereits der Geruchssinn die Nähe der Lieblichen wahrgenommen.
Veilchenduft ist sinnlich und geistig.
Aus dem blauen Äther scheint er hervorzuwehen.
(aus: Sybille und die Feldblumen)

Weitere Schnack-Zitate
Bücher von Friedrich Schnack

6.

VeilchenJohann Wolfgang von Goethe (1749-1832)

Felsweihe
Veilchen bring ich dir,
getragen junge Blüten zu dir
daß dein moosig Haupt
ringsum bekränze
ringsum dich weihe
Felsen des Tals.

7.

VeilchenVolkslied

Auf! Kinder, zum Tanze,
Der Frühling bricht an;
Es blühen zum Kranze
Die Veilchen heran.
Die Vögel sind munter
Und singen ein Lied;
Das Fröschlein quakt drunter
Und freuet sich mit.
Wißt, Kinder, daß Veilchen
Nicht lange mehr blüh'n;
Sie duften ein Weilchen,
Dann welken sie hin.

8.

FrauentagFrauentag

Am ersten Frauentag 1911 stand die Forderung nach dem Wahlrecht für Frauen im Mittelpunkt; seit 1921 ist der 8.3. "Internationaler Frauentag", der meist politisch gestaltet wird.
"Wo Frauen gärtnern, gibt es Blumen. Als Gärten ein und ein halbes Jahrhundert eine Männerleidenschaft wurde, verschwanden sie, Männer pflanzen Bäume und Sträucher." (Gabriele Tergit)
"Gärtnerische" Zitate zum Frauentag, Buch- und Linktipps

9.

VeilchenBartholomäus Anglicus (um 1190 -nach 1250)

Was schlägt die Erdenuhr?
Veilchenzeit, Veilchenzeit!
Die blauen Frühlingsaugen
schauen aus dem Gras hervor!

VeilchenProf. Dr. hc. Karl Foerster (1874-1970) geboren am 9.3.

Der große Staudengärtner bezeichnete einen Frühlingsgarten ohne Veilchen "als lächerlich".
Biografie Karl Foerster (zum Todestag)
Foerster-Zitate
Foerster- Buchveröffentlichungen und Bücher über ihn

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10.

Joseph Freiherr von Eichendorff (1788-1857) geboren am 10.3.

Schneeglöckchen
`s war doch wie ein leises Singen
In dem Garten heute nacht,
Wie wenn laue Lüfte gingen:
"Süße Glöcklein, nun erwacht,
Denn die warme Zeit wir bringen,
Eh's noch jemand hat gedacht."
(Das ganze Gedicht lesen)

Weitere Eichendorff Gedichte
Buchtipps:
Eichendorff zum Vergnügen. ' Frühling mit Nachtigallen und anderem Zubehör'
Schläft ein Lied in allen Dingen von Joseph Frhr. von Eichendorff Die schönsten Gedichte für die Westentasche


VeilchenFriedrich von Schlegel (1767-1845) geboren am 10.3.

Seht der neubewachsenen Erden
Zarte Kleidung blaulicht werden,
Weil der Veilchen Purpurpracht
Zwischen Gras und Blättern lacht.

weitere Schlegel-Zitate
Buchtipp: Lucinde von Friedrich Schlegel

11.

VeilchenVeilchenduft

"Das Veilchen sandte ungesehen ...süßen Duft durch die Luft" dichtete Nikolaus Lenau, die Bauern sagen, viel weniger poetisch: "es riecht so laut", denn selbst im Verborgenen meldet sich das Duftveilchen (allerdings nur bei größeren Beständen) mit seinem Duft, in mageren Böden übrigens stärker.
Man zählt Veilchenduft (den aber nur das Duftveilchen, V. odorata bietet) zur "aromatischen" Duftgruppe, zu der auch Balsam, Kiefer, Mandel, Nelke, Weihrauch und Vanille gehören. Weiterlesen

12.

VeilchenViola cornuta Staudiges Hornveilchen

Die frostharte Art aus den Pyrenäen hat stiefmütterchenähnliche, aber kleinere Blüten und gedeiht am besten auf frischen Böden im Randbereich des Staudenbeetes. Der deutsche Name wurde vom lateinischen (cornuta = gehörnt) abgeleitet. Das Hornveilchen eignet sich auch hervorragend zur Unterpflanzung für größere Pflanzen, auch als Begleitpflanze für Rosen, soweit es genug Sonne bekommt, denn es ist der Vertreter der Veilchen, der Sonne braucht. Es duftet nur ganz ganz leicht, bietet immergrünes Laub und bringt nach seiner langen Blüte (5-8) vielleicht im Okt./Nov. sogar noch einmal Blüten, wenn man es nach der Blüte zurückschneidet; außerdem bleiben die Pflanzen dann kompakter und leben länger. Weiterlesen

André Le Nôtre, (Le Notre, 1613-1700) geboren am 12.3.

Wer Frankreichs berühmte Gärten besucht, kommt an André Le Nôtre nicht herum. Der französische Gartenarchitekt, Sohn des Gartenbaumeisters des Königs, der die Nachfolge seines Vaters antrat, gilt als einer der Hauptmeister der barocken Gartenkunst.Le Nôtre entstammte einer der Hand voll von bestimmenden Gärtner-Dynastien im Frankreich des 16. und 17. Jahrhunderts, die im Dienst des französischen Königshauses standen. Und so arbeitete er auch er für den Monarchen - für Ludwig XIV, den Sonnenkönig und schuf für ihn den berühmten Garten von Versailles. Weiterlesen
Buchtipp: Jeannel, Bernard André Le Nôtre

Paul Gerhardt (1607-1676) geboren am 12.3.

Paul Gerhardt, geboren in Gräfenhainichen bei Wittenberg, gehört zu den bedeutendsten deutschen Dichtern des Barock. In einer der ältesten Kirchen Berlin - der Berliner Nikolaikirche - wirkte er zwischen 1657 und 1667 als Pfarrer und schuf hier gemeinsam mit dem Kantor Johann Crüger jene weltbekannten Kirchenlieder die bis heute seinen Ruhm begründen wie „Nun ruhen alle Wälder“ oder:
Geh aus mein Herz und suche Freud
In dieser lieben Sommerszeit
An deines Gottes Gaben;
Schau an der schönen Gärtenzier
Und siehe, wie sie mir und dir
Sich ausgeschmücket haben.
(das ganze Lied lesen)

13.

VeilchenViola suavis Blaues Veilchen, Parmaveilchen

Die sommergrüne Art mit kurzen unterirdischen Ausläufern trägt im März und April duftende blaue Blüten mit deutlichem weißem Zentrum. Gefüllte Formen sind als Parma-Veilchen bekannt. Sie hatten mit ihrem typischen, überwältigenden Goldlackduft einst eine große Karriere. Da gab es um Toulouse/Frankreich ganze Gärtnereien, die sich nur der Kultur dieser Veilchenart verschrieben hatten und sie auch zu Schnittzwecken anbauten! Viel in einen Topf geworfen mit den Parma-Veilchen werden die im vorigen Jahrhundert in England gezüchteten Hybriden von V. suavis (vorwiegend) mit V. odorata. Sie werden als "Russische Veilchen" bezeichnet und sind heute fast ausgestorben. Weiterlesen

14.

Die Goldene Rose Foto Gesellschaft Schweizer Rosenfreunde2010 ist am 14.3. Rosensonntag (Lätare)

Am 3. Sonntag vor Ostern wurde zwischen dem 11. und 19. Jahrhundert alljährlich die "Goldene Rose" oder Tugendrose" vom Papst im Petersdom geweiht, eine aus Gold gearbeitete, diamantenbesetzte Rose, deren Goldknospe mit Balsam und Moschus gefüllt ist. Sie wurde verliehen an besonders verdiente „Kämpfer im Glauben“, Personen, die sich um die Katholische Kirche verdient gemacht hatten. Weiterlesen

Friedrich Gottlieb Klopstock (1724-1803) geboren am 14.3.

Schön ist, Mutter Natur,
deiner Erfindung Pracht auf die Fluren verstreut.
Schöner ein froh Gesicht,
das den großen Gedanken deiner Schöpfung noch einmal denkt.

Weitere Gedichte und Zitate von Klopstock
Buchtipp: Klaus Hurlebusch Friedrich Gottlieb Klopstock

15.

VeilchenRainer Maria Rilke (1875-1926)

Veilchen
Schlicht nur bist du stets gewesen,
unbedeutend oft und klein
dennoch nimmt dein liebes Wesen
jeden, jeden für dich ein.

16.

Paul Heyse (1830-1914) geboren am 16.3.

Im Lenz
Im Lenz, im Lenz
Wenn Veilchen blühn zuhauf,
gib acht, gib acht,
Da wachen die Tränen auf!

Im Herbst, im Herbst,
Fiel alles Laub vom Baum.
Ach, Lieb' und Glück
Vergangen wie im Traum!

Gib acht, gib acht,
So ist der Dinge Lauf:
Blumen und Wunden
Brechen im Frühling auf.

Weitere Heyse-Gedichte
Buchtipp: Novellen von Paul Heyse

17.

Heilige Gertrud von Nivelles ( 626- 659, St. Gertrud) gestorben am 17.3.

Gertud von Nivelles, Patronin der Gärtner(innen) und der Feld- und Gartenfrüchte, war Äbtissin des Klosters Nivelles (im heutigen Südbrabant / Belgien). Ihr Gedenktag, der 17. März, markierte früher den Beginn der ländlichen Frühjahrsarbeit, weswegen man Gertrud von Nivelles als Frühlingsbotin, „Sommerbraut“ oder „erste Gärtnerin“ betrachtete. Es ist übrigens derselbe Tag, an dem auch die germanische Göttin Freya ihren besonderen Tag hatte; die Aufgaben dieser vorchristlichen Göttin sind zum Teil auf Gertrud übertragen worden. An diesem Tag endete dann auch die Spinnstubenzeit, die Felder wurden bei Prozessionen gesegnet. Und nur an diesem Tag gibt es den "Gertrudenschnaps"... Weiterlesen

Andreas [Anders] Dahl (1751-1789) geboren am 17. 3.

1770 schrieb sich der Schwede Andreas Dahl an der Universität Uppsala als Student ein. Einer seiner dortigen Lehrer war Carl von Linné. Nach dem Tod seines Vaters 1771 musste er sein Studium zunächst beenden, konnte dann später doch sein Medizinstudium abschließen und wurde durch die Unterstützung von Linnée als Kurator im privaten Naturalienkabinett von Claes Alströmer. 1786 erhielt er an der Universität Kiel den Ehrendoktor in Medizin, wurde 1787 als Professor für Medizin und Botanik an die Akademie von Turku (heute Universität Helsinki) berufen. Ihm wurde die Gattung der Dahlien gewidmet. Weiterlesen

18.

VeilchenHans Christian Hebbel (1813-1863) geboren am 18.3.

schreibt in seinem Tagebuch, daß immer, wenn er einen Strauß Veilchen beisammen hatte, dreißig bis vierzig Verszeilen entstanden waren. Sein Epos "Mutter und Kind" ist beim Pflücken dieser Frühlingsboten geschaffen worden. Sinnend bemerkt er einmal: "Wie wenig Duft hat das einzelne Veilchen, wieviel der ganze Strauß". (Quelle: Köhler, Amalie Das Blauveilchen in: Der Gartenfreund 5/1937 S. 127-128)
Hebbel Zitate und Gedichte
Buchtipps:
Gedichte - eine Auswahl
Eine Nacht im Jägerhaus. und weitere Novellen
Ergründe die Welt und nicht die Bücher. Einfälle. Reflexionen. Beobachtungen
Paris ist eine Welt. Briefe und Tagebücher 1843-44

19.

Peter Altmann (1915- 31.12.2005) geboren am 19.3.

Peter Altmann, gelernter Gärtner, fand nach seinem Kriegsdienst und Gefangenschaft 1948 eine Stellung bei Karl Foerster in Potsdam-Bornim. 1966 wurde Altmann vom VEB Grünanlagen Potsdam als Gärtnermeister übernommen. Von da an er war er offiziell bis zu seinem Ruhestandsantritt 1980 der "Inselgärtner" auf der Freundschaftsinsel in Potsdam. Sein Garten in Caputh am Schwielowsee war - ist, da er auch nach seinem Tod noch besichtigt werden kann - eine touristische Attraktion. Weiterlesen

20.

Friedrich Hölderlin (1770-1843) geboren am 20.3.

Der Frühling

Die Sonne glänzt, es blühen die Gefilde,
Die Tage kommen blütenreich und milde,
Der Abend blüht hinzu, und helle Tage gehen
Vom Himmel abwärts, wo die Tag entstehen.

Das Jahr erscheint mit seinen Zeiten
Wie eine Pracht, wo sich Feste verbreiten,
Der Menschen Tätigkeit beginnt mit neuem Ziele,
So sind die Zeichen in der Welt, der Wunder viele.

Buchtipps:
Sämtliche Gedichte und Hyperion von Friedrich Hölderlin
Der Kampf mit dem Dämon. Hölderlin, Kleist, Nietzsche von Stefan Zweig

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21.

Welttag der Poesie

Die UNESCO hat auf ihrer 30. Generalkonferenz den 21. März zum Welttag der Poesie ausgerufen. Er wurde erstmals 2000 begangen. Der Welttag soll an den Stellenwert der Poesie, an die Vielfalt des Kulturguts Sprache und an die Bedeutung mündlicher Traditionen erinnern. ...hier mehr dazu
Themenübersicht der Gedichte auf unserer Homepage - Welttagpoesie
Novalis-Gedicht: Geschichte der Poesie
Buchtipps:
Die Lieblingsgedichte der Deutschen von Lutz Hagestedt m. Ill. von Wolfgang Nickel
Des Sommers letzte Rosen. Die 100 beliebtesten deutschen Gedichte.
Linktipp: Literaturshop


Frühlingsanfang

Frühlingsgedichte
Frühlingsbilder aus meinem Garten
Büchertipps zum Frühling
Frühlingsrosen
Lied "Veronika, der Lenz ist da"

St. Benedikt von Nursia (um 480-547) gestorben am 21.3.St. Benedikt  Buch von Anselm Grün

Soll das Korn gar üppig stehen, so soll man es an St. Benedikt säen
Nachdem der heilige Benedikt von Nursia (Benedikt = der "Gesegnete") zum Patron Europas erklärt wurde, wurde der liturgische Festtag auf den 11.7. gelegt, damit er nicht mehr in die Fastenzeit fiel. Die Benediktinerklöster, vor allem Monte Cassino, blieben beim ursprünglichen Termin im März. Die traditionellen Wetterregeln beziehen sich natürlich auch auf den alten Termin. Die als Heilpflanze genutzte Cnicus benedictus heißt volkstümlich Benediktendistel; Benedikt gilt als Begründer der organisierten klösterlichen Pflege. Das englische Wort für Krankenschwester, "nurse", leitet sich von seinem Namen ab. Der Helige hat viel beachtete Regeln geschrieben, die nach ihm benannte Ordensgemeinschaft der Benediktiner hat er aber nicht selbst gegründet. Joseph Ratzinger wählte den Namen des Benedikt als 16. Papst für sein Amt.
Buchtipp: Benedikt von Nursia von Anselm Grün Herder 2006


Rosenzüchter Reverend George Schöner (Schoener, 1864-1941) geboren am 21.3.

Der als "Rosenpfarrer von Steinach" bekannte, im Ortsteil Lachen (nordwestlich von Steinach) geborene Deutsche Georg Schöner wanderte 1890 nach Amerika aus, weil seine Tante (aus Bollenbach bei Haslach) ihm in den USA in der Nähe von Pittsburgh (Pennsylvania) das erstrebte Theologiestudium ermöglichte und so konnte er im April 1892 in Pittsburgh Primiz zu feiern. 1911 verschlug es ihn nach Brooks (Oregon); dort war das Schlüsselerlebnis für seine Rosenliebe - das Rosenfestival in Portland, das jedes Jahr die Stadt zu einem "Mekka der Rosen" werden ließ. 1915 erreichte er in San Francisco auf der Panama-Pacific International Exposition eine Goldmedaille; fortan widmete er sich nur noch der Rosenzucht, wobei er erstmals die Mendel`schen Regeln anwandte. Weiterlesen

22.

VeilchenJohann Wolfgang von Goethe (1749-1832) gestorben am 22.3., der Veilchenliebhaber

Bild vom Grab
Der Dichter und Gärtner Goethe trug auf seinen Spaziergängen rund um Weimar stets Veilchensamen in der Rocktasche, um diese an geeigneten Stellen auszusäen und so seine geliebte Pflanze "zur Verschönerung der Welt" zu verbreiten. Bis heute nennen manche Weimaraner deshalb ihre Veilchen stolz "Goetheveilchen". Oft schickte er von seinen Reisen seiner Frau Samen oder Pflanzen - so auch Samen von Viola x wittrockiana „sehr wenig, weil er selten ist. Lasst also den Raum unter dem Stein graben, von Unkraut reinigen und recht sauber zurechtemachen und besät ihn weitläufig mit dem wenigen“. Weiterlesen
Veilchengedichte von Goethe
Weitere Veilchenliebhaber

23.

VeilchenVeilchen in der Medizin, als Heilpflanze einst und heute

Bei den Römern und Römerinnen galt das Veilchen als ein beliebtes Katermittel! Lange Zeit waren die Veilchenblüten als Flores Violarum, das Kraut als Herba Violariae "officinell", d. h. offiziell als Heilpflanze anerkannt und wurde in Apotheken verkauft. Heute heißt die Droge: Viola odoratae herba cum flos. Noch zur Jahrhundertwende wurde das Veilchen auf vielfache Weise medizinisch genutzt. Weiterlesen

Weltwettertag

Mit dem Wetter verhält es sich wie mit abstrakten Bildern: dem einen regen sie die Galle an, dem andern die Phantasie. Wetter und Wetter ist nämlich zweierlei: es kommt entscheidend darauf, für wen! Die Einstellung des Gärtners zum Wetter ist jedenfalls eine besondere. Wetterbedingungen, die für die eine Pflanze günstig sind, können für eine andere Pflanze jedoch ungünstig sein. Goethe nahm's mit Humor: "Lass regnen, wenn es regnen will, dem Wetter seinen Lauf; denn wenn es nicht mehr regnen will, so hört's von selber auf!" Weiterlesen
Linktipp: Wettershop

24.

VeilchenVeilchen in der Küche

Auch in der Küche kann das kleine Blümchen Viola (auch: die Geige) die "erste Geige" spielen. Aber nur Viola odorata bietet das richtige Aroma! Ihren Höhepunkt erreichte die Verwendung von Veilchen vermutlich im 15. und 16. Jahrhundert. Die Blumen wurden in Honig gekocht, in Öl eingeweicht, mit Mandeln und Rosenwasser zu einer Art Marzipan verarbeitet oder in Essig eingelegt. Zur Zeit von Königin Viktoria war es in England "en vogue", kandierte Veilchen zu naschen. Kandiert gelten Veilchen nach wie vor als wichtiger Bestandteil von manchem klassischen Gebäck, das vor allem in Toulouse / Frankreich, der Veilchenstadt, angeboten wird. Allgemein bekannt ist auch heute noch die Verwendung der frischen Blüten als appetitanregende Dekoration Manchmal sind es die Kleinigkeiten, die unsere Alltagsküche aus dem Einerlei herausheben und unsere Veilchen- Rezeptsammlung, - das Veilchen zum Essen und Trinken - bietet solch ganz einfache Anregungen, aber auch extravagante Rezepte. Weiterlesen

25.

Novalis (eigentl. Friedrich Freiherr von Hardenberg, 1772-1801) gestorben am 25.3.

Nur wir genießen die Natur mit vollen Sinnen,
weil sie uns nicht von Sinnen bringt,
weil keine Fieberträume uns ängstigen
und helle Besonnenheit uns zuversichtlich und ruhig macht....

26.

VeilchenNamensgebung der Veilchen

Der Name Viola ist der lateinische Diminutiv des griechischen íon, ursprünglich víon,nach Jon, dem Gründer Athens, dem ionische Nymphen diese Blumen brachten. Die altnordische Bezeichnung tysfiola, lateinisch Viola Martis, geht auf den Kriegsgott Tyr (Thor) zurück; in Island heißt das Veilchen noch heute Tyrsfolia. Aus dem "Veilchen des Kriegsgottes Mars" bildete sich der Name "Mars" -Veilchen und wurde später zum "Märzveilchen" (für Viola odorata) gemacht. Man kann aber bei der Namensergründung auch durchaus an via = Weg denken, an dessen Rand das Veilchen mit seinem Duft grüßt, ohne daß man es sieht. Weiterlesen

27.

VeilchenAdalbert von Chamisso (1781-1838)

Märzveilchen
Der Himmel wölbt sich rein und blau,
der Reif stellt Blumen aus zur Schau
Am Fenster prangt ein flimmernder Flor,
ein Jüngling steht betrachtend davor.
Und hinter den Blumen blühet noch gar,
ein blaues, ein lächelndes Augenpaar.
Märzveilchen, wie jener noch keine gesehn!
Der Reif wid angehaucht zergehn.
Eisblumen fangen zu schmelzen an,
und Gott sei gnädig dem jungem Mann!

28.

VeilchenM. von Strantz (1807-1885)

Lenzesweben tönt hinaus
Und aus grünen Decken,
Veilchenköpfe frisch und kraus
Ihre Hälse strecken.
Doch sie brechen mag ich nicht,
Lass sie ruhn am Herzen,
D´raus sie sproßten hell und licht,
Wie ein lieblich Festgedicht
Uns geweiht im Märzen.

2010 ist am 28.3. Palmsonntag

Palmsonntag (lateinisch dies florum, dies palmarum), am Sonntag vor Ostern gefeiert, wird auch der "Blumensonntag", "Blumostertag", "Blumostern", "dies florum et ramorum" genannt. Im Gedenken an den Einzug Jesu in Jerusalem, wo Palmzweige auf dem Weg dorthin lagen, werden heute noch in den Kirchen "Palmzweige" geweiht. Weiterlesen

29.

VeilchenViola sororia Pfingstveilchen, Woolly Blue Violet

Durch die kräftigen verzweigten Rhizome bilden Pfingstveilchen (kein Duft, Blüte Mai / Juni) mit einem starken Ausbreitungsdrang schnell kräftige Polster und sind deshalb als Bodendecker für kleinere Flächen geeignet. Sie brauchen aber einen geschützten, warmen Platz und sollten im Winter abgedeckt werden. Weiterlesen

VeilchenFriedrich Schiller (1759-1805)

Den blut`gen Lorbeer
geb ich hin
mit Freuden
für das erste Veilchen,
das der März uns bringt!

30.

Vincent van Gogh (1853-1890) geboren am 30.3.

Die Zypressen beschäftigen mich dauernd, ......
es wundert mich, daß man sie noch nicht gemalt hat, wie ich sie sehe.
In den Linien und Proportionen so schön wie ein ägyptischer Obelisk.
Und das Grün ist so ein ganz besonders feiner Ton.
Es ist der schwarze Fleck in einer sonnenbeschienenen Landschaft,
aber es ist einer der interessantesten schwarzen Töne,
doch ich kann mir keinen denken, der schwieriger zu treffen wäre.
(Vincent van Gogh an seinen Bruder Theo, Brief 596)
Weitere Van-Gogh-Zitate
Buchtipp: Leeman, Fred Der Sämann - Vincent van Gogh

31.

Franz Josef Haydn (1732 - 1809) geboren am 31.3.Rose Joseph Haydn Foto Mail-Brandt

Josef Haydn (er benutzte den Vornamen Franz nie), der führende österreichische Musiker, Komponist und Musiktheoretiker der Wiener Klassik war neun Jahr lang Wiener Sängerknabe. Den größten Teil seines Lebens verbrachte Haydn als Kapellmeister und Komponist in den drei Hauptresidenzen der wohlhabenden Familie Esterházy: dem Familiensitz in Eisenstadt, dem Winterpalast in Wien, und auf Schloß Eszterháza im ländlichen Ungarn. Als Haydn mit seiner Gattin Anna Aloysia 1766 nach Eisenstadt zog, erwarb er ein eigenes Haus in der Nähe des Franziskanerklosters und ein "Kuchlgärtl" außerhalb der Stadtmauern. 2002 gestaltete man diesen Kräutergarten mit den bekanntesten Pflanzen aus der "Haydn-Zeit" und machte ihn öffentlich zugänglich. 2006 widmete ihm der deutsche Hobbyzüchter Heinz Roy eine Rose 'Joseph Haydn' und im Haydn-Jahr 2009 wurde eine Orhidee (Phalaenopsis) auf den Namen 'Joseph Haydn' getauft. Weiterlesen
Buchtipps:
Mit einem Fuß in der Frühlingswiese: Ein Spaziergang durch Haydns Jahreszeiten mit Sprachbildern von Nikolaus Harnoncourt von Sabine M. Gruber / Tomek Luczynski 144 S. Residenz 2009
Das Haydn-Kräutergärtlein: Barocke Pflanzengeheimnisse neu entdeckt von Sigrid Weiß / Emmerich Mädl 128 S. Kneipp, Wien 2009
Linktipp: Video Joseph Haydn Lied "Rose Rot, Rose Weiss" gesungen von Fritz Wunderlich

Christian Morgenstern (1871-1914) gestorben am 31.3

Frühlingsahnung
Rosa Wölkchen überm Wald
wissen noch vom Abendrot dahinter -
überwunden ist der Winter,
Frühling kommt nun bald.

Unterm Monde silberweiß,
zwischen Wipfeln schwarz und kraus
flügelt eine Fledermaus
ihren ersten Kreis...

Rosa Wölkchen überm Wald
wissen noch vom Abendrot dahinter -
überwunden ist der Winter,
Frühling kommt nun bald.

Weitere Morgenstern-Gedichte
Buchtipp: Gedichte von Christian Morgenstern 956 S. Insel 2004

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Tierkreiszeichen - Geschenkipps des Monats:

Fische 18./19. Februar–20./21. März Widder 20./21. März–19./20. April
Widder - sprüht meist vor Lebenslust, ist kampfbereit (Hörner des Widders), machtgierig. Attribut: Tulpe (liebt wie sie die Alleinstellung).
Zypressen, Berberitzen, Eisenhut, Nelken, Mohn, Disteln, Kakteen, Ginster, Ringelblumen, Goldlack, Lilien, Veilchen, Weissdorn.
Liebt Lavendelduft.

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Aktualisiert am 05.08.2010