Januarius kommt von Janus, dem römischen
Gott des Eingangs und des Ausgangs, der zwei Gesichter hatte, mit denen
er sowohl in die Vergangenheit wie auch in die Zukunft blicken konnte;
die altgermanische Bezeichnung ist Thormanoth. Hartung kommt vom althochdeutschen
„hartimanod“ was soviel bedeutet wie: hart = viel Kälte, harte Winterszeit.
Aber auch: Schneemond, Schneemonat, Eismond, Eismonat und Wintermonat sind
bekannte Volksnamen. Jänner oder Jenner ist in Österreich gebräuchlich.
Im Januar pflegt der Gärtner hauptsächlich
das Wetter (Karel Capek)
wünsche ich allen Besuchern - auf daß
sich all Ihre Wünsche erfüllen mögen!
Neujahrstag
In weiten Teilen Europas gelten Speisen aus Schweinefleisch
als regelrechte Glücksbringer - als Süßigkeit verzehrt
man Marzipanschweinchen -, aber auch Backwaren wie Früchtebrot oder
die so genannten Neujahrsbrote, in die oft einzelne Münzen eingebacken
werden. Geflügel sollte dagegen zu Neujahr auf keinen Fall verzehrt
werden, da das Glück sonst davon fliegt. Der Genuss von Linsen, Erbsen,
Möhren oder Sauerkraut am Neujahrstag soll dafür sorgen, daß
das Kleingeld im neuen Jahr nie ausgehen wird. Weiterlesen
Katharina Elisabeth Goethe (1731-1808)
Man nehme 12 Monate, putze sie sauber von Neid, Bitterkeit, Geiz,
Pedanterie und zerlege sie in 30 oder 31 Teile, so daß
der Vorrat für ein Jahr reicht. Jeder Tag wird einzeln angerichtet aus 1 Teil
Arbeit und 2 Teilen Frohsinn und Humor. Man füge 3 gehäufte Eßlöffel
Optimismus hinzu, 1 Teelöffel Toleranz, 1 Körnchen
Ironie und 1 Prise Takt. Dann wird die Masse mit sehr viel Liebe übergossen. Das fertige Gericht schmücke man mit
Sträußchen kleiner Aufmerksamkeiten und serviere es täglich mit Heiterkeit.
Am 1. Januar 2007 wird auf Wunsch von Papst Benedikt
XVI. in der gesamten Weltkirche der jährliche Welttag des Friedens
begangen. Dieses Datum wurde gewählt, weil der Papst das neue Jahr
mit einer Besinnung auf die notwendige Förderung des Friedens beginnen
möchte. Am selben Tag richtet er eine Botschaft an die Repräsentanten
der Staaten und an alle Menschen guten Willens, in der er die Dringlichkeit
des Friedens bezeugt. (Quelle
und mehr) Linktipp:Künstler
gegen den Krieg
2.
Berchtoldstag
In Teilen der Schweiz, ist der Berchtoldstag
gesetzlich anerkannt in verschiedenen Kantonen. Er geht angeblich zurück
auf die alte nordische Gottheit Perchta bzw. auf die germanische Göttin
Berchta (= "Leuchtende"). Sie symbolisiert die zur Winterszeit wieder aufstrebende
Sonne."Perchtenläufe"
gibt es fast nur noch im Alpenraum. Dabei wird das Gefolge der Göttin
von Menschen, in Gestalten symbolisierten Naturgeister dargestellt, die
die als lebensbedrohlich empfundenen Kräfte des Winters vertreiben
helfen sollen. Wichtiges Utensil der Perchten ist die Glocke, mit der der
Winter – bzw. die bösen Geister des Winters – ausgetrieben werden
soll (Winteraustreiben, bzw. Austreiben des alten Jahres). Der Besuch von
Perchten wird im Volksmund als glücksbringendes Omen hochgehalten.
Louise
Otto (1819-1895)
Blumengeister
Nun ist im Sturm mit Schnee und Eis Der Winter angekommen, Hat auf tyrannisches Geheiß Die Blüten all genommen.
Sie sind dahin mit einem mal Und hängen welk hernieder, Es weckt kein milder Sonnenstrahl Die Frostgetroffnen wieder.
Ihr Glanz, ihr Duft, ihr Leben schwand Und öd' sind Flur und Garten, Zur weißen Wüste ward das Land, Die Flüsse selbst erstarrten.
So sinken in die kalte Gruft Die letzten Blumenleichen, Und harren bis der Lenz sie ruft Aus ihrem Grab zu steigen. (Das
ganze Gedicht lesen)
3.
Marcus Tullius
Cicero (106 v. Chr.-43 v. Chr.) geboren am 3. 1.
Wenn Du ein Gärtchen hast und eine Bibliothek so wird Dir nichts fehlen
Der deutsche Maler des Expressionismus Macke ist
zwar nicht als "Blumenmaler" bekannt, aber seine Gestalten auf den Bildern
gruppieren sich oft in Parklandschaften.
Weiterlesen
Verschneit liegt rings die ganze Welt, Ich hab nichts, was mich freuet, Verlassen steht ein Baum im Feld, Hat längst sein Laub verstreuet.
Der Wind nur geht bei stiller Nacht und rüttelt an dem Baume, Da rührt er seine Wipfel sacht Und redet wie im Traume.
Er träumt von künftger Frühlingszeit, Von Grün und Quellenrauschen, Wo er im neuen Blütenkleid Zu Gottes Lob wird rauschen. 5.
Konrad
Adenauer (1876-1967) geboren am 5. 1.
In meinem Rhöndorfer Garten finde ich nach getaner politischer Arbeit
Entspannung, Ruhe und neue Kraft für kommende Aufgaben, die mich erwarten, und hier auch wird mir stets wieder bewußt, was die Natur uns zu lehren vermag – man muß
Geduld haben, wenn man etwas erreichen will, in der Natur und in der Politik. (Quelle) Erster Bundeskanzler der BRD, der die dt.-frz.
Aussöhnung erreichte. Er pflegte um sein Wohnhaus in Rhöndorf
einen großen Garten mit einer südländisch anmutenden Vielfalt
von Pflanzen, Plastiken und Brunnen sowie vor allem Rosen. Er war ein großer
Rosenfreund und ihm wurde deshalb eine Rose gewidmet Weiterlesen Buchtipp: Adenauer.
Eine deutsche Legende von Wilhelm von Sternburg Linktipps: Konrad
Adenauer Garten in Rhöndorf
Umberto
Eco (1932) geboren am 5.1.
Umberto Eco ist ein italienischer Schriftsteller,
Kolumnist, Philosoph, Medienwissenschaftler und wohl der bekannteste zeitgenössische
Semiotiker. Durch seine Romane, allen voran Der Name der Rose, wurde er
weltberühmt. In diesem Roman spielt er mit der Symbolik des Begriffes
"Sub rosa" - Weiterlesen
6.
Dreikönigstag
(Dreikönige, Heilig Drei Könige Epiphany)
Der Stern
Hätt` einer auch fast mehr Verstand als wie die drei Weisen aus Morgenland und ließe sich dünken, er wäre
wohl nie dem Sternlein nachgereist, wie sie; dennoch, wenn nun das Weihnachtsfest seine Lichtlein wonniglich scheinen lässt, fällt auch auf sein verständig Gesicht, er mag es merken oder nicht, ein freundlicher Strahl des Wundersternes von dazumal. (Wilhelm Busch)
Johanna
von Orleans, Jeanne d`Arc (1412-1431) geboren am 6.1.
Die Nationalheldin Frankreichs, Jeanette [Jeanne
d`Arc, dt.: Johanna von Orleans] befreite während des Hundertjährigen
Hundertjährigen Krieges 16jährig in Männerkleidung Orleans,
damals von den Engländern belagert. Nach diesem Sieg wurde sie als
"die Jungfrau von Orléans "- "Jeanne
d`Arc "berühmt. Nach einigen weiteren Siegen gegen die Engländer
wurde sie schließlich von diesen gefangen genommen, bei einem Prozeß
als Ketzerin verurteilt und auf Marktplatz von Rouen auf dem Scheiterhaufen
- neunzehnjährig - verbrannt. 1456 wurde sie rehabilitiert und 1920
heiliggesprochen. Die Gestalt der Jeanne d'Arc hat Schriftsteller, Musiker,
Künstler und Filmemacher immer wieder fasziniert. Weiterlesen
Khalil Gibran (1883-1931) geboren
am 6.1.
Wie die Samen, die unter der Schneedecke träumen, träumen eure Herzen vom Frühling. Vertraut diesen Träumen, denn in ihnen verbirgt sich das Tor zur Unendlichkeit.
Gräfin
Augusta Luise zu Stolberg-Stolberg (17531835) geboren am 7.1.
Der Stiftsdame des adligen Klosters zu Uetersen
Gräfin Augusta Luise zu Stolberg-Stolberg (1753-1835) ging als "Goethes
Gustchen" durch ihren Briefwechsel mit Johann Wolfgang von Goethe in den
Jahren 1775 bis 1776 in die Literaturgeschichte ein. Sie lernte ihn aber
nie persönlich kennen. Zum 250. Geburtstag Gothes wurde ihr von der
Rosenfirma Tantau, die in Uetersen ansäßig ist, eine Rose gewidmet.
Weiterlesen Buchtipp: Als
Goethe nach Uetersen schrieb von Elsa Plath-Langheinrich
8.
Willy Millowitsch (1909-1999)
geboren am 8.1.
Willy Millowitsch, ein Kölner Volksschauspieler und Leiter des
privaten Kölner Millowitsch-Theaters. war einer der bekanntesten deutschen
Theaterschauspieler.
Auch - oder gerade im Winter "durstet" man nach
Düften und so können Duftpflanzen Stimmungsaufheller für
die dunkle Jahreszeit sein! Weiterlesen:
winterliche Duftlieferanten
9.
Karel Capek
(1890-1938) geboren am 9.1.
Der Sohn eines Landarztes war journalistisch tätig
an einer Prager Zeitung; Feuilletons, Reiseberichte, Theaterkritiken wechselten
einander ab. Weiterlesen Buchtipp:
Das Jahr des Gärtners "Allen sonstigen Meinungen zum Trotz entsteht
ein Gärtner weder aus Samen noch aus Schößlingen, Zwiebeln,
Knollen oder Ablegern, er wächst einzig und allein durch die Erfahrung,
durch die Umgebung und durch Naturbedingungen". Dieses humorvolle Zitat
aus dem Buch des tschechischen, politisch engagierten Schriftstellers Karel
Capek, 1929 geschrieben, 1932 in deutsch erschienen, zeigt schon, daß
es um die wohl humorvollste, aber kenntnisreiche Darstellung eines Gärtners
aus Leidenschaft geht. In einer politisch aufrührigen Zeit erzählt
er von seinem Gärtchen - um zu übertönen? Es ist kein Gartenbuch
im üblichen Sinn, das praktische Ratschlage gibt (obwohl eigentlich
- versteckt - doch!), sondern hier geht es in 26 Kapiteln um die oft wunderlichen
Eigenschaften des„Gärtners / der Gärtnerin, mit denen man sich
so gut identifizieren kann. Gartenhumor pur!
Wilhelm Busch
(1832-1908) gestorben am 9.1.
Heinrich Christian Wilhelm Busch wurde am 15.4.1832
als erstes Kind von sieben Geschwistern in Wiedensahl bei Hannover geboren;
seine Eltern waren Friedrich Wilhelm Busch (Inhaber eines Kramerladens,
den der Sohn Adolf geb. 1838 später übernahm) und Henriette Dorothee
Charlotte Busch geb. Kleine. Seltsam, das in den Biografien des berühmten
Schriftstellers so selten seine Gartenliebe erwähnt wird; dabei hatte
er zeitlebens einen Garten und hat dort - am deutlichsten wird dies allerdings
in seinen Briefen
- mehr Zeit zugebracht als irgendwo sonst. Wilhelm Busch`s Malerauge registrierte
genauestens die Bilder der wechselnden Jahreszeiten. Er schilderte alles,
was zu einem Gärtnerleben gehört, seine Verbundenheit mit Natur
und Garten spiegelt sich sogar als Kulisse in seinen Bildergeschichten
wieder. Die fromme Helene hat ihre kleinen Abenteuer im Garten - u. a.
beim Bohnenpflücken; Tobias Knopp, der Junggeselle geht auf Brautschau
- und verliebt sich während der Gartenpromenade in seine Klotilde...
Weiterlesen Buchtipps: In
seinem Garten freudevoll...Durchs Gartenjahr mit Wilhelm Busch v. Amei-Angelika
Müller weitere
Buch- und Geschenktipps Wilhelm Busch
Kurt
Tucholsky,(1890 - 1935) geboren am 9.1.
Park Monceau Hier ist es hübsch. Hier kann ich ruhig
träumen. Hier bin ich Mensch - und nicht nur Zivilist. Hier darf ich links gehn. Unter grünen
Bäumen sagt keine Tafel, was verboten ist.
Ein dicker Kullerball liegt auf dem Rasen. Ein Vogel zupft an einen hellen Blatt. Ein kleiner Junge gräbt sich in der Nasen und freut sich, wenn er was gefunden hat.
Es prüfen vier Amerikanerinnen, ob Cook auch recht hat und hier Bäume
stehn. Paris von außen und Paris von innen: sie sehen nichts und müssen alles sehn.
Die Kinder lärmen auf den bunten Steinen. Die Sonne scheint und glitzert auf ein Haus. Ich sitze still und lasse mich bescheinen und ruh von meinem Vaterlande aus.
Annette
von Droste-Hülshoff (1797-1848) geboren am 10.1.
Weit geh ich selten, denn mein Garten ist doch
immer mein liebster Aufenthalt. Droste-Hülshoff, Annette von (geboren
am 10.1.1797 ( 12. oder 14. - scheint lt.
Wikipedia unklar zu sein † 1848) Die deutsche Dichterin sammelt um
1813 in ihrer Heimat Märchen für die Brüder Grimm. 1825
erwarb ihr Vater, Hausherr von Burg
Hülshoff, Freiherr Clemens August von Droste-Hülshoff, das
elegante, von Schlaun
gebaute Landhaus Haus Rüschhaus im Stadtteil Nienberge bei Münster.
Nach dem Tod ihres Vaters 1826 zog die Dichterin hier mit ihrer Mutter
und ihrer Schwester Jenny ein und wohnte dort bis 1846. Im Haus Rüschhaus
entstanden u. a. ihre Balladen und Vers-Epen und ihr wohl bekanntestes
Werk "Die
Judenbuche". Weiterlesen Annette
von Droste-Hülshoff-Gedichte Buchtipp: Auf
Annette von Droste- Hülshoffs Spuren. m. Fotografien von Urike
Romeis
Man läßt den Winter sich noch gefallen. Man glaubt, sich freier auszubreiten, wenn die Bäume so geisterhaft, so durchsichtig vor uns stehen. Sie sind nicht, aber sie decken auch nichts
zu.
12.
Rainer
Maria Rilke (1875-1926)
Die hohen Tannen atmen heiser im Winterschnee, und bauschiger schmiegt sich sein Glanz um alle Reiser. Die weißen Wege werden leiser, die trauten Stuben lauschiger.
13.
Christian
Friedrich Hebbel (1813-1863)
Winter - Landschaft Unendlich dehnt sie sich, die weiße
Fläche, bis auf den letzten Hauch von Leben leer; die muntern Pulse stocken längst, die
Bäche, es regt sich selbst der kalte Wind nicht mehr.
Der Rabe dort, im Berg von Schnee und Eise, erstarrt und hungrig, gräbt sich tief
hinab, und gräbt er nicht heraus den Bissen
Speise, so gräbt er, glaub' ich, sich hinein
ins Grab.
Die Sonne, einmal noch durch Wolken blitzend, wirft einen letzten Blick auf's öde Land, doch, gähnend auf dem Thron des Lebens
sitzend, trotzt ihr der Tod im weißen Festgewand.
14.
Dr.
Rainer Klimke (1936 -999) geboren am 14.1.
Dr. Rainer Klimke - mit seinen fünf Gold-
und drei Bronzemedaillen ist er der bisher erfolgreichste deutsche Reiter
aller Zeiten. 1988 widmete ihm der Rosenzüchter Noack aus Gütersloh
eine Rose: 'Dr. Reiner Klimke' Weiterlesen
Der Winter Der blaue Schnee liegt auf dem ebenen Land, Das Winter dehnt. Und die Wegweiser zeigen Einander mit der ausgestreckten Hand Der Horizonte violettes Schweigen.
Hier treffen sich auf ihrem Weg ins Leere Vier Straßen an. Die niedren Bäume
stehen Wie Bettler kahl. Das Rot der Vogelbeere Glänzt wie ihr Auge trübe. Die Chausseen
Verweilen kurz und sprechen aus den Ästen. Dann ziehn sie weiter in die Einsamkeit Gen Nord und Süden und nach Ost und Westen, Wo bleicht der niedere Tag der Winterzeit.
Ein hoher Korb mit rissigem Geflecht Blieb von der Ernte noch im Ackerfeld. Weißbärtig, ein Soldat, der nach
Gefecht Und heißem Tag der Toten Wache hält.
Der Schnee wird bleicher, und der Tag vergeht. Der Sonne Atem dampft am Firmament, Davon das Eis, das in den Lachen steht Hinab die Straße rot wie Feuer brennt
In Wemding /Schwaben geboren, studierte er an
der Marienschule in Erfurt und wurde 1526 Professor an der Universität
von Ingolstadt, an der er 1524 zum Doktor der Medizin promoviert hatte.
Später als Leibarzt des Markgrafen Georg von Brandenburg in Ansbach
studierte er die Schriften von Hippokrates, Dioskurides und Galen, führte
die Studien am Objekt und Standort ("Statt irer wachsung") ein, während
es zuvor nur Vorlesungen im engsten Sinne des Wortes gab. Auch legte er
einen der ersten botanischen Gärten in Deutschland an. Er zählt
neben Bock und Brunfels zu den 3 sogenannten "Vätern der Botanik".
Weiterlesen Buchtipp: Baumann, Brigitte /Helmut
Baumann /Susanne Baumann-Schleihauf
Die
Kräuterbuch-Handschrift des Leonhart Fuchs Ulmer Stuttgart 2001
18.
Rainer
Maria Rilke (1875-1926)
Es treibt der Wind im Winterwalde
Es treibt der Wind im Winterwalde die Flockenherde wie ein Hirt und manche Tanne ahnt, wie balde sie fromm und lichterheilig wird, und lauscht hinaus; den weißen Wegen streckt sie die Zweige
hin, bereit und wehrt dem Wind und wächst engegen der einen Nacht der Herrlichkeit.
19.
August
Heinrich Hoffmann von Fallersleben (1798-1874) geboren am 19.1.
August Heinrich Hoffmann, bekannt als Hoffmann
von Fallersleben (* 2. April 1798 in Fallersleben (heute Stadtteil von
Wolfsburg); † 19. Januar 1874 in Corvey) war Hochschullehrer für Germanistik
und Dichter. 1841 schrieb er die spätere deutsche Nationalhymne, das
"Lied der
Deutschen”. Zur Unterscheidung von anderen Trägern des häufigen
Familiennamens Hoffmann nahm er als Zusatz den Herkunftsnamen von Fallersleben
an. Neben seiner politischen Lyrik, den Volks- und Vaterlandsliedern schuf
der Dichter 550 Kinderlieder (Alle
Vögel sind schon da, Ein
Männlein steht im Walde, Kuckuck,
Kuckuck, ruft's aus dem Wald), von denen er 80 vertonte. Hoffmann
von Fallersleben Gedichte und Lieder Buchtipp: Ein
Gärtlein weiss ich noch auf Erden von August Heinrich Hoffmann
von Fallersleben, Hans Joachim Malecki
Poe, Edgar Allan (1809-1849)
Edgar Allan Poe
(* 19. Januar 1809 in Boston, Massachusetts, USA; † 7. Oktober 1849 in
Baltimore, Maryland) war ein US-amerikanischer Schriftsteller. Er prägte
entscheidend die Genres der Kriminalliteratur, der Science Fiction und
der Horrorstory.
Aufgefordert, in aller Kürze den Begriff Kunst zu definieren, könnte ich ihn nur bezeichnen als die Reproduktion dessen, was unsere Sinne durch den Schleier der Seele von der Natur wahrnehmen. (aus: „Marginalien“)Buchtipp: Meistererzählungen
Diogenes 1994
Bettina (Bettine) von Arnim
(1785-1859) gestorben am 20.1.
Bettina von Arnim (geborene Elisabeth Catharina Ludovica Magdalena Brentano,
auch Bettine; * 4. April 1785 in Frankfurt am Main; † 20. Januar 1859 in
Berlin) war eine deutsche Schriftstellerin und bedeutende Vertreterin der
deutschen Romantik. Sie war das 13. Kind eines nach Frankfurt/Main eingewanderten
Großhandelskaufmanns. Ihre Großmutter Sophie von LaRoche (1731-1807)
war die erste Frau in Deutschland, die als Romanautorin hervorgetreten
ist. Mit ihrem Bruder Clemens, dem später berühmten Lyriker und
Herausgeber der Heidelberger Romantik ("Des Knaben Wunderhorn", mit Achim
von Arnim) teilte sie ihre Liebe zu Goethes Schriften. Bettina heiratete
1811 den Dichter Achim von Arnim (1781-1831), dem sie sieben Kinder gebar.
. Ihre eigentliche schriftstellerische Tätigkeit begann sie erst nach
dem Tod ihres Mannes 1831. Bettina veröffentlichte 1835 ihren stark
bearbeiteten Briefwechsel mit Goethe, den sie mehrfach in Weimar besucht
hatte. Sie setzte sich für die Wiedereinstellung der in Göttingen
entlassenen Brüder Grimm ein und bewirkte, dass der preußische
König Friedrich Wilhelm IV. die beiden 1840 nach Berlin berief. Über
ihre zeitweilige enge Freundschaft mit der unglücklichen Dramatikerin
Karoline von Günderode veröffentlichte sie 1840 den halbfiktiven
Briefroman "Die
Günderode". Weitere Kontakte, meist nach dem Tod ihres Mannes
begonnen, hatte sie mit Hermann
von Pückler-Muskau, Felix Mendelssohn Bartholdy, dem jungen Johannes
Brahms und Robert Schumann. Sie war von 1992 an auf dem 5-DM-Schein der
letzten D-Mark-Banknotenserie abgebildet. In dem Garten, wo ich noch als Kind spazierte, da wuchs die Jungfrauenrebe
hoch empor an plattem Gestein. Damals hab' ich oft ihre kleinen Samtrüssel betrachtet,
mit denen sie sich anzusaugen strebt, ich bewunderte dies unzertrennliche Anklammern in jede Fuge,
und wenn der Frühling erschöpft war und die Sommergluten dem jungen weichen Keimleben dieser zarten
Pflanze einfeuerten, da fielen allmählich ihre zierlichen rotgefärbten Blätter
zum Schmuck des Herbstes ins Gras. Weitere Bettina
von Arnim Zitate und Gedichte Buchtipps: Bettine
von Arnim. Mit Selbstzeugnissen und Bilddokumenten von Helmut Hirsch
u. a. ... darum
muß man nichts als leben. Bettine von Arnim von Ingeborg Drewitz
List Tb 2002 Bettina
und Achim von Arnim. Eine fast romantische Ehe von Dagmar von Gersdorff
Rowohlt 2002
Friedrich
von Weber (1813-1894)
Es wächst viel Brot in der Winternacht, weil unter dem Schnee frisch grünet die
Saat; erst wenn im Lenze die Sonne lacht, spürst du, was Gutes der Winter tat.
21.
Matthias
Claudius (1740-1815) gestorben am 21.1.
Ein Lied hinterm Ofen zu singen Der Winter ist ein rechter Mann, kernfest und auf die Dauer; sein Fleisch fühlt sich wie Eisen an und scheut nicht süß noch sauer.
War je ein Mann gesund, ist er's; er krankt und kränkelt nimmer, weiß nichts von Nachtschweiß noch Vapeurs und schläft im kalten Zimmer.
Er zieht sein Hemd im Freien an und läßt's vorher nicht wärmen und spottet über Fluß im Zahn und Kolik in Gedärmen.
Aus Blumen und aus Vogelsang weiß er sich nichts zu machen, haßt warmen Drang und warmen Klang und alle warmen Sachen. (Das
ganze Gedicht lesen)
Die Winzer bitten heute den Hl. Vinzenz um Segen
für das Wachstum des Weines. Der Märtyrer Vinzenz von Saragossa
war der Legende nach Diakon des Bischofs Valerius von Valencia in Spanien.
Vinzenz wird zumeist einer mit Traube in der Hand abgebildet, denn er ist
Schutzptaron der Winzer (aber auch der Dachdecker, Seeleute und Holzfäller).
Daß Vinzenz zum Weinpatron geworden ist, hängt wahrscheinlich
mit der volksetymologischen Erklärung des Namens: "Vin-Cent" zusammen.
Weiterlesen
23.
23.1.1710 Gründungstag
der Porzellanmanufaktur Meissen - 300 jähriges Jubiläum 2010
Am 23. Januar erfolgt per Dekret die öffentliche Bekanntgabe der
Gründung der Porzellan-Manufaktur Meissen als „Königlich-Polnische
und Kurfürstlich-Sächsische Porzellan-Manufaktur“. Am 6. Juni
wird die Meißener Albrechtsburg als erste Produktionsstätte
des europäischen Porzellans in Meissen eröffnet. Zu den Dekoren
gehören Blumendekore: Holzschnittblumen, Deutsche Blumen, Marcolini-Blumen,
Manieristische Blumen (Meißener Rose, Streublümchen), Naturalistische
Blumen, Wiesenblumen, Orchidee mit Ast in blau sowie Kranz-, Girlanden-
und Fadendekore: Weinlaub, Blumenkranz, Festonmuster, Blätterkantenmuster.
Der Rosen-Liebhaberzüchter Robert
Türke, (1858-1926) arbeitete bei der Manufaktur, weshalb man ihn
auch den "Rosentürken aus Meissen" nannte. Weiterlesen Buchtipps: Bunte
Blüten, blaue Schwerter. Meissener Blumenmalerei von Erika Büttner Die
Sprache der Blumen: Meissener Porzellan von Hans Sonntag / Jürgen
Karpinski Verwandlungen.
Literarische Figuren in Meißener Porzellan von Hans Sonntag /
Jürgen Karpinski Linktipp:Homepage
der Manufaktur
Richard
Katz (1888-1968)
definiert in seinem Buch "Übern
Gartenhag" den Begriff "Winter" für Gärtner: "Der Begriff, den wir mit diesem Wort bezeichnen,
deckt sich nämlich nicht mit dem kalendarisch unverrückbaren
Termin vom 22.12.-21.3. Dem Gärtner markieren die letzten Dahlien
und Chrysanthemen den Winterbeginn und die ersten Schneeglöckchen
und Veilchen das Winterende. Danach dauert also der Winter des Gärtners
mindestens die viereinhalb Monate zwischen Allerseelen und Anfang April" Weitere
Katz - Zitate
24.
Lotte Günthart-Maag geb.
Günthart (?-2007) gestorben am 24.1.
So sass ich völlig versteckt in meinem
Blumenhaus, vereinzelte Sonnenstrahlen fielen durch
das Blüten-Blätterdach, warm und liebkosend auf mich, der betäubend süsse Duft der
Blumen ging mir ins Blut und ich war berauscht von so viel Schönheit. Die Blumenmalerin Lotte Günthart, verheirate
Günthart-Maag, wird als "Redouté" des 20. Jhdts." bezeichnet.
Als Tochter schweizerischer Eltern in Frankfurt geboren, machte sie ihre
Ausbildung in Berlin und Paris, u. a. beim Kubisten Fernand Léger.
Ihre Karriere begann mit exakt gezeichneten Studien von Pflanzenkrankheiten
und Schädlingen für die väterliche Pflanzenschutzmittelfabrik
Maag, doch die Rose wurde zu ihrem Lieblingsmotiv. Weiterlesen
25.
Vogelhochzeits-Tag
Die sorbischen Kinder kennen noch das Geheimnis
rund um die Vogelhochzeit - nämlich daß sie in der Nacht zum
25.1. stattfindet. Am Abend des 24. stellen sie eine leeren Teller auf
die Fensterbrett, auf einen Baumstumpf im Garten oder an einen anderen
für Vögel gut erreichbaren Ort. Am nächsten Morgen ist der
Teller vogefüllt mit Nüssen, Kuchen, Pfannkuchen und Süßigkeiten.
Die sorbische Überlieferung besagt, dass dies der Dank der Vögel
für die Winterfütterung sei. Am Tag des 25. Januar wird die Hochzeit
dann in vielen Kindergärten und Schulen nachgespielt. Text des bekannten Kinderliedes: -
Ein Vogel wollte Hochzeit machen Buchtipp: Die
Vogelhochzeit von Regine Altegoer Löwe 2007 Linktipp:Fotos
von einer Vogelhochzeitfeier
Virginia
Woolf (1882-1941) geboren am 25.1.
Buchtipp: Berg-Ehlers, Luise Die
Gärten der Virginia Woolf 232 S. m. zahlr. Abb. Nicolai'Sche Verlagsbuchhandlung
2004 Dieses faszinierend zu lesende Buch ist ein
ungewöhnlicher Zugang zu der großen englischen Schriftstellerin
"Auf Rosen gebettet" war sie sicher nicht, die Schriftstellerin Virginia
Woolf (1882-1941), Mitglied des Bloomsbury-Kreises, die an Depressionen
litt und die durch ihren tragischen Selbstmord ihr Leben beeendete. Und
doch ziehen Blumen, Gärten, Parksund Friedhöfe eine "Flora- Spur"
durch ihr Leben und Werk, der die Autorin Luise Berg-Ehlers nachgegangen
ist. Weiterlesen
26.
Achim
von Arnim (1781 - 1831) geboren am 26.1.
Drey Winterrosen Es ritt ein Herr mit seinem Knecht, Des Morgens in dem Thaue, Was fand er auf der Heide stehn? Ein wunderschöne Jungfraue.
"Gott grüß euch Jungfrau hübsch
und fein, Gott grüß euch Auserwählte, Wollt Gott ich sollt heut bey euch seyn, In euren Armen schlafen."
"In meinen Armen schlaft ihr nicht, Ihr bringt mir denn drey Rosen, Die in dem Winter wachsen sind, In voller Blüt erschlossen." (Das
ganze Gedicht lesen)
An die Bäume im Winter Gute Bäume, die ihr die starr entblätterten
Arme Reckt zum Himmel und fleht wieder den Frühling
herab! Ach, ihr müßt noch harren, ihr
armen Söhne der Erde, Manche stürmische Nacht, manchen erstarrenden
Tag! Aber dann kommt wieder die Sonne mit dem grünenden
Frühling Euch; nur kehret auch mir Frühling und
Sonne zurück? Harr geduldig, Herz, und bringt in die Wurzel
den Saft dir! Unvermutet vielleicht treibt ihn das Schicksal
empor.
27.
Wolfgang
Amadeus Mozart (1756-1791) geboren am 27.1
Wilhelm
II., mit vollem Namen Friedrich Wilhelm Viktor Albert von Preußen
wurde als ältester Sohn des späteren Kaisers Friedrich III. und
der englischen Prinzessin Viktoria, am 27.1.1859 in Berlin geboren, war
Enkel Kaiser Wilhelms I und der englischen Königin Victoria . Er war
von 1888 bis 1918 letzter Deutscher Kaiser und König von Preußen.
1881 heiratete er Prinzessin Auguste Viktoria von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Augustenburg
(1858–1921); sie hatten sieben Kinder. 1909 widmete ihm der deutsche Züchter
Jacobs zum 50. Geburtstag die Rose 'Kaiser Wilhelm II' - Weiterlesen Buchtipp: Wilhelm
II: Die Herrschaft des letzten deutschen Kaisers von Christopher Clark
400 S. Dva 2008
28.
Sidonie
Gabrielle Colette (1873-1953) geboren am 28.1.
Die frz. Schriftstellerin konnte erst nach der
Scheidung unter ihrem eigenem Namen veröffentlichen; sie wurde als
erste Frau in die Academie Goncourt aufgenommen, war eine der wenigen Frauen,
die in die französische Ehrenlegion aufgenommen wurden und die erste
Frau, die in Frankreich mit einem Staatsbegräbnis beigesetzt wurde.
Ihr wurde eine Rose gewidmet: 'Colette'.
In ihren Büchern findet man einiges über Blumen und Pflanzen.
. Weiterlesen Buchtipp: Colette Colettes
literarischer Garten hrsg. v. Waltrud Kappeler Edition Ebersbach 2004
29.
Ernst Moritz
Arndt (1769-1860) 150. Todestag am 29.1.2010
Der Dichter, Politiker (Abgeordneter der Frankfurter
Nationalversammlung), Publizist Ernst Moritz Arndt wurde am 26. Dezember
1769 in Groß Schoritz auf Rügen, damals Schwedisch-Pommern,
geboren und verstarb am 29. Januar 1860 in Bonn. Er gilt als einer der
bedeutendsten Lyriker der Epoche der Freiheitskriege. Der deutsche Züchter
Lambert widmete ihm 1913 eine Rose Weiterlesen
Rose 'Arndt'. Gedichte
von Arndt Buchtipps: Ernst
Moritz Arndt's Sämtliche Werke BiblioBazaar 2009 /
Rügen
von Ernst Moritz Arndt Hinstorff 2003
Wilhelm
Busch (1832-1908)
Wenn ich [im Januar] im Garten spazierengehe, bemerk ich schon dies und das, was sich langsam anschickt zu blühen, z.B. die Christrose und der Seidelbast. Noch immer, so alt ich auch wurde, erscheint mir dergleichen doch neu und spaßhaft, wie vor 10.000 Jahren.
30.
Rosenzüchter
Dr. med. Georg August Christian Krüger (1848-1926) geboren am 30.1.
Dr. Krüger aus Criwitz in Mecklenburg, Naturwissenschaftler und
Liebhaberzüchter wirkte als Arzt t in der Schweiz, gehört mit
Peter
Lambert
und Rudolf
Geschwind zu den "Rosenvätern der deutschen Rosenzüchtung".
Seiner verheirateten Tochter, Hedwig Wagner, widmete er 1915 eine Rose
'Frau
Hedwig Wagner'. Weiterlesen
31.
Friedrich
Rückert (1788-1866) gestorben am 31.1.
Der Frost hat mir bereifet des Hauses Dach Der Frost hat mir bereifet des Hauses Dach; Doch warm ist mir's geblieben im Wohngemach. Der Winter hat die Scheitel mir weiß
gedeckt; Doch fließt das Blut, das rote, durchs
Herzgemach. (Das
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Friedrich Rückert Gedichte und Zitate Buchtipp: Gedichte
von Friedrich Rückert
Wassermann 20. Januar–18./19. Februar Wassermann - ist neugierig, freiheitsliebend,
offen für Neues. Attribut: Schneeglöckchen (bietet in Freiheit,
also am Naturstandort seine schönste Pracht und so läuft der
Wassermann "frei" zur Höchstform auf). Lärche, Hopfen, Orchideen,
Krokusse, Azaleen, Hortensien, Misteln, Mohn. Liebt Maiglöckchenduft.