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Lenné gilt - neben Fürst
Pückler-Muskau, Friedrich Ludwig Sckell und Johann Friedrich Eyserbeck
- als der bedeutenste deutsche Landschaftsgärtner. Er stammte aus
einer traditionsreichen Gärtnerfamilie aus dem belgischen
Liege (Lüttich), die nachweisbar seit 1665 in Poppelsdorf (Bonn)
lebte und seit Generationen den Hofgärtnerposten in Bonn bekleidete.
Den Gärtnerberuf erlernte er im Brühler Schlossgarten bei seinem
Vater und seinem Onkel, dem Hofgärtner Josef Clemens Weyhe und ging
dann auf Wanderschaft, die ihn u. a. in den Pariser Jardin des Plantes
führte. In Paris wurde er unter Gabriel Thouin, dem damals berühmtesten
Gartenarchitekten Europas, zum Gartenbaumeister und studierte an
der École Polytechnique Architektur (was ihm später als
Stadtplaner in Berlin und in der Zusammenarbeit mit dem Architekten Karl
Friedrich Schinkel von Nutzen sein sollte). Es folgten Reisen nach
München, in die Schweiz und nach Wien, bis er 1815 wieder ins heimatliche
Rheinland zurückkehrte. Ein Jahr später beginnt seine eigentliche
Karriere mit der Anstellung als Gartengeselle in Potsdam. Sein Dienstherr,
König Friedrich Wilhelm III., finanzierte ihm 1822 einen Aufenthalt
in England, damals Europas führender Gartennation. Von dort zurückgekehrt
stieg Lenné zum Gartendirektor in Potsdam auf, 1854 dann zum Generealdirektor
der königlich-preußischen Gärten.
Er gehörte 1823 zu den Gründungsmitgliedern
der Gärtnerlehranstalt
in Potsdam-Wildpark, die später nach Berlin-Dahlem verlegt wurde.
Aus dieser Lehranstalt ging die Hochschulausbildung für Garten- und
Landschaftsarchitektur in Berlin hervor. Die entsprechenden Ausbildungszweige
entstanden 1929 an der Landwirtschaftlichen Hochschule und wurden 1934
der heutigen Humboldt-Universität angegliedert. Anfang der 50er Jahre
wurde als Folge der Spaltung der Stadt ein zweiter Lehrstuhl an der Technischen
Hochschule (heute TU Berlin) eingerichtet. Die Staudenpflanzungen und die
prächtigen Gehölze, die z. T. noch aus den Anfangsjahren stammen,
machen das heutige Gartendenkmal in der Königin-Luise-Str. 22
zu einer der sehenswertesten Gartenschöpfungen der Jahrhundertwende
in Berlin.
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