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Erfahrung und Wissen überliefern sich in den alten Bauernregeln! * = sich mit hoher Wahrscheinlichkeit bewahrheitende Wetterregel bzw. sinnvolle Anweisung. Quellen: Büchertipps Jahreskreis

Ostern ist frühestens am 22.3 - spätestens am 29.4. Oster-Bauernregeln hier

3. Kunigund macht warm von unt'
Lachende Kunigunde bringt frohe Kunde
Ist Kunigunde tränenschwer, dann bleiben oft die Scheunen leer. *

6. Nach dem Tag des Fridolein, da muss der Pflug im Felde sein. *

7. Perpetua kalt, Winter lang.
Perpetua und Felizitas, die bringen uns das erste Gras.

10. Wie die vierzig Märtyrer das Wetter gestalten, so wird es noch 4o Tage lang langen. *
Wie es an vierzig Rittern wittert, wittert es noch vierzig Tage. *
Am Tag der 40 Märtyrer wird der christlichen 40 Ritter gedacht, die der Überlieferung nach wegen ihres Glaubens verfolgt und im Jahr 320 zum Tod durch Erfrieren verurteilt wurden; den durch sie prophezeiten Frost fürchten die Bauern.

11. Bringt Rosamunde (11.) Sturm und Wind, so ist Sibylla uns gelind.

12.3. Weht am Gregoriustag der Wind, noch vierzig Tage windig sind. *
Der Bauer sieht den oft tatsächlich wehenden scharfen Ostwind gern, weil er die zu rasche Entwicklung des Pflanzenwuchses hemmt. Früher stieg er sogar auf die Bäume, um das ersehnte Eintreffen zu erhorchen.

17. Sankt Gertrud tut die Erd' von unten auf.
Die Frau mit dem frommen Sinn ist die erste Gärtnerin, d'rum warte immer auf St. Gertraud, die Äcker Dir und Gärten baut.
Wer an Gertraud nicht in den Garten geht, im Sommer vor leeren Beeten steht.
Friert's an St. Gertrud, währt der Winter noch zwei Wochen.
Sieht St.Gertrud Eis, wird das ganze Jahr nicht heiss.
Sankt Gertraud führt die Kuh zum Kraut [Grünfutter], die Bienen zum Pflug [die Bienenstöcke werden aufgestellt] und die Pferde zum Zug [das Pflügen der Äcker beginnt].
Wer dicke Bohnen und Möhren will essen, darf St. Gertraud nicht vergessen
Ist St. Gertraud sonnig, wird dem Gärtner wonnig
Gertraud - Sä's Kraut
Gertrud mit der Maus treibt die Spinnerinnen raus.
Gertraud den Garten baut.
Friert es auf Gertrud, der Winter 40 Tage nicht ruht. *
Gertraude nützt dem Gärtner fein, wenn sie kommt mit Sonnenschein.

19. Ist's am Josefstag schön, kann's nur gut weitergehen
Wenn's erst einmal Josefi ist, so endet auch der Winter gewiss.
Ist es klar am Josephstag, spart er uns viel Not und Plag.
Joseph klar, gibt ein gutes Honigjahr.
Ein schöner Josefstag bringt ein gutes Jahr.
Am Josefstag soll der faulste Bauer auf seinem Acker sein.

20.3. Frühlingsanfang - Frühlings-Bauernregeln

21. Bringt Benedikt warme Frühlingsluft der Pflanzenwelt, auch der Sommer dem Bauer mit Wärme gefällt. *
St. Benedikt
den Garten schmückt.
Wohin das Wetter zu Benedikt neigt, dorthin auch der Sommer zeigt.
Willst Gerste, Erbsen, Zwiebeln dick, so säe an St. Benedikt
Auf St.Benedikt achte wohl, daß man Hafer säen soll.
St.Benedikt macht die Möhren dick.
Der Benedikt leitet deine Hand, säest du mit ihm die Frucht in's Land.
Soll das Korn gar üppig stehen, so soll man es an St. Benedikt säen.

25. Wenn Maria sich verkündet, Storch und Schwalbe heimwärts findet. *
Wie einst der Göttin Iduna, ist die Schwalbe der Gottesmutter (Marien- oder Muttergottesvogel) geweiht. Ein Schwalbennest verhieß Schutz vor Blitzeinschlag, bedeutete Kindersegen, Gesundheit und glückliches Eheleben.


27. Ist an Rupert der Himmel rein, so wird er' s auch im Juli sein.
Muß Ruprecht am Himmel Frau Sonne suchen, wird im Juli der Bauer öfters mal fluchen. *
Hält St. Ruprecht den Himmel rein (sonnig), so wird es auch im Juli sein. *

Grafikquelle: Hexana
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Ein feuchter März ist des Bauern Schmerz. *
Der März soll wie ein Wolf kommen und wie ein Lamm gehen.
Fürchte nicht den Schnee im März, darunter wohnt ein warmes Herz.
Wenn im März viel Winde weh'n, wird's im Mai dann warm und schön.
Wenn der März zum April wird, so wird der April zum März
Ein grüner März bringt selten etwas Gutes.
Auf Märzenregen folgt kein Segen
Soviel Nebeltage im März, soviel Frosttage im Mai
Läßt der März sich trocken an, bringt er Brot für jedermann.
Wenn Sonne im Märzen trocknet die Äcker, erfreut viel Roggenmehl den Bäcker. *

Dem Golde gleich ist Märzenstaub, er bringt uns Kraut und Gras und Laub.

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