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Eigene Veröffentlichungen

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  1. Behr, Karin von Besprechung hier: Künstlergärten in Deutschland


  2. Bennett, Jackie / Richard Hanson Besprechung hier: Die Gärten der Dichter 176 S. Gerstenberg 2015


  3. Binkert, Dörthe Besprechung hier: Frauen und Rosen


  4. Braun, Peter Kluge Frauen und ihre Gärten 112 S. arsEdition 2015
    Sieben spannende Lebensgeschichten unterschiedlicher Frauen - Gärtnerin, Schriftstellerin, Künstlerin, Herrscherin - die aber eine Gemeinsamkeit verbindet: ihre Hingabe zur Natur, erzählt der Autor. Ästhetik mit Suchtfaktor: Vom sündteuren Barockgarten der Sophie von Hannover bis zum exzessiv-künstlerischen Tarotgarten der Niki de Saint Phalle - von Lust und Leidenschaft, mit der die Frauen in ihren unterschiedlichsten Gärten ihre Persönlichkeit ausdrücken und entfalten, zeugt dieses mit vielen Zitaten gespickte Buch.


  5. Breckwoldt, Michael / Sabrina Rothe Genießer-Gärten: Kreative Gärtner und ihre Lieblingsrezepte 199 S. m. 220 Farbf. Blv 2013
    Neun GärtnerInnen aus Deutschland, Niederlande, Belgien, England und aus dem Estland stellt der Autor vor. Sie alle haben sich auf einen bestimmten kulinarischen Aspekt spezialisiert - von Lavendel über Kräuter, Beeren, Chilis bis zum Honig. Dabei sind u. a. die Gartenbuchautorin Sarah Raven, die Fernsehköche Neuner-Duttenhofer (ebenfalls etliche Veröffentlichungen), die Gärtnerei Bastin / Niederlande, die sich mit ihrem Lavendelsortiment einen Namen gemacht hat, aber auch weniger bekannte wie die Besitzer eines Sommerhausgartens im Estland. Das Personenporträt ist ergänzt mit den jeweiligen Lieblingsrezepten und -themen sowie Ausführungen zur Gestaltung des Gartens. Adressen mit näheren Infos, einige Literaturhinweise (hauptsächlich Bücher der porträtieren Personen) ergänzen den opulenten, reich bebilderten, indivuell gestalteten Bildband zum Schwelgen in doppeltem Genuss: Gartenglück und Gaumenfreude.

  6. Büch, Christiane Gärtnerseelen. Warum Dreck unter den Fingernägeln glücklich macht 192 S. m. 163 Farbf. Ulmer 2012
    Stimmt es, daß Dreck unter den Fingernägeln glücklich macht? Für Christiane Büch, selbst Gartengestalterin und Gartenbesitzerin, deren Garten für sie "Entspannungsacker" und "Probierstube" ist, ja. Um aber der Begeisterung für das Gärtnern auf die Spur zu kommen, besucht sie neun Refugien von elf GärtnerInnen, die allesamt mit dem Gartenvirus infiziert sind und in der Nähe (Schleswig-Holstein) wohnen, ein Gartenjahr (von März bis November) lang immer wieder. Sie lädt, nach einer kurzen Vorstellung, in der sie LeserInnen das Du anbietet, dazu ein, sie dabei zu begleiten. Ihre Beobachtungen und Erlebnisse sowie Sichtweisen (die sie bildlich mit gelungenen - eigenen und denen ihres Mannes - Fotos zeigt) schildert sie tagebuchartig, emotional geprägt und sehr persönlich. Manche Gärten kannte sie schon, andere lernte sie erst im Verlauf der Arbeit an dem Buch kennen. Jedem Garten schenkt sie eine nicht ausgeschilderte Pflanze und sucht diese anschließend vor Ort - wurde sie erkannt, an den richtigen Standort gepflanzt? Monika und Fritz haben sich den Garten geteilt - hinten gestaltet sie, vorne - ganz anders - er. Ilka öffnet ihren Garten mehrmals im Jahr innerhalb der Offenen Pforte. Irmgard versucht die von ihrem verstorbenen Mann ererbte Landschaft mit Modelleisenbahn ihren Bedürfnisssen anzupassen und Anke ist Biogärtnerin mit Leidenschaft. Maren und Walter tragen eingestandenermaßen oft ihre Eheprobleme im Garten aus. Für Burkhard wird die Vision zum natürlich Gewachsenen zum persönlichen Gartenstil und Anke liebt ihre "heiligen" Plätze. Am Pfingstfest findet ein Treffen im Garten der Autorin statt, um sich kennenzulernen und um Erfahrungen auszutauschen. Mit den eingestreuten Gedichten, Briefen, Bemerkungen aller Beteiligten ansprechend gestaltet (auch das Cover!), aber durchaus auch einigen praxisorientierten Informationen ist dies eine lesenwerte, unterhaltsame Lektüre für alle Gartenbegeisterten.
  7. w. o. / Ariane Kaths Grüne Bande Von zweien, die auszogen, Gartenfreunde zu finden 160 S. m. 115 Farbf. Ulmer 2015
    Die Gartenplanerin Christiane Büch schreibt diesmal zusammen mit Ariane Kaths, einer freien Landschaftsarchitektin. Nachdem sich beide vorgestellt haben, gehen sie gemeinsam durch das Gartenjahr (Frühlingserwachen, Magie des Sommers, Julireichtum und Herbstfreuden), schauen durch offene Gartenpforten, besuchen Gärten sowohl in Deutschland als auch England und Skandinavien, Blütenfeste, Gartenveranstaltungen, Gärtnereien und einen Pomologen. So begegnen sie gleichgesinnten Gartenliebhabern (u.a. Frau Berger und Frau Ehler), machen allerlei spannende Entdeckungen und gehen - hilfreich für Gartenanfänger - der Frage nach: "Wo und wie finden wir Gartenfreunde?". Sie schreiben in einer gefühlvollen Sprache in Tagebuchform, in direkter Rede, mit Auszüge aus Briefen und e-mails, die teilweise in blauer Schrift abgesetzt sind und bieten "nebenbei" Wissenswertes über die Ansprüche verschiedener Pflanzen und über Gartenanlagen. Lohnende Lektüre für GartenliebhaberInnen.


  8. Diekmann-Müller, Annette Blicke ins Grüne: Schreibende Frauen und ihre Gärten von Bettina von Arnim bis Virginia Woolf 160 S. Thorbecke 2010
    Dr. Annette Diekmann-Müller promovierte mit einer Arbeit zur Botanik- und Pharmaziegeschichte des 18. und 19. Jahrhunderts. Seit Jahren macht sie ehrenamtliche Führungen im Botanischen Garten Würzburg und schreibt über botanikhistorische Themen. Was haben Dichterinnen wie Virginia Woolf, Emily Dickinson oder Bettina von Arnim gemeinsam? Sie alle besaßen einen Schreibtisch - was bedeutete, daß die Wirtschaftsverhälnisse einen solchen Luxus zuließen, über den Bauersfrauen oder Arbeiteterinnen damals kaum verfügten. Und alle hatten einen Garten, der nicht nur in ihrem Lebensalltag eine wichtige Rolle spielte, sondern auch Eingang in ihre Werke fand. Das sie, was ihre gehobene Stellung unterstreicht, ebenfalls alle einen oder mehrere Gärtner beschäftigten, wundert nicht, denn damals war es nicht "en vogue", selbst zu gärtnern. Bekannte Autorinnen aus dem 18. und 19. Jahrhundert kommen mit ihren Texten selbst zu Wort. Jedes Kapitel beginnt mit einem erdachten Fragebogen: "Ihr Lieblingsplatz im Garten"?, "Ihre Lieblingsblume"? "Irgendein Ratschlag"?. Diese und mehr Fragen beantworten die Schriftstellerinnen. In der "Retrospektive" folgt ein kurzer Lebenslauf, im "Herbarium" finden sich dann Ausschnitte aus Werken und Briefen, die die Autorin sehr gekonnt und aufschlußreich durch ihre Kommentare miteinander verbindet. Mit der Frage "Was bleibt" wird zum Abschluß auf die heute noch erhaltenen Spuren wie noch oder wieder zu besichtigende Gärten bzw. den Schriftstellerinnen gewidemte Museen hingewiesen. "Blätter zum Weiterlesen" verführen dazu, die Originaltexte zu lesen bzw. sich weiter über diese Frauen zu informieren. In der Überschrift werden die Schriftstellerinnen schon treffend beschrieben. Da begegnet uns die Ehefrau eines brandenburgischen Gutsherrn unter der Überschrift "Träumerisch", eine westfälische Adelige als "Empfindsam", "Entrückt" die Ehefrau eines bekannten amerikanischen Arztes, "Erhaben" eine Kaiserin, "Entschlossen" eine französische Baronin, "Bodenständig" die Tochter eines schwedischen Gutsbesitzers, "Feinsinnig" die Ehefrau eines englischen Intellektuellen, "Bezaubert" die Tochter eines englischen Kaufmanns und schließlich als "Ambitioniert" die Tochter aus besten New Yorker Kreisen. Neugierig geworden, wer dahinter steckt? Dann lesen sie dieses Buch - es ist beste Unterhaltungslektüre für Gartenfreunde und Literaturliebhaber (und nicht nur für Frauen!) - und trotzdem sehr informativ.


  9. Drower, George Gardeners, Gurus & Grubs The Stories of Garden Inventors & Innovators 260 S. Sutton Publishing 2001

  10. Frank, Sabine Rosenliebhaberinnen - Ein Leben für Blüte, Duft und Dornen 144 S. m. 130 Farbf. Elisabeth Sandmann Verlag 2012
    Sabine Frank, Co-Autorin des Bestsellers "Die Damen mit dem grünen Daumen", stellt hier innerhalb der erfolgreichen Buchreihe "Schöne Bücher für kluge Frauen" vor - ingesamt 16 Rosenzüchterinnen, Rosengärtnerinnen, Rosenliebhaberinnen, Rosenmalerinnen und Gärtnerinnen aus vielen Ländern, denen eine Rose gewidmet wurde. In den Hauptkapiteln: "Gartenkunst und Züchterfleiß - Rosenliebhaberinnen im Garten" geht es u. a. um die Rosenkaiserin Josephine, Getrude Jekyll, Gräfin Chotek, Vita Sackville West und Gerda Nissen, Frauen, die sich um die Züchtung und Verbreitung von Rosen verdient gemacht haben. Im Kapitel "Farbenlust und Sinnlichkeit" werden die Rosenmalerinnen - Maria Sibylla Merian, Rachel Ruysch, Anne Vallayer-Coster, Mary Lawrence und Catharina Klein vorgestellt. Vor allem für die letzten beiden ist es wohl das erste deutsche ausführliche Porträt! "Leidenschaft und Erinnerung - berühmte Namensgeberinnen" schließlich enthält die Lebensläufe der Kaiserin Augusta Viktoria, von Ellen Ann Willmott, Luisette Meilland, Alma de L`Aigle und Mme Jules Gravereaux. Bei der letztgenannten schreibt die Autorin allerdings, daß sie über die Gattin von Jules Gravereaux nicht viel herausbekommen hat und schreibt über Jules selbst. In der Einleitung und Zwischenkapiteln geht es um die Kulturgeschichte, Botanik, Wissenschaft der Rose, ihre Symbolik, Heilkraft und Verwendung in der Küche und in der Parfümerie (Rosenölherstellung). Im Anhang ergänzen ein weltweites Rosarien- und Rosengärtenverzeichnis (sehr schön, daß einmal eine Autorin dies zu unterscheiden weiß!) mit Angabe der Adressen und Homepage, Literaturangaben, Personen- und Rosenregister den Band. Wichtig auch der Hinweis am Schluß: ein Teil des Erlöses aus dem Buchverkauf kommt der Panda Flowers Farm in Kenia zugute. Diese erhielt als eine der ersten das begehrte Zertifikat „Fairtrade“. Die Initiative „Fairtrade“, die dieses Jahr ihr 20-jähriges Jubiläum feiert, setzt sich für eine Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen der Rosenpflückerinnen in Afrika und Südamerika ein. Ein reich mit Fotos, historischen Abbildungen und Gemäldefotos bebilderter und liebevoll, fast nostalgisch romantischer, informativer Bildband, wohl in erster Linie für Rosenliebhaberinnen, aber auch für geschichtlich Interessierte.
  11. w. o. Taschenbuchausgabe Insel 2016

  12. Haase, Bettina Louise Besprechung hier: Pflanzenkraft und Kräuterwunder: Mit Deutschlands bekanntesten Kräuterfrauen durch das Jahr


  13. Haiden, Christine / Petra Rainer Gartenmenschen - Sammler, Gestalter und Enthusiasten 158 S. m. zahlr. farb. Fototafeln Residenz 2005
    Der Blick in den Garten eines Menschen ist ein Blick in seine Seele - und diesen Blick in ihr privates Gartenleben (mit Anregungen für den eigenen Garten) gewähren 33 "Gartenmenschen", unter anderem der Fernsehmoderator und Biogärtner Karl Ploberger, die Schriftstellerin Barbara Frischmuth und die "Kräuterhexe" Miriam Wiegele, Franz Erbler, der Bäcker, der im Ruhestand seinen Sammelleidenschaften nachgehen kann (u. a. Taglilien), Ursula Haller, die maßgeblich den Hofgarten Seitenstetten entworfen hat und das dortige Gartenfestival mit ins Leben rief sowie Frau Vogl-Lukasser. Die Kapitelüberschriften zeigen das vielseitige Spektrum ihrer Gartenleidenschaft: Von Naturgärtnern und stillen Enthusiasten / Von Schaugärtnern und offenen Gartentoren / Von Jägern und Sammlern / Von Hausgärten und verborgenen Wünschen / Von Gestaltern und Themengärtnern. Die spannend geschriebenen Texte stammen von Christine Haiden, die Fotos von Petra Rainer. Letztere sind zwar hervorragende Porträtfotos, stellen aber meiner Meinung nach die Persönlichkeit nicht ausreichend "passend" dar (jedenfalls nicht die, die ich persönlich kenne). Sehr gute Listen mit Bezugsquellen, Gartenschauen, der Büchern der Porträtierten, Organsiationen für Gärtner ergänzen den schönen Bildband.
    Webseite der Fotografin


  14. Hamann, Cordula Besprechung hier: Das englische Paradies Frauen und ihren berühmten Gärten
  15. w. o. Gärtnerinnen: Von der Leidenschaft mit Pflanzen zu gestalten 144 S. m. 150 Farbf. DVA 2008
    Diesmal hat die Autorin deutsche, österreichische und schweizerische Gartenliebhaberinnenbesucht. Ob professionell oder als Hobby, allen Frauen ist der Garten ein zentraler Platz in ihrem Leben. Es stehen aber nicht wie im Buch von Frau Kohlrusch die berühmten Persönlichkeiten aus Literatur, Film usw. im Vordergrund. Außerdem steht hier teilweise mehr Platz für die Vorstellung zur Verfügung, denn es sind insgesamt hier "nur" 19 Gärtnerinnen. Marianne Foerster, Aglaia von Rumohr und Anja Maubach sind auch woanders vertreten (die Porträts ähneln sich sehr, wie kann es auch anders sein). Außerdem die - nicht immer privaten, oft aber erstmals veröffentlichten - Porträts u. a. von Frau Hella Brumme, der ehemaligen Leiterin des Rosariums Sangerhausen, der Landschaftsarchitektin Christine Orel, der Gräfin Matuschka (die in ihrem Garten jedes Jahr ein in Österreich bekanntes Gartenevent veranstaltet), von Elfriede Lungenschmied (Hostafan, vielen von der Aktion "Offener Garten" und aus dem Internet bekannt) zu finden. Die Spannweite reicht vom Reihenhausgarten, Berggarten mit Aussicht, Seegrundstück bis zu Gärten mit langer Tradition / Familiengeschichte, modern, künstlerisch (Barbara Jamin-Sassmannshausen) oder temporär (Insa Winkler). Frau Haman schildert, nach einem kurzen Einführungstext, ausführlich und spannend geschrieben die Lebensgeschichten, Gärten und Pflanzen (der Untertitel weist darauf hin, daß hier die Pflanzen eine wichtige Rolle spielen). Jede Beschreibung ist in Abschnitte unterteilt und teilweise mit Plänen der Gärten versehen. Notizzettelartig "angepinnt" sind zum Abschluß die Gedanken der Gartenbesitzer: "Was ist der Garten für mich"? Layoutmäßig und kalligraphisch interessant und ansprechend gestaltet. Die Fotos - verschiedener Fotografen- sind allerdings von sehr unterschiedlicher Qualität. Kein Register, aber Bibliografie und Adressen der öffentlich zugänglichen Gärten (ohne Termine). Webseite der Autorin


  16. Hasselhorst, Christa Besprechung hier: Meister der Gartenkunst
  17. w. o. / Ursel Borstell Geliebte Küchengärten: Eine Reise durchs Schlaraffenland 180 S. Ulmer 2014
    25 ganz unterschiedliche Küchengärten werden mit stimmungsvollen Bildern vorgestellt (die allerdings oft nur die Pflanzen zeigen und nicht die Gartenanlage). Darunter sind Küchengärten von berühmten GatenliebhaberInnen, Sterneköchen, Fernsehköchen, Klosterschwestern oder Schrebergärtnern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, wovon viele ihre Pforten für Besucher öffnen (Adressen und Infos dazu im Anhang). Dazu gehören z. B. der berühmte Küchengarten von Viktoria von dem Bussche auf Schloss Ippenburg, das Duttenhofer'sche Apfelgut oder der Küchengarten des Sternekochs Johannes King auf Sylt. Die meisten Besitzer bieten auch ein Rezept an. Einkaufstipps für Saaatgut ergänzen den schönen Bildband, der auch als Reiseanregung dienen kann, denn viele der Gärten sich zu besichtigen.


  18. Hötzer, Rosalie Pflanzenreich: Gartenparadiese in Höhenlagen 160 S. Pustet 2014
    Die Autorin ist Organisatorin der "Kräuterinitiative Lungau" in Österreich, die mit Vorträgen, Seminaren und Workshops über den Anbau und die Verarbeitung von innovativen regionalen Produkten informiert, kümmert sich mit der "Arche Lungau" um den Wiederanbau und Erhalt alter Kulturpflanzen wie etwa dem Lungauer Tauernroggen und arbeitet gemeinsam mit anderen Biobauern mit der Non-Profit-Organisation "Slow Food Lungau" oder mit der "Schule der Nachhaltigkeit" zusammen. Sie besuchte und fotografierte für dieses Buch insgesamt 18 Lungauer Gärten, die meist über 1 000 Meter Seehöhe liegen. Daß trotz dieser Höhenlage oder gerade deshalb dort sehr viel wächst und gedeiht erzählt sie bzw. erzählen die BesitzerInnen selbst auf jeweils ein oder zwei Doppelseiten. "Balsam für die Seele", "Eigenversorgung als Lebensprinzip", "Der Garten als Lebensexilier", "Gemüse für das halbe Dorf", "Mein Fitnessstudio" lauten einige Kapitelüberschriften. Vereinzelt gibt es auch "Lieblingsrezepte", im Anhang eine Übersetzung der verwendeten österreichischen Namen, ein Rezeptverzeichnis, Tipps zur Vorratshaltung, für Kräutertrocknung und -verwendung sowie Literaturhinweise.


  19. Howcroft, Heidi / Marianne Majerus Besprechung hier Englische Gartenikonen: Die Schöpferinnen des englischen Gartenstils und ihre Gärten


  20. Hauschild, Stephanie Besprechung hier: Gärten im Licht - Impressionisten und ihre Gärten


  21. Holden, Edith Vom Glück mit der Natur zu leben Das Tagebuch der Edith Holden 176 S. DTV München 1993
    Dieses Tagebuch aus dem Jahre 1906 - illustriert mit eigenen Aquarellen der Autorin - ist schon lange ein Bestseller. Sie beschreibt darin die Flora und Fauna ihrer englischen Heimat im Wandel der Jahreszeiten, alles, was sie auf Spaziergängen beobachtete; dazu notierte sie ihre Lieblingsgedichte und Sprüche zur Jahreszeit sowie Erklärungen zu den Monatsnamen.


  22. Hücking, Renate / Hielscher, Kej Oasen der Sehnsucht. Von Gärten im Verborgenen Piper 2004
    Renate Hücking ist promovierte Literaturwissenschaftlerin, arbeitete über zwanzig Jahre als Fernsehjournalistin, schrieb für Zeitungen und den Hörfunk, außerdem mehrere Sachbücher. Sehr unterhaltsam zu lesen sind diese Geschichten! Jeff Goundrill, der Vollzugsbeamte in Leyhill mit dem grünen Daumen, dessen "Zöglinge" in Chelsea Preise gewannen (der Vorfall wurde verfilmt: "Greenfingers") und die inzwischen erfolgreich ein Gartencenter betreiben, regten die Autoren zu diesem Buch an. Porträtiert werden acht Menschen, die aus verschiedensten Gründen solche Gärten "hinter Mauern" - ob freiwillig oder dazu verurteilt - kultiviert haben. Der politisch gefangene Nelson Mandela und seine Gärten in der jahrelangen Gefangenschaft als auch in der Freiheit später, Korbinian Aigner (Der "Apfelpfarrer") und seine Apfelzucht im KZ Dachau, Albert Speer, der Kriegsverbrecher, der sich als Landschaftsarchitekt die Zeit hinter den Mauern vertrieb sind die zeitlich jüngsten Beispiele für "Gärten hinter Mauern" oder "Oasen der Sehnsucht". Der Hortulus des Walahfrid Strabo, Mönch auf der Reichenau, ist das älteste Beispiel; er allerdings lebte freiwillig hinter Mauern - Klostermauern nämlich. Außerdem wird erzählt von William Beckford, dem exzentrischen Millonär - "Kalif von Fronthill Abbey", von der Sommerfrische des "göttlichen" Kaisers Kangxi, dem Rosengarten des Sultan Süleiman (der Prächtige). Gärtnern - unbewußt vielleicht, aber auch gewollt, als Akt des Widerstands und einer Überlebensstrategie. Für jedes Kapitel findet man ausführliche Literaturangaben zum Weiterlesen - denn plötzlich interessiert man sich für das Leben dieser Menschen, möchte mehr über sie erfahren.
  23. w. o. Süchtig nach Grün. Gärtnerinnen aus Leidenschaft 272 S. Piper 2007
    Renate Hücking und Kej Hielscher (selbst "süchtig nach Grün") erzählen diesmal über acht ungewöhnliche Frauen, deren Passion und Leidenschaft Pflanzen, Gärten und Parks gilt. Die Einleitung: "Die Gartenlust der Frauen" weist darauf hin, daß die beiden Autorinnen bewußt darauf verzichtet haben, "bekannte" englische Gärtnerinnen einzubeziehen, weil es darüber schon genügend Literatur gibt. Sie porträtieren in unterhaltsamer, ja spannender Erzählweise die auf Rosen versessene Kaiserin Joséphine, die Zarentochter Maria Pawlowna, die im Großherzogtum Weimar einen "Russengarten" anlegte ("Wir wollen das ganze Land zu einem Park machen"), Sophie von Herrenhausen, deren Gärten von Herrenhausen noch heute von ihr geprägt sind, die Renaissancefürstin Anna von Sachsen, die mit seltenen Blumen, Obst und Gemüse experimentierte, die beiden Chefgärtnerinnen, die den berühmten Garten von Vita Sackville-West in Sissinghurst über 20 Jahre lang pflegten, Niki de Saint Phalle, die sich mit dem Tarot-Skulpturengarten ihren Lebenstraum in Italien verwirklichte und die Schriftstellerin Elizabeth von Arnim, die selbst nur heimlich im Garten arbeiten durfte. Letztere schrieb: "Hätte Eva einen Spaten gehabt und etwas damit anfangen können, wäre die Geschichte mit Adam sicher anders ausgegangen" ... Phantastisch der Anhang mit Literaturverzeichnis (das verleitet zu vielen weiteren Lesestunden!), Anmerkungen und Bildhinweisen zu den einzelnen Kapiteln, Informationen zu den Gärten der Porträtierten, die öffentlich zugänglich sind und einem Personenregister, in dem alle erwähnten Namen auftauchen.
  24. w. o. Besprechung hier: Blumenmalerinnen: Porträts besonderer Frauen und ihr Blick auf die Natur


  25. Klaffke-Lobsien, Gesa / Kaspar Klaffke / Jutta Alms GartenLeben in der Alten Gärtnerei 224 S. m. zahlr. Farbf. Klampen 2015
    Das Autoren-Ehepaar lebt seit 15 Jahren in einer ehemaligen Gärtnerei. Gesa studierte Biologie und begründete mit Kaspar 1991 die Aktion Offene Pforte Hannover. Kaspar studierte nach der Gärtnerlehre Landschaftsarchitektur, war Leiter der Gartenverwaltungen in Braunschweig und Hannover und engagierte sich nach seiner Pensionierung als Präsident der Deutschen Gesellschaft für Gartenkunst. Im Jahr 1999 kaufte das Ehepaar, das schon Bücher über Gärten in und um Hannover (siehe hier) herausgab, eine seit 1994 stillgelegte 900 qm große Stadtgärtnerei in Hannover-Oberrichlingen, bestehend aus verfallenen Gewächshäusern, einem Arbeits-Verbindungshaus und diversen Frühbeetkästen als Alterssitz. Sie wünschten sich eine enge Verzahnung von Wohnen und Garten, denn sie wollten vor allem gärtnern und sich auch zumindest im Sommer aus dem Garten versorgen können. Bei der Planung unterstützte sie der Architekt Peter Hübotter. In diesem Buch beschreiben sie erst das Konzept und die Geschichte des Anwesens. Dann geht es Monat für Monat in die jahreszeitlichen Veränderungen. Dabei beleuchten sie ausgewählte Facetten ihres alltäglichen, sozialen und kulturellen Gartenlebens. Der Garten ist ein beliebter Treffpunkt z. B. für die Kinder eines benachbarten Kinderhortus ("März und Hortkinder") oder viele Gartenfreunde ("September und Offene Pforten). "Mai und allegorische Pflanzen", Juli und Gartenküche" sind weitere Monatsthemen. "Wir leben in Gemeinschaft mit den Pflanzen, bewundern ihre unermessliche Vielfalt und Schönheit, ihren Eigen- und Lebenswillen, ihre Vitalität und Flexibilität." Die Fotografin Jutta Alms hat sie fotografierend begleitet und zeigt stimmungsvolle Garten- und Pflanzenfotos. Im Anhang sind für die jeweiligen Gartenbereiche (z. B. gelbes, blaues, rotes Beet, Funkiengarten, Farnschlucht, Phloxgarten) die Pflanzenarten und -sorten aufgeführt; leider aber kein Stichwortregister. Ein sehr persönliches Buch, das schwer in eine Kategorie einzuordnen ist; es könnte auch bei den Gartenerfahrungen, bei den offenen Pforten oder der Gestaltung untergebracht sein. Auf jeden Fall eine bereichernde Lektüre!


  26. Kohlrusch, Eva Besondere Frauen und ihre Gärten 160 S. m. 230 Farbfotos von Gary Rogers Callwey 2008
    Eva Kohlrusch ist Chefin des Deutschen Journalistinnenbunds, Kolumnistin der Zeitschrift "Bunte" und war - als erste Frau - stellvertretende Chefredakteurin der Bild Zeitung. Sie ist selbst leidenschaftliche Gärtnerin mit einem großen Barockgarten im Wendland, der jährlich viele Besucher anzieht (und den sie ebenfalls vorstellt...). Nach ihrem informativen, seitenlangen Vorwort über das Thema "Frauen in der Gartengeschichte" geht es zu den einzelnen Porträts, die jeweils 2 Seiten umfassen und mit (teilweise autodidaktischen) "Erfahrungen" und "Lieblingspflanzen" der Gartenbesitzerinnen enden. Die Kurzporträts gewähren, oft erstmals, persönlichen Einblick in 23 private Gärten von meist berühmten Persönlichkeiten. Dazu gehören u. a. die Schriftstellerinnen Barbara Frischmuth, Charlotte Link und Ulla Hahn, die Schauspielerinnen Maria Kubitschek und Ellen Schwiers, die Sterne-Köchin Johanna Maier, die Radio- und TV-Moderatorin Carolin Reiber, die Staudengärtnereibesitzerinnen Aglaia von Rumohr und Anja Maubach (hier wird auch ihr privater, abseits der Gärtnerei gelegene Garten erwähnt), die Landschaftsarchitektin Petra Pelz, aber auch andere außergewöhnliche Frauen. Dazu gehören z. B. Dr. Kristin Lammerting, eine Bäuerin, Erzieherin, Schulleiterin, Innenausstatterin, Chefredakteurin und eine Schlossherrin, die davon träumt, den ehemaligen Park wieder im Original herstellen zu können. Die Tochter des "Staudenpapstes" Marianne Foerster, die sein Erbe fortführte, Fenna Graf, "Familienfrau", die ihre Passion inzwischen zum Geschäft (Inpatio )gemacht hat und bekennt: "Ich weiß, irgendwann muß man lernen, sich zu bescheiden. Aber muß es denn jetzt schon sein"? gehören dazu wie auch die "Naturschützerin" Loki Schmidt, die sich hier weigert, eine Lieblingspflanze zu nennen, das "sei eine Gemeinheit den anderen gegenüber". Eva Kohlrusch entlockte den Frauen, wie sie zu ihrer Passion kamen und wie sie im Garten arbeiten, aber auch Anekdoten über "Frauen und ihre Beziehung zum Garten". Es ist nicht nur ein "Gartenbuch", sondern auch ein "Frauenbuch", denn es zeigt 23 verschiedene Wege von Frauen zum Glück. Denn alle hier erwähnten Frauen haben eines gemeinsam: sie haben ihr persönliches Glück im Garten gefunden und möchten es keine Sekunde ihres Lebens mehr missen. Wie immer bei Gary Rogers, sind es umwerfend schöne Fotos, die die Gärten in eindrucksvollen Impressionen, teilweise über 2 Seiten hinweg, zeigen. Kein Register, aber einen Adressenteil (bei "Berühmtheiten nur der Ort) mit Größenangabe des Garten und bei den öffentlich zugänglichen mit Termin. Ausgezeichnet mit dem Deutschen Gartenbuchpreis 2009 als bester Bildband.
  27. w. o. Faszinierende Frauen und ihre Gärten 165 S. Callwey 2010
    Ein weiterer Band über Gartenenthusiastinnen; im ersten ging es um die Spurensuche, welche Bedeutung Gärten für Frauen haben, im neuen vor allem um die Virtuosität, die Frauen in ihren selbst erschaffenen Gärten beweisen. "Er hat mich mehr als einmal gerettet, der Garten, die Dinge zurechtgerückt, mich zum Lachen gebracht, wenn mir zum Heulen war. Er bereitet mir Niederlagen, aber er tröstet mich, wenn die Welt mir welche bereitet" - schreibt die Schriftstellerin Eva Demski. Bunt gemischt ist das Spektrum der Persönlichkeiten, die für dieses Buch ihre Gärten und Gedanken öffneten, u.a. die Journalistin und Chefredakteurin einiger Gartenzeitschriften Andrea Kögel, die Mitbegründerin der Gesellschaft zur Förderung der Gartenkultur e.V. und Gartenbuchautorin Anke Kuhbier, die Unternehmerinnen Liz Mohn, Brigitte von Boch und Fürstin von Bismarck, die Fernseh-Moderatorin Uschi Dämmrich von Luttitz, die Künstlerin Erika Pluhar, die Schriftstellerinn Frederike Frei, Ingrid Noll (die auch einen Gartenkrimi verfaßte), die Gartenarchitektin Gabriella Pape (Gründerin der Königlichen Gartenakademie Berlin) und die "Mutter der Gartenfestivals" Viktoria von dem Bussche – aber auch Frauen, deren Namen weniger prominent erscheinen und die dennoch mit ihren Gärten etwas Herausragendes darstellen – eben „faszinierende Frauen“ wie Rendel Barton, Petra Steiner und Ursula Schnitzke-Spijker oder die Rosenhändlerin Claudia Wolf. Einige von ihnen laden dazu ein, ihre Gärten nach Vereinbarung zu besichtigen (im Anhang sind alle Adressen, falls vorhanden mit URL der Homepage, mit Vermerk, falls öffentlich zugänglich, aufgelistet). Auch hier wieder- wunderschöne Fotos von Gary Rogers, der diesmal auch die sehr unterschiedlichen Stimmungen der Jahreszeiten mit seiner Kamera einfing. Wie auch im ersten Band findet man viele Anregungen für die Gartengestaltung und profitiert von den Erfahrungen der "Gartenfrauen".
  28. w. o. Besondere Paare und ihre Gärten 160 S. m. 250 Farbf. Callwey 2012
    Alle guten Dinge sind drei – es folgt der dritte Band der Erfolgsautorin Eva Kohlrusch. Diesmal hat sie sich auf die Suche nach "Besonderen Paare und ihre Gärten" gemacht. 20 Paare, darunter auch prominente Persönlichkeiten (z. B. der Theater- und Filmschauspieler Ulrich Pleitgen und Frau, Inge und Klaus Doldinger, Ulrike und Klaus Ploberger, Martina Meuth und Bernd Neuner-Duttenhofer, Gabriela Fürstin und Alexander Fürst von Sayn-Wittgenstein-Sayn, Sabine Baronin und Robert Baron Süsskind), die ihre Liebe zum Gärtnern teilen, stellt sie in bewährter Weise vor. Am Schluß jeder Vorstellung folgen jeweils beispielhafte Erfahrungen der Hobbygärtner und ihre Lieblingspflanzen. Interessant ist die Antwort auf die Frage: ziehen zwei Menschen an einem Strang, in die gleiche Richtung oder nicht? Gibt es Streitereien, wem was missfällt oder was - oder nicht- getan werden muss? Das ist unterschiedlich, wie auch die Gärten ( u. a. ein Kräutergarten, ein Apfelgut, ein Biogarten, ein japanischer Garten, zwei Schlossparks, ein Skulpturgarten und ein Gutsgarten). Einige der Gärten können - entweder im Rahmen von Offenen Pforten oder bei Veranstaltungen bzw. nach Vereinbarung - auch besucht werden; im Anhang befinden sich die Adressen und Öffnungszeiten. Manche wurden übrigens bereits in anderen Büchern vorgestellt, werden aber hier mit neuen Fotos gezeigt. Die Fotos von Gary Rogers sind wie immer wunderschön und ausdrucksvoll! Die Gärten selbst sind jedoch teilweise qualitativ nicht mit denen der vorhergehenden Bände zu vergleichen und bieten deshalb nicht so viele Anregungen zur eigenen Gartengestaltung. Trotzdem wieder eine gelungene Kombination von persönlichen Geschichten und Fotos - für "unersättliche" GartenliebhaberInnen wie mich (*l*) wieder ein Lese- und Sehvergnügen.
    Webseite der Autorin


  29. Kuhbier, Anke Kluge Menschen und ihre schönen Gärten 176 S. m. 250 Farbf., Zeichn., Skizzen Callwey 2011
    "Eigentlich genügt es schon, einen Garten zu haben und ihn bewußt zu genießen, um klug zu sein. Aber darum geht es hier nicht. In diesem Buch werden Persönlichkeiten vorgestellt, von denen man nicht auf Anhieb erwartet, das sie einen Garten besitzen, ganz zu schweigen davon, daß sie selbst gärtnern würden. Sozusagen das zweite Leben oder die unbekannte Seite allseits bekannter Menschen" heißt es in der Einleitung. Chronologisch nach Geburtsjahr geordnet nimmt die Autorin uns quasi mit auf eine Privatführung in Heim und Garten von 20 Personen aus Literatur, Kunst und Politik, Historie und Gegenwart, die alle in ihrer Zeit bedeutende Persönlichkeiten waren bzw. sind. Sie berichtet sehr unterhaltsam über ihre Gärten, deren Geschichte und Entwicklung bis heute. Daß Johann Wolfgang von Goethe, Hermann Hesse und Vita Sackville-West, William Robinson, Gertrude Jekyll, Loki Schmidt, Claude Monet, Max Liebermann, Emil Nolde, Konrad Adenauer gärtnerten bzw. botanisierten, wußte ich, habe schon Einiges über sie gelesen; doch entdeckte ich hier auch neue Seiten der Porträtierten! Der Chef des Hauses Hessen, Moritz Landgraf von Hessen, der Weinkritiker Hugh Johnson, der Kunstberater Dr. Christoph Graf Douglas, die Politiker George Washington und Winston Churchill, die Schriftsteller Gottfried Herder, Bertold Brecht, Rudyard Kipling und die Schriftstellerin George Sand waren für mich dagegen eine "Entdeckung". Mit den hervorragenden aufschlußreichen Texten und wunderbaren, oft großformatigen Fotos bekommt man auch durchaus auch Anregungen zur eigenen Gartengestaltung. Kurzbiografen und Literaturhinweise (teils mit Angabe der Webseite der Autoren bzw. Gärten) beschließen das Buch. Das Layout verdient noch ein Extralob. Jedes Kapitel hat ein exquisit bedrucktes transparentes Pergamentpapier vor dem "Titelbild", bietet auf dem ersten doppelseitigen Foto ein schön gesetztes Zitat und ist designmäßig hervorragend ausgestattet mit Auszügen aus Briefen, weiteren Zitaten, historischen Abbildungen (teils bisher unveröffentlicht) und Farbfotos verschiedener Fotografen (u. a. von Marion Nickig). Ein "Notizzettel" verweist am Ende in kurzen, inhaltvollen Sätzen auf "Das Besondere dieses Gartens" im jetzigen Zustand; sie sind alle zu besichtigen! So ist dieses großartig und liebevoll ausgestattete, informative "Coffee-Table-Book" nicht nur für alle GartenlieberInnen zu empfehlen, sondern auch für Freunde schöner Bücher! Top 5 der Gartenbücher DGG Buchpreis 2012


  30. Lachauer, Ulla Der Akazienkavalier. Von Menschen und Gärten 256 S. Rowohlt 2009
    18 Geschichten der in Mannheim lebenden freien Journalistin, Bestsellerautorin und Dokumentarfilmerin, die in Deutschland und in Ungarn, Ostpreußen, Paris oder an der Costa de Sol spielen. Hier stehen bis auf eine Ausnahme (Colette) nicht "berühmte" Gärtner(innen) im Vordergrund und keine "gartenpraktischen" Erkenntnisse oder Geschichten über die Entwicklung von Gärten. "Gärten sind Seelenlandschaften und Schicksalsorte. Sie wirken als Lebensquell und können ein Glück vollkommen machen. Sie können Verzweifelte trösten und Feindschaften mildern. In schweren Zeiten sind sie überlebenswichtig" - in diesem Sinn hat sie mit Menschen gesprochen, mit Großstädtern oder Dorfmenschen, einem Dichter, Comedy-Star, Bettler, einer Hebamme und mehreren Kriegsgefangenen, die zusammen im Feindesland Gärten bearbeiten mußten. Ein Birnbaum steht z. B. im Mittelpunkt einer bewegten Familiengeschichte und auf der Schwäbischen Alb züchtet ein aus Ungarn vertriebener Bauernsohn Paprika als Erinnerung an seine Heimat. Eine blinde Gärtnerin spricht von den Farben der Pfingstrosen und Odessa im Mai ist Schauplatz einer seltsamen - der titelgebenden - Liebesgeschichte: "Der Akazienkavalier". Ein fesselnder Lesegenuss für Literaturfreunde und - mal ganz anderer Art - auch für Garten- und Pflanzenliebhaber!
  31. w. o. Magdalenas Blau: Das Leben einer blinden Gärtnerin 352 S. Rowohlt 2011 - TB-Ausgabe rororo 2014
    Ulla Lachauer widmete dem Leben der 1933 geborenen Frau, die als Kind schlecht sehen kann, aber die Blumen liebt und trotz fortschreitender Blindheit eine begeisterte Gärtnerin wird, in ihrem obigen Buch "Der Akazienkavavlier" schon eine lange Geschichte. Jetzt hat sie sich von der inzwischen fast achtzigjährigen (deren Name sie im Buch geändert hat) ihr ganzes Leben erzählen lassen und beschreibt es, unsentimental, witzig und poetisch. Mit vier Jahren kennt Magdalena viele verschiedene - titelgebende - Blaus wie Taubenblau, Enzianblau, Tintenblau, weil ihr Großvater, ein Freiburger Malermeister, sie in seine Farbtöpfe schauen lässt und ihr zugleich beibringt, die von Geburt an schwachen Augen zu nutzen. Bei Spaziergängen mit ihm lernt sie Steine, Bäume und Pflanzen kennen, in seinem Garten, sich frei zu bewegen. "Ich bewegte mich im Garten ganz, ganz vorsichtig. Ich roch an den Blüten, fasste sie an. Besonders liebte ich dieses Zarte, Seidige vom Mohn.... Oft hab ich mich mit Blumen geschmückt, dieses Gefühl auf der Haut, das war das Größte." Sie kann sogar lesen, mit dem linken Auge direkt auf dem Papier, bevor sie völlig erblindet. Und doch "sieht" sie mehr als mancher Sehende und gärtnert, später an der Seite ihres (sehenden) Mannes, eines Dorfschullehrers, in "ihrem Laufstall", wie sie ihren blühenden Raum begrenzter Weite nennt, tastend, fühlend und hörend mit einer großen "Beobachtungsgabe" und intensiven Naturerfahrung. Auch dieses Buch von Ulla Lachauer, bei dem man staunend - nicht nur die Gartenwelt - neu "sehen" lernt, ist wieder ein fesselnder literarischer Lesegenuss!
  32. w.o. Der Garten meines Lebens: Die Geschichte der Sesterhof-Bäuerin 158 S. m. 144 Farbfotos von Bigi Möhrle Ulmer 2014
    Diesmal erzählt die Autorin die Lebensgeschichte von Agnes Sester, einer 87 jährigen alten Bäuerin aus dem Kinzigtal am Fuß des Schwarzwaldes. Über Wochen und Monate besuchte sie die Familie, nahm am Hofleben teil und lernte immer mehr über die Senior-Bäuerin - und von ihr. Sie beschreibt die Rolle, die der Garten im Leben der Bäuerin spielte und immer noch spielt: von den kindlichen Entdeckungsreisen zwischen Erbsen und Bohnen, ihren Erfahrungen als junges Mädchen, das sich mit jedem Gemüse auskannte und davon träumte einen Bräutigam mit Hof und Garten zu finden. Sie verliebt sich in den Bauernsohn Mathias, doch der zweite Weltkrieg trennt sie - erst 1954 können sie heiraten und verbringen gute Jahre zusammen auf dem Sesterhof, in denen vier Töchter geboren werden. Dann stirbt ihr Mann ganz plötzlich. In den Jahren der Trauer und des Überlebenskampfes stehen der erst 46jährigen jungen Witwe Verwandte, Nachbarn und Feriengäste (eine neue Einnahmequelle) zur Seite. Wie sich im Laufe der Zeit der Garten verändert, welche Bräuche gepflegt werden (z. B. das Binden von Kräuterbuschen) und zahlreiche Gartentipps erfährt man mit vielen Zitaten der Bäuerin. Da geht es z. B. um die Frage "Nutzen oder Zierde" - wie Narzissen, Dahlien und Gladiolen Einzug halten in den Garten, "Lust auf Neues" - Zucchini und Auberginen kommen zum Gemüse dazu, um Knechte und Mägde. Mit ihren 87 Jahren arbeitet Agnes Sester immer noch täglich im Garten, freut sich über die immer größer werdende Schar der Enkel und meint: "Alt isch mer, wenn man nimmi schaffe konn!" Eine der Töchter hat mit ihrem Mann den Sesterhof übernommen (über den Garten herrscht aber noch die Senorin); eine andere ist Agraringenieurin, schrieb 2012 das Buch Omas Gärten.. In der Sendung "die schönsten Bauernhöfe Deutschlands" am 20.10.2012 belegte der Sesterhof übrigens den 5. Platz von 30 ausgewählten Bauernhöfen Deutschlands. Die stimmungsvollen Bilder der Fotografin Bigi Möhrle zeigen die Bäuerin und ihren wunderbaren, artenreichen Garten zu den verschiedenen Jahreszeiten. Grafisch schön gestaltet ist das Buch auch - rechts am Buchrand zeigen ausdrucksvolle Vignetten das jeweilige Kapitel an, historische Fotos sind eingeflochten, besondere Tipps oder Anmerkungen notizzettelmäßig gestaltet. Einige Kochrezepte mit Zutaten aus dem Garten machen Appetit auf die ländliche Küche. Ein emotional ergreifendes Garten-Lesebuch, das auch praktischen Nutzen hat - empfehlenswert für alle GartenliebhaberInnen und Freunde des Landlebens. Webseite Sester Hof / Ulla Lachauer


  33. Lagoda, Marion / Ulrike Romeis / Josef Bieker Besprechung hier: Rosen sind Leidenschaft!: Die Geheimnisse echter Rosenkenner


  34. Lammerting, Kristin (Hrsg.) / Ferdinand Graf von Luckner Gartenexpertinnen und ihr grünes Wissen. 175 S. m. 250 Farbf. Callwey 2013
    Die Herausgeberin Kristin Lammerting leitet den Bildband ein mit dem Kapitel: "Gartenbotschafterinnen einst und heute". Dann gewähren elf (inklusive der Herausgeberin) Gartenfachfrauen aus ganze unterschiedlichen Richtungen der aktuellen Gartenszene, solche, die in die Gartenbranche hineingeboren wurden, andere, die sich von Beruf aus mit dem Garten beschäftigen müssen, dies aber mit voller Leidenschaft tun und wieder andere, bei denen das Gartenhobby ihr Leben ausfüllt, einen interessanten Einblick in ihre Gärten, ihre Gartenphilosophie und in ihr Leben. Sie kommen aus Österreich, Deutschland und der Schweiz. Textlich geschieht dies nach einer Kurzvorstellung von Frau Lammerting in Ich-Form, fotografisch durch teils doppelseitige Garten-, Pflanzen- und Porträtaufnahmen von Ferdinand Graf von Luckner. Die Expertinnen sind (in Klammern die Kapitelüberschriften): Viktoria von dem Bussche, Initiatorin der Gartenveranstaltung auf Schloß Ippenburg, "im Garten liegt die Kraft"), Anja Maubach (Inhaber der bekannten Staudengärtnerei, "Garten ist Leidenschft"), Kristin Lammerting (Gründerin des Englischen Gartens in Köln, "Landlust und Stadtvergnügen") "kennt" man vielleicht schon aus ihrer Vorstellung in anderen bzw. aus ihren eigenen Büchern. Auch Heike Boomgarden ("Freiheit und Erdung") sowie Sabine Reber (Gartenautodidaktin, "Der grünste Daumen der Schweiz") haben schon Bücher, in denen sie sich auch darstellen, veröffentlicht. Wohl erstmals liest man Persönliches von Katharina von Ehren (International Tree Broker, "Die Baum-Finderin"), Bettina Gräfin Bernadotte (Geschäftsführerin der Mainau GmbH, "Jeder Garten ist eine Insel"), Ute Wittich (Gartenarchitektin, etliche Artikel in der Zeitschrift "Gartenpraxis", "Die pure Lust am Gärtnern"), Brigitte Röde (Landschaftsarchitektin, Buchautorin, "Schöne Gärten maßgeschneidert") und Angelika Ertl (Meisterfloristin und Gartenreiseleiterin, auf dem Titelbild, "Eine Blumenfee auf Reisen"). Die Gärten von Petra Pelz ("Die Stauden- und Gräserkomponistin") sind schon oft gepriesen worden, soeben hat sie ihr erstes Buch veröffentlicht. Die Frauen berichten auf jeweils 14 bis 16 Seiten, also recht ausführlich, wie das Gärtnern ihr Leben beeinflusst und verändert hat, welche Rückschläge sie hinnehmen mussten, was sie daraus gelernt haben, was ihnen wichtig ist. Am Ende folgen Gartentipps, die in großformatige Gartenaufnahmen eingetragen sind und eine Seite mit ihren "Gartengeheimnissen" - teils in Frage und Antwort - z. B. Was sind ihre Lieblingspflanzen, welche Gartengeräte dürfen nicht fehlen, welche Gärten halten sie für besuchenswert oder wie sieht ihr persönlicher Gartentraum aus. So bekommt man auch einige Anregungen zur Gartengestaltung vermittelt. Im Anhang sind die Adresse und Homepages aufgelistet. Eine Kritik habe ich allerdings: der Text ist leider sehr klein gedruckt. Insgesamt aber mit den bezaubernden, stimmungsvollen Fotos ist dies ein schöner Bildband, ein interessantes Schmökerbuch, das sich in die Reihe der Bücher über "faszinierende, besondere Frauen, Blumenfrauen oder Damen mit dem grünen Daumen" einreihen läßt.


  35. Lanfranconi, Claudia / Sabine Frank Die Damen mit dem grünen Daumen. Berühmte Gärtnerinnen 160 S. m. 150 farb. Abb. Insel 2013
    Die Autorin Claudia Lanfranconi studierte Kunstgeschichte, arbeitete für das Feuilleton der Süddeutschen Zeitung und war Redakteurin bei Architectural Digest. Sabine Frank studierte in Leipzig Kulturwissenschaften und arbeite bis 2003 im Literaturmuseum Romantikerhaus in Jena. Seither behandelt sie als freie Rundfunkautorin Themen der Kulturgeschichte, Literatur und Biologie.Sie bewirtschaftet selbst einen Bauerngarten in Thüringen. Alle vorgestellten "Damen mit dem grünen Daumen" vereint trotz unterschiedlicher Herkunft (ob Aristokratin, Künstlerin oder einfache Gärtnerin) eine gemeinsame Liebe: die zum Garten und zu Pflanzen. Teilweise überschneiden sich die Porträts mit anderen Büchern , wie die von Frau Hücking, aber es sind auch "neue" dabei. Im ersten Kapitel ist es den vornehmen Damen aus Standesgründen noch nicht erlaubt, selbst zu graben und zu gärtnern. "Gärtnern lassen" heißt deshalb das erste Kapitel, wo Regentinnen wie Katharina von Medici, Wilhelmine von Bayreuth oder die Kaiserinwitwe Cixi sich wundervolle Parks und Schlossgärten anlegen lassen, die durchaus Meilenstein in der Gartenkultur waren und die die Schöpferinnen "unsterblich" machten. "Die Natur selbst ist die Baumeisterin gewesen", schrieb die Markgräfin Wilhelmine, die den Felsengarten Sanspareil in der Nähe von Bayreuth schuf, der Schwester König Friedrichs von Preußen an ihren Bruder. Lucie von Pückler-Muskau ließ sich bereitwillig scheiden, damit ihr Gatte eine reiche Erbin finden könnte, die seine Gartenpläne finanzieren sollte. Die Liebe bestand trotzdem ein Leben lang und zusammen schufen sie die heute so berühmten Parks im Osten Deutschlands. Im nächsten Kapitel machen sich die Damen dann schon die Fingernägel dreckig: "Jäten, Gießen, Harken" heißt die Überschrift. Da geht es um die Frauen, die erstmals den Gärtnerberuf - in Knickerbockerhosen, damit die männlichen Lehrlinge nicht von der Arbeit abgelenkt wurden!- ) erlernen durften und Frauen wie Frances Wolseley und Beatrix Havergal, die die ersten Gartenschulen gründeten und damit den Weg, der vermeintlichen Männerdomäne zum Trotz, für berühmte, internationale Gärtnerinnen und Landschaftsarchitektinnen ebneten. Jane Loudon, Gertrude Jekyll und Beth Chatto begegnen uns hier ebenfalls. Dann folgt die "Hommage an die Königin der Blume", die Rosenliebhaberinnen vorstellt. Natürlich geht es dabei um die Rosenkaiserin Josephine, aber auch die Malerin Anne Vallayer-Coster. Letztere leitet dann über zum nächsten Kapitel. "Mit Pinsel und Palette bis in die Urwälder des Amazonas" stellt Pflanzenmalerinnen vor: z. B. Maria Sibylla Merian, Marianne North oder Georgia O`Keefe. Schließlich folgen Schriftstellerinen: "Wenn ich ein Stück Land besäße". Die Liebe zur Natur schlägt sich in den Werken von Beatrice Potter, Elizabeth von Arnim, Colette und Vita Sackville-West nieder. Wobei die letztere sogar durch ihren Garten berühmter wurde als durch ihre literarischen Werke. Ihr Porträt schmückt auch das Cover des auch mit historischen Fotos der Persönlichkeiten und der Gärten geschmückten Text- und Bildbandes. Elizabeth von Arnim schrieb: "Ich werde meine Töchter so erziehen, dass sie den Garten lieben und das Leben im Freien. Wenn sie nämlich einen Funken ihrer Mutter in sich haben, werden sie Ehemänner höchst überflüssig finden und brauchen und wollen nichts anderes als ihren Garten"! Der "Ausblick"" blickt auf die einzige noch lebende der vorgestellten Gartenpersönlichkeiten, die Landschaftsarchitektin Gabriella Pape, die sich in Berlin ihren Traum erfüllen möchte, an historischer Stätte eine moderne Gartenakademie einzurichten. Im Anhang finden sich dann noch Informationen zu den erwähnten Gärten und ein umfangreiches Register. Unterhaltsam, lehrreich, inspirierend geschrieben ist dies ein Buch- natürlich - für Gartenfreunde, besonders für Frauen, aber auch für Kunstinteressierte, Literaturliebhaber und naturliebende Spaziergänger(innen), sowie für geschichtlich Interessierte. Eine Wunschlektüre für Gartenfreaks! Als bestes Buch über Gartengeschichte mit dem Deutschen Gartenbuchpreis 2009 ausgezeichnet.
  36. w. o. Die mit den Gummistiefeln: Noch mehr Damen mit dem grünen Daumen 144 S. m ca. 120 Ill. Sandmann 2014
    Hier stellt die Autorin (ohne Sabine Frank) 17 verstorbene, aber auch lebende, bekannte aber auch unbekannte passionierte "Gartengestalterinnen mit Stil", "Pflanzenjägerinnen rund um den Globus", "Pionierinnen der Blumendekoration" und "Blumenmalerinnen" (so die Unterteilung) vor. Jeweils mit Porträtfoto, Gartenplan, Adresse und prachtvollen, oft ganzseitigen bzw. sogar doppelseitigen Fotos ihrer Gärten und Pflanzen gehören dazu die in ihre Hühner verliebte Herzogin von Devonshire, die Operndiva Ganna Walska, die für ihre Palmensammlung ihren Schmuck verkaufte, Jeanne Baret, die mit dem Botaniker Bougainville als Mann verkleidet um die Welt segelte (siehe Roman Vom anderen Ende der Welt) und die wagemutige Pflanzenjägerin Amalie Dietrich. Auch Jelene de Belder gehört zu den vorgestellten Pflanzenjägerinnen. Constance Spry, Julia Clements (der gleich drei Rosen gewidmet sind) und Valerie Finnis sind als Floristinnen vertreten, Giovanna Garzoni, Lelia Caetani Howard (Erbin von Ninfa), Vanessa Bell und Rosie Sanders (Apfelbuch) als Blumenmalerinnen. Außerdem fanden Aufnahme die zusammenarbeitenden Gartengestalterinnen Gabriella Pape und Isabelle Van Groeningen sowie Sabine Freifrau von Süsskind, auf deren Schloß Dennenlohe Gartenveranstaltungen stattfinden und wo der Deutsche Gartenbuchpreis vergeben wird. (Das doppelseitige Foto von Schloß Dennenlohe ist allerdings falsch bei Julie Clements plaziert). Wie das erste Buch unterhaltsam, lehrreich, inspirierend geschrieben eine Wunschlektüre für Gartenfreaks!


  37. Leppert, Stefan Sein Garten: Wenn Männer Gärtner werden 152 S. m. 180 Farbf. Farbf. DVA 2012
    Wenn Wünsche immer so schnell erfüllt würden! Letztes Jahr wünschte ich mir nach der Besprechung des xten Buches über faszinierende, besondere Frauen und Blumenfrauen, daß es an der Zeit wäre, auch über gärtnernde Männer zu schreiben und jetzt liegt schon das zweite Buch darüber vor (siehe Männer und ihre außergewöhnlichen Gärten)! Dieses hier fängt schon interessant an - "Wie es zu diesem Buch kam" - da mußte ich als Frau schon sehr schmunzeln (nein, ich verrate nichts...). Und die nächste Doppelseite "spricht Bände" - Verzeihung, "Hände" (die mir aber fast zu sauber sind für Gärtnerhände...). Es folgt das Kapitel: "Gärtner, die nicht dabei sind" und dann geht es los mit den Porträts von diesmal faszinierenden und besonderen Männern, die gärtnern. Die Gärten von Johannes Bauersachs, Hanspeter Bethke, Dieter Gaissmayer und Günter Waldorf (der ein Schneeglöckchenbuch schrieb) kenne ich, mit Johann Wolfgang von Goethe und Fürst Pückler-Muskau habe ich mich ausführlich beschäftigt, Oliver Kipp und Derek Jarman sind mir ebenfalls ein Begriff und doch es gab auch bei ihnen bisher Unbekanntes zu lesen. Und es sind weitere Männer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz (z. B. Uwe Isterling, Harmen Zempel, Friedrich Werner), die der Autor, der Wolfgang Oehme schon ausführlich porträtierte, vorstellt. Wie immer macht er das in seinem individuellen, charmant plaudernden Sprachstil, reich bebildert mit meist eigenen Fotos (oft aus ungewöhnlicher Perspektive). Vom stimmungsvollen Bauerngarten, Schrebergarten, Rosengarten über den Sammlergarten und Schaugarten einer Gärtnerei, einer Selbsternte-Parzelle bis zum modernen Wohngarten und vom Hobbygärtner über den Guerillagärtner bis zum Berufsgärnter reicht das Spektrum. Köstlich das abschließende Gedicht von Fritz Eckenga: "Deutsche Gärtner"! Auch hier zeigt sich, das das Vorurteil, dass Männer am liebten den Rasenmäher bedienen oder mit der Heckenschere werkeln, heutzutage wohl nicht mehr stimmt. Im Anhang gibt Leppert noch Adressen- und Literaturhinweise sowie weitere Infos. Ein sehr empfehlenswertes Buch für alle Gärtner (und auch Gärtnerinnen!) über Männer und ihre Gärten, das viel Hintergrundwissen zur Gestaltung und Pflege von Gärten vermittelt und das hoffentlich vielen bisher nicht gartenbegeisterten Männern Lust macht, dieses Hobby zu entdecken. Webseite des Autors
  38. w. o. Besprechung hier: Paradies mit Laube: Das Buch über Deutschlands Schrebergärten
  39. w. o. Besprechung hier: Hinter meiner Hecke. Gartenarchitekten zeigen ihre Gärten


  40. Leszko, Stefan Gärtner - Der schönste Beruf der Welt 40 und ein Abenteuer aus dem Alltag eines Gartengestalters 91 S. m. 44 Zeich. Ulmer 2012
    Der Autor, selbst begeisterter Landschaftsgärtner, schreibt und zeichnet seit 2009 mit spitzer Feder immer auf der letzten Seite Kolumnen für die Fachzeitschrift für Landschaftsgärtner DEGA GALABAU, die mittlerweile Kultstatus haben. Jetzt kann sich jeder an den 41 Beiträgen erfreuen. Sie sind in einem schmalen, als Geschenkbändchen gut geeigneten Format abgedruckt. Es ist eine sehr humorige Lektüre über den Umgang mit dem Klientel von Gartengestaltern, aber auch mit Berufskollegen, bei der man immer wieder schmunzeln muß - oder sich aufregen kann über die "unmöglichen" Ereignisse und Begebenheiten. Die Karikaturen sind köstlich! Für Gärtner, die auch über Ihresgleichen lachen können und für Gartenbesitzer, die einmal wissen wollen, wie ihre geschätzten grünen Dienstleister wirklich ticken!


  41. Matuschka, Astrid Gräfin / René Antonoff Adels Gärten: Frauen von Adel laden ein in ihre exklusiven Landschaftsgärten 160 S. m. zahlr. Farbf. BusseSeewald 2014
    Es werden Gartenanlagen von acht adeligen Damen vorgestellt, die sie entweder in ihrer alten Form erhalten, restaurieren oder auch neu gestaltet haben. Abgesehen davon, dass ihre Landschaftsgärten ein Quell der Freude sind, sind diese Parks vor allem auch Unternehmen, die gemanagt und finanziert werden müssen. Alle Damen betreiben die Pflege mit modernen Marketingmöglichkeiten u.a. z. B. mit Gartenveranstaltungen, Konzerten oder auch mit Übernachtungsmöglichkeit. Annabelle Graf von Oeynhausen-Sierstorpff leitet neben dem Gräflichen Park auch die Bad Driburger Mineralwasser-Quellen, die Gräflichen Reha-Kliniken und mitten im Park das Luxushotel "Gräflicher Park Hotel und Spa". Durch die traumhafte Lage verschmilzen Hotel und Park zu einer eindrucksvollen Einheit. Sabine Baronin von Süsskind hat mir ihrem Mann aus 14 Hektar Schilf und 12 Hektar Ackerfläche innerhalb von 25 Jahren mit eigenen Händen (hauptsächlich er) und kreativen Ideen zur Vermarktung (sie) den Schlosspark Dennenlohe zu einem Anziehungspunkt vieler GartenliebhaberInnen gemacht. Die Baronin gründete das Bayerische Gartennetzwerk und den Deutschen und Europäischen Gartenbuchpreis. Außerdem werden vorgestellt: Alexandra Gräfin Finck von Finckenstein (Schlosspark Hülsede), Alla Freifrau von Maltzahn (Schlosspark Ulrichshusen), Anya Gräfin von Hatzfeldt-Wildenburg (Park Sommerberg), Isabel Beyer von Morgenstern (Schlosspark Tagmersheim), Marianne Prinzessin von Baden (Burgpark Zwingenberg) und Ulrike Freifrau von Warsberg (Burgpark Mittelburg). Die Autorin beschreibt den Charakter jedes Parks und zeichnet informative Porträts von allen Anlagen, die Damen erzählten ihr persönliche und historische Geschichten sowie Anekdoten. Die stimmungsvollen Foto stammen von René Antonoff.


  42. Meidinger, Martina / Evi Pelzer Besprechung hier: Rosengärten zum Verlieben Rosenexperten laden in ihre blühenden Gärten ein


  43. Möller, Georg / Gary Rogers Garten-Welten: Männer und ihre grüne Leidenschaft 224 S. m. ca. 200 Farbf. BLV 2013
    Das ist nun schon das dritte Buch über "Männergärten"... (siehe Rumohr und Leppert) In ihrem Vorwort (warum von einer Frau?) versucht Anja Maubach eine Brücke zwischen den weiblichen und männlichen Gärtnernden zu schlagen und die auf dem Rückumschlag gestellte Frage "Gärtnern Männer anders?" wird - natürlich (?!) - auch hier nicht beantwortet. Es bietet aber in Wort und Text Einblick in die grünen Refugien außergewöhnlicher Männer - bis auf den Biogärtner Karl Ploberger anderen als in den bisherigen Büchern. Da geht es z. B. um Sammler von Akeleiein, Kalmien- oder Quitten, den preisgekrönten Gartendesigner Peter Berg, den Formschnittfan Rolf Walter Schwarze, den Landschaftsarchitekten Richard Bödeker, der ausgefallene Kunstobjekte in seinen Garten integriert, Arno Müller, der im Saarland einen asiatisch inspirierten Garten erschuf (Titelbild!). Es ist ein breites Spektrum von "Garten-Typen", das ausgebreitet wird, wie man auch aus den Kapitelüberschriften sehen kann: Sammlergärten, Architekten-Gärten, Landgärten, Künstlergärten, Leidenschaft für Garten und Pflanzen und Traumgärten. Die meisterhaften, teils doppelseitigen Fotos von Gary Rogers sowohl der Gärten als auch der Pflanzen darin kämen bei einer besseren Druckqualität aber sicherlich noch besser zur Geltung. Und leider passen Beschreibung und Fotos des jeweiligen Gartens nicht immer zusammen. Es werden wohl Gartenbereiche beschrieben, zu denen es kein Foto gibt und umgekehrt rätselt man beim Foto, zu welchem Gartenbereich es wohl gehört. Gary Rogers soll für die Aufnahmen 40.000 Kilometer zurückgelegt haben, weil er einige Gärten mehrmals besuchen mußte - und sie liegen verstreut in Deutschland, Österreich (3), Holland (3), Frankreich (2) und England (1). Die 21 Herren, fast alle keine professionellen Gärtner, sondern sogenannte "Laien", teils "berühmt", berichten jeweils auf einer Seite selbst von ihrer Passion; dann folgt ein ca. 8 Seiten umfassender, in einer teils recht amüsanten Sprache verfaßter Text des Autors (selbst begeisterter Gärtner, der seinen Oehndorf-Garten ebenfalls präsentiert), in den die Fotos eingeflochten sind. Abschließend folgt immer eine Doppelseite: links Adresse mit Webseitenangabe, darüber Aphorismen von Karl Foerster und anderer Gärtner, rechts ein ganzseitiges Foto. Da die Adressen im Anhang (wie auch einige Bezugsquellen und Literaturhinweise) noch einmal aufgeführt sind, wäre hier ein weiteres Foto bzw. mehr Text schöner gewesen. Trotz der der kritischen Bemerkungen: man bekommt (auch als Frau *l*) Inspiration für die eigene Gartengestaltung und vor allem Lust, die - fast alle, meist im Rahmen einer Offenen-Pforte-Aktion zugänglichen - Gärten zu besuchen. Webseite des Autors.


  44. Nagiller, Brigitte / Martha Canestrini Besprechung hier Gartenfreundinnen: Männer, Schnecken, Frühlingsblumen. E-Mails quer durchs Gartenjahr


  45. Penn, Helen Besprechung hier: Englische Gärtnerinnen


  46. Rumohr, Karine von / Karin Goldbach Blumenfrauen und ihre außergewöhnlichen Gärten 159 S. m. 220 Farbf. Christian 2010
    Und noch ein Werk über "Gartenfrauen" - mit farbenfrohen Fotos der Bildjournalistin Karin Goldbach. Die jüngste Enkelin der "Iris-Gräfin" Helen von Stein-Zeppelin, Gründerin der bekannten und 2010 von mir gerade besuchten Staudengärtnerei, die 2011 ihr 85 jähriges Bestehen feiert, stellt 18 gleichermaßen leidenschaftliche, aber doch sehr unterschiedliche Blumenfrauen vor. Sie kennt sie teilweise als Kundinnen der Gärtnerei seit Kindheitstagen, erzählt bzw. läßt sie erzählen, wie sie ihre Pflanzen und Gartenanlagen hegen und pflegen und welche Motivation sie bewegt. Es sind weniger bekannte Privatgärten, bekanntere wie die Landschaftsarchitektin Hanne Roth, Gründerin der Faszination Garten oder Gisela Seidl vom Landhaus Ettenbühl und auch Gartengrößen wie Beth Chatto, Viktoria Freifrau von dem Bussche (Begründerin des Gartenfestivals in Ippenburg) oder Gabriella Pape (Gründerin der Königlichen Gartenakademie). Auch die Rosendame aus dem Norden Gudrun Rix ist dabei. Ein formaler Knotengarten, 100 Jahre alter Bauerngarten, Wiesen von Schachbrettblumen oder ein Klostergarten mit Heil- und Küchenkräutern - wieder gibt es etliche Gestaltungsanregungen auch für den eigenen Garten. Karine von Rumohr, die sich auf die Übernahme der Gärtnerei vorbereitet, erzählt aber auch von sich selbst: den glücklichen Kindheitstagen zwischen Iris, Päonien, Taglilien und Mohn. Top 5 der Gartenbücher DGG Buchpreis 2011
  47. w. o. / Axel Killian Männer und ihre außergewöhnlichen Gärten 192 S. m. 220 Farbf. Christian 2011
    Nach den Büchern über Gärten von besonderen oder faszinierenden Frauen, Damen mit dem grünen Daumen, Gärtnerinnen, Blumenfrauen und Künstlerinnen gibt es jetzt endlich auch ein Buch über Männergärten! Sehen sie anders aus? Im Vorwort gesteht die Autorin, daß sie trotz intensiver Suche keines der geläufigen Klischees bestätigen oder gar ein neues präsentieren kann und eine besondere Technik-Affinität nicht feststellen konnte. Und die geltende Meinung, daß Männer nur Bäume und Sträucher pflanzen, kann man nach der Lektüre dieses Buches ebenfalls nicht mehr bestätigen; jedenfalls nicht für die vorgestellten Männer. Alle beweisen, zeigen, daß für sie das Gärtnern genauso wie für Frauen eine Passion ist und daß sie, wie der Titel verspricht, außergewöhnliche Gärten besitzen. Karine von Rumohr gewährt mit ihren eigenen Beobachtungen oder den Aussagen der insgesamt 18 Gartenbesitzer auf jeweils 6-8 Seiten Einblick in die grünen, nur einige Hundert Qadratmeter oder viele Hektar großen Refugien aus dem In- und Ausland und in die Lebensgeschichten der Besitzer. En passant fließen dabei auch praktische Gartentipps ein. Sie stellt die Pflanzensammler oder -züchter Dr. Tomas Tamberg (Titelbild), den ehemaligen Polizist Jörg Gensch, der in seinem Garten eine Sempervivumsammlung anlegte und Klaus Jentsch mit seinem Schneeglöckenparadies vor. Der Romanistikprofessor Roland Doschka, der einen französischen und einen englischen Garten anlegte, der Schlossherr von Wolfsgarten, der Landschaftsgestalter Jörg Pfennigschmidt aus Hamburg (bekannt wohl seine Kolumnen in der "Gartenpraxis"), Jörg Stellmacher mit seinem alpinen Hinterhof, Hans Warda mit seinem Arboretum, das nicht nur eine Gehölzsammlung ist, sind dabei. Aus dem Ausland sind vertreten Sepp Holzer aus Österreich, der mit seinem Krameterhof Aufsehen erregte, der Marquis de la Fonteir mit seinem Lissabonner Barockgarten, Justus Frantz auf seiner Finca auf Gran Canaria und Stephan Aeschlimann Yelin aus der Schweiz. Axel Killian steuerte die faszinierenden, oft ganzseitigen Fotos bei. Was nicht passieren dürfte - die Seitenangaben im Inhaltsverzeichnis sind teilweise falsch; doch das mag vielleicht nicht jedem auffallen. Insgesamt ein schöner Bildband mit etlichen Anregungen für die Gartengestaltung!


  48. Schlie, Tania Besprechung hier: Frauen im Garten


  49. Seeling, Charlotte Frauen und ihre Gärten 198 Seiten mit Farbfotos von Corinne Korda und Carina Landa, Gartenpläne von Helga Bohlmann. Gerstenberg Hildesheim 2011
    Auf der ganzen Welt gibt es Frauen, die sich mit ihren Gärten einen Lebenswunsch verwirklichen - Charlotte Seedling`s Spurensuche beweist es. Die 23 Gärten. jeweils mit sehr schönen, aquarellierten Pflanzplänen. sind alle einmalig wie ihre - wohl alle noch lebenden - Besitzerinnen. Greta Sturdza mit ihrem Waldgarten findet man, Rosemunde Wallinger wird vorgestellt, der es gelang, einen Garten Getrude Jekyll`s "wiederzubeleben", Graziella Graziani`s Skulpturengarten in Treviso, Christa Schuhmacher`s Hasengarten ("wer Schmetterlinge liebt, muß Raupen füttern"), Helga Bohlmann`s Garten ("der Lustacker - vom Schuttplatz zum Familiengarten"), Vera Munro`s Pflanzplan vom Hohelied Salomons und Joan Aiken`s " The Hermitage" (mit literarischen Zitaten), Elsbeth Stoiber schuf einen Garten zum Hören und Fühlen... Außerdem die Gärten von: Ione Tézé, Carmen Delgado March, Freda Cox, Gertrud von Heiseler, Una van der Spuy, Anne Cox Chambers, Nathalie Hodgson, , Diandra Douglas, Liesel Stokes, Charlotte Fraser, Cécile Chancel, Yannick Vu, Sylvia Phillips, Luisa Misserville, Jinty Latymer. Der Anhang ist beileibe kein Anhängsel, er birgt eine sehr ausführliche Bibliographie zum Thema und sehr viele nützliche Adressen weltweit (Beratung und Bio-Tips, Gartenausstellungen, Gartenbesichtigunen (auch viele der im Buch vorgestellten Gärten nach Absprache), Gartengestalterinnen, Gartenkurse, Gartenreisen, Organisationen und Verbände.
  50. w. o. Der Garten der Künstlerin. 33 Porträts. 200 S. mit Farbfotos von Corinne Korda und Carina Landa Gerstenberg 2002
    Charlotte Seeling spezialisiert hier ihr Thema "Frauen und Gärten" und spürt diesmal mit den Kapiteln: Ein Garten für Künstlerin / Ein Garten für die Kunst / Der Garten als Kunst / Der innere Garten die Seele von 33 Künstlerinnen in ihren Gärten auf. "Die höchste Lehre, die aus meinen Begegnungen zog, ist die, daß man einen Garten nicht einmal besitzen muß, um ihn zu genießen. Jedes Paradies, das wir einmal gesehen oder erträumt haben, können wir in Gedanken jederzeit durchwandern. Der Garten unserer Phantasie hat den großen Vorteil, daß wir ihn überall mit hinnehmen können" schreibt sie in einem Artikel in der "Welt am Sonntag" vom 1.9.2002. Ob der Garten von Jenny Holzer, die sich in New York ihre "Wildnis" angelegt hat, oder von Allison Armour-Wilson, deren Anlage als Kulisse für ihre Skulpturen dient oder von Marina Abramovic´s "Garten der Nomadin", der eigentlich nur eine schlichte Installation aus elf Jericho-Rosen ist - das Projekt von Barbara Nemetz "Künstlergärten Weimar" - die Gärten der Künstlerinnen sind sehr verschieden, sicherlich auch nicht jedermanns Geschmack, aber auf jeden Fall "lesens- und sehenswert"... Im Anhang sind die Adressen und Galerien oder Museen, an die man sich wenden kann, um sich die Werke anzuschauen und weitere Künstlergärten in Europa, die Adressen derjenigen Künstlerinnen, die Gartengestaltungsaufträge annehmen und der 3 öffentlich zugänglichen Gärten aufgelistet. Die Bibliographie mit Werken von oder über die Frauen verleitet zum Weiterlesen...


  51. Sperl, Ina Grüne Leidenschaften: 18 Gartenprofis ins Beet geschaut 192 S. m. zahlr. Farbf. Ulmer 2014
    Im persönlichen Erzählstil verfaßt liest man hier 16 jeweils ca. 10seitige Reportagen, Lebens- und Gartengeschichten, die Einblick geben in die Träume und teils geheimen Leidenschaften von bekannten Größen der grünen Branche aus Deutschland, Östereich und der Schweiz, darunter zwei Ehepaare. Die Personen decken ein breites Spektrum der Gartenszene ab, geben ihr grünes, professionell erlerntes oder auch didaktisch angeeignetes Wissen in Zeitschriften, Büchern, im Internet, auf Vorlesungen, Seminaren, Vorträgen oder Kursen weiter. Die meisten wurden bisher in keiner anderen Publikation vorgestellt. Es sind (alphabetisch genannt) der Gehölzliebhaber Michael Dreisvogt, der Leiter des Arboretums Härle, das er als den seinigen Garten betrachtet, obwohl er ihm nicht gehört. Swantje Duthweiler, die "Lehrende aus Leidenschaft", Professorin an der Hochschule Weihenstephan-Troisdorf, die den Nachwuchs heranzieht, veröffentlichte das Buch "Neue Pflanzen für neue Gärten". Bernhard von Ehren ist "fest verwurzelt in der Baumschule", die er in der fünften Generation leitet. Die Agrarwissenschaftlerin und Selbstversorgerin Andrea Heistinger lebt vor, wovon sie schreibt. Der Garten von Peter Janke ist "der Spiegel seiner Seele"; er "verbindet seine Liebe zu Pflanzen mit der Kunst poetischer Gartengestaltung". Andrea Kögel, die als Chefredakteurin für Magazine wie "Mein schöner Garten" oder "Gartenträume" verantwortlich ist, erzählt von ihrer ersten Reise nach England und Begegnungen mit Christopher Lloyd, dem damaligen "Enfant terrible" der englischen Gartenszene. Christian Kreß, dessen unkonventionelle Staudengärtnerei Sarastro wohl jedem Gartenliebhaber bekannt sein dürfte, berichtet auch von seinem Privatgarten. Wie sehr er für Neues aufgeschlossen ist, zeigt seine neueste Veröffentlichung. Maria Mail-Brandt - stolz bin ich ja schon, daß ich dieser illustren Runde vertreten bin und als "Herrin der Webseiten" vorgestellt werde! Eine kleine Kritik habe ich aber: es werden zwei sehr ähnliche Fotos aus meinem Garten gezeigt, dabei hat Frau Sperl doch soo viele Fotos gemacht. Der Gartenfotograf Volker Michael und seine Frau Verona, Gartengestalterin, haben erst nach Umwegen gemeinsam ihre Bestimmung gefunden. Konrad Näser, der ehemalige Züchtungsleiter der Karl Foerster Gärtnerei und Staudengärtner aus Leidenschaft, öffnet, obwohl längst im "Ruhestand", seinen Garten immer noch für Besucher und schreibt lesenwerte Artikel für die "Gartenpraxis" und "GartenFlora". Petra Pelz, die Landschaftsarchitektin, "Staudenkünstlerin" macht Furore mit ihren außergewöhnlichen Pflanzungen, von denen sie in ihrem Buch Faszination Weite berichtet. Das ist übrigens mit Fotos von Sibylle Pietrek illustriert. Die ebenfalls hier vorgestellte Gartenfotografin, die nie ohne Kamera unterwegs ist, immer auf der Suche nach außergewöhnlichen Gärten und Pflanzen, findet auch in ihrer eigenen Hinterhofidylle viele Motive. Cassian Schmidt, "der Vater der Prärie", untrennbar verbunden mit dem Schau- und Sichtungsgarten Hermannshof, schildert eine bis dato verborgene Leidenschaft. Ludwig Watschong, "Bewahrer der Vielfalt", war wichtiger Wegbereiter der biologischen Züchtung, Gründer des VEN und der Erzeugergemeinschaft Dreschflegel. Der Journalist Tjards Wendebourg wird als "einer der kritischste Köpfe der Branche" vorgestellt; er schreibt für Fachzeitschriften und auch Bücher (Traumgärten preiswert gestalten). Das Ehepaar Ursula Yelin und Stephan Aeschlimann Yelin, die sich in Südafrika kennenlernten, schließlich hat ein über die Grenzen bekanntes Planungsbüro und eine Gärtnerei mit eigenem Schaugarten in der Schweiz, schreibt für Schweizer Gartenzeitschriften. Die Portraits folgen einem Schema; neben dem Porträt mit Personenbild und Gartenfotos (meistens von der Autorin, teils von den Personen selbst) stellt jeder sein persönliches "Lieben und Leiden" vor, wobei die Bezeichnungen hier abwechslungsreich formuliert sind - z. B. "Prachtexempare oder Kümmerlinge", "Lieblinge oder Lästlinge" bzw. "Gute Freunde oder schwierige Sensibelchen". Außerdem beantworten alle drei Fragen im Sinne von: wovon träumt man noch bzw. was fehlt noch im Garten, was ist die wichtigste Erfahrung beim Gärtnern, durch wen oder was wurde man am meisten inspiriert. Eingeschobene Zitate lockern die graphisch als Gartenkladde gestalteten Seiten auf; sehr gut gefällt mir das mal etwas andere Coverbild. Der Anhang bietet Kontaktadressen zu den Gartenprofis, nennt ihre Internetseiten und Veröffentlichungen. Eine empfehlenswerte Lektüre für alle professionelle oder private GartenliebhaberInnen, die mehr über die heutige Gartenszene wissen möchten!


  52. Spilling-Nöker, Christa Vom Zauber meines Gartens 96 S. Herder 2016
    Alles, so steht es in der Bibel, begann im Garten Eden und auch heute erleben viele Menschen den Garten als kleines Paradies. Vom Wunder des Wachsens und Gedeihens, von Blüte und Früchten, vom Wechsel im Jahreslauf, von Arbeit und Ruhe auf der Gartenbank, von Kraft und Freude, die der Garten schenkt, schreibt Christa Spilling-Nöker in ihren nachdenklichen, teils auch verschmitzten Geschichten, Gedichten und Gebeten. Das breitbändige Buch ist mit stimmungsvollen Farbfotos üppig bebildert.


  53. Stumm, Reinhardt Querbeet. Gartengeschichten 128 S. m. 4 Farbabb. v. Claudia Gutzwiller-Bortfeldt Christoph Merian Verlag 2002
    "Querbeet" hieß die Kolumne, die der Autor alle vierzehn Tage auf der Seite "Natur und Garten" der Basler Zeitung schrieb; hier sind die schönsten Texte gesammelt. Ob er über Duft, Werkzeug, Wetter oder fliegende Besucher erzählt - die Gedanken des Gärtners im Laufe des Jahres sind amüsant zu lesen.


  54. Syren, Stefanie / Elke Borkowski Pflanzen-Schätze: Sammler, ihre Gärten und ihre faszinierende Leidenschaft 180 S. BLV 2014
    So faszinierend wie die Pflanzen sind auch ihre LiebhaberInnen aus Deutschland, Niederlande, England und Schweiz: Aurikel sammelt und züchtet Fritz Moye, Galanthus Olive Mason, Narzissen Josephine Dekker, Hermerocallis Werner Reinermann, Agapanthus Martin Pflaum, um nur einige zu nennen. Auch Geum, Persicaria, Digitalis, Hosta, Ilex, Helenium, Paper, Rosen, Dahlien, Hamamelis haben sowohl private als auch professionelle Pflanzenliebhaber zum Sammeln verleitet. Sie werden alle in persönlichen Geschichten über mehrere Seiten hinweg mit Foto vorgestellt - unterteilt jeweils in "Das wird gesammelt", "Warum sie faszinieren", "was sie brauchen". Der letztere Teil ist sehr informativ und regt an, das eigene Sortiment zu erweitern. Der Adressenteil ist zugleich Bezugsquellenhinweis. Wunderschöne Fotos der Pflanzen und Gärten illustrieren den besonders natürlich für Liebhaber eben dieser Pflanzen sehr lesenswerten großformatigen Bildband. DGG Buchpreis TOP 5 der besten Gartenbücher 2015


  55. Traeger, Tessa / Kinmonth, Patrick Besprechung hier: Welt der Gärten


  56. Vogl-Lukasser, Brigitte Besprechung hier: Übern Zaun g'schaut. Osttiroler Bäuerinnen und ihre Gärten


  57. Weigl, Fritz u. a. Besprechung hier: Sie hatten den grünen Daumen; Österreichische Gärtnerporträts


Geschenktipp:´Tasse, Becher "Gärtner"

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Aktualisiert am 02.06.2016

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